Rosa
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Konvolut von s-w-Fotos aus der Geschichte der Familie Strobel, München.
- Alfons Strobel jun. Diverse Fotos. Die Frauen: - Rosa Strobel (1861-1943), Gattin des Jean: 1 Portrait (15x10cm, auf Pappe montiert, Photograph "Ernst Marth, München), um 1935; 1 Brief an Rosa und 1 ausgeschnittener Zeitungsartikel über sie, 1941. Dem Zeitungsartikel über Rosa und die Anfänge des weiblichen Radfahrens in Deutschland (aus der München-Augsburger Abendzeitung vom 30.7.1941) ist zu entnehmen: Rosa, im Münchner Volksmund "Großmutter Strobel" genannt, hatte immer im Betrieb mitgearbeitet und leitete 1941 das Verkaufshaus in der Bayerstrasse. Sie soll eine der ersten 3 "Velocipistinnen" Münchens gewesen sein, da sie schon in jungen Jahren dem Fahradfahren ergeben war und Samstags immer mit Jean durch die Stadt radelte, um so das neue Fortbewegungsmittel zu bewerben. Oftmals habe man ihr erbost nachgeschrien und die dann in Deutschland beliebten "Radlerwitze" sollen durch die Strobels, die auch im Tandem durch die Stadt fuhren, hervorgerufen worden sein. Im Artikel beschreibt Rosa (zumeist in direkter Rede wiedergegeben) ebenjene Frühzeit des Radfahrens in München und ihre Erlebnisse mit erbosten Münchnern - musste sie als Frau doch Hosen beim Radeln tragen! Der am 12.9.1941 abgeschickte Brief ist ein entzückendes Kuriosum: Adressiert an "Frau Rosa Strobel, die erste Münchener Radfahrerin, München" und mit dem Beisatz versehen "Liebe Münchner Post, sei findig und bring den Brief an den richtigen Ort", verwundert es kaum, daß das Stück vorerst nicht ankam. Vorne klebt ein offizieller Zettel der Post "Stelle für unanbringliche Sendungen, nach .... [unles.] Straße 26 II zur Überprüfung der Anschrift". Absender ist eine Frau Emmy Bühlmeyer aus Ludwigshafen. Da das Stück im Archiv der Firma aufgefunden wurde, scheint die Zustellung letztendlich doch erfolgreich gewesen zu sein. Der Brief selber behandelt ebenjenen oben erwähnten Zeitungsartikel. Die aus München stammende und mit Strobel nicht bekannte Frau Bühlmeyer war ebenfalls eine der frühen Radlerinnen gewesen und hatte vor 1900 zahlreiche Radtouren durchgeführt. Rosa scheint tatsächlich als "Speerspitze" des weiblichen Radelns aufgetreten zu sein, denn Emmy schreibt, daß sie die tollen Stunden des Radfahrens "Ihnen zu verdanken habe[n]". Der Brief ist ein Loblied auf das Radfahren und ein bedeutendes kultur- und auch technikgeschichtliches Dokument! Zustand: Umschlag und Brief etwas fleckig, sonst schön. - Elisabeth ("Liese") Strobel (1893-1943), 1. Gattin des Oskar: 1 Paßfoto, datiert 4.4.1941, verso betitelt. S-w-Foto (Bildgrösse 35x50cm) im Holzrahmen hinter Glas, gezeigt die Dame um 1935 im Fotostudio. Rahmengrösse 53x64cm. Bild hängt schief, sonst guter Zustand. - Caroline ("Lili") Strobel, 2. Gattin des Oskar (und zuvor "rechte Hand Frau Elisabeth Strobels", wie die Festschrift 1958 berichtet - wen wunderts, daß Elisabeth auf dem obigen Paßfoto einen gar grimmigen Gesichtsausdruck zur Schau trägt.....): 1 Foto (12x18cm) mit Strobel-Tor, um 1958 (abgedruckt in Festschrift 1958); 1 Foto, 10x7cm, mit kleinem Kinde (hinten betitelt, abgedruckt in Festschrift 1983), um 1960. Die junge Generation: - Gruppenbild, zeigend Alfons jr. (1925-, einziger Sohn des des Oskar) neben seinen Söhnen Thomas und Florian, um 1985. Kuriosa: - "Oskar-Strobel-Marsch" von Robert Poincilit, Bad Reichenhall 1948 (Kopie, 4°, 1 Blatt);
