Lenz
Es wurden insgesamt 19825 Einträge zu 'Lenz' gefunden (Stand: 23.04.2012).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Lenz' an.
Büchner, Georg: Lenz. Erzählung. | Mit Bildern von Alfred Hrdlicka und einem Essay von Theodor Scheufele, Büchergilde Gutenberg Erste Auflage 1989 Frankfurt am Main ISBN: 376323635x
105S. 4°
Leinen Lenz OA 1839 Form Erzählung Epoche Vormärz Die Erzählung schildert einen Lebensabschnitt des psychisch erkrankten Sturm-und-Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 bis 1792). Mit einer innovativen Erzähltechnik ermöglicht Georg Büchner dem Leser ein Miterleben des Wahns, der entgegen damaliger Einschätzungen nicht als selbstverschuldet erscheint, sondern als nachvollziehbare Reaktion auf die umgebende Welt. Aus der Sicht des psychisch Kranken konnte Büchner auch den Zweifel an Gott formulieren, ohne sich angreifbar zu machen. Wichtiger Bestandteil der Erzählung sind die von Lenz formulierten kunsttheoretischen Betrachtungen, die in ihrer antiidealistischen Ausrichtung auch das poetologische Konzept von Büchner kennzeichnen. Entstehung: Hauptquelle der Erzählung ist der Bericht des Pfarrers Oberlin über Lenz, der sich 1778 mit deutlichen Anzeichen einer Psychose bei ihm aufgehalten hatte. Den beobachtenden Blick Oberlins verwandelt Büchner zu Gunsten der Einblicknahme in die Wahrnehmungswelt des Kranken. Des Weiteren bezieht Büchner sich auf R Goethes Bemerkungen über Lenz in Dichtung und Wahrheit (1811-33), wobei er Goethes distanzierter Darstellung ein mitfühlendes Psychogramm entgegenstellt. Die 1835 entstandene Erzählung wurde 1839 aus dem Nachlass veröffentlicht. Inhalt: Die Schilderung von Lenzens Weg ins Steintal ist geprägt von seiner stark subjektiven Naturwahrnehmung. Lenz erscheint die Natur fremd und bedrohlich, sein Empfinden ist gekennzeichnet von dem Gefühl der Entfremdung und Isolation. Der Dichter fühlt sich vom Wahnsinn verfolgt und erreicht mit Erleichterung das Haus Oberlins, in dessen wohltuender Atmosphäre er sich zunächst beruhigt. Schon bald kommt es aber erneut zu einem psychotischen Schub. Oberlin nimmt den Dichter in den folgenden Tagen mit auf seine seelsorgerischen Besuche bei der Landbevölkerung. Lenz fühlt sich zu den einfachen Leuten hingezogen und in Momenten der pantheistischen Naturwahrnehmung sieht er sich im Einklang mit der Welt und mit Gott. Als der Dichter Christian Kaufmann einen Besuch im Steintal macht, hält Lenz ein Plädoyer für eine Kunst, die geprägt ist von unverklärter Wirklichkeitsdarstellung und sympathetischer Auseinandersetzung mit dem einfachen Menschen und seinem Leid. Wenig später verreist Oberlin; der Zustand von Lenz verschlechtert sich wieder und er wird von religiösen Zweifeln geplagt. Als er vergeblich versucht, ein totes Kind zum Leben zu erwecken, fällt er in tiefe Verzweiflung. Hier offenbart sich die maßgebliche Ursache seiner Krankheit: Büchner zeigt einen Menschen, der krank geworden ist am Leiden der Welt und an der eigenen Unfähigkeit, dieses Leiden zu mildern. Das Nicht-Eingreifen Gottes führt Lenz zum Atheismus. Der Zustand des Dichters verschlechtert sich rapide und nach einem Selbstmordversuch lässt Oberlin ihn nach Straßburg bringen. Lenz reagiert resigniert und apathisch. Struktur: Große Passagen der Erzählung sind von einer personalen Erzählhaltung, einer Schilderung aus der Sicht des Protagonisten, geprägt. Büchner ermöglicht mit dieser Erzählform, die sich erst um 1900 etablierte, eine besondere Nähe zur Hauptfigur. Den gestörten Geisteszustand Lenzens bildet der Autor auf sprachlicher Ebene mit zahlreichen Wortauslassungen und Satzabbrüchen mimetisch ab. Wirkung: Die Würdigung Büchners setzte erst mit den Naturalisten ein und auch Lenz fand erst um 1900 Resonanz. Mittlerweile gilt der Text als Beginn der modernen deutschen Prosa. Nachdem er lange als Fragment betrachtet wurde, wird seine Bruchstückhaftigkeit heute auch als Erzählstrategie verstanden. A. K. Fadengehefteter, geprägter und kaschierter Naturleinenband mit illustriertem Schutzumschlag, dieser feinsäuberlich in nichtgilbende, transparente und selbstklebende Buchbindefolie eingeschlagen, auf der Rückseite (unter der Folie) mehrere kleine Eindruckstellen, im oberen Randbereich angerändert. Ex-Libris auf Innendeckel, ansonsten sehr guter Zustand.
