Rilke Rainer Maria Gedichte

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Wagner, Tanja: Rainer Maria Rilke - Sein Leben und seine Gedichte, GRIN VERLAG, Juli 2008, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640116038
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 1, Universität Passau, 56 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Für meine Seminararbeit habe ich mich entschieden über den österreichischen Dichter Rainer Maria Rilke zu schreiben. Das Ziel meiner Arbeit soll dabei u.a. sein, den Leser mit Rainer Maria Rilkes Leben und mit einigen bedeutenden Gedichten Rilkes bekannt zu machen. Als Erstes gebe ich deshalb einen Überblick über die wichtigsten Stationen im Lebenslauf von Rainer Maria Rilke. Bevor ich allerdings mit der Gedichtinterpretation beginne, erachte ich es als sinnvoll, die literaturgeschichtliche Epoche des Symbolismus vorzustellen. Die dazu durchgeführte Abgrenzung zu Naturalismus und Expressionismus und die erarbeitete Definition des Symbolismus sollen helfen, die nachfolgenden Gedichte literaturgeschichtlich einordnen und auch besser verstehen zu können. Ich habe fünf Gedichte Rilkesausgewählt, die sowohl das Wesen des Dichters als auch den Symbolismus dem Leser näher bringen sollen. Mithilfe bereits vorhandener literaturwissenschaftlicher Untersuchungen habe ich eine etwas ausführlichere Interpretation des Gedichts Der Panther vorgenommen und nachfolgend Das Karussell , Herbsttag , Römische Fontäne und Archaischer Torso Apollos in etwas knapperer Form interpretiert. Alle diese Gedichte sind während verschiedener Aufenthalte Rilkes in Paris entstanden. Meiner Meinung nach ist es daher notwendig, den französischen Wurzeln des Symbolismus nachzugehen. Ich tue dies, indem ich im Anschluss an die Interpretationen Charles Baudelaire und weitere französische Symbolisten kurz vorstelle. Im Zusammenhang mit dem Symbolismus müssen aber auch die beiden deutschsprachigen Dichter Stefan George und Hugo von Hofmannsthal genannt werden. Ein knapper Überblick über Leben und Werk dieser beiden Lyriker ist zugleich der letzte Punkt meiner Arbeit. Ich möchte dem Lesereinen Einblick in die Welt von Rainer Maria Rilke geben, und ihn vielleicht ebenso sehr für diesen einzigartigen Dichter begeistern, wie mich die Beschäftigung mit diesem Thema für die Dichtkunst Rilkes begeistert hat. Hierbei möchte ich darauf verweisen, dass Rainer Maria Rilke nicht nur Gedichte verfasst hat, sondern auch viele Kurzgeschichten, Essays, Theaterstücke und einen Roman. Meine Seminararbeit hätte ich beliebig ausweiten können, ich habe mich aber bemüht, den Schwerpunkt auf die Gedichtinterpretation zu legen und mit den zusätzlich abgehandelten Punkten nötige Hintergrundinformationen zu den Werken Rilkes und dem Symbolismus zu liefern.

NEUBUCH! 2008. 64 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 4 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V111653