Bestand Famile Strobel, s-w-Fotos und vereinzelt Dokumente. Konvolut von s-w-Fotos aus der Geschichte der Familie. Guter Zustand, wenn nicht unten anders angegeben. - Jean Strobel: Schönes sepiagetontes ovales s-w-Portrait (abgedruckt in Festschriften 1933 und 1958), im Passepartout hinter Glas (Bildgrösse 30x37cm max., Rahmengrösse 50x60cm). Rahmen mit kleinen Kratzern, etwas berieben, sonst gut. 1 Foto seines Grabsteins in München, Bild um 1960 (12x17cm); - Alfons Strobel sen. (1883-1934): 1 Foto, 1901, 7x7cm, zeigt Alfons als 18jährigen, mit selbstgebauten Motorrad, Flachriemenseite (abgedruckt in der Festschrift 1933), mit Bleistifteintragungen am Rand (vom Graphiker der Festschrift), in Originalpassepartout20x16cm, verso mit Strobel-Stempel von ca. 1980; 5 professionelle Portraits in Paßfotoformat, ca. 1928, abgedruckt in Festschrift 1958 (2x mit Rostspur); 1 Postkarte, Gruppenbild auf Treppe in der Wartburg, A. vorne (gelaufen 1931, an Bruder Oskar, Autograph Alfons, fleckig); 2 Fotos 6x7cm zeigen den toten Alfons auf Sterbebett (einmal mit Rostspur).3 Fotos (7x9cm) bei Sängerfest, ca. 1925, A. abgebildet?);1 Foto (8x5cm) eines Skifahrers (beim Hangaufsteigen), Alfons oder Oskar um 1910. - Oskar Strobel (1889 - 1970): Auf Pappe aufgezogenes Foto (17x12cm Bildgrösse), gezeigt Oskar neben Nähmaschine Adler Kl.20, dahinter Schild "Vertreter J. Strobel, München"; 2 mal vorhanden, einmal verso beschriftet "1911 Elektro Ausstellung [in München] auf .dem Stande v. Siemens & Schuckert Maschinen der Fa. J. Strobel & Sohn" - man weiß, daß Oskar dort König Ludwig III 2 Maschinen vorführte; 1 Postkarte, zeigt Oskar als Soldat im Ersten Weltkrieg (Gruppenbild in Hof, vor Tafel "Kriegsjahr 1914 ...[beschnitten] Schlosser", sonst unbeschriftet, ungelaufen (die Festschrift von 1933 berichtet, daß Oskar während des Krieges "beim Heersbekleidungsamt als Nähmaschinenspezialist" diente (S. 18);1 auf Karton (20x30cm) aufgebrachtes Portrait nebst Frau (wohl Liese) (10x14cm), darunter Autograph des Photographen Adalbert Werner, um 1925; 1 Originalzeichnung, "Glückwunsch zum Geburtstag", datiert 1.4.1932, abgebildet eine Gruppe von Gratulanten, dazu Unterschriften von etlichen wohl Werksangehörigen (4°, signiert W.G., vielleicht der Graphiker Gützner [archiviert in Bestand Graphik - gezeichnete Originale]);4 Fotos (7x9cm) bei Zoobesuch, Oskar 2x abgebildet (ein Bild zeigt 2 kopulierende Paviane!!), Juni 1931 (Bilder wurden anlässlich der Nähmaschinentagung in München gemacht, die von Strobel organisiert wurde); 1 Gruppenbild 23x18cm, Juni 1931, gezeigt die Brüder Strobel mit Hermann Lütz, später Ehrenvorsitzender des VDN (Verband Deutscher Nähmaschinenhändler), Erich Lüth (damals Verbandssyndikus), Stephan Ziegelhöfer, Karl Wahle, Karl Steinacker und "Bildberichterstatter" Dr. Kill [wohl Schreibfehler, wird Fotograf Koll sein, der auch an der Festschrift 1933 mitarbeitete] (beiliegend Brief mit genauer Beschreibung des Bildes); 1 Foto, dasselbe wie vor, Format 9x6cm; 1 Gruppenbild um 1938, Oskar mit Mutter und Sohn Alfred neben Auto nebst Chaffeur vor Wohnhaus (wohl Walhallastr. 