Kubin
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Kubin, Alfred,
Alfred Kubin (1877-1959), Austrian illustrator and author. A.P.S., Alfred Kubin, Wernstein - Austria, 1930 (postmark), 1 ½ pages. To the forest counsel Karl Hosaeus. Kubin sends wishes for Eastern: "... I am really satisfied with the entire result of the exhibition in Linz- it was beyond my expectations if the state price could be added to it - it really pleased me "
Alfred Kubin (1877-1959), österr. Grafiker und Schriftsteller. E. Postkarte m. U., Alfred Kubin, Wernstein - Oberösterreich, 1930 (Poststempel), 1 ½ Seiten. An den Forstrat Karl Hosaeus. Kubin sendet Ostergrüße: "... Mit dem Totalergebnis der Linzer Ausstellung für mich bin ich sehr befriedigt - es übertraf meine Erwartungen ... wenn dann noch der Staatspreis kommt - der erfreute mich ..."
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Kubin, Alfred. Dämonen und Nachtgesichte. Mit einer Selbstdarstellung des Künstlers und 130 Bildtafeln. Dresden, Carl Reissner, 1926. [Bestell-Nr 701426]
*Erste Ausgabe. Raabe 298. Dazu: Hoffmann, E.T.A. - Nachtstücke mit 48 Zeichnungen von Alfred Kubin. Wiesbaden, Fourier und Fertig, 1975. Gr.-8°. 350 Seiten, 1 Blatt. Orig.-Pappband mit Orig.-Umschlag. Umschlag etwas beschädigt. Einbanddeckel etwas nach außen gewölbt. Dazu: Goldsmith, Oliver - Der Vikar von Wakefield. Neubearbeitet von Linus Kefer. Mit 40 Illustrationen von Alfred Kubin. Wien und Stuttgart, Eduard Wancura Verlag, 1953. 4°. 250 Seiten, 3 Blatt. Orig.-Leinen. Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. Dazu: Durych, Jaroslav - Die Kartause von Walditz. Mit Illustrationen von Alfred Kubin. München, Piper, 1934. 121 Seiten, 1 Blatt. Illustrierter (von Kubin) Orig.-Leineneinband. Erste Ausgabe. Einband und Vorsätze leicht stockfleckig. Dazu: Die Gespenstertruhe. Geistergeschichten aus aller Welt mit 30 Zeichnungen von Alfred Kubin. Herausgegeben von Martin Gregor-Dellin. München. Nymphenburger, 1967. 463 Seiten. Orig.-Leinen mit Orig.-Umschlag. (Sonderausgabe "Bücher der Neunzehn", Band 151). Dazu: Poe, Edgar Allan - Erzählungen in zwei Bänden. Mit den Zeichnungen von Alfred Kubin. Wiesbaden, Fourier und Fertig, ohne Jahr (um 1980). 433 Seiten, 2 Blatt; 435 Seiten, 2 Blatt. Orig.-Pappbände mit Orig.-Umschlägen. (Reprint der Ausgabe München, Nymphenburger, 1965). Dazu: Dasselbe. Originalausgabe. München, Nymphenburger, 1956. 2 Bände. Leinen mit OU. Umschläge am Rücken nachgedunkelt. Dazu: Bisanz, Hans - Alfred Kubin. Zeichner, Schriftsteller und Philosoph. Mit 64 Tafeln und 20 Abbildungen im Text. München, dtv, 1980. 202 Seiten, 3 Blatt. Orig.-Karton. Dazu: Kubin-Gedenkstätte Zwickledt. 20 Seiten. Mit Abbildungen. Orig.-Karton. Dazu: Gustave Flaubert - Der Büchernarr. Mit vier Zeichnungen von Alfred Kubin. 4.-8. Tausend. Hannover, Steegemann, 1923. 51 Seiten, 2 Blatt. Orig.-Pappband. Dazu: Ein Totentanz. Zürich, Diogenes Kunst Taschenbuch, 1981. 2 Blatt, 24 Blatt mit Abbildungen, 2 Blatt. Orig.-Karton. Dazu: Carl Orff - Astutuli. eine bairische Komödie. mit 9 Zeichnungen von Alfred Kubin. München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1980. 81 Seiten, 3 Blatt. Orig.-Pappband (Kein Taschenbuch). (ISBN 3423024089).
[Literatur, Illustrierte Bücher]
4°. 62 Seiten, 1 Blatt, 128 Seiten Tafelteil. Orig.-Leinen.