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Das komplette Werk Georg Trakls in ersten Ausgaben (darunter 1 Widmungsexemplar von Ludwig Ficker) Trakl, Georg: 1. TRAKL, Georg, Gedichte (1913/1917). 2. TRAKL, Georg, Sebastian im Traum (1915). 3. TRAKL, Georg, Nachlass und Biographie (1949). 4. TRAKL, Georg Erinnerung an Georg Trakl. Innsbruck (1926). Leipzig, Innsbruck und Salzburg 1917-1949.
Es folgt eine genaue Aufstellung mit Beschreibung (auf Wunsch senden wir Ihnen gerne JPG-Fotos zu): 1. TRAKL, Georg, Gedichte. Leipzig, Kurt Wolff, (1917). 68 (4) S. Schwarzer Original-Karton mit grünem Titelschild. Zensurstempel am Titel. - ("Der jüngste Tag", Bd. 7/8). Zweiter Druck der ersten Ausgabe von 1913 mit abweichender Paginierung und Einband. Das einzige zu Lebzeiten des Autors erschienene Buch. Trakl starb im Alter von 27 Jahren. Das Buch wurde als Doppelband (Bd. 7/8) der Reihe "Der jüngste Tag" gedruckt. Die zweite Buchveröffentlichung "Sebastian im Traum" erlebte der Autor nicht mehr, sie erschien wenige Monate nach seinem Tod: 1915 (mit dem Copyright-Vermerk 1914). Trakl wurde zum Kriegsausbruch am 24. Aug. 1914 als Medikamentenakzessist eingezogen. Nach der Schlacht von Grodek (Galizien) zerbricht sein Lebenswille. Er war dem Grauen des Krieges nicht gewachsen. Er musste an die hundert Schwerverwundete betreuen. Infolge eines Nervenzusammenbruchs (Selbstmordversuch) wurde er zur Untersuchung seines Geisteszustandes nach Krakau abkommandiert. In der psychiatrischen Abteilung des Garnisonspitals starb er in der Nacht vom 3. zum 4. November 1914 an einer Überdosis Kokain. - Der vorliegende Band beschließt die Sammlung mit dem fünfseitigen Gedicht "Helian", das Otto Basil folgendermaßen pries: "Der deutschsprachigen Dichtung hatte eine ihrer größten Sternstunden geschlagen". - Wilpert-Gühring 3. Raabe 304.3.. KNLL XVI, S. 748 f. - Otto Basil, Georg Trakl (1965), S. 127. - H. Schöffler, Der jüngste Tag (1970) S. 1750 f. - 2. TRAKL, Georg, Sebastian im Traum. Leipzig, Kurt Wolff, 1915. 92 (4) Seiten. (Beiliegend ein Porträt Trakls). Lilafarbener Original-Karton mit reicher goldgeprägter Verzierung und goldgeprägter Titelschrift. Sehr seltene erste Ausgabe. Trakls bedeutendste Dichtungen sind zwischen 1910 und 1914 entstanden. Der vorliegende Gedichtband wurde von Trakl noch selbst zusammengestellt. Er trägt den Druckvermerk (Titelrückseite) "1914", erschien aber erst (wenige Monate nach seinem Tod) 1915 bei Kurt Wolff. - Albert Ehrenstein: In "Sebastian im Traum" singt er sein monotones Lied bereits mit so großer Inbrunst, daß Unterschiede nicht mehr vorhanden sind und nur die Prosastücke in diesem ekstatischen Buche einen Weg hinaus über die unübertreffliche Vollkommenheit der Gedichte andeuten. Die düster-prophetischen Prosaversionen lassen eine nun zerstörte Entwicklungsfähigkeit gewaltig ahnen. Aber man ließ diesen stillen Dichter, der mehr Suicid als Cid war, als Kriegsfreiwilligen auf das Mordfeld! Nun ist er ganz still geworden. In Salzburg geboren, in Krakau gestorben - dazwischen liegt das alte Österreich. Einige in Wien und Innsbruck und Berlin kannten ihn. Wenige wissen, wer er war; wenige wissen um sein Werk: daß keiner in Österreich je schönere Verse schrieb als Georg Trakl (Albert Ehrenstein in: "Den ermordeten Brüdern", 1919). - Rainer Maria Rilke: Trakl's Gestalt gehört zu den linoshaft mythischen; instinktiv faß ich sie in den fünf Erscheinungen des Helian. Greifbarer hat sie wohl nicht zu sein, war sie es wohl nicht aus ihm selbst ... - Inzwischen habe ich den "Sebastian im Traum" bekommen und viel darin gelesen: ergriffen, staunend, ahnend und ratlos; denn man begreift bald, daß die Bedingungen dieses Auftönens und Hinklingens unwiederbringlich einzige waren, wie die Umstände, aus denen eben ein Traum kommen mag. Ich denke mir, daß selbst der Nahestehende immer noch wie an Scheiben gepresst diese Aussichten und Einblicke erfährt, als ein Ausgeschlossener: denn Trakl's Erleben geht wie in Spiegelbildern und füllt seinen ganzen Raum, der unbetretbar ist, wie der Raum im Spiegel (Rainer Maria Rilke, Wer mag er gewesen sein? Aus Briefen an Ludwig Ficker, 1915). - Else Lasker Schüler: "Seine Augen standen ganz fern. / Er war als Knabe schon im Himmel. / Darum kamen seine Worte hervor / Auf blauen und auf weißen Wolken". - Trakl unterhielt literarische Beziehungen zu wichtigen Personen der österreichischen Literatur- und Künstlerszene, darunter Karl Kraus, Adolf Loos und Oskar Kokoschka; sie unternahmen u. a. gemeinsame Reisen etc. Wilpert-Gühring 2. - Raabe 304.4. - KNLL 16, S. 748 f. - 3. TRAKL, Trakl, Nachlass und Biographie. Gedichte, Briefe, Bilder, Essays. Hrsg. v. Wolfgang Schneditz. Salzburg, Otto Müller (1949). 216 S. Mit 23 Abbildungen im Text und auf 3 Tafeln. Hellblauer Original.-Leinenband mit goldgeprägter Signatur Trakls auf dem Vorderdeckel, goldgeprägtem Rückentitel, Kopfblauschnitt sowie mit beiliegendem Original-Schutzumschlag. Erste Ausgabe. Mit Erstdrucken Trakls, sowie Beiträgen von Eduard Lachmann (Trakl und Hölderlin. Eine Deutung), Karl Röck und Wolfgang Schneditz (Georg Trakl. Versuch einer Deutung des Menschen und Dichters). Erschienen als Band 3, Gesammelte Werke. Wilpert/Gühring 12. Raabe/Autoren 304/11. - Raabe 304, 11. - 4. TRAKL, Georg. - Erinnerung an Georg Trakl. Innsbruck: Brenner-Verlag, (1926). 202, (6) S., 2 Tafeln, 2 gefaltete Handschriftenfaksimiles. Illustrierter Original-Karton (mit Schattenriss-Porträt Trakls). - Erste Ausgabe. - Ritzer 3.5; Ritzer/Neue Trakl-Bibliographie 2.5/A. - Mit Erstdrucken Trakls und Beiträgen von Theodor Däubler, Ludwig von Ficker, Karl B. Heinrich, Karl Kraus, Josef Leitgeb, Rainer Maria Rilke u.a. - Mit vierzeiliger handschriftlicher Widmung von Ludwig Ficker an den rumänisch-deutschsprachigen Schriftsteller Oscar Walter Cizek (aus dem Kreise von Paul Celan kommend). - Ludwig von Ficker, Schriftsteller und Verleger (" Brenner-Verlag), selbst mit einem Beitrag im vorliegenden Werk vertreten = Nachruf am Grabe (Trakls), war der Hauptpublizist der Werke Trakls. - Am Schluss der Schrift der Vermerk: "Vom Erträgnis der ersten Auflage dieses Buches fließt ein Teil dem Sammelfonds zur Errichtung eines Grabsteins für Georg Trakl zu". - Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne Fotos zu (JPG).

