Offenbarung
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Müller, Ekkehardt: Der Erste und der Letzte. Studien zum Buch der Offenbarung. Frankfurt/M., Berlin, Bern: Peter Lang Vlg. 2010. ISBN: 978-3-631-61132-6
Dieser Band versteht sich als Beitrag zur Auslegung der Johannes-Apokalypse auf Grundlage einer positiven, biblisch-historischen Ausrichtung. Dabei deutet der Autor dieses einzigartige Buch aus Sicht der Siebenten-Tags-Adventisten, die sich der biblischen Apokalyptik und Eschatologie verpflichtet fühlen. Obwohl sich das Werk mit hermeneutischen Fragen beschäftigt und versucht, große Teile der Offenbarung zu interpretieren, geht es doch darüber hinaus, indem es nicht einfach nur Endzeit-Szenarien vermittelt, sondern die großen theologischen Linien der Apokalypse nachzeichnet. Der Band weist vor allem auf den dreieinigen Gott hin und auf Jesus Christus, den Ersten und Letzten, dessen Offenbarung die Apokalypse ist. Inhalt: Das Buch Offenbarung und die Apokalyptik - Einleitungsfragen, Methoden und Arbeitsschritte zur Auslegung - Makrostruktur und mikrostrukturelle Analyse - Rekapitulation in Offenbarung 4 bis 11 - Die Botschaften an die sieben Gemeinden - Die sieben Siegel - Die sieben Posaunen - Die zwei Zeugen aus Offenbarung 11 - Das Tier aus Offenbarung 17 - Theologie und Christologie der Offenbarung - Die Wiederkunft Jesu - Die Ekklesiologie - Die endzeitlichen Übrigen - Babylon - Das Heiligtum.
472 S. Kart. *neuwertig*
[SW: Philosophie, Religionen]
Müller, Armin: Bios und Christentum. Wege zu einer "natürlichen" Offenbarung. Stuttgart: Klett, 1958.
Schönes Ex. - Vorwort. Einleitung. I. Vom Spannungsfeld zwischen biblisch-kirchlichem und naturwissenschaftlichem Weltbild. Die kopernikanische "Wendung als Entmythologisierungsprozeß. Abstammungsfrage und Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Das sog. moderne Weltbild in Bultmanns Theologie und seine Überwindung in der Gegenwart Zur Wunderfrage. II. Zur Krisis der Offenbarungsgrundlagen. Die westliche Welt als "Epoche ohne Sicht". Das Gott-Welt-Verhältnis in der dialektischen Theologie. Prolegomena zu einer Grundoffenbarung in der Natur. III. Die Natur als Grundoffenbarung Gottes A. Die Offenbarung Gottes in der unbelebten Natur. Schleiermachers Divination - Religiöse Bekenntnisse moderner Physiker. Norm- und Wertbegriff in der unlebendigen Natur. Sein und Wert. B.Die Offenbarung Gottes in der lebendigen Natur. I.Voraussetzung zur Offenbarung im Lebendigen Sein und Wert im Reiche des Lebendigen. Der Normbegriff in der lebendigen Natur. Leib-Seele-Geist-Einheit und die Werte der Vitalsphäre. Die Frage der Beseeltheit alles Lebendigen. Goethes Naturanschauung. Deus et natura. 2. Offenbarung im Lebendigen an Hand von Eduard Sprangers "Lebensformen" Die "Werte des "theoretischen" Menschen. Die "Werte des "ökonomischen" Menschen - Homo technicus sive faber. Die "Werte des "ästhetischen" Menschen a) Objektive Ästhetik der Natur. b) Sexualität und Eros. Von Sinn und Bedeutung der sekundären Geschlechtsmerkmale. c) Vom Wesen des Orgasmus. "Das Zeugen im Schönen". Anhang: Der dämonische Charakter der Syphilis. IV. Die Werte des Sozialen in Organisation und Stammesgeschichte des Lebendigen als Träger der "natürlichen" Offenbarung. Die Werte des "sozialen" Menschen und ihre Verwandtschaft zu denen des "religiösen". Der Sozialorganismus der Familie und der "affektive Kontakt" als Urphänomen des Lebendigen. Die Psychologie der Organe und ihre Bedeutung für eine natürliche Offenbarung. Affektiver Kontakt in der Sozialstruktur, im hierarchischen Aufbau des Zentralnervensystems (ZNS). Anhang: Von der Antisozialität der Krebszellen. Die stammesgeschichtliche Entfaltung des Lebendigen und ihre Beziehung zur Wertproblematik a) Moderne Kritik an den mechanistisch-militaristischen Deutungen seitens des Neodarwinismus. b) Die Wertwelt des Sozialen und ihre Krönung in der Ich-Du-Beziehung als oberstes Leitbild für die stammesgeschichtliche Entwicklung. Die Idee des Guten als schöpferisches Prinzip im lebendigen Kosmos und der Kampf ums Dasein als ihr großer Gegenspieler. Gleichnischarakter des Lebendigen und Transzendenz. Die Bewußtseinsstruktur des "mythologischen" und des "mentalen" Menschen. Anhang: Historischer und biologischer Materialismus. Katholizismus und Protestantismus in dialektischer Spannungseinheit. Anmerkungen. Autorenverzeichnis. -
