Lisa
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Enquist, Anna: Das Meisterstück, München Deutscher Taschenbuch Verlag 1998
3423124237 Sehr gut
Buch der 1000 Bücher Pressestimmen "Der Psychoanalytikerin und Pianistin, Lyrikerin und nun eben auch Romanautorin Anna Enquist ist mit ihrem Debüt gleich ein großer Wurf gelungen: 1995 wurde sie für den besten Erstlingsroman in den Niederlanden ausgezeichnet, der dort wochenlang auf den Bestsellerlisten stand - völlig zu Recht." (EHM) Kurzbeschreibung Daß ein zeitgenössischer Familienroman witzig, ergreifend, gekonnt geschrieben und intelligent konstruiert sein kann, beweist die Niederländerin Anna Enquist mit ihrem Erstling "Das Meisterstück": Wie der "genialische" Kunstmaler Johan Steenkamer seine Lieben mit Ansprüchen, Launen und Affären tyrannisiert, wie sein ungeliebter Bruder Oscar alles unternimmt, um den Erfolg des Künstlers zu unterminieren, wie Alma, die Mutter der beiden, ihre Söhne gegeneinander ausspielt, wie Johans Frauen von ihm gedemütigt werden und sich doch seinem Charme nicht entziehen können, und wie sich aus dieser Konstellation unweigerlich die Katastrophe anbahnt - das alles ist so tiefgründig und doch scheinbar mit leichter Hand hingeworfen, so lakonisch und doch mitfühlend geschildert, daß es die modisch plappernde "Frauenliteratur" lässig auf ihren Platz verweist. Der Psychoanalytikerin und Pianistin, Lyrikerin und nun eben auch Romanautorin Anna Enquist ist mit ihrem Debüt gleich ein großer Wurf gelungen: 1995 wurde sie für den besten Erstlingsroman in den Niederlanden ausgezeichnet, der dort wochenlang auf den Bestsellerlisten stand - völlig zu Recht. Klappentext "Es wäre ein großer Fehler, 'Das Meisterstück' unter die sogenannten Frauenbücher einzureihen. Hier sind die Leiden der Männer beschrieben und natürlich auch die der Frauen, vollgepackt mit der ganzen Schuld, die sie am Dasein verzogener Männer haben."Süddeutsche Zeitung "Mit ihrer Fähigkeit, Gefühlswelten minutiös in allen Verästelungen freizulegen, könnte sie sich in die Reihe der großen niederländischen Gegenwartsautoren einschreiben."Brigitte "Anna Enquist erzählt von einer Familie, bei der es nicht nur moralisch um Kopf und Kragen geht. Sie kann Gefühl und genauen Blick fabelhaft kombinieren, und es gelingen ihr wunderbare Portraits und eine unheimliche Spannung."Het Parool Auszug aus Das Meisterstück von Anna Enquist, Hanni Ehlers. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Erster Teil Leporello: "Notte e giorno faticar" Dienstbarkeit Die Goldfische haben ihre Jungen aufgefressen. Im warmen, windstillen Sommer waren sie tagelang mit Laichen beschäftigt. Der kleine mit den schwarzen Flecken im Gesicht setzte der großen Behäbigen unermüdlich nach und stieß ihr wie besessen gegen den angeschwollenen Hinterleib, bis sie ihre Eier zwischen den Wasserpflanzen von sich gab. Er stob spritzend darüber hinweg - eine Paarung auf Distanz, bei der zwar viele Elemente des Aktes vorhanden sind, jedoch voneinander losgelöst und in sinnlose Rituale verkehrt, in Arbeit, die im Zuge der Fortpflanzung verrichtet werden muß, sobald die Wassertemperatur steigt und der Wind sich legt. Denkt der Schwarze je: O du süßes, behäbiges Geschöpf mit deinen runden Flanken, du bist die Liebe meines Lebens, ich will dich, ich will dich? Er will Eier, er will besamen, damit die befruchteten Eizellen in dem kleinen Reich aus Eichenholzdauben als weiße Miniaturperlen an den Wasserpflanzen haftenbleiben. Lisa hockt neben der Tonne und schaut. Im Innern der kleinen Perlen vollzieht sich die Zellteilung in rasendem Tempo, bis die Fische stark genug sind, um sich aus dem zähen Häutchen zu befreien. Zu Dutzenden treiben sie durch das warme Wasser. Sie werden nicht vom Elternpaar versorgt, das kein Paar mehr ist, sondern schlürfen selbst unaufhörlich Wasser mit unsichtbarem Futter in sich hinein. Sie fressen das Element, in dem sie leben, wie schon im Ei. Wenn sie das Pech haben, ihren Eltern ins Gehege zu kommen, stülpen diese das Maul zu einem fingerdicken Trichter