Alle in den Original-Einbänden.

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Lyrik, Werke, Rainer Maria Rilke, Gedichte, Prosa - Rilke, Rainer Maria: Ausgewählte Werke, Band I/II. Erster Band: Gedichte. Zweiter Band: Prosa und Übertragungen. Insel, 1958.
Zustand: Einband ist leicht fleckig und verschmutzt. Ecken und Kanten sind etwas berieben und bestoßen. Buchrücken ist gebräunt. Dunkler Kopfschnitt. Buchblock ist gering fleckig. Die Seiten sind gebräunt, manchmal fleckig aber gut erhalten. Band eins: kleine Bleistiftnotiz des Vorbesitzers auf der Buchdeckelinnenseite. 102685 -

48.-52. Tausend 426 Seiten und 414 Seiten

[SW: Lyrik, Werke, Rainer Maria Rilke, Gedichte, Prosa]

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Rilke, Rainer Maria: Gedichte. Aus den Jahren 1902 bis 1917. Taschenbuch-Ausgabe der 1931 als Privatdruck erschienenen Edition der Handschrift Rainer Maria Rilkes. Illustriert von Max Slevogt. Transkription der Gedichte im Anhang. Insel Verlag GmbH 2.Aufl. 1986 Frankfurt am Main ISBN: 3458324011
236S. 177x108x14 mm

