Kanontafeln
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Milde, Wolfgang (Hg.): Die Evangelienharmonie des Eusebius mit Stud. z. Bibl.-Gesch. 5 - Codex F.II.1 der Bibliotheca Queriniana. (Festtagsevangelistar mit Kanontafeln) Verlag ADEVA, 1991. ISBN: 320101544x
Vollständige farbige Wiedergabe im Originalformat der Bild- und Textseiten des Codex F. II. 1 "Eusebio, Concordanze Degli Evangelisti - Armonie Evangeliche" der Biblioteca Civica Queriniana in Brescia. Mit einem Kommentar (englisch/deutsch) von Satoko I. Parker, Philadelphia. Deutsche Die vorliegende Handschrift wird in der Literatur immer wieder als "Evangeliar", zum Teil aber auch als "Evangelistar" bezeichnet. Sie umfaßt insgesamt 42 Pergamentblätter. Der erste Teil des Werkes beinhaltet auf sehr festem, gelblichem Pergament 19 Kanontafeln, der zweite Teil auf weicherem und stärker kalziniertem Beschreibstoff 11 ganzseitige Miniaturen. Letztere werden auf den jeweils folgenden Seiten von 12 ebenfalls ganzseitigen Initialen mit Text begleitet. Während Teil 1 (Kanontafeln) für die Gattung des Evangeliars typisch ist, paßt Teil 2 (Miniaturen mit Initial- und Textseiten) eher zu einem Evangelistar. Dieser zweite Teil beinhaltet dabei nur die Lesetexte für die Hochfeste ("Festtags-Evangelistar"). Des Rätsels Lösung besteht wohl darin, daß die Handschrift aus zwei verschiedenen, nachträglich zusammengefügten Teilen besteht. Eine Theorie, die auch durch die verschiedenartige Pergamentbeschaffenheit bestätigt wird. Wie und wann es dazu kam, die Kanontafeln mit dem Festtagsevangeliar zu einem einzigen neuen Codex zu verbinden, ist nicht bekannt. - , ISBN-13: 9783201015448
Dieser Codex erschien als Band 6 der Reihe STUDIEN ZUR BIBLIOTHEKSGESCHICHTE. 84 S., Faks. Limitierte Auflage: 980 numerierte Exemplare. 1. Faksimile: 35 x 25 cm, Halbledereinband. 2. Kommentar: 160 Seiten, Leineneinband. Faksimile- und Kommentarband in festem Schuber. Bei dem vorliegenden Exemplar handelt es sich um eine neuwertige Ausgabe aus 2. Hand. Daher der günstige Preis.
Faksimile - The Lindisfarne Gospels. Das Buch von Lindisfarne. Cotton MS Nero D.iv der British Library, London. Luzern, Faksimile Verlag, 2002.
Nr. 329 von 980 numerierten Exemplaren (+ 60 röm. num.). - Kommentarbände in Englisch und Deutsch von Michelle P. Brown. Mit einem Vorwort von Umberto Eco. - Faksimile Verlag Luzern: "'Holy Island' wird die kleine Landzunge vor der Küste Northumbriens genannt, auf der um 635 das Kloster Lindisfarne gegründet wurde. Anfangs noch der berühmten irischen Abtei Iona unterstellt, entwickelte sich das Kloster schnell zu einem monastischen Zentrum in unmittelbarer Nähe des Herrschersitzes der northumbrischen Könige. Hervorragende Künstler und Schreiber fanden auf der wellenumtosten Halbinsel die nötige innere Sammlung und Inspiration, um die heiligen Texte der Evangelien zu wahren Kunstwerken frühmittelalterlicher Buchkunst auszugestalten. Cuthbert, ein bereits zu Lebzeiten und heute immer noch hochverehrter Heiliger, lebte lange Zeit als Einsiedler in der Nähe der Abtei, ehe er Bischof von Lindisfarne wurde, sich aber schon bald wieder in die Einöde zurückzog. Von seinen Wundertaten und seinem vorbildlichen Lebenswandel berichtet uns der berühmte Gelehrte Beda Venerabilis in zwei von ihm verfassten Viten. Nur wenige Jahre nach seinem Tod am 20. März 687 wurde Cuthbert bereits heiliggesprochen, und in seinen Mitbrüdern reifte der Wunsch, ein besonders prächtiges Evangeliar zum Gedächtnis des heiligen Mannes zu schaffen. Trotz seines hohen Alters von beinahe 1300 Jahren befindet sich das Buch von Lindisfarne in einem ausserordentlich guten Zustand, es ist sogar weltweit das einzige komplett erhaltene Evangeliar aus dem insularen Raum. Aus sorgfältig verarbeitetem Kalbspergament enthält es den lateinischen Text der vier Evangelien in der Vulgata des heiligen Hieronymus. Jedes der Evangelien wird durch eine einleitende