279 S. Originalleinen mit Schutzumschlag.
[SW: Christentum, Religion, Lebendiges, Bios, Bultmann, Sozialorganismus, Sozialgeschichte, Altertum, Stammesgeschichte, Religiosität]
Thielicke, Helmut: Der Evangelische Glaube. Grundzüge der Dogmatik. 3 Bände. Tübingen: Mohr, 1968.
Sehr gute Exemplare. - Bd. 3 (ISBN 3161411226) mit Umschl. - ISBN Bd. 2: 3161341023. - 1. Band: Prolegomena. Die Beziehung der Theologie zu den Denkformen der Neuzeit. 2. Band: Gotteslehre und Christologie. 3. Band: Theologie des Geistes. - Erster Teil -- Der Stand der theologischen Diskussion -- Ortsanweisung unseres theologischen Denkens Die beiden Grundtypen neuzeitlicher Theologie ("modern" und "konservativ") -- Die Adressierung der Theologie an ihre Zeitgenossenschaft -- I Die zur Geschichtlichkeit der Botschaft gehörende Adressierung -- II Der Unterschied von Aktualisierung und Akkomodation -- III Der Zuwachs an theologischer Erkenntnis durch die jeweilige Um-Adressierung -- Das terminologische Ungenüge der Bezeichnung "modern" und "konservativ" Statt dessen: "cartesianische" und "nicht-cartesianische Theologie" -- I Zur allgemeinen Begriffsgeschichte des Wortes "modern" -- II Der theologische Begriff des "Modernen" -- III Der theologische Begriff des "Konservativen" -- Konfrontation der beiden Grundtypen unter den Stichworten "cartesianische" und "nicht-cartesianische" Theologie (abgekürzt: Theologie "A" und Theologie "B") -- Aufriß der cartesianischen Theologie (Theologie "A") in ihren wesentlichen -- Problemen -- I Ihre Konzentration auf den Akt des Verstehens und der Aneignung -- II Theologiegeschichtliche Typologie (Spener, Lessing, Schleiermacher, -- Bultmann, Tillich) -- III Der Einbruch der Neuzeit: Die Emanzipation des mündigen Menschen -- IV Der kritische Punkt der Theologie "A": Die Herrschaft der Existenzanalyse -- Zusammenfassung und Vorausblick -- V Auseinandersetzung mit einem repräsentativen Fall (Bultman -- Analyse -- Kritische Auswertung -- Die hermeneutische Schlüsselfrage der Theologie "A" -- Das Problem von Aussageform und Aussageziel, dargestellt an der Bedeutung der mythischen Aussage für die Theologie -- I Die terminologische und sachliche Verwirrung in puncto Mythos-Begriff II Typen des Mythos-Verständnisses -- Der Mythos als Weise der Seinserfassung Die Kategorie der "Tiefe" -- Mythisierung als Überbietung des Logos (Berdiajew und Ziegle -- Remythisierung als Überbietung des Logos (Platon und Analogien moderner Dichtung) -- Der Mythos als Aussage über Transzendenz Zum theologischen Mythos-Verständnis (Tillich, Bultmann) -- Die Pointe: Der kerygmatische und der entmächtigte Mythos -- I Zeit und Weltordnung als mythische Mächte -- II Die Überwindung der mythischen durch die geschichtliche Zeit -- III Rückblick auf den überwundenen Mythos: Der Herr, die Gatter und das Nichtige -- IV Die Indienststellung des entmächtigten Mythos durch die Sprache der Bibel -- V Zusammenfassung und Nachwort -- Der Ertrag -- Nachwort: Die Schüler und Enkel der Theologie -- Die Theologie "B" als gegenfragende und befragte -- I Das Problem des Konservativen und des Nicht-cartesianischen II Die Zeitlichkeit der Wahrheit (Vergegenwärtigung und Vergesse -- Der theologische Einsatz bei der Lehre vom Heiligen Geist -- Der "pneumatische" Grund der Rückfrage nach der alten Wahrheit -- Der Heilige Geist