Reclam
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150 Jahre Reclam. Daten, Bilder und Dokumente zur Verlagsgeschichte. - Stuttgart: Reclam, 1978. ISBN: 3150100003
Sehr gutes Ex. - Reclam 1828 - 1978. - Zusammengestellt von Dietrich Bode. - 1828 Anton Philipp Reclam (1807-1896) erwirbt am 1. April das "Literarische Museum" und gründet am 1. Oktober den "Verlag des Literarischen Museums" in Leipzig im Königreich Sachsen. Die Familie Reclan (so die ursprüngliche Schreibweise) stammt aus Savoyen. Als Hugenotten waren die Reclans wegen ihres Glaubens im 16. Jahrhundert nach Genf gezogen. Ein Zweig der Familie war im 18. Jahrhundert nach Berlin gelangt; darunter waren Kaufleute, Prediger, der Hof Juwelier Friedrichs des Großen. Seit 1802 betrieb Carl Heinrich Reclam (unter diesem jetzt eingedeutschten Namen), der Vater Anton Philipps, als erster Buchhändler der Familie eine Buchhandlung und einen Verlag in Leipzig. (Um sich von ihm zu unterscheiden, nannte der Sohn seine Firma später: Philipp Reclam jun.) Anton Philipp Reclam hatte eine vierjährige Lehrzeit absolviert bei seinem Onkel Friedrich Vieweg in Braunschweig, der einen Klassikerverlag mit Schriftgießerei und Buchbinderei betrieb und die Schulbuchhandlung seines Schwiegervaters, des Volkserziehers und Jugendschriftstellers Joachim Heinrich Campe, weiterführte. Als 21 jähriger kaufte Reclam nun für 3000 Taler (die vom Vater vorgestreckt waren) das "Literarische Museum", das eine Leihbibliothek "mit dem Neuesten in deutscher, französischer, englischer und italienischer Literatur" und ein "Journalistikum" umfaßte, d. h. eine Lesehalle mit etwa 78 Zeitungen und Zeitschriften. Es ist die Zeit der Restauration, der Karlsbader Beschlüsse, also auch der Zensurherrschaft, und in Reclams Lesehalle treffen sich die liberalen Geister der jungdeutschen Bewegung und die Schriftsteller und Zensurflüchtlinge aus dem Österreich Metternichs ... ISBN 3150100003 - , ISBN-13: 9783150100004
259 S. mit Fotos u. Abb., gebundene Ausgabe.
[SW: Verlag, Verlagsgeschichte, Firmengeschichte, Reclam, Buchhandel]
Bode, Dietrich: 150 [Hundertfünfzig] Jahre Reclam. Daten, Bilder und Dokumente zur Verlagsgeschichte 1828 - 1978. Mit einer Bibliographie. Stuttgart : Philipp Reclam Verlag, 1978. ISBN: 3150100003
Sehr guter Zustand. Klarsichtumschlag mit Einrissen. - Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG ist ein mittelständischer deutscher Verlag. Den besonders als Herausgeber der Reclams Universal-Bibliothek bekannten Verlag hatte Anton Philipp Reclam 1828 in Leipzig gegründet. Der westdeutsche Zweig des Verlages entstand im September 1947 in Stuttgart und hat seit 1980 seinen Sitz im nahen Ditzingen. Das Stammhaus wurde unter dem Namen Reclam Leipzig bis zum 31. März 2006 in Leipzig fortgeführt. Der Verlag befindet sich seit seiner Gründung in Familienbesitz, im Jahr 2007 beschäftigte er 133 Mitarbeiter. ... Gründung: Die Geschichte des Verlags ist eng mit der Familiengeschichte der Reclams verwoben. Diese lassen sich bis ins 16. Jahrhundert nach Savoyen zurückverfolgen. Reclams waren im Laufe der Geschichte Juwelenhändler, Goldschmiede, Kaufleute, Buchhändler, Prediger, Gelehrte oder Soldaten: Die Tradition im Buchhandel