Rinser Luise Mitte Des Lebens
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Rinser, Luise: Mitte des Lebens. Ein Roman in Briefen. Fischer Bücherei 138.-150. Tausend 1965 Frankfurt am Main und Hamburg
220S. 8°
Taschenbuch Einband leicht knickig, Schnitte und Papier altersgemäß nachgedunkelt, Fußschnitt leicht fleckig, ansonsten noch gute Erhaltung. Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Mitte des Lebens OA 1950 Form Roman Epoche Nachkriegsliteratur In ihrem erfolgreichsten, formal komplex gestalteten Roman beschäftigt sich Luise Rinser mit dem Recht der Frau auf Selbstbestimmung. Inhalt: Die 49-jährige Ich-Erzählerin Margret trifft zufällig ihre um zwölf Jahre jüngere Schwester Nina, die sie seit fast zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Nina steht kurz vor ihrem Umzug nach England, der ihr die Flucht vor der Liebe zu einem verheirateten Mann ermöglichen soll. Die letzten Tage vor der Abreise verbringen die Schwestern gemeinsam. In dieser Zeit erfährt Margret die Geschichte Ninas, hauptsächlich durch das Tagebuch des gerade verstorbenen Arztes Dr. Stein, der ihren Lebensweg 18 Jahre lang - von 1929 an bis ins Jahr 1947 - begleitete. Er hatte sie als junge Studentin kennen gelernt, als er sie von einer Blutvergiftung heilte, und verliebte sich in sie. Sein Tagebuch beschreibt die Vergeblichkeit dieser Liebe und die Hoffnung Steins, die um zwanzig Jahre jüngere Nina letztlich doch für sich gewinnen zu können. Einer Verwirklichung dieses Wunsches steht jedoch die Persönlichkeit Ninas, deren Darstellung den Kern des Buches bildet, entgegen. Sie führt ein unstetes, unkonventionelles Leben, das bestimmt ist von ihrem unbedingten Freiheitsdrang und einer beständigen Sinnsuche. Ihr Lebenshunger lässt sie bei der Suche nach neuen Erfahrungen auch vor großem Leid und Einsamkeit nicht zurückschrecken. Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt sie es aus finanziellen Gründen, eine kranke Tante bis zu deren Tode zu pflegen. 1933 hilft sie gemeinsam mit Stein, Verfolgte über die Grenze zu schmuggeln. Sie heiratet, hat zwei Kinder, doch die Ehe ist nicht glücklich. Als sie von ihrem Mann bereits getrennt lebt, wird dieser zum Tode verurteilt; sie hilft ihm, sich mit Gift zu töten. Wegen "Beihilfe zum Hochverrat" wird sie selbst inhaftiert. Nach dem Krieg avanciert sie zur erfolgreichen Schriftstellerin. Dem von Freiheit und Leidenschaft geprägten Leben Ninas steht das der Schwester Margret gegenüber. Sie ist verheiratet, führt ein geordnetes, bürgerliches Leben ohne besondere Aufregungen und war immer zufrieden mit dieser ruhigen Existenz; erst als sie vom Lebens Ninas erfährt, beginnt sie ihre vordergründige Zufriedenheit in Frage zu stellen. Aufbau: Der recht einfachen Fabel des Romans steht ein komplexer formaler Aufbau gegenüber. Der Leser wird aus mehreren Perspektiven über das Leben Ninas informiert: den Tagebuchaufzeichnungen Dr. Steins, den eigenen Erzählungen Ninas und den Beobachtungen der Ich-Erzählerin. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Bild Ninas, deren Anspruch auf Selbstverwirklichung nicht zuletzt in dem Widerstreit von Selbst- und Fremdbeschreibung zum Ausdruck kommt. Die kontrastive Zeichnung der beiden Schwestern sowie der Figuren Nina und Stein, aber auch die Widersprüchlichkeit Ninas selbst sind Teil einer Gestaltung polarer Gegensätze wie Geist und Leben, Ordnung und Leidenschaft, Liebe und Entsagung, die sich durch den Roman ziehen. Dieses Kreisen um existenzielle Widersprüche, welche die Konfliktlagen der Figuren begründen, bleibt für das gesamte Werk von Rinser bestimmend. Wirkung: Der Roman Mitte des Lebens wurde ein Welterfolg und in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Er brachte Rinser auf Betreiben von Thomas R Mann 1952 den Rene-Schickele-Preis ein. Der Folgeroman Abenteuer der Tugend (1957) fiel bereits in die Zeit der vom katholischen Glauben geprägten Romane der Autorin und war weniger erfolgreich. S. D. Luise Rinser (* 30. April 1911 in Landsberg-Pitzling, Oberbayern; 17. März 2002 in Unterhaching bei München) war eine deutsche Schriftstellerin. Luise Rinser wurde am 30. April 1911 in Landsberg am Lech, im Stadtteil Pitzling, geboren. Ihr Geburtshaus existiert noch, ist aber dem Verfall preisgegeben. Sie wurde in einem Lehrerinnenseminar in München zur Volksschullehrerin ausgebildet und legte das Examen als eine der Jahrgangsbesten ab. Nach dem Examen arbeitete sie ab 1935 als Aushilfslehrerin an verschiedenen oberbayerischen Schulen. Sie lernte den Reformpädagogen Franz Seitz kennen, der sie nicht nur in pädagogischen Fragen, sondern auch auf ihrem Weg in die Schriftstellerei stark beeinflusste. Davon zeugt ein umfangreicher, bisher unveröffentlichter Briefwechsel. In dieser Zeit veröffentlichte sie ihre ersten kleinen Erzählungen in der Zeitschrift Herdfeuer, die eine dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstehende junge Frau zeigen. 1934 verfasste sie unter dem Titel Junge Generation ein Lobgedicht auf Adolf Hitler. Dem folgten weitere Gedichte und Aufsätze in derselben Zeitschrift. Für die UFA arbeitete sie 1942 an einem Drehbuch über den weiblichen Arbeitsdienst. Sie gehörte seit 1936 der NS-Frauenschaft und bis 1939 dem NS-Lehrerbund an. Einem Eintritt in die NSDAP verweigerte sie sich jedoch. Des Weiteren bezeugen verschiedene Dokumente, unter anderem Briefe an Hermann Hesse, eine kritischere Haltung zum Nationalsozialismus. 1939 schied sie auf eigenen Wunsch aus dem Schuldienst aus und heiratete den Komponisten und Dirigenten Horst-Günther Schnell. 1941 erschien ihre Erzählung Die gläsernen Ringe, die die begeisterte Zustimmung Hermann Hesses fand. Wegen des Krieges konnten zunächst keine weiteren Bücher erscheinen. Ein von der Autorin später behauptetes Publikationsverbot bestand dagegen nicht. Vielmehr konnte sie bis 1944 in der Kölnischen Zeitung ungehindert publizieren. 1943 schrieb sie für den NS-Propagandafilm-Regisseur Karl Ritter das Drehbuch für den geplanten Film Schule der Mädchen. Im Oktober1944 wurde sie wegen "Wehrkraftzersetzung" denunziert und verhaftet. Aus der Untersuchungshaft wurde sie am 21. Dezember 1944 entlassen. Ihre Erlebnisse im Frauengefängnis in Traunstein schildert sie in ihrem Gefängnistagebuch von 1946. Sie behauptete später, dass eine Verhandlung vor dem Volksgerichtshof, die sicher mit dem Todesurteil geendet hätte, durch das Kriegsende verhindert worden sei. Tatsächlich ist es aber nie zu einer Anklage gekommen. Eine Verhandlung vor dem Volksgerichtshof war ohnehin bei einem Allerweltsdelikt wie Wehrkraftzersetzung nicht üblich. Rinsers Positionierung im Dritten Reich ist umstritten, da sie sich nach dem Krieg bemühte, ihre Rolle im Widerstand deutlich zu erhöhen und die Gefahren