Rene Jacques Seine Paris

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Clair, Rene: Die Prinzessin von China. Roman. Aus dem Französischen von N. O. Scarpi. Originaltitel: La Princesse de Chine. - (=List-Bücher, Band 73). München: Paul List Verlag, 1956.
Guter Zustand. Lesetipp des Bouquinisten! Seiten papierbedingt leicht gebräunt. - Wikipedia: Rene Clair (* 11. November 1898 in Paris; 15. März 1981 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Regisseur und Schriftsteller. Sein Geburtsname war Rene Lucien Chomette; er war der Bruder des Regisseurs Henri Chomette. Leben: Rene Clair war der Sohn eines Seifenfabrikanten. Er wuchs im Quartier des Halles auf und besuchte das Lycee Montaigne und später das Lycee Louis-Legrand, wo er Freundschaft mit Jacques Rigaut schloss. 1917 wurde er als Sanitäter eingezogen. 1918 arbeitete er unter dem Pseudonym Rene Despres als Journalist bei der Zeitung L'Intransigeant, und schrieb in dieser Zeit auch - unter dem Pseudonym Danceny - Texte für die Sängerin Damia. Er wurde verantwortlich für die Kinobeilage der Revue Theatre et Comoedia illustre und trat als Schauspieler in den Filmen Le Lys de la vie, Le Sens de la mort, L'Orpheline und Parisette auf, wofür er ein weiteres Pseudonym, Rene Clair, wählte. 1922 begann er die Niederschrift des Drehbuchs zum Film Rayon diabolique, den er 1923 drehte und 1924 unter dem Titel Paris qui dort herausbrachte. Zu dieser Zeit sollte das Ballett Relache von Eric Satie, dessen Libretto von Francis Picabia stammt, im Theatre des Champs-Elysees, dessen Leiter Jacques Hebertot auch der Leiter des Theatre et Comoedia illustre war, auf die Bühne gebracht werden. Picabia wünschte die Projektion eines Films als Zwischenakt, und wählte Rene Clair aus, um diesen zu realisieren. Der dadaistisch inspirierte Film Entr'acte wurde zum Skandal und machte Rene Clair berühmt. Es folgten verschiedene Filme mit dezidiert fantastischer Ausrichtung, zu denen er 1926 die Schrift Adams herausbrachte. 1929 schrieb er das Drehbuch für den Film Prix de beaute, den Augusto Genina mit Louise Brooks in der Hauptrolle drehte. Mit seinem ersten Tonfilm, Sous les toits de Paris (1930), erwarb er internationale Anerkennung. Der Erfolg setzte sich mit Le Million (1930) und A Nous la liberte (1931) fort, einer utopischen Satire auf die Industriegesellschaft. 1936, als Charlie Chaplin Moderne Zeiten herausbrachte und die deutsche Tobis, die A Nous la liberte produziert hatte und mittlerweile (1935) unter den Einfluss von Joseph Goebbels geraten war, entschied, Chaplin wegen Plagiats und Nachahmung anzugreifen, widersetzte sich Rene Clair diesem Angriff, indem er Chaplins Film als indirekte Hommage an seinen Film anerkannte. Dennoch setzte die Tobis ihre Attacken gegen Chaplin fort. Nachdem Le Dernier milliardaire (1934) durchgefallen war, akzeptierte Rene Clair das Angebot, in London zu arbeiten. Hier knüpfte er mit The Ghost goes west (1935) an seine Erfolge an, sein folgender Film jedoch, Break the news (1937), ein englisches Remake des im Vorjahr in Frankreich erschienenen La Mort en fuite, fiel durch. Ende 1938 kehrte er nach Frankreich zurück. Er begann mit den Dreharbeiten für Air pur im Juli 1939, die im September durch die Mobilmachung unterbrochen wurden, als mehrere Mitglieder der Mannschaft in den Zweiten Weltkrieg geschickt wurden - der Film wurde nie fertig. Ende Juni 1940 verließ Rene Clair Frankreich mit seiner Frau und seinem Kind, ging über Spanien und Portugal nach New York. Das Vichy-Regime sprach ihm die französische Staatsbürgerschaft ab, annullierte die Entscheidung aber einige Zeit später. Rene Clair wurde in Hollywood gut aufgenommen, wo er vier Filme drehte: The Flame of New Orleans (1940), Meine Frau, die Hexe (I married a witch) (1942), It happened tomorrow (1943) und And then there were none (1945) - letzterer eine Adaption der Zehn kleinen Negerlein von Agatha Christie. 1946 kehrte er nach Frankreich zurück, wo er Le Silence est d'or (1947), La Beaute du diable (1949, eine Adaption des Johann Faust-Mythos) und Belles de Nuit (1952) drehte. 1955 drehte er seinen ersten Farbfilm, Les Grandes manoeuvres, für den er den Louis-Delluc-Preis erhielt. Anschließend (1957) brachte er La Grande ceinture, einen Roman von Rene Fallet, unter dem Titel Porte des lilas mit Georges Brassens auf die Leinwand. 1960 wurde Rene Clair in die Academie francaise (Sessel 19) gewählt - das erste Mal, dass dies einem Cineasten widerfuhr. Zur gleichen Zeit warf die Nouvelle Vague die Regeln eines Kinos über den Haufen, deren wichtigster Vertreter er war. Seine letzten Filme sind alternierend Kurzfilme (La francaise et l'amour, 1960, und Les Quatre verites, 1962) und Spielfilme (Tout l'or du monde (1961) mit Bourvil), von denen Les Fetes galantes aus 1965 sein letzter war. Rene Clair widmete sich anschließend der Schriftstellerei und der Regiearbeit am Theater. Er brachte 1970 Relache von Picabia erneut auf die Bühne, und inszenierte 1973 Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck an der Pariser Oper. 1974 war er Präsident der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, und brachte La Catin aux levres douces am Theatre de l'Odeon heraus.

