Lutz
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Lutz, Samuel -: Krautküchlein. - Nimis comedi. (Bruchstücke eines Tagebuches). Handschriftliche Eintragungen in einen Taschenkalender. (Amsoldingen, 1729 ?).
Tagebuchfragment des Berner Theologen und Pfarrers Samuel Lutz (1674 - 1750), - Lutz gilt als einer der wichtigsten Vertreter der pietistischen Richtung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Lutz geriet während seiner Studienzeit in Bern in Kontakt zu pietistischen Kreisen um Samuel König. Trotz einigen Schwierigkeiten und Zurücksetzungen wurde er 1703 als deutschsprachiger Pfarrer nach Yverdon gewählt. Wiederholt wegen seiner radikalpietistischen Ansichten angeklagt konnte er sich, dank seiner Gelehrsamkeit, seinen Sprachkenntnissen und seinem bescheidenen Auftreten verteidigen. Lutz wurde ein Amt in der Stadt Bern verwehrt obwohl er in Zwischenzeit in der ganzen reformierten Schweiz, aber auch in Köthen, Zweibrücken und anderen Städten Deutschlands als erfolgreicher Prediger aufgetreten war. Er lehnte jedoch zahlreiche Angebote aus dem Ausland ab und übernahm 1738, bis zu seinem Tode die Pfarrstelle in Oberdiessbach. Lutz wurde von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und von Heinrich Ernst von Stollberg verehrt, die ihn beide besucht haben. - Das vorliegende Tagebuchfragment dürfte aus der zweiten Jahreshälfte 1729 stammen. Lutz beschreibt in Deutsch, Lateinisch, Französisch und Hebräisch seine Tagesabläufe, Besuche und Ereignisse z.B. einen Brief an den Grafen Stollberg am 5. August (?). Dabei wechselt er oft im gleichen Satz vom Deutschen ins Lateinische und umgekehrt. - Der Titel der Sammlung wurde auf Grund eines Eintrages auf Seite 6 des Tagebuches gewählt. - Buchdeckel aufgebogen.
40 Seiten Text. Pergamentband um 1900 mit hübscher goldgeprägter Deckelverzierung und Deckeltitel. 12°.
[SW: Bern, Helvetica, Theologie, Autographen,]
Lutz, Joseph Maria: Vertrautes Land / Vertraute Leut. Gedichte in bayerischer Mundart. Süddeutscher Verlag 1. Auflage 1956 München
54S. 13,5x20 cm
Hardcover Einband an den Ecken und Kanten gering bestoßen, Seiten teilweise altersbraun, sonst sehr guter Zustand ohne Flecken. Joseph Maria Lutz wurde als Sohn der Pfaffenhofener Schulrats Joseph Lutz geboren. Wegen einer Kriegsverletzung konnte er seinen erlernten Beruf als Diplom-Landwirt nicht ausüben und begann Romane, Gedichte, Novellen und heitere Kurzgeschichten zu schreiben. Sein bekanntestes Stück "Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies" basiert auf einer kleinen Erzählung von Franz von Kobell und wurde 1934 in Dresden uraufgeführt. Seitdem wurde es auf mehr als hundert Bühnen gespielt. 1938 übersiedelte Lutz nach München. 1946 verfasste Joseph Maria Lutz den neuen Text der Bayernhymne (Gott mit Dir Du Land der Bayern ). Das Arbeitszimmer des Dichters, seine Bibliothek und Erinnerungsstücke sind in dem nach ihm benannten Joseph-Maria-Lutz-Museum in Pfaffenhofen an der Ilm zu besichtigen. Lutz wurde 1968 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Pfaffenhofen verliehen. Außerdem ist die Grundschule an der bereits sein Vater lehrte, nach ihm benannt. Inhalt: Der Amselmoo - Im März - Es is halt März! - Zum Josephitag - April - Osterhas - Der letzt' Schnee - Der Maibaum - D' Muattergottes in der Kerschenblüah - Schlaf, mei Kindl - Mond überm Dorf - Jetzt blüaht der Hollerbaum - I hab mei Herz verlorn - So san mir - Sommermittag - Vor dem Gewitter . Die "Brennad Liab" - Und 's Bauernmadl lacht - Der Stoa - A Zithern spielt - Am Grabe Ludwig Thomas - Sankt Ägidius - September - Altweibersommer - Herbst - Oktoberwind - Bauernkirta - Er kommt besoffen heim - Kirta - Der Herbst geht durchs Land - Der alte Bauer klagt um sein Weib - Der alte Bauer redet mit unserem Herrgott - Letzte Rose - November - Kathrei stellt den Tanz ein - A boarischs G'spenst - Die heimatlose Alte - Waldweihnacht! - A Christbaam - Christröserl - Zum Heiligen-Drei-Königs-Tag - Die Legende vom Weihnachtsesel - Dees bißl Lebn
[SW: Bayern Oberbayern München Mundart Gedichte]
Erster Weltkrieg / 1. Weltkrieg / Kriegsschuldfrage Lutz Hermann: E. D. Morel. Der Mann und sein Werk. Ein Gedenkbuch. Herausgegeben von Hermann Lutz. Mit vier Bildnissen und einem Faksimile E. D. Morels. Bln. Deutsche Verlagsgesellschaft fuer Politik und Geschichte M.B.H. 1925 1. Aufl. gr. 8° 493 S. OPp.