41), 11x16cm, auf Karton montiert, Photograph "Ernst Marth, München"; Gruppenbild um 1938 (15x10cm, auf Pappe montiert, Photograph Marth), gezeigt Oskar nebst Gattin und Mutter Rosa Strobel und jungem Mann (wohl Sohn Alfons); 1 Portrait für Werbung, auf Pappe aufgebracht und retuschiert, um 1935; 4 Fotos 10x7cm zeigen Oskar mit auf Geburtstagsfest während Ehrung im Hof des Betriebes, neben Frau und mit Angestellten, um 1954; 1 Foto 10x7cm, Oskar an gedecktem Tisch mit Frau Lilli und anderen (abgedruckt in Festschrift 1958, dort betitelt "Die Familie Strobel auf einer Betriebs-Weihnachtsfeier");1 Foto 10x7cm zeigt Oskar am Bootssteg mit Personal und Frau, hinten datiert 1957 (abgedruckt in Festschrift 1958, dort betitelt "Betriebs-Ausflug nach Herren-Chiemsee"; 1 Foto (17x17cm, 2 Exemplare) Oskar mit Maschine vor Portal der Firma, um 1960;5 Fotos zeigen Oskar im Hof des Betriebes neben Holzkisten mit verpackten Maschinen mit Ziel Moskau (teils mit Tesa hinten, ein Bild mit Riss);1 Portrait mit Enkelkindern, um 1965 (12x17cm); 5 Fotos (23x17cm) zeigen Oskar mit Maschine Kl. 58, ca. 1965;14 Fotos (17x12cm, teils fleckig) zeigten Oskar mit Maschine im Treppenflur des Haupthauses (ca. 1965);1 Portrait um 1968 (12x7cm); - Dokumente:2 Zettel (4°, Randläsuren, gefaltet) mit maschinenschriftlichen Gedichten von Freunden zur Geburt des Sohnes Alfons (1925);S-w-Foto als Postkarte, 1939. Gezeigt eine Skizze eines Bauernhofs im Blut-und-Boden-Stil, darunter "Für die mir anläßlich meines 50. Geburtstags entgegengebrachten Glückwünsche sage ich meinen herzlichsten Dank" (9x14cm, gelocht und fleckig, 2 Ex.); Brief des Architekten Ludwig Kroher (4°, gefaltet), dat. 5.5.1958, bzgl. Neubau in Grünwald (geplant ist ein Haus in Kleeblatt-Form!
Oelßner, Fred: Rosa Luxemburg. Eine kritische biographische Skizze. Mit 6 Bildern und zwei Faksimile. 2., verbesserte Auflage, Dietz Verlag Berlin
1952; 218 Seiten; Format 21 x 14,5 cm; Karton-Deckel mit Leinen-Rücken und O.Schutzumschlag, rotbrauner Kopfschnitt. Fred Oelßners Buch über das Leben und politische Wirken Rosa Luxemburgs, die lange Zeit hindurch an der Spitze des revolutionären Flügels der deutschen Arbeiterbewegung stand, ist ein außerordentlich wertvoller, aktueller Beitrag zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Diese kritische Biographie Rosa Luxemburgs wird wesentlich zur Klärung wichtiger ideologischer und theoretischer Probleme, entscheidender Grundfragen des Marxismus-Leninismus beitragen und damit die weitere Entwicklung der SED zu einer Partei neuen Typus fördern. Voraussetzung dafür aber ist, dass dieses Buch nicht nur gelesen, sondern studiert wird. Das ist doppelt nötig auch deshalb, weil heute unter Ausnutzung der politischen Schwächen, Fehler und Irrtümer Rosa Luxemburgs von rechten SPD-Führern und Verrätern der Arbeiterklasse mit dem Namen dieser großen Revolutionärin in der übelsten Weise Schindluder getrieben wird, um Verwirrung zu stiften und den großen geschichtlichen Prozeß der ideologischen Klärung innerhalb der Arbeiterklasse aufzuhalten. Rosa Luxemburg, diese kühne und revolutionäre Kämpferin gegen jede Ausbeutung und Unterdrückung, für wahren Humanismus und Völkerfreundschaft, ist der deutschen und internationalen Arbeiterklasse teuer und heilig. Mit Recht sagt Fred Oelßner am Schluß des Vorwortes seiner Biographie: "Wir handeln ganz im Geiste Rosa Luxemburgs, wenn wir ihre schwachen Seiten nicht verschweigen, ihre positiven nicht übertreiben, sondern die Wahrheit sagen. Wenn wir den Leser mit Rosa Luxemburg bekannt machen, wie sie wirklich war Indem wir diesen Versuch unternehmen, ehren wir am besten die große Kämpferin, deren Namen immer mit der revolutionären Arbeiterbewegung verbunden sein wird." (Umschlagtext zur 2. Auflage/1952); gut erhalten
Köhler, Hartmut/Regel, Walter: ... hoch gerühmt, fast vergessen, neu gesehen..., m. Audio-CD Der italienische Maler und Poet Salvator Rosa. Studien zur Neubewertung, KÖNIGSHAUSEN & NEUMANN, September 2007 ISBN: 3826036670