Erste Auflage dieser Ausgabe. 132 (12) Seiten. 18 cm. Einbandzeichnung von Li Gelpke-Rommel. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung.

[SW: Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Französische Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Literaturkanon,]

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Alexandre, Maxime,
Maxime Alexandre (1899-1976), Schriftsteller. E. Brief mit U. Bruyeres, 21. August 1964. ¾ S. Gr.-4°. - In französischer Sprache an den namentlich nicht genannten Mathematik- und Astronomiehistoriker Joachim Otto Fleckenstein (1914-1980) betr. einer Reise und mit der Bitte, ihn ggf. für eine Nacht zu beherbergen. - Der aus dem Elsaß stammende Schriftsteller stand in Kontakt mit Rene Schickele, der ihn Romain Rolland vorstellte; in Zürich machte er außerdem mit Hans Arp und der von ihm initiierten Dadaismus-Bewegung Bekanntschaft. Anfang der 1920er Jahre übersiedelte Alexandre auf Einladung von Louis Aragon nach Paris, wo er zum Kreis der Pariser Surrealisten um Andre Breton, Robert Desnos und Benjamin Peret zählte. Nach einer Loslösung i. J. 1932 aus politisch-weltanschaulichen Gründen schrieb Alexandre bis zum Kriegsbeginn 1939 Gedichte und Prosawerke; als Soldat in die französische Armee eingezogen, geriet er 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, konnte aber seine Freilassung erreichen und tauchte daraufhin im unbesetzt gebliebenen Teil Frankreichs unter, wo er Aragon und Jacques Prevert sowie Andre Gide traf. "Die traumatischen Erlebnisse der Kriegszeit versuchte Alexandre in vielen Werken in der Nachkriegszeit zu verarbeiten. Der Tod seiner Mutter im Jahr 1949 traf Alexandre schwer. Unter dem Einfluß von Paul Claudel wandte er sich den Katholizismus zu und erhielt am 8. Dezember 1949 die Taufe. Später distanzierte er sich jedoch wieder von diesem Schritt. In den 1950er Jahren begann er wieder auch in deutscher Sprache zu schreiben und blieb bis ins höhere Alter literarisch produktiv" (Wikipedia, Abfrage v. 3. II. 2011). - Stellenweise etwas knittrig und im linken Rand gelocht (keine Textberührung).

