Koch

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Koch, Olaf,
Olaf Koch (1932-2001), Dirigent. Portraitphotographie mit e. U. O. O. u. D. 175:123 mm. - Brustbild en face in S/W. - Olaf Koch studierte von 1945 bis 1950 Violoncello, Klavier und Dirigieren am Max-Reger-Konservatorium in Sondershausen und war später Repetitor und dann Erster Kapellmeister am Landestheater Meiningen. Anschließend wirkte Koch als Erster Kapellmeister am Landestheater Halle, als musikalischer Oberleiter am Stralsunder Theater und für kurze Zeit auch am Theater der Altmark in Stendal; von 1961 an Chefdirigent in Meiningen, war er von 1963 bis 1967 dort auch Generalmusikdirektor. "Von 1966 bis 1989 dirigierte er das Staatliche Sinfonieorchester Halle. Sein letztes Konzert mit dem Orchester gab er 1990 beim Abschlußkonzert der Händel Festspiele. [Koch] hielt Gastprofessuren in Tokio, Havanna und Pjöngjang und war Gastdirigent in Griechenland. 1972 wurde er Dozent an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy' Leipzig. Dort leitete er das Hochschulorchester. 1975 wurde er Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt' Weimar. Von 1982 bis 1986 war er Rektor der Hochschule für Musik Hanns Eisler' Berlin. 1990 wurde er Dirigent der Thüringen Philharmonie Suhl" (Wikipedia, Abfrage v. 6. XII. 2010).

Olaf Koch (1932-2001), Dirigent. Portraitphotographie mit e. U. O. O. u. D. 175:123 mm. - Brustbild en face in S/W. - Olaf Koch studierte von 1945 bis 1950 Violoncello, Klavier und Dirigieren am Max-Reger-Konservatorium in Sondershausen und war später Repetitor und dann Erster Kapellmeister am Landestheater Meiningen. Anschließend wirkte Koch als Erster Kapellmeister am Landestheater Halle, als musikalischer Oberleiter am Stralsunder Theater und für kurze Zeit auch am Theater der Altmark in Stendal; von 1961 an Chefdirigent in Meiningen, war er von 1963 bis 1967 dort auch Generalmusikdirektor. "Von 1966 bis 1989 dirigierte er das Staatliche Sinfonieorchester Halle. Sein letztes Konzert mit dem Orchester gab er 1990 beim Abschlußkonzert der Händel Festspiele. [Koch] hielt Gastprofessuren in Tokio, Havanna und Pjöngjang und war Gastdirigent in Griechenland. 1972 wurde er Dozent an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy' Leipzig. Dort leitete er das Hochschulorchester. 1975 wurde er Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt' Weimar. Von 1982 bis 1986 war er Rektor der Hochschule für Musik Hanns Eisler' Berlin. 1990 wurde er Dirigent der Thüringen Philharmonie Suhl" (Wikipedia, Abfrage v. 6. XII. 2010).

[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]