___________ Lager-Raeumung wegen Umzugs: dieser Artikel ist gegenueber dem ehemaligen Listenpreis um 60 % reduziert. Der reduzierte Preis wird bereits angezeigt! Keine weiteren Rabatte!___________ Edmund Dene Morel - zeitweise Mitglied des Unterhauses und Sekretaer der Union of Democratic Control - deckte die Privat-Sklaverei des Belgischen Koenigs Leopold II im Kongo auf. Seine Deutung der Kriegsursachen (1. Weltkrieg) gefiel seinen Landsleuten nicht. Wegen einer Lappalie wurde er zu einem halben Jahr Gefaengnis verurteilt. Hermann Lutz nahm brieflichen Kontakt mit Morel auf und uebersetzte einige seiner Schriften ins Deutsche. Morel verzichtete auf Tantiemen. Spaeter arbeitete Lutz als Sachverstaendiger im Untersuchungsausschuss des Reichstages fuer die Kriegsschuldfragen. Etwa 1948 verliess er Deutschland und ging in die USA. In der Interpretation von Morel Lutz und weiteren Zeitgenossen lag die Kriegsschuld nicht allein bei Deutschland weshalb die Deutschen den Vertrag von Versailles (unter Zwang und unter voelliger Negierung der vorherigen Versprechungen Praesident Wilsons unterschrieben) als unrechtmaessig und ungerecht empfanden. Manche Historiker vertreten gerade heute den Standpunkt dass der Vertrag von Versailles und die einseitige Schuldzuweisung der Kriegsursachen an die Deutschen ganz wesentlich zum Erfolg Hitlers und der Nazis beitrugen. Siehe hierzu auch Francesco Nitti: Der Niedergang Europas oder Morel: Der Schrecken am Rhein (ueber schwarze Besatzungstruppen in franzoesischen Uniformen). Weiteres unter www.wikipedia.org Inhalt: Erster Teil: E. D. Morel. Eine Biographie von Hermann Lutz / Seine Jugend 1 / Sein Kampf gegen Koenig Leopold II. 7 / Sein Kampf gegen die Geheimdiplomatie den Krieg und die Schuldluege 28 / Sein Kampf gegen Versailles und den Schrecken am Rhein 52 / V. Im Unterhaus - Das Ende 70 / Zweiter Teil: E. D. Morel. Die gesammelten Schriften zur Schuldfrage. In autorisierter Uebersetzung herausgegeben von Hermann Lutz / Die Wahrheit ueber den Krieg (1916) 83 / Vorbemerkung des Herausgebers 85 / Vorwort E. D. Morels 89 / Erstes Kapitel. Der Kriegsausbruch 103 / Zweites Kapitel. Belgische Neutralitaet und europaeische Militaer-Strategie / Drittes Kapitel. War Deutschland allein verantwortlich? 128 / Viertes Kapitel. Frankreich und Deutschland vor dem Kriege 136 / Fuenftes Kapitel. Militarismus und das Scheusal der Apokalypse 141 / Sechstes Kapitel. Die Marokko-Intrige 152 / Siebtes Kapitel. Europaeischer Militarismus 1905-1914 171 / Achtes Kapitel. Deutschlands Lage vor dem Kriege im Urteile von Franzosen 177 / Neuntes Kapitel. Liegt in Wahrheit oder Dichtung das groessere Staatsinteresse? 