Maxime Alexandre (1899-1976), Schriftsteller. E. Brief mit U. Bruyeres, 21. August 1964. ¾ S. Gr.-4°. - In französischer Sprache an den namentlich nicht genannten Mathematik- und Astronomiehistoriker Joachim Otto Fleckenstein (1914-1980) betr. einer Reise und mit der Bitte, ihn ggf. für eine Nacht zu beherbergen. - Der aus dem Elsaß stammende Schriftsteller stand in Kontakt mit Rene Schickele, der ihn Romain Rolland vorstellte; in Zürich machte er außerdem mit Hans Arp und der von ihm initiierten Dadaismus-Bewegung Bekanntschaft. Anfang der 1920er Jahre übersiedelte Alexandre auf Einladung von Louis Aragon nach Paris, wo er zum Kreis der Pariser Surrealisten um Andre Breton, Robert Desnos und Benjamin Peret zählte. Nach einer Loslösung i. J. 1932 aus politisch-weltanschaulichen Gründen schrieb Alexandre bis zum Kriegsbeginn 1939 Gedichte und Prosawerke; als Soldat in die französische Armee eingezogen, geriet er 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, konnte aber seine Freilassung erreichen und tauchte daraufhin im unbesetzt gebliebenen Teil Frankreichs unter, wo er Aragon und Jacques Prevert sowie Andre Gide traf. "Die traumatischen Erlebnisse der Kriegszeit versuchte Alexandre in vielen Werken in der Nachkriegszeit zu verarbeiten. Der Tod seiner Mutter im Jahr 1949 traf Alexandre schwer. Unter dem Einfluß von Paul Claudel wandte er sich den Katholizismus zu und erhielt am 8. Dezember 1949 die Taufe. Später distanzierte er sich jedoch wieder von diesem Schritt. In den 1950er Jahren begann er wieder auch in deutscher Sprache zu schreiben und blieb bis ins höhere Alter literarisch produktiv" (Wikipedia, Abfrage v. 3. II. 2011). - Stellenweise etwas knittrig und im linken Rand gelocht (keine Textberührung).

[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]