Taschenbuch Der Einband gering fleckig und dezent knickig, der Kopfschnitt stockfleckig, ansonsten sehr guter Zustand. Rainer Maria Rilke wurde als Rene Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Ab 1885 besuchte Rilke auf Druck der Eltern eine Militärrealschule zur Vorbereitung einer Offizierslaufbahn. Diese brach er jedoch 1891 wegen Krankheit ab. Mit Hilfe von Privatunterricht konnte er 1895 sein Abitur ablegen. Schon zu Schulzeiten begann Rilke zu schreiben. In den folgenden Jahren studierte er Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Prag, München und Berlin. 1896 lernte er in München Lou Andreas-Salome kennenlernen, der er nach Berlin folgte. Mit ihr unternahm er 1899/1900 eine Reise nach Rußland und war von dem Land nachhaltig beeindruckte. Hier lernte er auch Tolstoj kennen. 1901 trennte er sich von der verheirateten Andreas-Salome und heiratete Clara Westhoff, die Scheidung folgte allerdings schon im folgenden Jahr. Aufgrund finanzieller Engpässe nahm Rilke monographische Auftragsarbeiten an und reiste 1902 nach Paris, wo das Gedicht Der Panther entstand, das erste der "Neuen Gedichte". Ab 1905 nahm er sein Philosophiestudium bei Georg Simmel wieder auf, lernte später auch Sigmund Freud kennen. Er unternahm Reisen nach Nordafrika, Ägypten und Spanien. Rilkes Tagebuchroman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge wurde 1910 veröffentlicht. 1919 siedelt er in die Schweiz über. In den 1920er Jahren erkrankte er an Leukämie, hielt sich wiederholt in Sanatorien auf und verstarb schließlich am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux in der Schweiz. Rainer Maria Rilke ist seit dem Jahr 1900 Autor des Insel Verlages, seit 1908 wird sein Werk hier nahezu geschlossen betreut. Franz Theodor Max Slevogt (* 8. Oktober 1868 in Landshut; 20. September 1932 in Leinsweiler-Neukastel/Pfalz) war ein deutscher Maler, Grafiker, Illustrator und Bühnenbildner des Impressionismus. Slevogt gebührt eine besondere Stellung in der Landschaftsmalerei. Zusammen mit Lovis Corinth und Max Liebermann gehörte er zu den letzten Vertretern der Freilichtmalerei (Pleinairmalerei), der Malerei direkt vor dem Motiv in der freien Natur, im Gegensatz zur Ateliermalerei. Slevogt war Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler. Nach dem Tode seines Vaters, des bayerischen Hauptmanns Friedrich von Slevogt, im Jahre 1870 zieht er mit seiner Mutter Caroline von Slevogt geb. Lucas, die aus Saarbrücken stammte, nach Würzburg. Dort verbringt er von 1874 bis 1884 seine Schulzeit. Er besucht Landau in der Pfalz und die Familie Finkler auf Neukastel. Von 1884 bis 1889 besucht er die Akademie in München. Dort entstehen die ersten Landschaftsbilder in Neukastel. Seine Lehrer dort sind u. a. Wilhelm von Diez, Gabriel von Hackl, Karl Raupp und Johann Caspar Herterich. 1889 besucht er die Academie Julian in Paris. Die ersten Bilder, in München entstanden, sind von einem bräunlichen Atelierton bestimmt, der gegen Ende der 1890er Jahre einer impressionistischen Farbenvielfalt weicht. Diese wird beispielsweise an dem Hauptwerk Das Champagnerlied, welches auch als Weißer d'Andrade bekannt ist, deutlich. 1890 unternimmt er mit seinem Malerfreund Robert Breyer (1866-1941) eine Studienreise nach Italien. Danach lässt er sich in München als freier Künstler nieder. Zu seinen Vorbildern gehört neben Wilhelm Leibl auch Arnold Böcklin mit seinen historischen und symbolistischen Themen. Slevogts Werk ist umfangreich und umfasst nicht nur Tafelbilder, Bühnenbilder und Wandmalerei, sondern auch Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Buchillustrationen. Unter seinem Schaffen versteht er nicht nur die Übertragung von visuellen Eindrücken auf die Leinwand, sondern eine auf alle Bereiche übergreifende Entfesselung der Fantasie. 1896 zeichnete er Karikaturen für die Münchner Zeitschriften Simplicissimus und Jugend. Ein Jahr darauf hat er seine erste Einzelausstellung in Wien. Er heiratet 1898 Antonie (Nini) Finkler aus Godramstein, die er auch öfter als Motiv seiner Bilder verwendet. Ein Schwerpunkt seiner Arbeiten ist die Darstellung von Familienmitgliedern. Slevogt hat unter anderem seine Schwiegermutter Henriette Finkler (1838-1917), geborene Osthoff-Hartmuth aus Steinweiler bei Landau, öfter in Familienbildern dargestellt. 