[SW: Büchergilde Gutenberg | Illustrierte Literatur]
Lenz, Jakob Michael Reinhold. Tagebuch. In: Etwas von Lenz. Hrsg. v. L. Urlichs. In: Deutsche Rundschau, Hrsg. von Julius Rodenberg, XI. Band (3. Jahrg., Hefte 7-9, April-Juni 1877), Heft 8. S. 254-292. Gr.-8°. Orig.-Leinenbd mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung. Berlin, Gebr. Paetel, Mai 1877.
Erstdruck des von Urlichs im Schiller-Archiv in Greifenstein aufgefundenen, bis dahin unbekannten Lenz-Manukripts, mit einem Begleitschreiben an Goethe, das Urlichs ebenfalls abdruckt, sowie einer ausführlichen Würdigung des Fundes und der Person von J. M. R. Lenz (1751-1792). "Besonders merkwürdig aber ist das Prosafragment 'Tagebuch' von Lenz. Es ist das Bruchstück eines (autobiographischen) Ich-Romans und spiegelt die Erlebnisse von 30 Herbsttagen des Jahres 1774, das Verhältnis des Dichters zu Cleophe Fibich, der Braut des älteren Baron von Kleist" (Beyer-Fröhlich). Thema ist eine Liebesintrige, die Lenz Goethe in Weimar erzählte und zu deren Niederschrift dieser Lenz anregte. Goethe berichtet darüber im XIV. Buch von "Dichtung und Wahrheit": "Die Poesie, die er in das Gemeinste zu legen wußte, setzte mich oft in Erstaunen, so daß ich ihn dringend bat, den Kern dieses weitschweifigen Abentheuers geistreich zu befruchten und einen kleinen Roman daraus zu bilden." Goethe sandte das Manuskript dieses "biographischen Aufsatzes" an Schiller, der erwiderte, daß "diese Fragmente immer einen biographischen und pathologischen Werth haben müssen." - Gutes Exemplar des Quartalsbandes im Verlegereinband. - Beyer-Fröhlich S. 84. Nicht bei Wilpert/Gühring².
[SW: 19. Jahrhundert, Autobiographien, Deutsche Literatur]
Lenz, Oskar,
Oskar Lenz (1848-1925), Geograph und Forschungsreisender. E. Albumblatt mit U. Baden bei Wien, 21. Juli 1918. 1 S. Qu.-8°. Auf der Adreßseite einer Postkarte mit e. Adresse. - An den Buchhändler Robert Steurer in Linz: "Viam aut inveniam aut faciam | Oskar Lenz". - Oskar Lenz war seit 1872 an der Geographischen Reichsanstalt in Wien tätig, unternahm von 1874 bis 1877 im Auftrag der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft in Berlin eine Forschungsreise nach Westafrika und durchquerte 1879/80 die westliche Sahara. "Seit 1885 Professor der Geographie an der Universität Czernowitz, übernahm er im selben Jahr die Leitung der österreichischen Kongoexpedition (1887-89), die ihn bis Kilimane an der Ostküste führte. Nach seiner Rückkehr folgte er einem Ruf als o.Prof. der Geographie an die Deutsche Universität Prag, wo er bis zu seiner Emeritierung 1909 wirkte. Lenz war Mitglied der Geographischen Gesellschaften von Wien und Berlin sowie seit 1892 der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Berichte über seine Reisen wurden von ihm mehrfach publiziert (u. a. Wanderungen in Afrika. Studien und Erlebnisse', 1898)" (DBE). - Etwas gebräunt und angestaubt.
