Nadas Parallelgeschichten

Es wurden insgesamt 17 Einträge zu 'Nadas Parallelgeschichten' gefunden (Stand: 27.12.2013).

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Peter Nadas: Parallelgeschichten, Rowohlt Verlag GmbH,Feb 2012 ISBN: 9783498046958
Zwanzig Jahre nach seinem international gefeierten Buch der Erinnerung legte Peter Nadas erneut ein Opus magnum vor. Als die Parallelgeschichten 2005 in Ungarn erschienen, wurden sie als ein 'Krieg und Frieden des 21. Jahrhunderts' begrüßt. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Jogging im Berliner Tiergarten eine Leiche. Mit dieser kriminalistischen Szene beginnt der Roman, eröffnet zugleich aber auch die weitgespannte Suche nach einer düsteren Familiengeschichte, ihrer Schuld und Mitschuld. Ein zweiter Hauptstrang ist die Geschichte der Budapester Familie Lippay-Lehr und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Geschichte verknüpft werden. Die historischen Markierungen sind die ungarische Revolution 1956, die nachrevolutionäre Zeit, der ungarische Nationalfeiertag 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 bis zur Vorkriegszeit der dreißiger Jahre in Berlin. Der Roman entwirft ein Panorama europäischer Geschichte, in einer überwältigenden Fülle von Geschichten, die keine realistische Konstruktion zu einer Geschichte vereinen könnte. Die eine große Metaerzählung des Romans ist die Geschichte des Körpers, der für Nadas zum Schauplatz der Ereignisse wird. Der männliche und weibliche Körper und seine Sexualität prägen die Realität der Personen, sie sind das 'glühende Magma, das in der Tiefe ihrer Seele und ihres Geistes ruhende Zündmaterial', das die Parallelgeschichten zur Explosion bringen. Aufgrund seines analytischen Scharfblicks und der Kraft seiner Personengestaltung stellt die internationale Kritik Peter Nadas neben Proust. Wenn dessen großer Roman am Beginn einer literarischen Moderne steht, dann mag diese in den Parallelgeschichten ihre Vollendung finden.

NEUBUCH! 222x154x50 mm

[SW: Ungarische Belletristik / Roman, Erzählung]

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Nadas, Peter. Parallelgeschichten, Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Verlag, 2012. ; fester Einband / hard cover; Schutzumschlag / dust cover
Zwanzig Jahre nach seinem international gefeierten Buch der Erinnerung legt Peter Nadas sein Opus maximum vor. Als die Parallelgeschichten 2005 in Ungarn erschienen, wurden sie als ein "Krieg und Frieden des 21. Jahrhunderts" begrüßt. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Joggen im Berliner Tiergarten eine Leiche. Mit dieser kriminalistischen Szene beginnt der Roman, eröffnet zugleich aber auch die weitgespannte Suche nach dem düsteren Geheimnis einer Familie. Es ist die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft werden. Die historischen Markierungen sind die ungarische Revolution 1956, die nachrevolutionäre Zeit, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 und die Vorkriegszeit der dreißiger Jahre in Berlin. Der Roman entwirft ein Panorama europäischer Geschichte, in einer überwältigenden Fülle von Geschichten, die keine realistische Konstruktion zu einer Story vereinen könnte. Die eine große Metaerzählung des Romans jedoch bilden die Geschichten der Körper, die für Nadas zum Schauplatz der Ereignisse werden. Der männliche und weibliche Körper und seine Sexualität prägen die Lebenswirklichkeit der Personen, sie sind das "glühende Magma", das "in der Tiefe ihrer Seele oder ihres Geistes ruhende Zündmaterial", das die Parallelgeschichten zur Explosion bringt. Aufgrund seines analytischen Scharfblicks und der Kraft seiner Personengestaltung stellt die internationale Kritik Peter Nadas neben Proust. Wenn dessen großer Roman am Beginn einer literarischen Moderne steht, dann mag diese in den Parallelgeschichten ihre Vollendung finden - Neuwertig

