Oppenheimer Dritte Weg

Es wurden insgesamt 3 Einträge zu 'Oppenheimer Dritte Weg' gefunden (Stand: 06.12.2009).

Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Oppenheimer Dritte Weg' an.

Oppenheimer, Franz: Weder so - noch so. Der dritte Weg, Protte Verlag, Potsdam 1933, [Best.Nr. 62654]

1. Aufl., 107 S., 4°, brosch. Einband mit Umschlag, Umschlag etwas lichtrandig und leicht flekig, insgesamt guter Zustand.

Details

Müller-Funk, Wolfgang: Jahrmarkt der Gerechtigkeit Studien zu Lion Feuchtwangers zeitgeschichtlchen Werk. Mit einem Essay von Erich Fried. Mit einer Bibliographie von L. Feuchtwanger, Tübingen: Stauffenburg-Verlag, 1987. ISBN: 392372134X
Sehr guter Zustand. Feuchtwanger, Lion (Jacob Arje; Pseud. J.L. Wetcheek), *7.7.1884 München, 21.12.1958 Los Angeles. Nach einem vielseitigen Studium in München und Berlin schrieb F. für S. Jacobsohns "Schaubühne" Theaterkritiken und gründete 1908 die Kulturzeitschrift "Der Spiegel". Im 1.Weltkrieg in Tunis interniert, gelang ihm die Flucht, er wurde vom Militärdienst suspendiert und nahm dann an der Novemberrevolution teil. Von München ging er 1927 nach Berlin. Bei einer Vortragsreise durch die USA wurde er von der nationalsozialistischen Machtübernahme überrascht, lebte 1933-40 in Sanary-sur-Mer (Südfrankreich) und besuchte 1937 die Sowjetunion. 1940 wurde er in einem französischen Lager interniert, floh und gelangte über Portugal in die USA. Bis zu seinem Tode lebte er in Pacific Palisades (Kalifornien). Mit seinem Dialogroman Thomas Wendt regte er Brecht zur Theorie des epischen Theaters an. In den historischen Romanen Die häßliche Herzogin (über das Schicksal Margaretes von Tirol im 14.Jh., die nach dem Scheitern ihrer politischen Pläne, durch ihre Häßlichkeit vereinsamt, einer pathologischen Freßsucht verfällt) und Jud Süß (über den Finanzrat und Politiker Josef Süß Oppenheimer in Württemberg zu Beginn des 18.Jhs., der einer antisemitischen Massenpsychose zum Opfer fällt) aktualisierte F. geschichtliche Ereignisse und Personen und interpretierte Charakterfunktionen auf Grund ihrer Triebdominante. Ein Zyklus aus dem Zeitgeschehen ist Der Wartesaal, deren erster Teil, Erfolg, die satirische Chronik des Novemberputsches, das provinziell-kleinbürgerliche Milieu analysiert, aus dem das Dritte Reich erwachsen ist. Mit der Verfolgung und der Vertreibung (Die Geschwister Oppenheim, Exil) fand die Trilogie ihren logischen Abschluß. Wie F. hier in der Person des Chronisten sein kritisches Urteil in die Handlung einbezieht und die Vorgänge durchreflektiert, so läßt er in der Josephus-Trilogie den jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus den Leidensweg seines Volkes von 70 n. Chr. bis zur Verfolgung unter Domitian als Augenzeuge und Märtyrer miterleben. Die dramaturgische Verfremdung der Geschichtsvorlage zum aktuellen Lehrstoff hat Brecht seit der Zusammenarbeit mit F. an Leben Eduards II. theoretisch ausgebaut, während F. der epischen Dialektik treu blieb. Das Thema seines Romans Simone (eine neue Jeanne d'Arc als Verkörperung der Resistance) lieferte Brecht den Vorentwurf zu dem Stück Die Gesichte der Simone Machard. Mit abnehmendem Fabuliertalent siegte bei F. die theoretische Konzeption, die These über die Erfindung. In Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis, seinem größten Erfolg in Amerika, stellte er den Konflikt zwischen Künstlerehrgeiz und Machtwahn dar, in Spanische Ballade verarbeitete er einen bereits von Lope de Vega und Grillparzer dramatisierten Stoff: die Geschichte der Jüdin von Toledo. Autorenlexikon/Systhema

167 Seiten. 22 x 15 cm Illustrierte Originalbroschur.

[SW: Feuchtwanger, Lion]

Details

Oppenheimer, Franz. Wederso-Nochso der dritte Weg! Potsdam: Alfred Protte Verlag 1933

107 pp., paper wrappers, lacks original back cover, re-backed with fibre tape, text browned and tender, still about good, *Helping and promoting global literacy since 1961*

[SW: Nazism Hitlerism German Political History]

Details