Hesse, Hermann und Alfred Kubin: Hermann Hesse - Alfred Kubin. "Außerhalb des Tages und des Schwindels". Briefwechsel 1928 - 1952. Herausgegeben von Volker Michels. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2008. ISBN: 9783518419410
Umschlag leicht berieben, sonst gutes Exemplar. - Gegensätzlichere Naturelle lassen sich kaum denken als das des von den Dämonien der Natur und des Menschen angezogenen Malers und Zeichners Alfred Kubin (1877-1959) und das des um Bändigung dieser Kräfte bemühten Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962). In Tausenden teils visionären, teils alptraumhaften Bildern und Zeichnungen versuchte sich Kubin seine Angst vor den destruktiven Mächten der Zeitgeschichte vom Leibe zu halten, während ihnen Hesse - auch wenn sie ihn selbst bedrohten - mit seinen Dichtungen einen konstruktiven Widerstand und ein "Vertrauen in die Ordnung der Welt" entgegensetzte. "Je mehr der Mensch in der Hölle lebt", schrieb er an Kubin 1939, " desto nötiger braucht er eine Melodie, einen Vers, ein Bild, eine Erinnerung an das, was im Moment vernichtet scheint und es doch nicht ist. " Es war das Magnetfeld ihrer Unterschiede, das sie zusammengeführt hat. Bereits in Kubins einzigem Roman Die andere Seite erkannte Hesse das Authentische von dessen allegorischen Wachträumen und ermunterte auch in Zeiten, als der Zeichner Gefahr lief, als "entartet" ausgegrenzt zu werden, dessen Verleger, an ihm festzuhalten, denn er habe " heute nicht seinesgleichen ". Beide waren Außenseiter, die in selbstgewählter Zurückgezogenheit weitab vom zeitgemäßen Kulturbetrieb gelebt und produziert haben und in den Jahren des Nationalsozialismus Repression und finanzieller Not ausgesetzt waren: Hermann Hesse im Tessiner Dorf Montagnola, Alfred Kubin im österreichischen Weiler Zwickledt bei Wernstein am Inn. Kubin hat zahlreiche Werke der Weltliteratur illustriert. In seinen Buchbesprechungen wies Hesse immer wieder auf die Kongenialität dieser Bebilderungen mit ihren literarischen Vorlagen hin, bis sich ab 1928 ein fast lebenslanger Briefkontakt zwischen den beiden entwickelte. Im Vordergrund dieser Korrespondenz stehen ihre Antworten auf die Zeitgeschichte, die bei Hesse vom Steppenwolf über Die Morgenlandfahrt (für die Kubin die Titelillustration beigesteuert hat) bis zu seinem Alterswerk Das Glasperlenspiel reichen. (Klappentext). ISBN 9783518419410 - , ISBN: 3518419412
Erstausgabe, 1. Auflage. 341 S. Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag.
[SW: Hesse, Hermann]
Das blaue Auge. Humor. Satire. Tragikomisches und andere Rosinen der Weltliteratur. Einband und Zeichnungen von A. Kubin. Mit einer Warnung an Stelle eines Vorworts von Erich Knauf. Erstausgabe. Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. 1930 Berlin
237S. Groß 8°
Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Eine schöne Anthologie bekannter und weniger bekannter Erzählungen; unter anderem als Erstdruck die Kästnerche Erzählung "Karl der Faule". Die Illustrationen Kubins sind nicht speziell für diesen Band entstanden, sondern als "schmückendes Beiwerk" den Erzählungen beigefügt. Fadengehefteter, illustrierter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt. Der Einband fleckig, die Einbanddeckel leicht verzogen, Schnitte und Papier altersgemäß nachgedunkelt, Exlibris auf Innendeckel, ansonsten noch gute Erhaltung. Alfred Leopold Isidor Kubin (* 10. April 1877 in Leitmeritz Böhmen; 20. August 1959 in Zwickledt, Gemeinde Wernstein am Inn) war ein österreichischer Grafiker, Schriftsteller und Buchillustrator. Kubin besuchte ab 1887 ein Gymnasium in Salzburg, ab 1892 absolvierte er eine fotografische Lehrzeit in Klagenfurt. Er lebte ab 1898 in München, wo er zunächst die private Malschule von Ludwig Schmid-Reutte besuchte. Am 2. Mai 1899 immatrikulierte er sich an der Königlichen Akademie für das Fach Malerei bei Nikolaus Gysis. Dieses Studium brach er bald wieder ab. Nach mehreren Studienreisen im Jahr 1905 wurde er 1906 bei Wernstein am Inn auf dem alten Herrensitz Zwickledt ansässig. Hier lebte er bis an sein Lebensende: bis 1948 zusammen mit seiner Frau Hedwig Gründler, der verwitweten Schwester des Schriftstellers Oscar