Roman. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Übersetzung 2012. Übersetzung: Christina Viragh - OPp. m. OU., Dünndruck, 1723 S. - Kreditkarten ab 15,- EUR Warenwert -

[SW: Literatur, ungarische, 20./21.Jh./ Literature, hungarian, 20th/21th century]

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Daniel Graf: Peter Nadas lesen, Rowohlt Verlag GmbH,Feb 2012 ISBN: 9783498046965
Achtzehn Jahre lang hat Peter Nadas an den Parallelgeschichten geschrieben, einem schillernden Monumentalroman,in dem Moderne und Postmoderne aufeinanderstoßen. Ihm ist der Band Peter Nadas lesen gewidmet - kein Buch zum Buch, vielmehr eine Einladung: zum assoziativen Erkunden ebenso wie zur intellektuellen Tiefenbohrung. Wir treffen auf Bilder, die den Schreibprozess begleitet haben: Postkarten, Kunstdrucke und Fotos, Fundstücke zur ungarischen und deutschen Geschichte, ein frappierendes Nebeneinander unterschiedlicher Welten. In einer konzisen Einführung beleuchtet die Nadas-Übersetzerin Christina Viragh die Themen- und Figurenkonstellation des Romans und gibt gleichzeitig Einblick in die Herausforderungen, die sich bei der Übertragung ins Deutsche stellen. Nadas selbst nähert sich seinem Text in zwei Miniatur-Essays, während die Literaturkritikerin Viktoria Radics dessen vielschichtige Komposition mit einem virtuosen close reading erschließt. In G

NEUBUCH! 224x154x25 mm

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Peter Nadas: Arbor mundi, NIMBUS,Sep 2012 ISBN: 9783907142684
Mit der Gesamtschau seines literarischen und fotografischen Werkes im Herbst 2012 im Kunsthaus Zug endet ein fulminantes Nadas-Jahr: Die Veröffentlichung der 'Parallelgeschichten' im Frühjahr hat das Feuilleton in Aufruhr versetzt, es folgten zahlreiche Lesungen und hochkarätig besetzte Gespräche in ganz Europa über seine außergewöhnliche schriftstellerische Kunst. Nun bietet erstmals ein Band Einblick in das poetologische Laboratorium dieses großen europäischen Autors; er versammelt Aufsätze über jene Künstler, die seine ästhetische Wahrnehmung geprägt haben. Angesichts von Monets Seerosen arbeitet Nadas den Unterschied zwischen Findigkeit und Kreativität heraus; er feiert das 'magische Schwarz' in den Fotografien von Barbara Klemm und betrachtet die subtilen Dar- stellungen von Heimat beim Maler Istvan Nagy. Doch auch bei weniger bekannten Künstlern, mit denen Nadas zum Teil seit Jahrzehnten bekannt und befreundet ist, thematisiert er Fragen, die zugleich für sein eigenes Werk von Bedeutung sind: das Verhältnis von Körper und Umwelt beim Bildhauer Akos Birkas etwa oder die tiefen geschichtlichen Spuren in den Arbeiten Alexander Polzins. Der Gesichtsausdruck eines im Atelier arbeitenden Künstlers ist dabei ebenso Gegenstand von Nadas Interesse wie das verwendete Material, die jeweilige Technik oder der historische Kontext, in dem ein Kunstwerk entsteht. Entsprechend läßt sich der Band auf mehrerlei Weise lesen: als Hommage an so unterschiedlicher Künstler wie Gustav Klimt und Lucien Herve, Ilona Keserü und Laszlo Feher. Als intimer Einblick in die ästhetische Werkstatt Peter Nadas . Nicht zuletzt als Schule der Wahrnehmung und des Schreibens über Kunst.

NEUBUCH! 269x195x22 mm

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