Als Maler hoch angesehen und wirkungsmächtig ausstrahlend, beförderte die Legende Salvator Rosa (1615-1673) bald auch noch zum Musiker, Mentor, Freiheitskämpfer, ja, zum ruchlosen Räuber und Mörder. Als solcher trieb er in Romanen, Schauspielen und auf dem Musiktheater lange sein Wesen. Die Autoren stellen sich die Aufgabe, in kritischer Analyse zu dem Künstler des 17. Jahrhunderts und seinem Werk zurückzufinden. Zugleich galt es, Rezeptionsstadien an ausgewählten Beispielen neu zu beleuchten.Einführung - W. Regel: Zur Landschaftsmalerei Salvator Rosas - W. Regel: Rosas Gemälde Prometeo im Kontext der Prometheus-Rezeption in Renaissance und Barock - H. Köhler: Kunst der Satire - Satire der Kunst. Die literarischen Seitenhiebe des Malers Salvator Rosa - H. Köhler: Rosas Satiren auf die Schwesterkünste: Dichtung, Malerei und Musik in deutscher Übersetzung - W. Regel u. M. Bernhard: Rosa ein Mentor verkannter Talente - Der Weg einer Episode aus dem Leben des Künstlers aufs Theater - G. Graf u. W. Regel: Rosa zugeschriebene Kammerkantaten - J. Awe: Berge mit Licht und Schattenseiten - Über die Anfänge einer positiven Bergwahrnehmung von der Neuzeit bis zum 18. Jahrhundert - A. Janhsen: Einfühlung als Wirklichkeit - Mandy Martins Interesse an Salvator Rosas Landschaftsbildern. - Anhang: Die frühen Biographien Salvator Rosas (it./dt.), übersetzt von H. Köhler - E. Torricelli: Encomio del secol d'oro (it./dt.), übersetzt von H. Köhler. - Beilage: CD mit Musik um Salvator Rosa: Kammerkantaten von Cesti, Bandini u. Bononcini (R. Kabis, M. Behringer, E. Weber) / Fr. Liszt: Canzonetta del Salvator Rosa (Welte-Mignon-Reproduktions-Piano, E. Petri, 1905) / J. Rastrelli: Ouvertüre zu Salvator Rosa oder Zwey Nächte in Rom (Freiburger Orchestergesellschaft, M. Rupp) / A. C. Gomes: Salvator Rosa: Ouvertüre und Romanze des Salvator Rosa (Dorset Opera, F. del Valle, P. Shelley)
NEUBUCH! 2007. 364 S., 17 Farbtaf. 24 cm 242 mm x 155 mm x 32 mm 17 Farbtafeln
[SW: Rosa, Salvator]
Volken, Marco/Anker, Daniel: Monte Rosa Königin der Alpen, AS VERLAG, ZÜRICH, 109 ISBN: 3909111688
Monte der Berg. Rosa nein, weder eine Frau noch die Morgenröte, welche die 2400 Meter hohe Ostwand mit ersten Sonnenstrahlen rosa färbt. Rosa ist ein altes valdostanisches Wort und bedeutet ganz einfach Gletscher. Wie das Plateau Rosa im Skigebiet zwischen Zermatt und Breuil-Cervinina, wie der eisige Piz Roseg unweit des Piz Bernina. Der Gletscherberg also. Auch wenn das Treibhausklima das Eis der Alpen schmelzen lässt, am Monte Rosa bleibt es. Der Colle Gnifetti zwischen Zumsteinspitze und Capanna Margherita ist ein tiefgekühltes Klimaarchiv, das Wissenschafter genau unter die Lupe nehmen. Sie folgen dabei den Pionieren, die, lange bevor die Engländer die Alpen als Spielplatz entdeckten, schon die Gipfelwelt des Monte Rosa auskundschafteten. An diese frühen Alpinisten erinnern all die Namen wie Parrotspitze und Ludwigshöhe, Piramide Vincent und Punta Giordani, Colle Zurbriggen und Imsengrücken. Höchste Zeit, ihm eine umfassende Monografie zu widmen. Deshalb haben sich Autorenauf die Spur dieser Leute von gestern begeben, und sie beschreiben zugleich den Monte Rosa von heute, die futuristische Monte-Rosa-Hütte so gut wie die fürchterlich abgelegene Capanna Gugliermina oder das einladende Hotel Guglielmina mit dem überaus feinen Weinkeller. In diesem Sinne: Salute Rosa!
NEUBUCH! 2009. 333 S. m. 285 meist farb. Abb. 24,5 cm; Bergmonografie Bd.15
[SW: Monte Rosa]