Oskar Lenz (1848-1925), Geograph und Forschungsreisender. E. Albumblatt mit U. Baden bei Wien, 21. Juli 1918. 1 S. Qu.-8°. Auf der Adreßseite einer Postkarte mit e. Adresse. - An den Buchhändler Robert Steurer in Linz: "Viam aut inveniam aut faciam | Oskar Lenz". - Oskar Lenz war seit 1872 an der Geographischen Reichsanstalt in Wien tätig, unternahm von 1874 bis 1877 im Auftrag der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft in Berlin eine Forschungsreise nach Westafrika und durchquerte 1879/80 die westliche Sahara. "Seit 1885 Professor der Geographie an der Universität Czernowitz, übernahm er im selben Jahr die Leitung der österreichischen Kongoexpedition (1887-89), die ihn bis Kilimane an der Ostküste führte. Nach seiner Rückkehr folgte er einem Ruf als o.Prof. der Geographie an die Deutsche Universität Prag, wo er bis zu seiner Emeritierung 1909 wirkte. Lenz war Mitglied der Geographischen Gesellschaften von Wien und Berlin sowie seit 1892 der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Berichte über seine Reisen wurden von ihm mehrfach publiziert (u. a. Wanderungen in Afrika. Studien und Erlebnisse', 1898)" (DBE). - Etwas gebräunt und angestaubt.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Lenz, Siegfried: Das Vorbild. Roman. München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1984.
Guter Zustand. - Siegfried Lenz (* 17. März 1926 in Lyck, Ostpreußen) ist ein deutscher Schriftsteller und einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Leben: Siegfried Lenz wurde 1926 als Sohn eines Zollbeamten in Lyck geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters zog seine Mutter samt Tochter von Lyck weg und ließ den gerade schulpflichtig gewordenen Siegfried bei der Großmutter zurück. Nach dem Notabitur 1943 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen. Nach Unterlagen des Berliner Bundesarchivs ist Lenz in der Zentralkartei der NSDAP mit dem Antragsdatum 12. Juli 1943/Beitrittsdatum 20. April 1944 verzeichnet. Lenz wusste davon nach eigenem Bekunden nichts und geht davon aus, dass er ohne sein Wissen in einem Sammelverfahren in die NSDAP aufgenommen wurde. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs desertierte er in Dänemark und geriet auf seiner Flucht in Schleswig-Holstein in britische Kriegsgefangenschaft. Dort wurde Lenz zum Dolmetscher einer britischen Entlassungskommission. Nach seiner Entlassung besuchte er die Universität Hamburg, um dort Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft zu studieren. Sein Studium brach er allerdings vorzeitig ab und wurde Volontär bei der Tageszeitung Die Welt und von 1950 bis 1951 Redakteur dieser Zeitung. Dort lernte er auch seine zukünftige Ehefrau Liselotte ( 5. Februar 2006) kennen, die einige seiner Bücher illustrierte. Die Ehe wurde 1949 geschlossen. 1951 unternahm Siegfried Lenz eine von dem Honorar für seinen ersten Roman, Es waren Habichte in der Luft, finanzierte Reise nach Kenia. Über das, was er in dieser Zeit erlebte, unter anderem den Mau-Mau-Aufstand, schreibt er in seiner Erzählung Lukas, sanftmütiger Knecht. Siegfried Lenz lebt seit 1951 als freier Schriftsteller in Hamburg und war regelmäßiger Gast des Literatentreffens Gruppe 47. Gemeinsam mit Günter Grass engagierte er sich für die SPD und unterstützte die Ostpolitik Willy Brandts. Zur Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages wurde er 1970 sogar nach Warschau eingeladen. Er ist Ehrenmitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Seit 2003 ist er Gastprofessor an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität. In der erneuten Verfilmung des Feuerschiffs (2008) spielte Siegfried Lenz, selbst begeisterter Angler, in einer Gastrolle einen Angler. Im Juni 2010 heiratete Siegfried Lenz ein zweites Mal. Aus wikipedia-orgSiegfried_Lenz
5. Auflage.111. - 125. Tausend. 344 (8) Seiten. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung.
[SW: Germanistik, Deutsche Literatur der 70 er Jahre, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Erstausgaben, Deutsche Geschichte 1933-45, Deutsche Literatur der siebziger Jahre, Deutsche Literatur der 70-er Jahre, Literaturtheorie, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]



