Schiller Friedrich Wilhelm Tell

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Schiller, Friedrich: Sämtliche Werke. Säkular-Ausgabe. In Verbindung mit Richard Fester, Gustav Kettner, Albert Köster, Jakob Minor, Julius Petersen, Erich Schmidt, Oskar Walzel, Richard Weißenfels herausgegeben von Eduard von der Hellen. 16 Bände. J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachf. Erste Aufl. Ohne Jahresangabe (1904-05) Stuttgart und Berlin
XXII, 360/ XXXVIII, 426/ XLVIII, 458/ XLIV, 332/ XLIV, 424/ XXX, 402/ XLIV, 374/ XL, 364/ XXIV, 408/ XX, 291/ LXXXIV, 337/ 406/ XL, 324/ 452/ 462/ XXII, 438S. 8°

Halbleder 16 goldgeprägte Halbledereinbände mit Lederecken, goldenen Vorderdeckelfileten, marmoriertem Schmuckdeckelpapier, dreiseitig marmoriertem Schmuckschnitt, farbigen Vorsätzen und Lesebändchen. Band 1 mit Lichtdruckfrontispiz Schillers nach der Büste von Johann Heinrich Dannecker. Die Einbände und Einbandkanten teils berieben, Deckelpapier vereinzelt mit Abrieb, der obere Rückenrand des 11., 13. und 15. Bandes mit kleiner Fehlstelle, Papier und Kopfschnitte allg. leicht nachgedunkelt, Fußschnitte leicht berieben, Band 6 mit Einriss des Vorsatzpapiers am Gelenk, ansonsten insgesamt guter Zustand dieser sehr schön gestalteten Halblederausgabe im Jugendstil. Gesetzt in Fraktur, Buchdruck im Bleisatz. Inhalt: Band 1: Gedichte I/ Band 2: Gedichte II. Erzählungen/ Band 3: Die Räuber. Fiesco. Kabale und Liebe./ Band 4: Don Carlos./ Band 5: Wallenstein./ Band 6: Maria Stuart. Die Jungfrau von Orleans./ Band 7: Die Braut von Messina. Wilhelm Tell. Semele. Menschenfeind. Huldigung der Künste./ Band 8: Dramatischer Nachlaß./ Band 9: Übersetzungen Erster Teil./ Band 10: Übersetzungen Zweiter Teil./ Band 11: Philosophische Schriften Erster Teil./ Band 12: Philosophische Schriften Zweiter Teil./ Band 13: Historische Schriften Erster Teil./ Band 14: Historische Schriften Zweiter Teil./ Band 15: Historische Schriften Dritter Teil./ Band 16: Vermischte Schriften. Johann Christoph Friedrich von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg; 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar), 1802 geadelt, war ein deutschsprachiger Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Auch als Lyriker war er erfolgreich: Seine Gedankenlyrik wurde exemplarisch, seine Balladen zählen zu den beliebtesten deutschen Gedichten. Schiller gehört mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik. Er war durch Geburt Württemberger, wurde später Staatsbürger von Sachsen-Weimar und erhielt 1792 zusätzlich die französische Bürgerschaft verliehen. Schillers Beschäftigung mit Geschichte ist von der Aneignung und Weiterentwicklung des ganzen Spektrums der universalhistorischen Ideen der Aufklärung gekennzeichnet, die er vor allem in seinen ästhetischen Schriften Über die ästhetische Erziehung des Menschen sowie Über naive und sentimentalische Dichtung konsequent weiterentwickelte. Die Ästhetisierung der Geschichte als Wissenschaft, die anthropologische Wende und die Hervorhebung des Menschen als Objekt der Geschichte, die Begründung der erzieherischen Funktion der Geschichte sowie die Proklamation der Methode der historischen Analogie dienten als Schlüsselelemente nicht nur für die weitere Entwicklung des historischen Denkens von Schiller in seinen historischen Werken "Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der Spanischen Regierung" und "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges", sondern auch für die Entstehung seines klassischen Geschichtsdramas. Schiller ist ein Zeitgenosse des Übergangs vom absolutistischen zum bürgerlichen Zeitalter und der Französischen Revolution. Da sich das Bürgertum unter dem - in Deutschland kleinstaatlichen - Absolutismus nicht politisch artikulieren konnte und durfte, wurde die Literatur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem zentralen Medium der Steigerung des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Das Pathos und die Empfindsamkeit in Schillers Werken bis um 1785 sind Ausdruck der Entfaltung des Menschlichen, eines Prinzips, das der aristokratischen Herrschsucht entgegengestellt wird. Das Bürgerliche Trauerspiel als überwiegendes Formelement (beziehungsweise dessen Gegensatz Menschlichkeit - Herrschsucht in den frühen Dramen bis Kabale und Liebe) spiegelt dies wider. Nach der Periode zwischen 1785 und 1795 mit Werken wie Don Karlos und grundlegenden literaturtheoretischen