als das Neuschaffende und zugleich an das Alte Anknüpfende Der neue Stellenwert des Selbstverständnisses -- I Das Problem der Anknüpfung -- II Das philosophische Modell Die Gebote Gottes und der kategorische -- Imperativ -- III Das biblische Modell Das Gleichnis vom Verlorenen Sohn -- Das Sterben des "alten" cartesianischen Selbst -- I Die Einbeziehung des Selbst in das Heilsgeschehen statt der umgekehrten Relation -- II Die Möglichkeiten des Heilsgeschehens statt der Möglichkeiten des Selbst -- III Die Identität der Treue Gottes statt unserer Identität -- IV Exkurs: Zur theologischen Diskussion dieser Fragen Auseinandersetzung mit Herbert Braun als dem exemplarischen Fall cartesiani-scher Theologie -- Die Neuschöpfung durch den Geist -- Der anthropologische Aspekt: Das alte und das neue Ich -- I Rückblick und Standortbestimmung unserer Überlegungen -- II Buchstabe und Geist -- III Geist und Identität -- IV Fleisch und Geist -- Die Neuschöpfung durch den Geist -- Der hermeneutische Aspekt: Zu einer theologischen Erkenntnistheorie I Das Verhältnis von Verkündigung und Theologie II Die in Verkündigung und Theologie gemeinte Wahrheit Zu einer Typologie des Wahrheitsbegriffs -- Die Wahrheit sui generis -- Verstehen und Berufung -- Offenbarung und Zugänglichkeit -- Der Rang der Methodenfrage -- Zusammenfassung des Verhältnisses zwischen cartesianischer und nicht-cartesianischer Theologie (Theologie "A" und "B") -- Zweiter Teil -- Die Theologie inmitten der in sich selbst gegründeten Weltlichkeit -- Situation und Aufgabe der Theologie im Zeitalter des angenommenen "Todes Gottes" -- Thema und Fragwürdigkeit des Slogans "Tod Gottes" -- I Die Bindung der Tod-Gottes-Theologie an die Situation der Profanität -- II Die Überdeutung der Profanität und des Säkularen Die Eliminierung -- der "Geschichte" des Glaubens und der Anfechtung -- Zur Geschichte der Idee des Todes Gottes -- I Die neue Gestalt des Atheismus -- II Die Vorstellung vom Tode Gottes als prometheische Konsequenz -- III Die Vorstellung vom Tode Gottes als heuristische Prämisse (Jean Paul) -- IV Die Vorstellung vom Tode Gottes als Inhalt des Wachbewußtseins a)Wetzel -- Jens Peter Jacobsen -- Nietzsche -- Exkurs über Hegel -- Theologische Auswertung der Tod-Gottes-Idee -- Die Begründung einer säkular-"atheistischen" Welterkenntnis (Wissenschaft und Weltbewältigung (Technik) -- I Kants kopernikanische Wendung in der Sicht Heinrich Heines II Kant und Anselm Die Umorientierung des modernen Weltverständnisses -- III Das reelle Ende des anseimischen Weges -- Christologische Hintergründe dieses Endes -- IV Ausblicke auf einen Neubeginn -- Revisionen der Gewißheitsfrage -- Die theologische Offenheit von Kants Philosophie, dargestellt an Wilhelm Herrmann -- Weitere Exemplifizierung an Schleiermacher und Kierkegaard -- Die entscheidende theologische Alternative der nach-kantischen Zeit -- Die gottlose Welt und der weltlose Gott -- Das theologische Problem der Säkularisation -- I Zur begrifflichen Klärung -- II Das Verständnis der Welt "sicut Deus non esset" (u.a.) / Bd. 2: Erster Teil -- Der Ursprung der Offenbarung: Gott der Vater -- Vorbemerkung zur Methode -- I Offenbarung als Selbsterschließung Gottes -- a) Das Problem des Offenbarungsbegriffs -- Offenbarung und Religionsgeschichte - Die terminologische Verwendung von "Offenbarung" in