vor, in den tote Mücken, Birkensamen und kleine Fische gesogen werden. Die Birkensamen spuckt die Behäbige beiläufig wieder aus. Ich hätte sie beschützen müssen, sagt Lisa. Vorige Woche wimmelte es noch von Fischen, durchsichtigen, einen Zentimeter langen Tierchen mit einem Vorder- und einem Hinterteil, einer Fahrtrichtung und einem dunklen Kern im Leib. Und jetzt ist es still. Verdammt, hätte ich sie doch in die Salatschüssel getan, gefüttert, wohlbehütet großgezogen! In Wahrheit hat sie keine Lust dazu. In Wahrheit mag sie, die mühsam, zähneknirschend, wider Willen zu akzeptieren gelernt hat, daß das Leben ist, wie es ist, sich keine Gedanken wegen ihrer Goldfische machen. Morgens, bevor ihr Arbeitstag beginnt, und abends, wenn sie ihn hinter sich hat, sitzt sie eine Weile an der Tonne, um fasziniert in das grausame Universum zu schauen. Manchmal ist sie versucht, den Fischen eine faire Chance zu geben (aber wem hilft man damit, und wozu?), indem sie zum Beispiel bei strengem Frost mit dem Beil einen Spalt ins Eis hackt, aber ebensooft hat sie das Eis Eis sein lassen, und im Frühjahr trieben dann die verfärbten kleinen Kadaver reglos an der Wasseroberfläche. Einmal war ein leuchtend orangefarbener Fisch völlig im Eis eingeschlossen wie in einem kitschigen gläsernen Briefbeschwerer, taute aber im Frühjahr wieder auf, bewegte träge und ungelenk den Schwanz und pumpte mit den Kiemen. Siehst du, sagt Lisa, es geht, Überleben im Eis. Lisa wohnt rund zehn Kilometer außerhalb der Stadt in einem von Pendlern in Besitz genommenen Dorf. Vormittags praktiziert sie zu Hause, nachmittags arbeitet sie in der Psychiatrischen Universitätsklinik. Sie hält Seminare für angehende Fachärzte ab, unterrichtet Pflegepersonal und ist in bescheidenem Umfang an der Patientenversorgung beteiligt. Das Haus, in dem sie wohnt, ist ein altes Patrizierhaus, zu beiden Seiten der graublauen Eingangstür absolut symmetrisch. Hinter dem Haus erstreckt sich der Obstgarten (Apfel- und Pflaumenbäume) bis hinunter zum Fluß. Die Tonne mit den Fischen steht neben der Küchentür. Auf der Vorderseite links die Praxis: Lisas Arbeitszimmer mit großen Fenstern nach zwei Seiten. Unterhalb der Treppe, hinter einem Wandschirm, ist ein bescheidenes Wartezimmer eingerichtet. Selten, daß dort jemand sitzt, denn Lisa gestattet sich zwischen ihren Terminen eine Viertelstunde Pause, und die Patienten aus der Stadt warten meist in ihren am Straßenrand geparkten Autos. Eine Stunde frei wegen eines erkrankten Patienten - Radfahren! Kein Wind, mildes Spätsommerwetter, keine Parkplatzsucherei vor der Klinik. Am Fluß entlang, wo versteckt unter ihren grünen Schirmen die Angler sitzen, durch den Stadtpark und die breite Geschäftsstraße zur Klinik. Lisa hat teure Jeans und einen noch teureren cremeweißen Pullover an. Im letzten Moment hat sie ihre Tennisschuhe noch gegen blaue Stiefeletten ausgetauscht. Sie ist eine schöne Frau, der die Jahre nichts haben anhaben können. Sie kleidet sich gut, aber unauffällig. Lisa ist fünfundvierzig und menstruiert noch etwa dreimal im Jahr. Als sie ihre Tasche für die Arbeit packt, läutet das Telefon. "Hannaston?" Lisa experimentiert damit, sich am Telefon immer wieder anders zu melden. Früher hat sie bedenkenlos ihren Vornamen genannt, gefolgt von verschiedenen Nachnamen (Blech, Bleeker, wieder Blech, Hannaston). Seit sie vierzig ist, findet sie, daß sie es anders machen müßte - aber wie? Ein Mann kann sich und sogar seine Freunde beim Nachnamen nennen, ohne ungehobelt zu erscheinen. Eine Frau nicht. Aber sich selbst als "Frau Hannaston" zu melden, findet sie zickig, "Doktor Hannaston" klingt, als wolle sie sich aufspielen, und einfach nur "Hallo" ist unhöflich. Sie nennt ihren Nachnamen in fragendem, fast entschuldigendem Ton. "Lisa, hier ist Johan. Schön, daß ich dich erreiche. Mußt du heute nicht zu deinen Irren?" "Ich bin gerade im Begriff zu gehen." An der Pinnwand über dem Telefon hängt eine Einladung zur Eröffnung von Johans Ausstellung: Johan Steenkamer, Ölgemälde, Radierungen, Aquarel...