Abhandlungen wie Über die ästhetische Erziehung des Menschen und Über naive und sentimentalische Dichtung entstehen zwischen 1795 und 1805 vor allem Dramen, die der Weimarer Klassik zuzuordnen sind. In ihnen setzte Schiller das Programm der ästhetischen Erziehung des Menschen um - Verstand und Gefühl zu verbinden. Er beabsichtigte, mit der Wirkung auf das Publikum durch den Wechsel von Idyllik und Dramatik den ästhetischen Menschen zu formen - als Voraussetzung für den gewaltfreien Übergang zu einem vernünftigen Staat und als Gegenprogramm zur Französischen Revolution wie auch zur zeitgenössischen Politik, in denen er nur rohe Kräfte am Werk sah. Schiller ist somit nicht nur Verfasser sprach- und bildkräftiger Dramen wie Die Räuber, Don Karlos, Die Jungfrau von Orleans oder Wilhelm Tell. Er brachte seiner deutschsprachigen Leserschaft auch die in seinem (dem 18.) Jahrhundert entwickelnden Vernunft-, Humanitäts- und Freiheitsideale näher. In Schillers eigenen Worten gesagt ist der "Bau einer wahren politischen Freiheit" das "vollkommenste aller Kunstwerke" (Über die ästhetische Erziehung des Menschen, Zweiter Brief). Schillers Werke wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern begeistert aufgenommen, so beispielsweise im noch ungeeinten, unterdrückten Italien (vgl. Giuseppe Verdi) und im zaristischen Russland. Den einen galt Schiller als Dichter der Freiheit, den anderen als Verteidiger bürgerlicher Gesittung. Die sprachgewaltige Eingängigkeit seiner Verse und seine pointensicheren Bühnendialoge sorgten dafür, dass zahlreiche davon zu geflügelten Worten wurden. 1859 feierte man seinen 100. Geburtstag in ganz Europa, ja selbst in den USA. Der Verleger Johann Friedrich Cotta verkaufte bis 1867 insgesamt 2,4 Millionen Exemplare der Werkausgabe. Das deutsche Bürgertum pflegte dann im 19. und auch im frühen 20. Jahrhundert einen sich mehr und mehr verdinglichenden Umgang mit Schillers Werken. Seitdem die Schulreformer des 19. Jahrhunderts sie in die Lesebücher gebracht hatten, lernte man seinen Schiller auswendig und benutzte ihn mehr als "kulturelles Kapital", weniger um ihn als Künstler und Denker zur Kenntnis zu nehmen (vgl. Halbbildung). Geschätzt wurde er auch als Freiheitsdichter in der deutschen Arbeiterbewegung und in den Arbeiterbildungsvereinen. Die Nationalsozialisten versuchten nach ihrer Machtübernahme zunächst, Schiller als in ihrem Sinne "deutschen Dichter" für sich zu vereinnahmen. 1941 wurde jedoch die Aufführung des Wilhelm Tell auf Befehl Hitlers verboten; auch Don Karlos wurde nicht mehr aufgeführt. In der DDR bemühte man sich um die ideologische Integration Schillers. Dort galt er als "fortschrittlicher Bürgerlicher", der den Kommunismus mit vorbereitet habe. Anlässlich seines 200. Geburtstages wurden 1959 aufwändige Feiern veranstaltet. Nicht das ganze Schillersche OEuvre erfreute sich allerdings der Wertschätzung des Regimes. Auch hier wurde das allzu freiheitliche Theaterstück Don Karlos ("Sire, Geben Sie Gedankenfreiheit") bald nicht mehr aufgeführt. Die Rede Versuch über Schiller, die Thomas Mann zum 150. Todestag des Dichters im Mai 1955 (also kurz vor seinem eigenen Tod) in beiden Teilen des geteilten Deutschlands hielt, war eine 'Liebeserklärung' an Schiller und zugleich ein Appell an die Deutschen, die aus den letzten beiden Kriegen scheinbar nichts gelernt hatten. Im Schillerjahr 2005 wurde dann aber deutlich, dass sein Werk auch in der wiedervereinigten deutschen Republik eher kalendarisch als mit begeistertem Zuspruch gewürdigt wurde. Die schillerbezogene Literaturwissenschaft nahm zwar neuen Aufschwung, doch die Massenmedien handelten den Gedenktag in der Hauptsache biografisch ab. In öffentlichen Veranstaltungen zeitigten seine Texte allerdings durchaus noch Wirkung. Travestien oder aktualisierende Bearbeitungen dagegen taten sich schwerer. Die Originale waren nicht mehr bekannt genug. Der Typus des Bildungsbürgers, der mit Schillers Werken vertraut ist, kann bei Theaterpublikum und Leserschaft im 21. Jahrhundert nicht mehr vorausgesetzt werden

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Oper; Schauspiel; Sage; Geschichte; Klassische Literatur; Schiller, Friedrich; Wilhelm Tell; schweizerischen Freiheit; Gedicht; Verse; Ende des 13. Jahrhundert; Französische Revolution Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell - Schauspiel / Friedrich Schiller, Berlin ; Leipzig : Volk u. Wissen 1947