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Lebrun, Charles-Francois (1739-1824): Autograph letter by Lebrun while he was "arch-treasurer" of the French Empire regarding a "lotterie".
Charles-Francois Lebrun, 1st Duc de Plaisance, prince of the Empire (March 19, 1739 - June 16, 1824) was a French statesman. Born in Saint-Sauveur-Lendelin (Manche), after studies of Philosophy at the College de Navarre, he started his career during the Ancien Regime, making his first appearance as a lawyer in Paris in 1762. He filled the posts of censeur du Roi (1766) and then Inspector General of the Domains of the Crown (1768). During the early 1760s, Lebrun became a disciple of Montesquieu and an admirer of the British Constitution, travelling through Southern Netherlands, the Dutch Republic, and finally to the Kingdom of Great Britain (where he witnessed the debates in the London Parliament). He became one of Chancellor Rene Nicolas de Maupeou's chief advisers, taking part in his struggle against the parlements and sharing his downfall in 1774. Lebrun then devoted himself to literature, translating Torquato Tasso's Jerusalem Delivered (1774) and the Iliad (1776). He retreated from public life to his property in Grillon, attempting to live a life as envisaged by the philosophe Jean-Jacques Rousseau. During the cabinet of Jacques Necker, he was consulted on several occasions, but never appointed to high office. At the outbreak of the French Revolution in 1789, he foresaw its importance and in his volume La voix du Citoyen, published the same year, and predicted the course which events would take. In the Estates-General and (after he took the Tennis Court Oath) in the National Constituent Assembly, where he sat as deputy for the Third Estate in the bailiwick of Dourdan, he professed Liberalism and proposed various financial laws, without affiliating to any particular faction. A partisan of constitutional monarchy even after King Louis XVI's flight to Varennes (June 1791), he became the target for the suspicions of the Jacobin Club. After the voting of the 1791 Constitution, ineligible to the Legislative Assembly (as all former members of the Constituent Assembly), he became instead president of the directory of Seine-et-Oise departement. Lebrun retired from this position on August 7, 1792, and again retired to Dourdan. Three days later, the storming of the Tuileries Palace signalled the move towards the establishment of the French Republic - with the creation of the National Convention. Lebrun further arose the indignation of republicans when he accepted to represent Dourdan in the electoral college of Seine-et-Oise nominating the deputies to the Convention. A suspect during the Reign of Terror, he was twice arrested: the first time in September 1793, liberated after the intervention of Joseph Augustin Crassous (representative on mission to Seine-et-Oise); the second time in June 1794 (paradoxically, on orders from the same Crassous) - threatened with the guillotine, he was saved by a relative of his who stole his record of prosecution, thus causing a delay long enough for Lebrun to be saved by the Thermidorian Reaction. In 1795, Lebrun was elected as a deputy to the French Directory's Council of Ancients and, although a supporter of the House of Bourbon, he voted against prosecutions of Jacobins, and showed himself in favor of national reconciliation. Lebrun was made Third Consul following Napoleon Bonaparte's 18 Brumaire coup in the Year VIII (November 9-10, 1799; see French Consulate). In this capacity he took an active part in Napoleon's reorganization of the national finances and in the administration of France's departements. He was made a member of the Academie des Inscriptions et Belles-Lettres in 1803; and in 1804, he was appointed arch-treasurer of the French Empire. He also married Sophie de Marbois in 1804, from which he would have one daughter, Elizabeth. From 1805 to 1806 he was governor-general of Liguria, during which time he completed its annexation by France. He opposed Napoleon's restoration of the noblesse, and, in 1808, only reluctantly accepted the title duc de Plaisance (Piacenza), a rare, nominal, but hereditary duche grand-fief, extinguished in 1927. From 1811 to 1813 he served as governor-general of Holland, reorganizing its departements - Zuyderzee and Bouches-de-la-Meuse. Although to a certain extent opposed to the autocracy of the Emperor, he was not in favor of his deposition, although he accepted the fait accompli of the Bourbon Restoration in April 1814. Louis XVIII made him a Peer of France, but during the subsequent Hundred Days he accepted from Napoleon the post of grand maitre de l'Universite. As a consequence, he was suspended from peerage when the Bourbons returned again in 1815, but was recalled in 1819. He died five years later in Sainte-Mesme (then in Seine-et-Oise, now in Yvelines). (Wikipedia)

4°. One leaf - "Paris, les 6.Germinal an 12 de la Republique" (26th of March, 1804) - The letter starts: "Le Consul Lebrun, ...Citoyen Ministre de finances......" Signed "Lebrun"

[SW: Autograph, Autographen, AUTOGRAPHS, Handschrift, Handschriften, SIGNED, signiert]

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Flaubert, Gustave: Madame Bovary. Roman. Deutsch von Hans Reisiger, Rütten & Loening 2.Aufl. 1955 Berlin
462S. 8°