Erklärung, ein Kapitelverzeichnis und einen liturgischen Festtagskalender eröffnet. Zusätzlich gehen drei Vorreden, angeführt vom Brief des Hieronymus an Papst Damasus, dem eigentlichen Text voraus. Eine Folge prachtvoll gestalteter Kanontafeln, die sich zum ersten Mal über 16 Seiten ausdehnt, eröffnet das Buch. Dem Mönch Eadfrith, der kurz nach der Heiligsprechung Cuthberts Bischof von Lindisfarne wurde, ist nicht nur die vollständige Abschrift des Evangelientextes in einer besonders schönen insularen Majuskel zu verdanken, sondern zugleich die gesamte künstlerische Ausgestaltung des Evangeliars. Eine Inschrift im Buch von Lindisfarne aus dem 10. Jahrhundert nennt neben Eadfrith noch seinen späteren Nachfolger im Amt AEthelwald als Buchbinder und den Einsiedler Billfrith als Goldschmied für den Einbandschmuck. Damit wissen wir über die Herstellung dieser Handschrift mehr als über die meisten Handschriften des Mittelalters. Fünf aussergewöhnliche Teppichseiten präsentieren die ganze Palette insularer Ornamentik in all ihrem atemberaubenden Farben- und Formenreichtum. Kunstvoll in die Gesamtkomposition eingearbeitete Kreuzformen heben sich dank leuchtender Konturen plastisch aus dem dicht gewirkten Flechtwerk ab. Mit den Kreuzteppichseiten zu Beginn jedes Evangeliums und einer weiteren am Anfang des Buches ist eine ebenso reich gestaltete Incipitseite kombiniert. Die grossen Initialen erstrecken sich über die ganze Seite. Dabei verschmelzen die bis ins kleinste Detail von fliessenden Ornamenten und Mustern ausgefüllten Zierinitialen mit den unmittelbar folgenden Buchstaben zu kunstvollen Monogrammen. Über 200 weitere, farbig ausgefüllte und zum Teil rot umpunktete Anfangsbuchstaben gliedern darüber hinaus den gesamten Text. In den Kanontafeln und Evangelistenporträts des Buches von Lindisfarne verschmelzen die Einflüsse des mediterranen und keltischen Kulturkreises zu einem einmaligen Meisterwerk insularer Buchkunst. So wird der auf ein Vorbild aus dem Raum um Neapel zurückzuführende Text des Evangeliars in einer dem insularen Kulturbereich eigenen Majuskelschrift wiedergegeben und im hiberno-sächsischen Stil ausgestaltet. Die an süditalienischen Vorlagen orientierten Evangelistenporträts weisen neben mediterranen Einflüssen ebenfalls typisch insulare Züge auf. Am eindrucksvollsten wird die Verquickung dieser zwei Kunstrichtungen jedoch in den mit insularen Ornamenten und Flechtmustern verzierten klassischen Säulenarkaden der Kanontafeln." - Neuwertig.
1 Faksimile- und 2 Kommentarbände. 37x26 cm und 26x18,5 cm. 259 Bl. Faksimile; 333 S., 1 w. Bl.; XVI, 647 S. mit 32 farb. Tafeln und 177 + 14 meist farb. Abb. im Text. Weisser OLdr.- Bd. und OLn.-Bde., je in einem Schuber.
[SW: Faksimile, Theologie]
Milde, Wolfgang. Hrsg. Festtagsevangelistar mit Kanontafeln. Kommentar. Von Codex F. II. 1 aus dem Besitz der Biblioteca Civica Querininiana in Brescia. Commentary - Satoko I. Parker. Deutsche Einführung W. Milde u. M. Sterneck, Kommentar in englischer Sprache. Graz. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt. 1992.
Vollständige Faksimile - Ausgabe im Originalformat. 132 Seiten mit Kanontafeln im Anhang in s/w- Abbildungen, Folio. Originalleinen, minimaler Fleck, sonst sehr guter Zustand.
PARKER, SATOKO I., Commentary (on:) Festtagsevangelistar mit Kanontafeln. "Eusebio, Concordanze degli Evangelisti - Armonie Evangeliche". Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat von Codex F.II.1 aus dem Besitz der Biblioteca Civica Queriniana in Brescia. Deutsche Einführung W. Milde u. M. Sterneck. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1992.
Kommentarband zu der Faksimile-Edition der Evangelienkonkordanz und Evangelienharmonie (Kanontafeln und Perrikopen) des Eusebio aus Brescia, entstanden ca. 1020 - 1040.
Gr.-4to. 131, (1) S. m. 34 Tafeln. (Studien zur Bibliotheksgeschichte 6). OLwd.
[SW: Books about Books; Faksimiledrucke]