zu dramatisieren, unter denen sie angeblich gestanden hat. Aus der 1942 geschiedenen Ehe mit Schnell ging ihr Sohn Klaus Christoph hervor. Ihr zweiter Sohn Stephan (* 1941) entstammt einer außerehelichen Beziehung. Schnell fiel 1943 im Russland-Feldzug. Danach heiratete Rinser den Schriftsteller Klaus Herrmann. Diese Ehe wurde 1952 annulliert. Von 1954 bis 1960 war Rinser mit dem Komponisten Carl Orff verheiratet. Enge Freundschaften verbanden sie mit dem koreanischen Komponisten Isang Yun, mit dem Benediktinerabt Johannes M. Hoeck sowie mit dem Theologen Karl Rahner. In ihren letzten Lebensjahren war für Luise Rinser die Freundschaft mit dem Philosophen und Dichter Jose Sanchez de Murillo von großer Bedeutung. Rinser lebte seit 1959 in Rom und seit 1965 in Rocca di Papa bei Rom, wo sie 1986 auch zur Ehrenbürgerin ernannt wurde; daneben behielt sie bis zu ihrem Lebensende ihre Wohnung in München, wo sie sich oft aufhielt. Nach dem Krieg arbeitete sie von 1945 bis 1953 als freie Mitarbeiterin bei der Neuen Zeitung, für die sie vor allem Bücher rezensierte und Artikel zu kulturellen Fragen schrieb. 1948 bezog sie eine Wohnung in München. 1946 erschien ihr Gefängnistagebuch, dann eine Arbeit über Johann Heinrich Pestalozzi Pestalozzi und wir (1947), danach in rascher Folge die Romane Erste Liebe (1948) - nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Erzählung! -, die Erzählung Jan Lobel aus Warschau (1948), die noch heute als ein Meisterwerk angesehen wird, das Kinderbuch...
[SW: Deutsche Literatur | Roman]
Rinser, Luise; Nina - zwei Romane in einem Buch, Stuttgart, Evangelische Buchgemeinschaft, 1957. ; Schutzumschlag / dust cover
die Seiten und der Umschlag sind fleckig, die Umschlagkanten sindteils stark bestoßen, aus dem Inhalt: Mitte des Lebens - Abenteuer der Tugend. In diesen beiden Meisterwerken von Luise Rinser wird in Tagebuch- und dann in Briefform der Lebensweg der Titelfigur Nina geschildert. Nina Buschmann, Schriftstellerin, Ende Dreißig, löst ihr Münchner Domizil auf. Sie flieht vor der verantwortungsschweren Liebe zu dem Künstler Maurice S. nach England. Ist es die Flucht vor der Lebensaufgabe? An den Aufzeichnungen des inzwischen verstorbenen Arztes Dr. Stein, die die unerfüllte Liebe des um zwanzig Jahre älteren Mannes zu ihr als junger Studentin wieder heraufbeschwören, wird Ninas Entwicklungsweg deutlich, (vom Umschlag) Bei einem eingefügten Bild handelt es sich um das Originalbuch. Bei Bestellungen Werktags bis 11,00 Uhr erfolgt der Versand in der Regel noch am selben Tag, ansonsten am folgenden Werktag.
542 22 cm, Leinen
[SW: Nina; Nina Buschmann; Schriftstellerin; Liebe; England; Mitte des Lebens; Roman; Abenteuer der Tugend; Luise Rinser;]
Rinser, Luise: Nina Mitte des Lebens - Abenteuer der Tugend, S. Fischer, Frankfurt am Main 1962 ; fester Einband / hard cover; Schutzumschlag / dust cover
Gut
Nina Mitte des Lebens - Abenteuer der Tugend Rinser, Luise Buchbeschreibung: S. Fischer, Frankfurt am Main, 1962. Hardcover. Buchzustand: Gut. Zustand des Schutzumschlags: Guter Umschlag. Zwei Romane in einem Band, Schnitt nachgedunkelt, mit leichten Gebrauchsspuren 473 Seiten, 3. Auflage Gut Hardcover; 3. Auflage
[SW: LITERATUR, ROMANE, GESELLSCHAFT]
Rinser, Luise,: Konvolut v. 18 Büchern v. L. Rinser / 1. Pestalozzi und wir, (Der Mensch und das Werk), Stuttgart, Hans E. Günther Verlag,, 1947.