184 / Zehntes Kapitel. Russlands Kriegsruestungen 196 / Elftes Kapitel. Russland und das franzoesische Gesetz ueber die dreijaehrige Militaerdienstzeit 206 / Zwoelftes Kapitel. Europaeischer Marinismus 214 / Dreizehntes Kapitel. Das Gespenst der Furcht 219 / Vierzehntes Kapitel. Der Verrat an der Nation 1906-1911 224 / Fuenfzehntes Kapitel. Der Verrat an der Nation 1912-1914 237 / II. Der Anteil des Zarismus am Kriege (1917) 253 / III. Vorkriegsdiplomatie - Neue Enthuellungen (1919). Mit einem Vorwort von Philip Snowden 285 / IV. Das zerstoerende Gift (1922) 337 / V. Militaerische Vorbereitungen fuer den Grossen Krieg (1922) 379 / Vl. Die Geheime Geschichte eines Grossen Betrugs (1923). Mit einem Vorwort von Professor C. Raymond Beazley 413 / Verzeichnis der wichtigeren Schriften von und ueber E. D. Morel 479 / Personen- und Sachregister 483 / Bildbeilagen: E. D. Morel am Schreibtisch 1924 Titelbild / E. D. Morel im Alter von 20 Jahren ... gegenueber von Seite 6 / Faksimile 70 / E. D. Morel 1921 326 / E. D. Morel 1924 (Profilbild) 438
Zustand: Bibl.-Expl. (mit Stempel / Numerierung etc.) / stark fleckig / Oberflaechenlaesur am Vorderdeckel / Kapitale und Gelenke stark angeplatzt / letztes Blatt knittrig / Block gut
Lange, Bernd-Lutz: Mauer, Jeans und Prager Frühling, KIEPENHEUER, März 2003 ISBN: 3378010665
Nach 50.000 verkauften Exemplaren "Magermilch" endlich das neue Buch von Bernd-Lutz LangeWie war das noch, damals in den 60ern .Natürlich steht der Mauerbau am Anfang dieses sehr persönlichen Erinnerungsbuches. "Haste schon gehört, die ham 'ne Mauer gebaut", fragte ein Freund an jenem 13. August 1961. "Eine Mauer" - das konnte Bernd-Lutz Lange nur mit Unverständnis quittieren. Doch die Mauer blieb, und die Menschen konnten sich ihrer allenfalls mit Humor erwehren. Vom Ostalltag in jenen Jahren, von Butternummern und Grenzverletzern, von geschmuggelten Westschallplatten und von Hoffnungen, die der Prager Frühling weckte, erzählt Lange in seinen Geschichten. Plötzlich fühlt man sich zurückversetzt in die Sechziger, als uns die Hits der Beatles und der Stones begeisterten. Das war aber auch jene Zeit, in der Ernst Bloch und Hans Mayer in Leipzig lehrten, im berühmten Hörsaal 40, wo Studenten wie Christoph Hein die Gesetze der Marxschen Philosophie büffelten, als sich im legendären Cafe Corso Künstler und Gelehrte trafen und als das 11. Plenum die "Spur der Steine" vom Spielplan der Kinos verbannte. Und es war die Zeit, in der Bernd-Lutz Lange - aufgeschreckt von den Ereignissen in Prag - alle Hoffnungen auf einen menschlicheren Sozialismus verlor. Ohne den Alltag zu verklären, erzählt der Kabarettist und Bestsellerautor in seinem neuen Buch charmant und pointenreich. Auch das Publikum, das Bernd-Lutz Lange sich durch seine TV-Auftritte ("Leute gibt's") erobert hat, wird dies zu schätzen wissen.
NEUBUCH! 2003. 342 S., 46 Abb. auf Taf. 22 cm 222 mm x 136 mm x 34 mm 46 Abb.
[SW: Lange, Bernd-Lutz, Deutsche Demokratische Republik; Berichte/Erinnerungen]