Bibel und Theologiegeschichte - Offenbarung als ein von außen Zukommendes - Gibt es Kriterien für das Vorliegen von Offenbarung? - Die "relative" Offenbarung bei HEGEL und SCHLEIERMACHER - Natur, Geschichte und Wort in ihrer Offenbarungsqualität -- b) Negative Abgrenzungen des Offenbarungsbegriffs -- gegenüber dem Verständnis von Offenbarung als übernatürlichem Einbruch -- gegenüber dem Verständnis von Offenbarung als Überhöhung der Natur Das Motiv der Selbstbehauptung - Die vorausgesetzte Analogie von Natur und Gnade - Kritik der "natürlichen Theologie" -- c) Die dialektische Beziehung zwischen der Selbsterschließung Gottes und der Entgegennahme durch das menschliche Selbst Offenbarung und Subjektivität, Wort und Glaube -- "Natürliche Theologie" nur aus dem Rückblick des Glaubens -- Wider die Korrelationstheorie P TILLICHS und die Uroffenbarungslehre von P ALTHAUS -- Exemplarische Fälle für die Dialektik von natürlichem Wissen und Offenbarung -- Die Verwandlung der Begriffe "Leben", "Sinn" und "Wahrheit" -- Folgerungen für das Verhältnis von Offenbarung und Glaube -- Glaube und Wort -- Die Identität Gottes mit seinem Wort - Glaube als conformitas mit Gott -Das Wort als nicht hinterfragbares "Ding an sich" - Die Geistgewirktheit des Wortes Glaube und Geschichte -- Das geschichtewirkende Wort - Die Kirche in der Geschichte: Subjekt und Objekt des Glaubens - Die horizontale Erstreckung der Geistwirkung und ihr theologisches Verständnis - Modellfall: gesellschaftliche Strukturen - Geist und Institution - Der Auftrag der Weltveränderung - Bekehrung der Strukturen? -- Glaube und Er...
/ 1973, 1978. XIII, 611 S., XIX, 585 S., XXIV, 648 S. Originalleinen.
[SW: Religionsphilosophie, Evangelium, Kirche]
De usu rationis. Vernunft und Offenbarung im Mittelalter. Contradictio - Studien für Philosophie und ihrer Geschichte Band 9. Verlag Königshausen und Neumann, 2007. ISBN: 9783826037122
Vernunft[DNB]; Offenbarung[DNB]; Philosophie[DNB]; Geschichte 300-1500[DNB]; Kongress[DNB]; Hannover (2006)[DNB] Die Frage nach dem Verhältnis von Vernunft und Offenbarung hat die Philosophie von alters her begleitet. Während die Autoren der Spätantike und des Mittelalters das Problem erörterten, wie die offenbarten Inhalte des Glaubens in den monotheistischen Religionen mit der Vernunft zu vereinbaren sind - man denke an die Schriften Tertullians, Clemens' von Alexandrien, Augustins, Moses Maimonides, Averroes' und vieler anderer Autoren der unterschiedlichen Epochen -, stellt sich aus heutiger Perspektive auch die umgekehrte Frage: Welche Bedeutung hat der ursprünglich religiöse Gedanke der Offenbarung für die Entwicklung der Philosophie und der Rationalität überhaupt gehabt? Ist der Topos der Offenbarung ein sinnloser Aberglaube, oder muß das säkulare westliche Bewußtsein der Gegenwart zu seiner religiösen Vergangenheit, zum Glauben an eine unbefragte Offenbarung zurückkehren? Oder ist statt schriffer Verwerfung und devoter Verehrung noch ein ganz anderer Umgang mit der Offenbarung geboten, nämlich im Bewußtsein der eigenen Geschichte das von der Idee der Offenbarung je Gemeinte erneut denkend und mit kritischer Distanz anzueignen? Namhafte Kenner der mittelalterlichen Philosophie gehen diesen Fragen in den Beiträgen des vorliegenden Bandes nach. ISBN 9783826037122 NEUWERTIG
1. Auflage geheftet



