Mehnert Klaus der Sowjetmensch

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Mehnert, Klaus: Der Sowjetmensch. Versuch eines Porträts nach 13 Reisen in die Sowjetunion 1929 - 1957. Mit einem Vorwort des Verfassers. Mit einem Vorwort des Verfassers zur 5. Auflage. Mit Literaturverzeichnis, Personen- und Sachregister. Stuttgart, Deutsche Verlags - Anstalt (DVA), April 1959.
Guter Zustand. - Klaus Mehnert (* 10. Oktober 1906 in Moskau; 2. Januar 1984 in Freudenstadt) war ein politischer Journalist, Publizist und Autor zahlreicher Bücher. Aufgrund seines Geburtsortes war er zeitlebens gleichermaßen in der russischen wie der deutschen Kultur zuhause und sprach so perfekt russisch, dass er bei seinen Reisen in der Sowjetunion oft nicht als Deutscher erkannt wurde. Leben: Mehnerts Vater Hermann war Kunstdruckereibesitzer und Maler in Moskau und fiel im Ersten Weltkrieg 1917 als Soldat der deutschen Armee in Flandern. Die Mutter Luise (1882-1946) war eine Tochter von Ludwig Heuß aus Nagold, der Schokoladenfabrikant und Kaufmann in Moskau war. Mehnerts jüngerer Bruder Frank (1909-1943) war ein enger Vertrauter Berthold von Stauffenbergs und Stefan Georges und später als Bildhauer unter dem Pseudonym Victor Frank tätig. Nach Schulbesuch in Stuttgart und Studienjahren in Tübingen, München und Berkeley/Kalifornien promovierte Klaus Mehnert in Berlin bei dem Pionier der Osteuropa-Forschung Otto Hoetzsch mit einer Arbeit über den "Einfluß des Russisch-Japanischen Krieges auf die große Politik". In Tübingen wurde er Mitglied der Studentenverbindung AG Stuttgardia. 1928 bis 1929 bereiste er Amerika, Japan, China und die Sowjetunion. Danach arbeitete er als Sekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin sowie vorübergehend als Bergmann auf einer Zeche in Dortmund. 1931 bis 1934 war er Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft zum Studium Osteuropas in Berlin und zugleich Redakteur der von Otto Hoetzsch begründeten Zeitschrift Osteuropa. 1932 nahm Mehnert von Anfang an, wie sein Lehrer Hoetzsch, an der Arbeitsgemeinschaft zum Studium der sowjetrussischen Planwirtschaft (Arplan) teil. In diesen Jahren verbrachte Mehnert die Sommermonate in der Sowjetunion. Mehnert heiratete 1933 Enid Keyes ( 1955), die Tochter eines Rechtsanwalts in Berkeley. Von 1934 bis 1936 als Korrespondent für deutsche Zeitungen in Moskau tätig, bereiste Mehnert erneut China, Japan und Amerika. 1936 bis 1937 lehrte er als Gastprofessor in Berkeley neuere Geschichte und Politikwissenschaft. Von 1937 bis Juni 1941 war er ordentlicher Professor der gleichen Disziplinen an der Universität Honolulu. Von 1941 bis 1945 gab er im Auftrag des deutschen Auswärtigen Amtes in Shanghai (China) die deutsche Propagandazeitschrift "The XXth Century" heraus und war Professor für Geschichte und Politikwissenschaft an der deutschen Medizinischen Akademie und der St. John's University in Shanghai. Nach der Einnahme Shanghais durch die Truppen Amerikas und Chiang Kai-sheks war er 1945 bis 1946 in China interniert und wurde 1946 zurück nach Deutschland gebracht. Dort arbeitete er zunächst im Evangelischen Hilfswerk und von 1948 an als Osteuropa-Referent am Deutschen Büro für Friedensfragen in Stuttgart. Seit 1949 gehörte er der Redaktion der Wochenzeitschrift Christ und Welt an, seit 1950 war er außenpolitischer Kommentator des Süddeutschen Rundfunks, 1951 übernahm er die redaktionelle Leitung der wiedergegründeten Zeitschrift Osteuropa, und seit 1963 berichtete er im Deutschen Fernsehen regelmäßig über die politische Lage. Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm Mehnert ausgedehnte Studienreisen nach Nord- und Westafrika, in den Nahen Osten und nach Südostasien, 1954/55 eine Weltreise. 1955 berichtete er aus Moskau von den Verhandlungen Adenauers mit der sowjetischen Führung, 1956 war er beim XX. Parteitag der KPdSU, 1957/58 bereiste er China und monatelang die Sowjetunion. 1961 übernahm er den neu geschaffenen Lehrstuhl für Politische Wissenschaften an der Technischen Hochschule in Aachen und wurde von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz zum ordentlichen Mitglied gewählt. 1963/64 besuchte er nach Gastvorlesungen an der Harvard University 18 Staaten Lateinamerikas und Asiens, anschließend wiederum die Sowjetunion. Als Experte für Ost- und Asienpolitik beriet er die Bundeskanzler von Konrad Adenauer bis Helmut Schmidt. Mehnerts Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Stuttgart. ... Werk: Mehnert unternahm seit seinen Studienjahren Auslandsreisen. Dank seiner journalistischen Begabung und seines politischen Urteilsvermögens verstand er sich als "leidenschaftlicher Erklärer der bestehenden Welt". In einer Reihe von Büchern zog Mehnert Bilanz seiner Weltreisen und politischen Beobachtungen. Neben seinen meistbeachteten Büchern "Der Sowjetmensch" und "Peking und Moskau", die hohe Auflagen erreichten und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, verschafften ihm seine Kommentare zu aktuellen und weltpolitischen Ereignissen in Presse, Funk und Fernsehen besondere Publizität. Aus wikipedia-Klaus_Mehnert.