Leinen Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Madame Bovary OT Madame Bovary OA 1857 (Vorabdruck 1856 in Revue de Paris) DE 1892 Form Roman Epoche Realismus Der Ehebruch-Roman Madame Bovary von Gustave Flaubert gilt nicht wegen seines Inhalts als bedeutendes Werk französischer Literatur, sondern aufgrund seiner neuartigen Art der Erzählweise durch die erlebte Rede, mit der die innere Welt der Figuren ironisch präsentiert wird. Indem der Autor seine Heldin zu Grunde gehen lässt, weil sie Wunschwelt nicht von Wirklichkeitswelt unterscheiden kann, bricht Flaubert mit der Romantik in der Literatur und trägt damit entscheidend zur Entwicklung des modernen realistischen Romans bei. Der Untertitel Ein Sittenbild aus der Provinz deutet bereits auf das Ziel einer realitätsnahen Darstellungsweise hin. Im Roman findet dies auch seine Umsetzung in präzisen Orts- und Zeitangaben sowie in zahlreichen medizinischen Details. Entstehung: Freunde hatten Flaubert geraten, er möge für seinen nächsten Roman einen Stoff aus dem Alltag wählen. In Zeitungen fand er die Notiz über eine unglückliche Ehefrau, die fremd ging und sich schließlich vergiftete. Inhalt: Der zur Passivität neigende Landarzt Charles Bovary heiratet Emma Rouault, Tochter eines Landwirts. Sie wurde in einem Kloster erzogen und fand dort die Gelegenheit, durch die Lektüre von Francois-Rene Vicomte de Chateaubriand (1768-1848), Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814) und Sir Walter R Scott ihrem Hang zum Romantisieren nachzugehen. Kurz nach ihrer Heirat macht sich bei Emma die Gleichförmigkeit ihres Alltags bemerkbar. Selbst die Geburt einer Tochter vermag daran nichts zu ändern. Der Notariatsangestellte Leon Dupuis weckt ihr Interesse, doch dieser zieht bald nach Paris. Allmählich wächst mit Emmas Vereinsamung auch der Hass gegen ihren Mann. Dann lernt sie den wohlhabenden Rodolphe Boulanger kennen, ein Verführernaturell, in dem sie die Verwirklichung ihrer Träume zu erkennen glaubt. Schnell finden beide zueinander. Doch als Rodolphe sie verlässt, sind ihre Illusionen zerstört. In der Oper sieht sie Leon wieder und trifft sich in der Folgezeit regelmäßig mit ihm. Trotzdem wird auch diese Beziehung schnell zur Gewohnheit für sie. Um sich abzulenken, kauft Emma ständig neue Luxusgüter und verschuldet sich. Angesichts einer bevorstehenden Pfändung erkennt Emma die Sackgasse, in die sie geraten ist, und vergiftet sich schließlich mit Arsen. Wirkung: Die schonungslose, wirklichkeitsnahe Beschreibung der Figuren führte dazu, dass die Zensurbehörde Flaubert der Verletzung der öffentlichen Moral bezichtigte. Man warf ihm vor, dass er es versäumt habe, Emma mit Charakterzügen auszustatten, die ihre Verurteilung erleichterten. Es kam zu einem Aufsehen erregenden Prozess, zumal man in der Erstausgabe - gegen Flauberts ausdrücklichen Willen - einige Passagen gestrichen hatte. Das Gericht folgte der Anklage jedoch nicht. Charles R Baudelaire, Guy de R Maupassant, Emile R Zola und Marcel R Proust wurden zu Befürwortern des Werkes; auf ihrer Gegenseite stand noch im 20. Jahrhundert Jean-Paul R Sartre. Andere, wie Theodor R Fontane in Effi Briest (1895), griffen zentrale Motive in ihren Werken auf. Der "Bovarismus" wurde sprichwörtlich. C. V. Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit braunem Farbkopfschnitt und Lesebändchen aus der Reihe "Romane der Weltliteratur (RDW)". Das holzhaltige Papier allg. nachgebräunt, das Vorsatzpapier fehlt, das Lesebändchen etwas schmutzig und ausgefranst, ansonsten gute Erhaltung dieses Klassikers.

[SW: Französische Literatur]

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