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Autographen - RENOIR, JEAN (Paris, 1894 - Beverly Hills, 1979) - REINIGER, LOTTE (1899, Berlin - 1981, Dettenhausen) / KOCH, CARL (1892, Nümbrecht - 1963, Barnet, GB). Umfangreicher Original-Briefwechsel (1931 - 1935) zwischen dem französischen Filmregisseur Jean Renoir und dem deutschen Filmemacher-Ehepaar Lotte Reiniger / Carl Koch. Gemeinsame und eigene Projekte, Mitteilungen privaten Charakters, sowie zum politischen Zeitgeschehen (Zensur!). Insgesamt ca. 40 bislang unveröffentlichte Schriftstücke, darunter 19 eigenhändige Briefe von Jean Renoir (insgesamt 40 Seiten in französischer Sprache), teils handgeschrieben, teils maschinenschriftlich, alle signiert, meist datiert, auf verschiedenen Papieren, dazu 3 Telegramme Renoirs, sowie 4 im Auftrag von Renoir geschriebene Briefe von seinem Freund und Mitarbeiter, dem Filmproduzenten Pierre Braunberger (1905, Paris - 1980, Paris) sowie 2 handgeschriebene Briefe, auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf Renoirs, von einem unbekannten Mitarbeiter. Weiterhin 11 Brieftyposkripte als Antwortschreiben von Carl Koch (insgesamt 16 Seiten, diese in deutscher Sprache). 4°. Briefe gelocht in einem Originalhefter der Zeit. Papier minimal an den Rändern gebräunt. Dabei: Zeitgenössische Zeitungsausschnitte zu Jean und Auguste (!) Renoir, Original-Filmexposes zu anvisierten und realisierten Projekten, teils mit eigenhändigen Korrekturen und kleinen Ergänzungen oder Randskizzen von Koch/Reiniger versehen, sowie verschiedene Materialien (z.B. Original-Typoskript "Alliance Cinematographique France - Afrique"; 3 Original-Exposes zum Film "Toni" von Jean Renoir (2 x dt., 1 x frz.); Original-Manuskript von der Übersetzung einer Skizze der Szenenfolge für den Film "Das Tagebuch eines Dienstmädchens", 17 Seiten von J. Renoir (nach dem Roman von Octave Mirbeau), Original-Typoskript, 24 Seiten, "Die Drei Toechter des Vaters Lancelot" (= Übersetzung von "Les trois filles de Pere Lancelot", von Pierre Lestringuez), sowie Orig.-Kurzbiographie Renoirs und Orig.-Typoskript "Stellungnahme zum Film" von J. Renoir (2 x dt., 1 x Fr.)
Die beiden Filmemacher Lotte Reiniger und Carl Koch gelten als Pioniere des frühen Animationskinos. Bei der französischen Premiere ihres Meisterwerks "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (1926), den ersten abendfüllenden Animationsfilm in der Filmgeschichte, lernten sie den jungen, experimentierfreudigen Regisseur Jean Renoir in Paris kennen. Der vorliegende, inhaltsreiche Briefwechsel dokumentiert das herzliche Verhältnis untereinander("Mon cher ami"), sowie die gegenseitige Wertschätzung und das Interesse an "gemeinsamen filmischen Abenteuern": "Schade, dass wir nicht dauernd zusammen arbeiten können". (Brief vom 30.3.34). "Auf dem Gebiet des Films wußte er [Koch] über alles Bescheid, was man mit Technik bezeichnet." (Autobiographie Renoirs, S. 65, 145). Trotz der unsicheren politischen Situation, kam es zu regelmäßigen, gegenseitigen Besuchen und zur wiederholten künstlerischen Zusammenarbeit, wovon die hier angebotenen Briefe ebenso Zeugnis ablegen, wie von den zahlreichen, gemeinsamen Kontakten zu bedeutenden Persönlichkeiten wie Kurt Weill, Carl Einstein, [Alfred und Betty] Flechtheim, [Ernst] Wasmuth, Eric White, [Arthur] Neher etc.. 1929 drehte das Trio den Spielfilm "Die Jagd nach dem Glück", 1933 arbeitete Koch dann als Co-Autor von Renoir in Paris und seit 1939 hielt sich das Ehepaar in Rom auf, wo Koch den Film "Tosca" vollendete, nachdem Renoir in die USA emigrierte. - Einmaliges Konvolut an Autographen eines der bedeutendsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts, sowie einzigartiges Zeugnis von drei bedeutenden Protagonisten der Filmkunst der 30er Jahre! Correspondance collection between the great French film-director Jean Renoir and befriended German film-makers Lotte Reiniger / Carl Koch, known for having created the first animated film feature in cinematic history, "The Adventures of Prince Achmed" (1926). "There was nothing about what is called film-technique that he did not know about", Jean Renoir wrote in his autobiography. Whereas Koch collaborated on the scripts and productions of several Renoir productions, Reiniger contributed numerous of her vivacious shadow play sequences, but also directed a production, featuring Renoir and his wife Catherine Hessling. - Rare collection of autographs by one of the foremost filmmakers of the 20th century as well as a unique set of documents, filled with references on the work of three protagonists of the pre-war film era in Germany and France!

[SW: Autographen, signierte Bücher, signierte Grafik, signed books, Widmungsexemplare, presentation copy, Scherenschnitt, Scherenschnitte, Schattenrisse]