DABEI: Rinser, Luise - Erste Liebe (Erzählung) (= Die kleinen Bücher der Arche , 181/182) (Zürich, Verl. Die Arche, 1954, 1. Ausgabe, 58 S. , 8° Okart., kl. Namensstempel, gut) (Reihe) --------------- DABEI: Luise Rinser - Jugend unserer Zeit (Würzburg, Echter, 1967, 1. Ausgabe, 153 S., mit zahlreichen Abbildungen, Leinen, Originalumschlag, (dieser mit leichten Gebrauchsspuren), sonst gut, Großformat, Name auf Vorsatzblatt) ------- DABEI: Luise Rinser - Geh fort wenn du kannst (Frankfurt, S. Fischer, 1960, 12.-16. Tsd., 86 S., Leinen, Originalumschlag, (dieser mit kl. Einriss) ----------------------- DABEI: Luise Rinser - Ein Bündel weisser Narzissen (Erzählungen) (Frankfurt, S: Fischer, 1967, 13.-16. Tsd., 263 S., Leinen, OUmschlag, gutes Ex.) ---------- DABEI: Luise Rinser - Jan Lobel aus Warschau. 17.-21. Tsd., Fischer Verlag, 1966, gebundene Ausgabe, Leinen, gutes Ex.) ------------- DABEI: Rinser, Luise - Im Dunkeln Singen. 1982 bis 1985 (Frankfurt S. Fischer Verlag 1985, 249 Seiten. 1. Auflage Orig.Umschlag, Orig. Leinen, gutes Ex.) -------------- DABEI: Rinser, Luise - Wer wirft den ersten Stein; Zigeuner sein in Deutschland; Eine Anklage (Stuttgart, 1985, Edition Weitbrecht, ISBN 3-522-70250-6, 160 S., OPappband, gutes Ex.) (Lit.) ----------------- DABEI: Rinser, Luise - Vom Sinn der Traurigkeit [Felix tristitia]. (= Die kleinen Bücher der Arche , 352/353) (Zürich : Verl. Die Arche, 1962, 1., 53 S., Kart., Kulistrich am Einband, kl. Namenszug, sonst gut) (Reihe) ---------------- DABEI: Rinser, Luise - Hochebene (Bonner Buchgemeinde, 1953, 246 S., 8°, OLeinen, gut) --------------- DABEI: Rinser, Luise - Die Erzählungen (Frankfurt, Fischer, 1985, 359 Seiten 8°, gebundene Ausgabe, Schutzumschlag, gutes Exemplar) ------------ DABEI: Rinser, Luise - Mirjam (Fischer-Verlag, Frankfurt am Main, 311 S: Leinen, OUmschlag, gutes Ex., Lizenzausgabe für die Büchergilde Gutenberg) ------------------ DABEI: Rinser, Luise - Nina. Mitte des Lebens. Abenteuer der Tugend (Frankfurt 1961: S. Fischer, 472 (3) Seiten, Leinen ohne Schutzumschlag, Widmung auf Vorsatz, sonst gut) ------------------ DABEI: Rinser, Luise - Kassette mit 4 Bänden: Die gläsernen Ringe. Eine Erzählung. Mitte des Lebens. Roman. Ich bin Tobias. Geh fort wenn du kannst. Der schwarze Esel. Roman. Mirjam (Ffm., S.Fischer, 1986, ISBN 3100660293, Sonderausgabe zum 100jähr. Jubiläum des S. Fischer-Verlags, kartoniert, im Schuber (dieser leichte Lsusren, sonst gut) ----------------- DABEI: Rinser, Luise - Septembertag (Frankfurt a. Main, S. Fischer Verlag, 1981, ISBN 3100660226, 3. Aufl. 144 S gebundene Ausgabe, sehr gut erhalten, sehr guter Umschlag)
1. Ausgabe, mit 39 S., (Studie), OBroschur, gutes Ex.,