Fünfte, auf den neuesten Stand gebrachte Auflage. 38. - 51. Tausend. 504 Seiten. 21 x 14 cm. Einbandentwurf von Hansjoachim Kirbach. Grünes Leinen mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln und Kopffarbschnitt.

[SW: Politikwissenschaft, Politologie, Politik nach 1945, Demokratie, Staatsbürgerschaft, Staatslehre, Parteien, Soziale Identität, Gesellschaft, Politische Bildung, Gesellschaftwissenschaften, Sozialwesen, Bürger, Gemeinwesen, Rußland, Russische Literatur, Russische Geschichte Russische Revolution, Kommunismus]

Details

Mehnert, Klaus: Der Sowjetmensch. Versuch eines Porträts nach 13 Reisen in die Sowjetunion 1929 - 1959. Mit einer Schlussbetrachtung nach einer Reise im Jahre 1964. Gütersloh: Bertelsmann Lesering, 1964.
Mit Literaturverzeichnis. Guter Zustand. Klaus Mehnert (* 10. Oktober 1906 in Moskau; 2. Januar 1984 in Freudenstadt) war ein politischer Journalist, Publizist und Autor zahlreicher Bücher. Aufgrund seines Geburtsortes war er zeitlebens gleichermaßen in der russischen wie der deutschen Kultur zuhause und sprach so perfekt russisch, dass er bei seinen Reisen in der Sowjetunion oft nicht als Deutscher erkannt wurde. Leben: Mehnerts Vater Hermann war Kunstdruckereibesitzer und Maler in Moskau und fiel im Ersten Weltkrieg 1917 als Soldat der deutschen Armee in Flandern. Die Mutter Luise (1882-1946) war eine Tochter von Ludwig Heuß aus Nagold, der Schokoladenfabrikant und Kaufmann in Moskau war. Mehnerts jüngerer Bruder Frank (1909-1943) war ein enger Vertrauter Berthold von Stauffenbergs und Stefan Georges und später als Bildhauer unter dem Pseudonym Victor Frank tätig. Nach Schulbesuch in Stuttgart und Studienjahren in Tübingen, München und Berkeley/Kalifornien promovierte Klaus Mehnert in Berlin bei dem Pionier der Osteuropa-Forschung Otto Hoetzsch mit einer Arbeit über den "Einfluß des Russisch-Japanischen Krieges auf die große Politik". In Tübingen wurde er Mitglied der Studentenverbindung AG Stuttgardia. 1928 bis 1929 bereiste er Amerika, Japan, China und die Sowjetunion. Danach arbeitete er als Sekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin sowie vorübergehend als Bergmann auf einer Zeche in Dortmund. 1931 bis 1934 war er Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft zum Studium Osteuropas in Berlin und zugleich Redakteur der von Otto Hoetzsch begründeten Zeitschrift Osteuropa. 1932 nahm Mehnert von Anfang an, wie sein Lehrer Hoetzsch, an der Arbeitsgemeinschaft zum Studium der sowjetrussischen Planwirtschaft (Arplan) teil. In diesen Jahren verbrachte Mehnert die Sommermonate in der Sowjetunion. Mehnert heiratete 1933 Enid Keyes ( 1955), die Tochter eines Rechtsanwalts in Berkeley. Von 1934 bis 1936 als Korrespondent für deutsche Zeitungen in Moskau tätig, bereiste Mehnert erneut China, Japan und Amerika. 1936 bis 1937 lehrte er als Gastprofessor in Berkeley neuere Geschichte und Politikwissenschaft. Von 1937 bis Juni 1941 war er ordentlicher Professor der gleichen Disziplinen an der Universität Honolulu. Von 1941 bis 1945 gab er im Auftrag des deutschen Auswärtigen Amtes in Shanghai (China) die deutsche Propagandazeitschrift "The XXth Century" heraus und war Professor für Geschichte und Politikwissenschaft an der deutschen Medizinischen Akademie und der St. John's University in Shanghai. Nach der Einnahme Shanghais durch die Truppen Amerikas und Chiang Kai-sheks war er 1945 bis 1946 in China interniert und wurde 1946 zurück nach Deutschland gebracht. Dort arbeitete er zunächst im Evangelischen Hilfswerk und von 1948 an als Osteuropa-Referent am Deutschen Büro für Friedensfragen in Stuttgart. Seit 1949 gehörte er der Redaktion der Wochenzeitschrift Christ und Welt an, seit 1950 war er außenpolitischer Kommentator des Süddeutschen Rundfunks, 1951 übernahm er die redaktionelle Leitung der wiedergegründeten Zeitschrift Osteuropa, und seit 1963 berichtete er im Deutschen Fernsehen regelmäßig über die politische Lage. Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm Mehnert ausgedehnte Studienreisen nach Nord- und Westafrika, in den Nahen Osten und nach Südostasien, 1954/55 eine Weltreise. 1955 berichtete er aus Moskau von den Verhandlungen Adenauers mit der sowjetischen Führung, 1956 war er beim XX. Parteitag der KPdSU, 1957/58 bereiste er China und monatelang die Sowjetunion. 1961 übernahm er den neu geschaffenen Lehrstuhl für Politische Wissenschaften an der Technischen Hochschule in Aachen und wurde von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz zum ordentlichen Mitglied gewählt. 1963/64 besuchte er nach Gastvorlesungen an der Harvard University 18 Staaten Lateinamerikas und Asiens, anschließend wiederum die Sowjetunion. Als Experte für Ost- und Asienpolitik beriet er die Bundeskanzler von Konrad Adenauer bis Helmut Schmidt. Mehnerts Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Stuttgart. ... Werk: Mehnert unternahm seit seinen Studienjahren Auslandsreisen. Dank seiner journalistischen Begabung und seines politischen Urteilsvermögens verstand er sich als "leidenschaftlicher Erklärer der bestehenden Welt". In einer Reihe von Büchern zog Mehnert Bilanz seiner Weltreisen und politischen Beobachtungen. Neben seinen meistbeachteten Büchern "Der Sowjetmensch" und "Peking und Moskau", die hohe Auflagen erreichten und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, verschafften ihm seine Kommentare zu aktuellen und weltpolitischen Ereignissen in Presse, Funk und Fernsehen besondere Publizität. Aus wikipedia-orgKlaus_Mehnert.