A. H. Schmitz, die er 1904 geheiratet hatte, nach deren Tod in fast völliger Klausur. Kubin schrieb zahlreiche Briefe, unter anderem korrespondierte er seit 1928 mit Karl Rössing und Hermann Hesse, seit 1931 mit Hans Fronius. In Zwickledt entstand auch Kubins phantastischer Roman Die andere Seite, der 1909 mit zahlreichen Illustrationen Kubins erschien. Kubin beschreibt darin eine Welt der Halluzinationen und Weltuntergangsvisionen. Der fiktive Erzähler, wie Kubin Zeichner von Beruf, wird von einem alten Schulfreund in das von diesem geschaffene Traumreich eingeladen, wo er drei Jahre verbringt. Die anfängliche Faszination weicht einem immer stärkerem Grauen, bis die Traumstadt "Perle" schließlich in einem apokalyptischen Szenario in sich zusammenbricht. Der Erzähler entkommt als einer der wenigen und hält seine Erlebnisse, im Schutze einer Heilanstalt, schriftlich fest. Ebenfalls 1909 gründete er zusammen mit u.a. Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Adolf Erbslöh, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Karl Hofer die Neue Künstlervereinigung München (N.K.V.M.). Aus der N.K.V.M. ging 1911 die Redaktion des Blauen Reiters hervor, an deren zweiter Ausstellung, die nur grafische Arbeiten umfassten, er sich 1912 beteiligte. Er illustrierte etwa 60 Bücher, darunter Werke von Dostojewski und Edgar Allan Poe, veröffentlichte druckgrafische Mappenwerke (1921 "Am Rande des Lebens", 1918 "Ein Totentanz", 1941 "Abenteuer einer Zeichenfeder") und hinterließ tausende Federzeichnungen. Kubin gehörte seit 1923 auch zu den Mitgliedern der Innviertler Künstlergilde, der er auch bei deren Neugründung im Jahre 1947 die Treue hielt. Seit 1930 war er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. 1949 wurde er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1931 verfertigte Kubin das Bühnenbild zu Richard Billingers Drama Rauhnacht bei seiner Uraufführung am 10. Oktober 1931 an den Münchner Kammerspielen unter der Regie von Otto Falckenberg. In mehreren grafischen Blättern setzte sich Kubin mit dem literarischen Schaffen Billingers auseinander, Billinger wiederum widmete Kubin mehrere Gedichte. Zwischen 1933 und 1936 hatte er eine intensive Liebesaffäre mit der Arztgattin Emmy Haesele (1894-1987), die unter seinem Einfluss zur Malerin wurde. Spuren dieser Liebesbeziehung finden sich auch in der Lithographiefolge Ali, der Schimmelhengst, der illustrierten Lebensgeschichte eines ungestümen Tartarenpferdes, das vereinsamt endet. Die Anfangsbuchstaben der drei Vornamen Kubins bilden den Namen ALI. Seine Ehefrau zeigte als Künstlergattin zwar Verständnis, litt aber zunehmend unter der Lieblosigkeit ihres Mannes und verlangte eine Entscheidung, die dann zu ihren Gunsten ausfiel. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 63 seiner Werke als "Entartete Kunst" diffamiert und konfisziert. Trotzdem erhielt er kein Ausstellungsverbot, sondern konnte 1941/42 im NS-Propagandablatt des Generalgouvernements, der Krakauer Zeitung, verschiedene Zeichnungen publizieren. Kubin starb am 20. August 1959 in Zwickledt und wurde auf dem Friedhof in Wernstein beigesetzt. Die Grabstelle stammt von dem Bildhauer Karl Prantl. Kubins Werk wird durch die Darstellung phantastischer Traumvisionen geprägt, die mit einer nervösen zeichnerischen Strichführung dargestellt werden. Kubin wurde dabei unter anderem durch die visionären und symbolhaften Werke von Francisco de Goya, James Ensor, Odilon Redon, Edvard Munch und Max Klinger angeregt. Er betätigte sich fast ausschließlich als Grafiker. Sein Werk befindet sich heute teils in der Staatlichen Graphischen Sammlung Albertina in Wien, teils im Oberösterreichischen Landesmuseum Linz. Einen besonderen Rang nimmt das Kubin-Archiv Städtische Galerie im Lenbachhaus München ein; es wurde 1971 als Ergänzung zur Sammlung Blauer Reiter von dem Hamburger Apotheker Kurt Otte erworben. Die Stiftung des mit Kubin befreundeten Ehepaars Reinhold Koeppel und Hanne Koeppel bildet den Grundstock der Kubin-Sammlung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg.
[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Anthologien | Erzählungen | Illustrierte Bücher | Erstausgaben | Alfred Kubin]