1898 besucht er die Rembrandt-Ausstellung in Amsterdam. Im Jahr darauf beteiligt er sich mit dem Gemälde Danae an der Ausstellung der Münchner Sezession. Das Bild wird aber wegen Obszönität aus der Ausstellung entfernt. Auf der ersten Ausstellung der Berliner Secession ist sein Triptychon Der verlorene Sohn ein großer Erfolg. 1900 reist er wieder nach Paris, wo er im Deutschen Pavillon der Weltausstellung mit dem Werk Scheherezade vertreten ist. Im selben Jahr empfängt Slevogt starke Eindrücke von den Bildern von Edouard Manet. 1901 lässt er sich gemeinsam mit Lovis Corinth in Berlin nieder und wird Mitglied der Berliner Secession. In dieser Zeit war er für den Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck mit Entwürfen für Stollwerck-Sammelbilder tätig und entwarf u.a. "Die wilde Jagd", die er allerdings nicht signierte. In der Zeit nach 1900 schafft er einen von fremden Einflüssen freien und in der Materie kompakten Malstil: Komposition und Farbgebung sind fest aufeinander abgestimmt. Eine weitere Veränderung kommt durch die in Ägypten entstandenen Bilder. Die Farbenmacht des gleißend dargestellten Lichts löst den Eigenwert der Materie endgültig ab. Im selben Jahr wird er auf Veranlassung des bayerischen Prinzregenten Luitpold zum Professor ernannt. 1903 entsteht seine erste Buchillustration Ali Baba und die 40 Räuber, und er malt das berühmt gewordene Bild Das Champagnerlied oder Der Weiße d'Andrade (1902), es ist eines der Hauptwerke der deutschen Kunst um 1900. Es zeigt den berühmten portugiesischen Bariton Francisco d'Andrade, der in Berlin in der Rolle des Don Giovanni Triumphe feiert. Mit ihm hatte sich Max Slevogt angefreundet, denn Slevogt hatte selbst eine wunderschöne Stimme und musste sich zwischen Malerei und Gesang entscheiden. Eine Zeitlang wollte er Sänger werden. Das Bild heißt Der weiße d' Andrade, weil es noch zwei weitere Portraitgemälde von Francisco d'Andrade gibt: Der schwarze d'Andrade, 1903, (Kunsthalle Hamburg) und Rote d'Andrade, 1912, (Nationalgalerie Berlin). 1905 erscheint Schwarze Szenen bei Bruno Cassirer. Slevogt beginnt ein Jahr darauf Bühnenbilder und Kostüme für Max Reinhardts Kammerspiele des Deutschen Theaters zu entwerfen. 1907 und 1908 werden seine Kinder Nina und Wolfgang geboren. 1909 entsteht das Bild Landhaus in Godramstein. Im Auftrag des Prinzregenten Luitpold malt er zwischen 1908 und 1910 eine Reihe von Landschaften, Porträts und Zeremonien, wie die Seelenmesse der Georgiritter (Mass for the Dead of the Knights of St. George in the Court Church at Munich). Im Februar 1914 brach er auf zu einer Reise nach Ägypten. Dort entstehen in 40 Tagen 21 Gemälde sowie zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen. Die Ägyptenbilder Slevogts stellen in der Malerei des deutschen Impressionismus einen Höhepunkt dar. Auf der Rückreise macht er Station in Italien. Im Juni erwirbt er den Landsitz Neukastel. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Max Slevogt als offizieller Kriegsmaler an die Westfront geschickt. Seine Erfahrungen des Kriegs reflektiert er in visionären Bildern. Das Kriegserlebnis wirkt schockierend auf ihn, weshalb er nach neuen Ausdrucksformen sucht, um für die Schrecken des Ersten Weltkriegs angemessene künstlerische Gestaltungsformen zu finden. Im selben Jahr noch wird er Mitglied der Königlichen Akademie der Künste in Berlin. 1917 wird Slevogt zum Vorsteher eines Meisterateliers für Malerei an die Akademie der Künste in Berlin berufen. Während seiner Zeit in Berlin wurde Slevogt neben anderen Künstlern, vornehmlich Künstler der Berliner Sezession, von der stadtbekannten Fotografin Frieda Riess fotografiert. Er entwirft 1924 Bühnenbilder für die Aufführung von Mozarts Don Giovanni in der Dresdner Staatsoper. Darüber hinaus arbeitet er an Illustrationen zu Goethes Faust II und malt den Musiksaal seines Sommersitzes Neukastel aus. 1927 entstehen seine Fresken im Bremer Ratskeller. Das Jahr darauf gibt es eine große Ausstellung zum 60. Geburtstag von Max Slevogt in der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Von 1931 bis 1932 entsteht das religiöse Wandbild Golgatha in der Friedenskirche in Ludwigshafen am Rhein. Es wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben vernichtet. Max Slevogt wurde in der Grabstätte der Familie Finkler auf Neukastel beigesetzt.

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