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Buchwesen. Schriftwesen. Klingspor. Koch, Rudolf / Gebr. Klingspor (Hsg.). Antiqua-Schriften. Nach Zeichnungen von Rudolf Koch geschnitten und herausgegeben von Gebrüder Klingspor, Offenbach a. M. Offenbach a. Main, Gebr. Klingspor o.J. (um 1935).
Datierung nach DNB und HeBIS. - Relativ aufwendig ausgestattete, auch in Bibliotheken äusserst seltene Schrift der Schriftgiesserei Gebr. Klingspor zu den Antiquaschriften ihres Mitarbeiters Rudolf Koch. - "Unsere ersten Proben der Koch-Antiqua-Schriften [Offenbach, Klingspor 1930] sind vergriffen. Diese Schriften haben bei ihrem Erscheinen einen nicht alltäglichen Erfolg gefunden. Die Gründe, die damals die Fachleute fast allgemein zur Anerkennung der Koch-Antiqua-Schriften bewogen, sind auch heute noch durchaus stichhaltig. Diese Schriften haben die ausdrucksvolle Schönheit und kühne Grosszügigkeit jener römischen Kapitalschrift, deren Formen kunstgeübte Hände vor zwei Jahrtausenden mit dem Meissel in Marmortafeln schlugen. Aber: wenn auch die Antiqua und die Kursive von klassischer Reife zeugen, so sind sie im Kern ihres Wesens und in dem Wollen und überragenden Können ihres Bildners doch durchaus Kinder der Gegenwart, tragen sie unverkennbar das Antlitz dieser Zeit. Dafür sprechen vor allem ihre sprühende Lebendigkeit und das musikalische Schwingen in jeder Einzelform, in jeder Zeile und in jeder ganzen Seite. [..] So sind auch die Koch-Antiqua-Schriften trotz ihrer Neuartigkeit nicht das Erzeugnis einer bald verebbenden Modewelle, sondern Ausdruck einer inneren Vorstellung und verdanken innerem Müssen ihre Form. [..] Koch hat zu diesen Schriften noch besondere Zierbuchstaben geschaffen, die wir hier zum erstenmal zeigen." (p. 5 f.). -- Rudolf Koch (Nürnberg 1876-1934 Offenbach a. Main), Grafiker. Nach dem Besuch der Realschule in Nürnberg absolvierte Koch eine Lehre als Ziseleur in einer Metallfabrik in Hanau. 1892 ging er an die Nürnberger Kunstschule und wechselte 1897 mit dem Vorsatz, Zeichenlehrer zu werden, zur Technischen Hochschule München über. [..] Erst 1903 entdeckte er, wie er selbst schreibt, 'zufällig' seine Begabung als Schreiber und Schriftzeichner. Durch eine Annonce kam er 1906 in Kontakt mit der Offenbacher Schriftgiesserei Gebrüder Klingspor. Bald danach übersiedelte er nach Offenbach und arbeitete dort bis zu seinem Tode für diese Firma. Die ersten Schreibarbeiten Kochs wurden 1908 bekannt. [..] 1918 wurde die 'Gemeinschaft Offenbacher Schreiber' gegründet, die sich aus dem von Koch geleiteten Schreibunterricht der Offenbacher Kunstgewerbeschule entwickelt hatte. 1921 wurde an der Technischen Lehranstalt Offenbach eine Schreibwerkstatt unter Kochs Leitung eingerichtet. [..] Koch ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftzeichner des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte circa 30 Druckschriften, meistens von seiner eigenen Handschrift ausgehend. Die gotisierenden Schrifttypen nahm Koch zum Ausgangspunkt seiner Schreibkunst. Die wichtigsten Typen sind: die Koch-Antiqua (1916), die Wilhelm-Klingspor-Schrift (1926), die Peter-Jessen-Schrift (1925), die Offenbacher Schrift (1927) und die Wallau (1933). [..] Es war sein Ziel, den Ausdrucksgehalt und den Symbolwert der Schrift wieder ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, die Schrift zu ihrer Zeichenhaftigkeit zurückzuführen und damit das Symbolgefühl des Lesers wieder zu beleben. Schriftzeichen waren für ihn Symbole des Glaubens und sichtbare Zeichen des Transzendenten. (E.-S. Bayer-Klötzer, in: NDB 12, 1979).

4°. 70 SS. Schriftmuster und Satzbeispiele teilw. in Farbe. OBrosch. (Ecken etwas bestossen, Deckel marginal etwas fleckig, eher wenig störend). Seiten sauber. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft sehr ordentliches Exemplar.