Lizenzausgabe. 509 Seiten. 21 x 13 cm. Leinen mit Schutzumschlag.

[SW: Politikwissenschaft, Politologie, Politik nach 1945, Bundesrepublik Deutschland, Demokratie, Staatsbürgerschaft, Staatslehre, Parteien, Soziale Identität, Gesellschaft, Politische Bildung, Gesellschaftwissenschaften, Sozialwesen, Bürger, Gemeinwesen,]

Details

Mehnert, Klaus ; Der Sowjetmensch ; Reisen ; Sowjetunion ; Osteuropa ; Balkan ; Geschichte ; Politik ; Soziologie ; Russland ; Sowjetunion ; UdSSR ; Russische Geschichte ; Zeitgeschichte ; Kommunismus ; Stalin ; Stalinismus ; Reise ; Reportage ; Bericht Mehnert, Klaus: Der Sowjetmensch / Klaus Mehnert, Frankfurt a.M und Hamburg: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH 1963

101.-125. Tsd. 18 Seiten gebräunt - Versuch eines Porträts nach 13 Reisen in die Sowjetunion 1929 - 1959. Aus dem Inhalt: Thema und Autor - Chancen und Grenzen ds EInblicks - Der soziale Rahmen - Die private Sphäre - Die Güter dieser Welt - Nicht vom Brot allein - Mensch und Staat - Der Sowjetmensch und wir - Ein Jahr später - Nachweisungen - Einführungen in das Schrifttum - Namen- und Sachregister.

Details

Mehnert Klaus: Der Sowjetmensch - Versuch eines Porträts nach 13 Reisen in die Sowjetunion 1929-1959, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1962 ; fester Einband / hard cover; Schutzumschlag / dust cover
Gut

Der Sowjetmensch Klaus Mehnert Buchbeschreibung: Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 1958, Leinen. Buchzustand: gut Schutzumschlag. befriedigend, Standard. Leinen. Geschichtsbuch; Soziologie. Versuch eines Porträts des Sowjetmenschen. nicht des Staates oder der Partei, ein Versuch zum Verständnis der Sowjetbevölkerung beizutragen. Geschichtsbuch; Soziologie. 5. oder spätere Auflage Befriedigend Hardcover; 5. oder spätere Auflage

[SW: SOWJETUNION, REISEN, VÖLKERKUNDE, SOZIOLOGIE,]

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