begründete Carl Heinrich Reclam (eigentlich Charles Henri, 1776-1844). Sein Vater war noch Juwelier Friedrichs des Großen gewesen, Carl Heinrich zog nach Leipzig und eröffnete dort eine Buchhandlung für französische Literatur. Nach einer Lehre zum Buchhändler und -drucker in Braunschweig folgte Carl Heinrichs Sohn Anton Philipp (getauft: Antoine Philippe) seinem Vater nach. Er lieh sich vom Vater 3000 Taler und kaufte dafür eine Leihbibliothek, das Litherarische Museum, in der Grimmaischen Straße in der Leipziger Innenstadt. Thomas Mann beschrieb den Ort anlässlich des Verlagsjubiläums 100 Jahre später: Das so genannte Museum war eigentlich kein Museum, sondern ein gefährlich lebensvoller Ort: eine Stätte der Lektüre, der Diskussion, der Kritik! Wo alles verkehrte, was im guten Leipzig der falschen und frömmlerischen Ordnung aufsässig war. [2] Am 1. Oktober 1828 gründete Anton Philipp Reclam den Verlag des literarischen Museums in seiner Heimatstadt Leipzig. 1837 verkaufte Reclam das literarische Museum und nannte den Verlag in Philipp Reclam jun. um. Er erwarb zwei Jahre später eine Druckerei. Sein Sohn beschrieb ihn später als schroffen und unnahbaren Vorgesetzten, der hart arbeitete, aber von seinen Mitarbeitern denselben Einsatz verlangte. 1839 kaufte Anton Philipp eine Akzidenzdruckerei in der Leipziger Königsstraße. Erste schlechte Erfahrungen und säumige Schuldner bei Auftragsdrucken ließen ihn bald nur noch eigene Werke drucken. Die ersten größeren Auflagen des Reclam-Verlags entstanden. Darunter befanden sich Bibel-Ausgaben, das Schmidtsche französische Handwörterbuch, wie auch Musikalien, z.B. Das singende Deutschland. Der Verlag war anfangs mit der politischen Bewegung des Vormärz verbunden. Unter anderem veröffentlichte er die Zeitschriften Charivari sowie die Leipziger Locomotive, der bereits kurz nach ihrem Erscheinen die Konzession wegen demokratischer Aufrührigkeit entzogen wurde. 1846 verbot ein Hofdekret gar den Verkauf sämtlicher Reclam-Bücher in Österreich-Ungarn, da sie als zu antihabsburgerisch angesehen wurden. Ein Leipziger Gericht verurteilte Philipp Reclam 1848 zu einer Gefängnisstrafe, da im Verlag die Übersetzung von Thomas Paines Das Zeitalter der Vernunft. Eine Untersuchung der wahren und unwahren Theologie erschienen war. Nach der gescheiterten Märzrevolution 1848 und den empfindlichen Verkaufseinbußen, die das Metternich-Dekret mit sich brachte, wandelte sich das Unternehmensbild. Der Verlag konzentrierte sich nun weniger auf politisch und literarisch Aufsässiges, sondern mehr darauf ein erfolgreiches Unternehmen zu werden. Im Vordergrund standen nun auflagenstarke Werke der klassischen Bildung: Ausgaben der griechischen und lateinischen Klassiker von Koch; Mühlmanns lateinisches, Koehlers englisches Wörterbuch und das von diesem neu bearbeitete Schmidtsche französische Lexikon; ferner die Opernbibliothek (Klavierauszüge mit deutschem Text), Härtels deutsches Lieder-Lexikon, sowie als Vorläufer der billigen Klassiker-Ausgaben Shakespeares Werke. ... Aus: wikipedia-Reclam-Verlag , ISBN-13: 9783150100004
Erstausgabe. 259 Seiten mit vielen Abbildungen. 23 cm. Graues Leinen mit farbigen Vorsätzen und bedrucktem Klarsichtumschlag.
