Meyrink Gruene Gesicht

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Meyrink, Gustav: Das grüne Gesicht. Ein okkulter Schlüsselroman (Knaur Esoterik TB 4110). Vollständige TB-Ausgabe. Saubere TB-Broschur. Knaur,München o.J.
ISBN 3426041103 - Als Meyrink diesen Roman schrieb, trieb das Schicksal sein launiges Spiel mit ihm, kaum hatte er zum Beispiel den Titel "Der grüne Mann von Amsterdam" gewählt, so war er plötzlich als Filmplakat an allen Reklamesäulen zu lesen. Und solche Zufälle wiederholten sich immer aufs neue. Als dann aber - den Widerständen zum Trotz - das Manuskript fertig war, zeigte sich, dass nun ein Werk vorlag, das neben seinem "Golem" die geschlossenste innere und äussere Form zeigte. - Meyrink erzählt in leichter Verhüllung in diesem Roman von einem entscheidenden Abschnitt seiner innersten Entwicklung. Die Überwindung des Körpers durch den Geist ist das Leitmotiv. Theurgische Haltung bestimmt den Mystiker Swammerdam. Meyrink zeigt an den einzelnen Gestalten der holländischen Mystikergruppe die möglichen Wege und Irrwege auf. Hinter allen steht Chidher Grün, der "Baum" der chassidischen Kabbala, sein Geheimnis enthüllend der auch sagt, er sei Chidher, der ewig grünende Baum. Die Figuren Hauberisser und Eva erreichen das Ziel der "Heiligen Hochzeit", wie schon im "Golem" Athanasius Pernath und Mirjam. - Gerade im "Grünen Gesicht" gibt Meyrink einen nur wenig verhüllten Stufenweg der Entwicklung vom dreidimensionalen Zustand bloßen "Daseins" in den mehrdimensionalen psychischen Grenzzustand des "Wachseins". - Dr. Eduard Frank hat diesem Roman ein ausführliches einführendes biographisch-bibliographisches Vorwort vorangeschickt, welches das Verständis für die Person und Schicksal des Verfassers und auch seine Werke erleichtert.

221 S.

Details

Meyrink, Gustav: Das grüne Gesicht, München : Wolff Verlag 1916
Altdeutscher Schrift,

19 Seiten und Einband fleckig, Seitenblock lose, teils an den Kanten bestoßen,

[SW: Meyrink, Gustav ; Das grüne Gesicht ; Roman ;]