[SW: Roman]
Streeruwitz, Marlene: Lisa's Liebe. 1., 2. und 3. Folge. Roman, Frankfurt am Main Suhrkamp 1997
Neuwertig
Produktbeschreibungen Aus der Amazon.de-Redaktion Lisas Liebe präsentiert sich als Groschenroman: drei Heftchen, vorne drauf ein frisches Mädel vorm Gebirge und dazu ein Edelweiß. Auch innen gibt es Fotos, Blümchen rahmen die Seitenzahlen ein. Jeder Abschnitt beginnt mit einem geschwungenen L für Lisa. Was aussieht wie eine witzige Marketing-Idee, ist ein höchst raffiniertes Spiel mit Leseerwartungen und literarischer Fiktion. Zunächst erscheint Lisa erwartungsgemäß als naive Volksschullehrerin; der Arzt, in den sie sich verliebt, tritt schon auf der ersten Seite auf. In seiner Banalität wirkt das Ganze wie eine Parodie. Lisa teilt Dr. Adrian in einem Brief mit, dass sie sich in ihn verliebt hat, dazu ihre Urlaubsadresse. Dort, in Glosau im Gebirge, sitzt sie dann zwei Heftchen lang und wartet auf Antwort. Während sie wartet, erfahren wir Näheres über ihr Leben, die Familie, in der die Männer ganz selbstverständlich mehr gelten als die Frauen, über Lisas Männergeschichten. In Lisa ist der defensive Frauentyp der Helene aus den Verführungen noch konsequenter ausgeformt. Die Sprache ist noch einfacher, noch ausdrucksloser geworden. Männern gegenüber ist Lisa vollkommen passiv, erfüllt ihre Wünsche, lässt sich ausnützen, ohne sich selber zu fragen, was sie will. Sie macht nichts aus ihrem Leben. Auf schwierige Situationen reagiert sie nur mit dem Körper, mit Hautausschlag oder Zahnfleischbluten. Abwechselnd hungert sie oder stopft sich mit Essen voll. Im letzten Heft unternimmt Lisa eine Reise nach New York, wo sie, fern von der gewohnten Umgebung, ihre Lebensweichen neu stellt. Am Ende fährt sie nicht nach Hause, sondern steigt in den Zug zu den Niagara-Fällen. Der Leser legt die Heftchen weg wie eine Hülle, aus der Lisa sich befreit hat. Auch die Fotos in den Heftchen erscheinen zunächst wie eine Parodie auf die klassischen Urlaubsfotos. Das Wesentliche ist jedoch nicht sichtbar, kann sich nicht ausdrücken. Auch die Bilder in New York sind alle ähnlich, in den Himmel ragende Straßenschilder. Das letzte Bild führt dann den Text weiter und zeigt Palmen in Santa Monica. Da muss Lisa dann wohl auch hingefahren sein. Ähnlich wie die Sprache erzeugen die Bilder durch die Reduktion auf das Banale eine Spannung, die nach Auflösung drängt. Mit ihrem intelligenten, durchaus witzigen Spiel mit den Leseerwartungen hat Marlene Streeruwitz ihre erklärte Absicht, das Banale literaturfähig zu machen, eine eigene Poesie des Durchschnitts zu entwickeln, erfolgreich umgesetzt. --Eva Leipprand Kurzbeschreibung Marlene Streeruwitz hat einen literarischen Groschenroman geschrieben! Lisa Liebich sucht die große Liebe - und findet sie nicht. Dr. Adrian ignoriert ihren Liebesbrief. Soll sie nie wieder etwas mit einem Mann anfangen? Ein Arztroman ohne Märchenprinz, ein Liebesroman ohne Liebe, ein Groschenheft ohne Herz und Schmerz - ein Roman über das Leben. 3 Bände ohne Gebrauchsspuren. Wenn nichts besonderes vermerkt ist, sind alle Bücher/ CD s /DVDs/Videos in einem dem Alter entsprechenden gutem Zustand. Kleinere Mängel wie Stempel, Namenseinträge, Anstreichungen etc. sind nicht immer genannt, jedoch im Preis berücksichtigt. Originalausgabe Kein Schutzumschlag Broschiert 8° Sehr gutes Leseexemplar
[SW: Jugendbuch, Mädchenliteratur, Jugendliteratur, JugendromanJugendliteratur Jugendroman]
