Schanz Apologie
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Kulturgeschichte. - Theologie. Schanz, Paul Dr. Die Lehre von den heiligen Sacramenten der katholischen Kirche. Freiburg. Herder.1893.
SCHANZ, Paul von, katholischer Theologe, * 4.3. 1841 in Horb am Neckar, + 1.6. 1905 in Tübingen. - S. studierte von 1861 bis 1865 Philosophie, Theologie, Philologie und Naturwissenschaften an der Universität Tübingen. Aufgrund einer Abhandlung über "Die iranische Religion nach den Zeugnissen der griechischen und römischen Schriftsteller" wurde S. 1866 zum Doktor der Philosophie promoviert. Nach seiner Priesterweihe am 10.8. 1866 im Dom zu Rottenburg am Neckar und nach kurzer Seelsorgstätigkeit trat S. 1867 die Stelle eines Repetenten am Tübinger Theologenkonvikt Wilhelmsstift an. Schon wenig später, 1868, hielt er in Vertretung von Johann Evangelist Kuhn Dogmatikvorlesungen. Daneben widmete er sich dem Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften, 1869 absolvierte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt in den realistischen Fächern. Nach Studienreisen nach Berlin und Paris wechselte er 1870 nach Rottweil, um am dortigen Obergymnasium Mathematik und Naturwissenschaften zu unterrichten; 1875 wurde ihm zusätzlich die Leitung des Rottweiler Konvikts übertragen. Seine ersten Publikationen naturwissenschaftlicher Provenienz verfaßte er während dieser Jahre. Der Einstieg in die Laufbahn des akademischen Lehrers gelang S. im Jahre 1876, da er als Nachfolger von Moritz Aberle auf den Lehrstuhl für neutestamentliche Einleitung und Exegese der Universität Tübingen berufen wurde. Der Tatsache der Entfremdung von christlichem Glauben und Naturwissenschaft bewußt, wandte sich S. dem Themenkreis Bibel und Naturwissenschaft zu, um nach Vermittlungswegen zu suchen. Daneben befaßte er sich mit der synoptischen Frage. Sein exegetisches Hauptwerk aber stellen die Evangelienkommentare dar. Im Jahre 1883 wechselte S. als Nachfolger Kuhns auf den Lehrstuhl für Dogmatik und Apologetik. Signifikant für S.'s Behandlung der Dogmatik ist der lebendige Sinn für die geschichtliche Gewordenheit der Dogmen: Die systematische Dogmatik wird grundsätzlich mit der Dogmengeschichte verknüpft. Der Schwerpunkt seiner dogmatischen Interessen lag auf der Sakramentenlehre. Mehr denn als Dogmatiker verstand sich S. jedoch als Apologetiker: "Apologetik war die eigentliche Dimension und Intention seiner theologischen Arbeit von seinen Anfängen an" (H. Fries). Dabei begriff er die Apologetik sowohl als Bemühen um eine historische und rationale Begründung von Christentum und Kirche als auch als Bemühung um die Rechtfertigung des Glaubens. Kennzeichnend für S.'s Verständnis der Apologetik aber ist ihr defensiver Charakter: Apologetik ist wesentlich Verteidigung von Christentum und Kirche gegen Angriffe von außen. In seiner dreibändigen "Apologie des Christenthums" setzte er sich mit dem naturwissenschaftlichen Positivismus und mit dem Evolutionismus auseinander. Mit Fug und Recht wird die "Apologie des Christentums" (1887-1888) als S.'s Hauptwerk bezeichnet. - In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen, aber wohl auch in Dankbarkeit gegenüber seiner Rektoratstätigkeit - S. hatte im Studienjahr 1899/1900 die Funktion des Rektors der Tübinger Universität inne - wurde S. im Jahre 1900 das Ehrenkreuz des Ordens der Württembergischen Krone verliehen, mit dem der persönliche Adelstitel verbunden war. Lit.: Kirchenlexikon. Sehr gut erhaltenes Exemplar. Stempel als Besitzvermerk.
24 x 15,5 cm. VIII, 757 Seiten. Halbmaroquin m. Rückenverg. Ecken und Kanten best.
[SW: Sakramente; Theologie]
Schanz, Paul: Apologie des Christenthums. 3 Bde. I. Gott und die Natur. II. Gott und die Offenbarung. III. Christus und die Kirche. Freiburg i. Br., Herder, 1887, 1888.
Innen papierbedingt gebräunt, fliegender Vorsatz verso jeweils mit handschriftlichem Namenszug. Sonst jedoch innen sauber, schöne Erhaltung. - Paul Schanz (1841 - 1905) war Professor der Theologie in Tübingen am Lehrstuhl für Dogmatik und Apologetik, außerdem Rektor dasselbst. Für seine Verdienste von der würrtembergischen Krone ausgezeichnet und geadelt. Hier vorliegend sein Hauptwerk in der ersten Ausgabe (LTHK, VIII, Spalten 1589-1593).
354 SS., 485 SS., 450 SS. 8°, Halbleder d. Zt. mit Marmorpapierbezug, marm. Schnitt, Lesebändchen. Einbände stärker berieben.
[SW: Apologetik, Christentum, katholische Theologie, Kirchengeschichte, Universität Tübingen]
Dr. Schanz, Paul: Apologie des Christentums - 1. Band: Gott und die Natur. Herder Verlag, Freiburg., 1903.
Als Bibliotheksexemplar gekennzeichnet - Seiten gebräunt - Schnitt rot - Einband mamoriert - Lederrücken - Buch im guten, gebrauchten Zustand;
3. vermehrte und verbesserte Auflage. 792 Seiten. gebundene Ausgabe
Dr. Schanz, Paul: Apologie des Christentums - 2. Band: Gott und die Offenbarung. Herder Verlag, Freiburg., 1905.
Als Bibliotheksexemplar gekennzeichnet - Seiten gebräunt - Schnitt rot - Einband mamoriert - Lederrücken - Buch im guten, gebrauchten Zustand;
3. vermehrte und verbesserte Auflage. 868 Seiten. gebundene Ausgabe