[SW: x Buch und Schrift, Germanistik, Buchhandelsgeschichte, Buchgeschichte, Buchkunde, Taschenbücher vor 1960, Taschenbuchreihen, Buchmarkt, Buchreihen, Verlage, Buchhandel, Buchwissenschaft, Verlagsgeschichte, Buchwesen, Verlagswesen, Antiquariat, Lektor, Lektoren, Wirtschaftsgeschichte, Ökonomie, Kulturepochen, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Völkerkunde, Symbol, Kulturwissenschaften, Kulturwandel, Kultus, Kulturgeschichte, Geschichte, Deutschland, Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaft, Wachstum, Kapitalismus, Macht, Märkte, Nationalökonomie, Jubiläumsschriften, Firmenfestschriften, Unternehmensgeschichte, Unternehmensgeschichte, Verlagsfestschrift, Universalbibliothek]
Pepperle, Ingrid u. a. Büchesammlung "Zeitschriftenblätter des 18. und 19. Jahrhunderts neu gedruckt". 5 Titel. 1.) Frankfurter Gelehrte Anzeigen. 1772, Auswahl, herausgegeben von Hans-Dietrich Dahnke und Peter Müller, Reclam, 1. Auflage/1971, 480 Seiten, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, Einband leicht abgenutzt, sonst gut erhalten. 2.) Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Kritisches Journal der Philosophie 1802/1803, Reclam, 1. Auflage/1981, 460 Seiten, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, gut bis sehr gut erhalten. 3.) Einundzwanzig Bogen aus der Schweiz, herausgegeben von Georg Herwegh, neu herausgegeben von Ingrid Pepperle, mit zwei ungedruckten Briefen Herweghs und einer Abbildung, Reclam, 1. Auflage/1989, 479 Seiten, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, sehr gut erhalten. 4.) Berlinische Monatsschrift (1783-1796), herausgegeben von Friedrich Gedike und Johann Erich Biester. Auswahl, neu herausgegeben mit einer Studie "Die Berlinische Monatsschrift als Organ der Aufklärung" von Peter Weber, Reclam, 1. Auflage/1985, 479 Seiten, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, sehr gut erhalten. 5.) Neue Rheinische Zeitung. Artikel, Korrespondenzen, Berichte über die französische Revolution 1848/49, herausgegeben von Walter Schmidt, Reclam, 1. Auflage/1986, 321 Seiten, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, sehr gut erhalten. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig
wie oben beschrieben
Shakespeare, William: Der Widerspenstigen Zähmung. 1944, Reclam, leipzig, ,80s., letzte Seite bekritzelt. / Ein Sommernachtstraum. Übersetzt von W. Schlegel,Reclam, leipzig, o. J., , 68s., / König Heinrich der Vierte. I. 1947, ,Reclam, leipzig, 92s., / König Richard der Zweite. 1947, ,Reclam, leipzig, 85s.,/ Der Kaufmann von Venedig 1951,Reclam, leipzig, 83s., / König Heinrich der Sechste, Schauspiel. III. Teil. Übersetzt von August Wilhelm von Schlegel, Reclam, Leipzig 1943, 90s., / König Lear, Trauerspiel, Reclam, Leipzig o.J., 111s., / Macbeth, Eine Tragödie, Reclam, Stuttgart 1949, Besitzvermerk a.d. Titelblatt,/ Der Kaufmann von Venedig, Reclam, Stuttgart 1951, Obr., 80s., / Macbeth, Reclam, Leipzig o. J., Obr., 80s., / Julius Cäsar., Trauerspiel, Reclam, Leipzig 1949, Obr-,80s., /Was ihr woll. Ein Lustspiel. Reclam, Stuttgart 1956, Obr., 85s., / Reclam, Konvolut, auch einzeln, 3,50 pro Heft 1111
paperback - Obr., guter Zustand.