Lisa,Moos: Männer-Roulette Ein Leben nach der Prostitution, Schwarzkopf + Schwarzkopf, Dezember 2006 ISBN: 3896026895
In "Das erste Mal und immer wieder" erzählte Lisa Moos direkt und offen von ihren Erlebnissen als Prostituierte, von angenehmen und erschreckenden Erfahrungen aus dem Rotlichtmilieu und der Welt der käuflichen Liebe. Lisa Moos hat alle Spielarten der Leidenschaft erfahren, Perversion, Erniedrigung, aber auch Freundschaft, Hoffnung und Liebe in einer Welt, die ihren eigenen Regeln und Gesetzen folgt.Der großen Liebe wegen will sie all das endlich hinter sich lassen. Doch der Weg in eine unauffällige, bürgerliche Existenz erweist sich als schwierig. "Männer-Roulette" ist die Fortsetzung der mitreißenden und spannenden Autobiografie einer Frau, die ihr Leben von Grund auf ändern will. Einfühlsam schildert Lisa Moos das Zerbrechen der Liebe, in die sie so große Hoffnung gesetzt hatte, Absturz und Überlebenskampf in einer Gesellschaft, deren heuchlerische Moral keinen Makel im Lebenslauf duldet und jeden Fehltritt mit Ausgrenzung bestraft.Trost sucht Lisa bei einem gut aussehenden Geschäftsmann, der sich jedoch als gesuchter Betrüger entpuppt. Zahllose kurze, aber heftige Affären folgen, doch sie sind alle zum Scheitern verurteilt. Auch finanzielle Sorgen belasten Lisa. Kann sie den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden, und möchte sie das überhaupt Immer wieder stößt sie auf Hindernisse, die es schwierig machen, ein bürgerliches Leben zu führen, und mehr als einmal steht sie kurz vor dem Rückfall in ihr altes Milieu. Das rastlose, abwechslungsreiche und abenteuerliche Leben im Rotlicht erscheint ihr oft vertrauter und aufregender als der triste Alltag eines gesellschaftlich anerkannten Daseins. Lisa beginnt ihre Wünsche zu hinterfragen.Doch als ehemalige Hure hat Lisa Moos ganz eigene Vorstellungen von dem, was ihr zusteht und ihre Mittel und Wege, diese Ziele zu erreichen.Mit der ihr eigenen unkonventionellen Art und mitreißenden Lebenslust schildert Lisa Moos ihr Leben nach der Prostitution und ihre Suche nach Liebe und Glück. Bewegend, fesselnd und erotisch.<
NEUBUCH! 267 Seiten 205 mm x 137 mm x 23 mm Einband:Kartoniert/Broschiert
[SW: Prostitution - Bordell]
Pia,Hagmar: Lisa - Neue Schule, neue Liebe Lisa, verliebt / Nur Mut, Lisa / Was nu, Lisa? Kosmos Verlags-GmbH, Juni 2008 ISBN: 3440116581
Drei spannende Abenteuer in einem Band. Lisa, verliebt!: Lisa ist verliebt! Nach den Sommerferien trifft Lisa Jonte, in den sie sich im Reitlager verliebt hat, wieder. Gemeinsam melden sie sich zu einem Springkurs an. Lisa genießt die Zeit mit Jonte und trainiert hart für das Springturnier. Wenn nur die eifersüchtige Anna nicht wäre, die Lisa ihr Glück nicht gönnt... Nur Mut, Lisa!: Lisa und Jonte trainieren für das bevorstehende Geländeturnier. Doch dann passiert etwas Schreckliches: Lisa wird von Star abgeworfen. Nach dem Sturz hat Lisa Angst vor dem Reiten. Hoffentlich gelingt es Lisas Freunden, ihr wieder Mut zu machen... Was nun, Lisa: Lisa versteht die Welt nicht mehr. Ihr Freund Jonte beachtet sie plötzlich kaum noch. Kurz darauf lernt sie Jontes Cousin Sandro kennen, der sich in sie verliebt. Lisas Gefühle stehen Kopf. Für wen wird sie sich entscheiden
NEUBUCH! Dreifachband. - 356 Seiten 203 mm x 144 mm x 40 mm Einband:Gebunden
[SW: Mädchen / Kinderliteratur, Jugendliteratur]