8 Seiten zeitbedingt gebräunt, Seitenecken sind geknickt, Einband stark fleckig, am Rücken kaputt, an den Kanten und Ecken abgegriffen, teils kaputt - Friedrich Schiller (1759-1805) schrieb 1803, während seiner Arbeit am Wilhelm Tell , er denke damit den Leuten den Kopf wieder warm zu machen. Sie seien auf solche Volksgegenstände ganz verteufelt erpicht, und jetzt besonders wäre von der schweizerischen Freiheit desto mehr die Rede, weil sie aus der Welt verschwunden sei. Sein Schweizer Stück ist ein herrliches Werk, schlicht, edel und groß, effektvoll und bewegend , bemerkt Thomas Mann. Die Menschen des Stücks, eingeschlossen in ihre kleine, großartige Welt, diese Walter Fürst, Stauffacher, Melchtal und die Männer des Rütlischwurs, stehen wohl in einem idealischen Licht; aber unzweifelhaft, unverkennbar - und nur zu verwundern, wie so ein Dichter das ohne Anschauung trifft-, es sind Schweizer. Dieses Landsleute sind unpathetisch, gesetzt ... durchaus keine gelernten Revolutionäre ... Aber freilich, obgleich sie von Trubunen und Jakobinern nicht einen Zug haben und obgleich der zeitliche Schauplatz des Gedichts das Ende des 13. Jahrhunderts ist, weht dennoch die Luft der Französischen Revolution darin.

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Oper; Schauspiel; Sage; Geschichte; Klassische Literatur; Schiller, Friedrich; Wilhelm Tell; schweizerischen Freiheit; Gedicht; Verse; Ende des 13. Jahrhundert; Französische Revolution Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell - Schauspiel / Friedrich Schiller, Berlin : Volk u. Wissen 1953

7., durchges. Aufl. 8 gebräunt u abgegriffen - Friedrich Schiller (1759-1805) schrieb 1803, während seiner Arbeit am Wilhelm Tell , er denke damit den Leuten den Kopf wieder warm zu machen. Sie seien auf solche Volksgegenstände ganz verteufelt erpicht, und jetzt besonders wäre von der schweizerischen Freiheit desto mehr die Rede, weil sie aus der Welt verschwunden sei. Sein Schweizer Stück ist ein herrliches Werk, schlicht, edel und groß, effektvoll und bewegend , bemerkt Thomas Mann. Die Menschen des Stücks, eingeschlossen in ihre kleine, großartige Welt, diese Walter Fürst, Stauffacher, Melchtal und die Männer des Rütlischwurs, stehen wohl in einem idealischen Licht; aber unzweifelhaft, unverkennbar - und nur zu verwundern, wie so ein Dichter das ohne Anschauung trifft-, es sind Schweizer. Dieses Landsleute sind unpathetisch, gesetzt ... durchaus keine gelernten Revolutionäre ... Aber freilich, obgleich sie von Trubunen und Jakobinern nicht einen Zug haben und obgleich der zeitliche Schauplatz des Gedichts das Ende des 13. Jahrhunderts ist, weht dennoch die Luft der Französischen Revolution darin.

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Oper; Schauspiel; Sage; Geschichte; Klassische Literatur; Schiller, Friedrich; Wilhelm Tell; schweizerischen Freiheit; Gedicht; Verse; Ende des 13. Jahrhundert; Französische Revolution Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell - Schauspiel / Friedrich Schiller, Stuttgart : Reclam (o. J.)

114 S. kl. 8 Seiten leicht gebräunt u. fleckig, Einband fleckig, Ecken bestoßen, Buchrücken unten eingerissen, 2 x Namensstempel - Friedrich Schiller (1759-1805) schrieb 1803, während seiner Arbeit am Wilhelm Tell , er denke damit den Leuten den Kopf wieder warm zu machen. Sie seien auf solche Volksgegenstände ganz verteufelt erpicht, und jetzt besonders wäre von der schweizerischen Freiheit desto mehr die Rede, weil sie aus der Welt verschwunden sei. Sein Schweizer Stück ist ein herrliches Werk, schlicht, edel und groß, effektvoll und bewegend , bemerkt Thomas Mann. Die Menschen des Stücks, eingeschlossen in ihre kleine, großartige Welt, diese Walter Fürst, Stauffacher, Melchtal und die Männer des Rütlischwurs, stehen wohl in einem idealischen Licht; aber unzweifelhaft, unverkennbar - und nur zu verwundern, wie so ein Dichter das ohne Anschauung trifft-, es sind Schweizer. Dieses Landsleute sind unpathetisch, gesetzt ... durchaus keine gelernten Revolutionäre ... Aber freilich, obgleich sie von Trubunen und Jakobinern nicht einen Zug haben und obgleich der zeitliche Schauplatz des Gedichts das Ende des 13. Jahrhunderts ist, weht dennoch die Luft der Französischen Revolution darin.

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