Details

Meyrink, Gustav: Das grüne Gesicht. Roman. Mit einem Vorwort von Eduard Frank. 107.-112. Tausend. Freiburg, Hermann Bauer Verlag, 1963.
Im Jahre 1917 als Meyrinks zweiter Roman >Das grüne Gesicht< erschien war der Krieg noch nicht zu Ende. In der Romanhandlung wird angenommen daß er vorüber ist die Zeiten danach aber sind nicht besser geworden sie sind schlimmer denn je. Existenzangst treibt nicht nur die Ärmeren sondern vor allem die Intellektuellen von Europa nach Übersee so daß Amsterdam der Ort der Handlung zu einem Sammelbecken der Umhergetriebenen geworden ist. Auch den Österreicher Hauberrisser dem >das Dasein unter den Menschen und Dingen dieser Welt< immer >unerträglicher< wird hat es hierher verschlagen. Langeweile Leere und Hoffnungslosigkeit geben nicht nur ihm das Gefühl des >langsamen trostlosen Versinkens im Wüstensand<. Lebensangst und Ekel vor der Welt quälen auch Eva die seine Gefährtin wird. Eindringlich und beklemmend beschreibt Meyrink diesen Zustand der ihm selbst wohlbekannt war. Unheilvolle Zeiterfahrung und mit ihr der Untergang eines lange als stabil angesehenen menschlichen Wertgefüges führten Meyrink wie viele seiner Zeitgenossen auf die Suche nach im Wesen des Individuums verborgenen Potenzen von denen eine neue Sinngebung der Existenz ihren Ausgang nehmen konnte. In seinem Roman unternimmt er es eine solche Sinn- und Wegsuche plastisch zu gestalten. Nicht in Form abstrakter Theorie oder verknappter lyrischer Sentenz sondern als spannungsvolle Fabel die - da sie innere oft auch unbewußte Vorgänge in äußere Erlebnisse überführt - zwangsläufig zu Bildern und Gestalten greift in denen uns das Geheimnisvolle und bisweilen Unergründliche des menschlichen Daseins seiner Antriebe Ängste seiner Hoffnungen handelnd entgegentritt. Der Mann mit dem grünen Gesicht spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Leser erlebt mit Hauberrisser die schwer deutbaren Zeichen die als Wegweiser zum >ganz Anderen< zum >Jenseits< das im Menschen selbst liegt gesetzt sind. Viel Wunderbares Mysteriöses ja Grausiges geschieht bis Licht in alle Zusammenhänge gebracht ist. So phantastisch und mitunter abwegig Meyrinks Roman vom >inneren Menschen< heute auch erscheinen mag er ist hervorgegangen aus einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Gesellschaft seiner Zeit. Die Verunsicherung des Menschen und sein Bedürfnis nach Sinnsuche die das Erlebnis einer ganzen Epoche waren werden in diesem Roman mit großer Anschaulichkeit und sprachlicher Kraft zum Ausdruck gebracht. Meyrink, Gustav (eig. G. Meyer), *19.1.1868 Wien, 4.12.1932 Starnberg. M., Sohn eines Ministers und einer Schauspielerin, besuchte die Handelsakademie in Prag und war Inhaber des Bankhauses Meyer & Morgenstern, das 1902 Bankrott machte. Seine zwiespältige Lebensführung - M. war Gründer und Mitglied okkulter Orden, war als Sportsmann und Bonvivant bekannt, machte Experimente mit Haschisch, lag Jahre hindurch mit dem Prager Offizierskorps wegen einer Duellangelegenheit in Streit und mußte wegen angeblichen Betruges drei Monate in Untersuchungshaft zubringen - brachte ihm früh gesellschaftliche Popularität und den Ruf eines Sonderlings ein und leitete schließlich zu den ersten literarischen Versuchen hin. Einige Monate lang war M. Redakteur der Wiener Zeitschrift "Der liebe Augustin" und pflegte Kontakte zur "Wiener Werkstätte". 1905 bis 1911 führte er ein unstetes Leben, pflegte Beziehungen zum "Simplicissimus" und anderen Münchner Künstlerkreisen und gefiel sich in der Rolle des geheimnisumwitterten Mystifikateurs. Seit 1911 lebte M. in Starnberg in immer stärker werdender Zurückgezogenheit. Am Beginn von M.s literarischer Tätigkeit stehen Parodien und scharfzüngige Skizzen gesellschaftlichen Inhalts, die ihn rasch bekannt machten. In ihrer Verbindung von unheimlicher Atmosphäre, Unwahrscheinlichem und Skurrilem mit satirischer Kritik am philiströsen Bürger- und Bürokratengeist der Zeitgenossen erweist er sich als origineller Meister der kleinen Form. Daneben verband M. starkes Interesse mit dem Theater, dem Kabarett und dem Film; Erfolge in diesen Bereichen blieben ihm jedoch versagt. Nachruhm sicherte sich M. durch den ursprünglich in Zusammenarbeit mit Alfred Kubin begonnenen und 1913 abgeschlossenen ersten Roman Der Golem. In der stimmungsvoll dargestellten Szenerie der Prager Altstadt ist das mit Spannungsmomenten und symbolischen Reminiszenzen reich ausgestattete Psychodrama von der Selbstfindung des Ich angesiedelt. Kompositorisch einfacher gefügt und mit zunehmendem Verlust der sprachlichen Dichte sind die weiteren Romane, in denen unverdeckt Autobiographisches und die Ausbreitung von M.s seit frühen Jahren entwickeltem mystischen Eklektizismus tragende Elemente sind. Autorenlexikon/Systhema

324 Seiten. Leinen. Goldgeprägter Rückentitel verblasst. Kopfschnitt leicht fleckig.

[SW: Okkultismus, Autorität, Deutsche Literatur im 1. Weltkrieg, Fantasy, Prag, Magischer Realismus, Okkulte Romane, Phantasie, Phantastik, Phantasien, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Deutsche Literatur, Phantastische Literatur, Esoterik, Deutsche Literatur der 10er Jahre, Deutsche Literatur der zehnerJahre, Phantastica]

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Gustav Meyrink: Das grüne Gesicht, DTV Deutscher Taschenbuch,2006 ISBN: 3423134860
Eine Amsterdamer Mystikergruppe und ein Liebespaar stehen im Zentrum dieses Klassikers der phantastischen Literatur.Das dunkle und verwinkelte alte Amsterdam dient Gustav Meyrink als Kulisse für die mystischen und unheimlichen Bilder dieses Romans, in dessen Zentrum ein Liebespaar steht, das Zugang zu einer mystischen Gruppe findet. Immer wieder erscheint ihnen ein grünes Gesicht, das beklemmende Visionen weckt. Als irgendwann eine rätselhafte Tagebuchrolle auftaucht, nimmt das Phantom Gestalt an. Durch zahlreiche innere und äußere Kämpfe erleben die Figuren einen Reifeprozeß: einen Stufenweg der Entwicklung vom dreidimensionalen Zustand bloßen Daseins in den mehrdimensionalen psychischen Grenzzustand des Wachseins. Der spannende Roman zählt zu den Klassikern der phantastischen Literatur.

Remi-Exemplare mit leichten äußeren Mängeln, jedoch in gutem Zustand! Versandfertig in 24h, inkl. MwSt-Nachweis; Früherer Ladenpreis: 9,00 EUR; Titel:Das grüne Gesicht; Autoren: Gustav Meyrink; Verlag: DTV Deutscher Taschenbuch

[SW: Österreichische Belletristik / Roman, Erzählung,]

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