[SW: Historisches Buchwesen. Klassische Buchkunst. Buch. Historische Bücher. Historischer Druck. Druckwesen. Buchdruckerkunst. Buchdruck. Drucker. Buchdrucker. Setzer. Schriftsetzer. Moderne Typographie. Typographen. Klassischer moderner typographischer Schriftsatz. Typographische Satzkunst. Buchgestaltung. Gestaltung. Ästhetik. Schrift. Schriften. Schriftart. Schriftarten. Schrifttypen. Druckschriften. Künstlerschriften. Künstler. Gestalter. Graphiker. Zeichner. Designer. Schriftdesigner. Schriftgestalter. Schriftgiesserei. Schriftgiessereien. Geschichte. Deutschland. Hessen. Deutsche Hessische Zeitgeschichte. Zwischenkriegszeit. Firmengeschichte. Offenbacher Firmen. Geschäfte.]

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Koch, Robert: Ueber meine Schlafkrankheits-Expedition.Mit 22 Originalaufnahmen, wovon 10 Vollbilder und 12 Abbildungen im Text. Berlin, Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen) 1908, 8°, 47, (1) pp., 22 Abb., OKart.; unaufgeschnittenes, frisches Exemplar.

Erste Ausgabe - Vortrag, gehalten in der Abteilung Berlin-Charlottenburg der Deutschen Kolonial-Gesellschaft.<br>Erste Ausgabe!<br>"1902 kamen alarmierende Meldungen aus Deutsch-Ostafrika, das von einer Schlafkrankheits-Epidemie bedroht zu sein schien. Tatsächlich gab es zumindest im deutschen Gebiet nur Einzelfälle, weswegen Koch, als er 1905 eintraf, schließlich auf die Sese-Inseln im Viktoria-See auf britischem Kolonialgebiet auswich. (Koch unterbrach den Aufenthalt, um im Dezember 1905 den Nobelpreis entgegenzunehmen.) Dort war die Krankheit endemisch: Innerhalb weniger Jahre waren 20.000 Menschen - zwei Drittel der Inselbevölkerung - daran gestorben.<br>Koch experimentierte mit verschiedenen Arsenpräparaten, wobei er sich besonders auf Atoxyl konzentrierte. Kurzfristig besserten sich die Symptome unter der Therapie, längerfristig gelang es ihm jedoch nicht, die Parasiten aus dem Blut zu beseitigen. Koch steigerte die Dosen bis auf 1 Gramm, gespritzt in Abständen von sieben bis zehn Tagen. Die Behandlung war schmerzhaft und rief Schwindelgefühle, Übelkeit und Koliken hervor. Als schließlich sogar noch irreversible Erblindungen auftraten, ging Koch mit der Dosis wieder zurück. Zahlreiche Patienten - die von den deutschen Ärzten auf britischem Kolonialgebiet nicht zwangsinterniert werden konnten - flohen vor der Behandlung.<br>In seinen Empfehlungen erwog Koch, ob man nicht die Bevölkerung ganzer verseuchter Bezirke zwangsumsiedeln könne, verwarf aber diese Maßnahme als unpraktikabel. Er schlug vor, in diesen Gegenden die Wälder abzuholzen, um den Überträger der Krankheit, die Tsetse-Fliege, zu bekämpfen. Weiter empfahl er, in verseuchten Orten Reihenuntersuchungen vorzunehmen, die Infizierten "herauszugreifen" und in "Konzentrationslagern" zu versammeln. Obwohl Atoxyl offensichtlich unwirksam und hochtoxisch war, hielt Koch an diesem Mittel fest. Dahinter stand das Konzept, ganze Populationen zu behandeln, obwohl der einzelne Kranke von der "Therapie" nicht profitierte und schlimmstenfalls erblindete.<br>Tatsächlich sind nach der Abreise Kochs drei Schlafkrankenlager mit über 1.200 Patienten eingerichtet worden. Heilerfolge gab es keine. An den veröffentlichten Statistiken fällt die extrem hohe Zahl in der Kategorie "Abgang" auf - die Patienten hatten sich durch Flucht entzogen. In diesen Lagern wurden auch noch weitere Präparate wie Arsenophenylglycin und Arsphenamin, die aus dem Labor von Paul Ehrlich geliefert wurden, erprobt. Hierbei kam es zu weiteren Todesfällen. Nach einer Publikation in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift wurden solche Versuche vom Reichskolonialamt untersagt, und nach 1911 wurden die meisten Lager und Stationen in Deutsch-Ostafrika aufgelöst. Die brutalen Methoden, mit denen Schlafkranke zur selben Zeit in Togo zwangsbehandelt wurden, gehen nicht auf Robert Koch zurück. " wikipedia<br><br>siehe ausführlich: Manuela Bauche: Robert Koch, die Schlafkrankheit und Menschenexperimente im kolonialen Ostafrika.

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