Jules Verne Le Tour Du Monde

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Verne, Jules: Reise um die Erde in achtzig Tagen. Aus dem Französischen von Hertha Lorenz. Originaltitel: Le tour du monde en quatre-vingts jours. - (=Abenteuer Weltliteratur). Klagenfurt : Eduard Kaiser Verlag, ohne Jahresangabe, ca. 1965. ISBN: 3704321737
Guter Zustand. Buchkanten minimal berieben. - Jules Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Jules Verne war einer der Erfinder des Science-Fiction-Romans (auch Zukunftsroman genannt). Er selbst betrachtete sich jedoch als einen Autor "wissenschaftlich belehrender Romane", wie er es nannte: Der aufmerksame Leser wird über die Fauna, Flora, Geographie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Zuweilen sind ganze Kapitel rein informative Exkursionen, wie zum Beispiel das erste Kapitel "Der Sklavenhandel" im zweiten Teil "In Afrika" des Romans "Ein Kapitän von 15 Jahren". So sind denn auch die diversen Erfindungen nicht etwa Produkte der Phantasie, sondern sorgfältig recherchierte Möglichkeiten. Einige der Fortbewegungsmittel aus den Romanen Jules Vernes gab es bereits ansatzweise oder wurden später Realität. Leben und Schaffen: ... Spätestens als Student in Paris begann er zu schreiben und erhielt Kontakt zur Welt der Literaten, unter anderem zu Alexandre Dumas dem Älteren, der ihn etwas protegierte, und zu Alexandre Dumas dem Jüngeren, mit dem er sich befreundete. Er blieb deshalb nach Abschluss des Studiums (1850) in Paris und versuchte sich zunächst vor allem als Bühnenautor in verschiedenen Genres, von der Tragödie bis zum Opernlibretto. ... 1857 heiratete er eine Witwe mit zwei Kindern (die von ihm bald ein drittes bekam) und versuchte sich danach - neben dem Schreiben - einige Jahre zwecks Broterwerb mäßig erfolgreich in dem bürgerlichen Beruf eines Börsenmaklers. Nebenher machte er zwei Schiffsreisen nach Schottland und nach Norwegen, die ihm die Welt der Seefahrt erschlossen. 1862 lernte er den umtriebigen Jugendbuchverleger Pierre-Jules Hetzel kennen, der ihm seinen gerade fertigen ersten Science-Fiction-Roman Cinq semaines en ballon (= fünf Wochen im Ballon) abnahm, ihn für weitere Romane derselben Art verpflichtete und ihn zum publikumswirksamen Schreiben anleitete. Spätestens über Hetzel kam Verne in Kontakt mit Naturforschern und Erfindern, die seine Kenntnisse erweiterten, ihn fachlich berieten und ihm Ideen eingaben. Mit dem Erfolg der Cinq semaines hatte er seinen Durchbruch als Autor geschafft und konnte gut von seiner Feder leben. In den folgenden Jahren schrieb er zahllose Romane. Diese erschienen meist fortsetzungsweise in Hetzels Jugendzeitschrift Magazin illustre d'education et de recreation (einer illustrierten Zeitschrift für Bildung und Freizeit), ehe sie auch als Buch herauskamen. Vernes eigentliche Domäne hierbei waren und blieben Reise- und Abenteuerromane mit mehr oder weniger großem Science-Fiction-Anteil, in dem er mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition sowie mit Hilfe seines immensen Zettelkastens manche später realisierte technische Entwicklung vorwegnahm. Seine Bücher, die sich an ein vorwiegend jugendliches und passabel gebildetes männliches Publikum richteten, machten nicht nur in Frankreich Epoche, sondern dank Übersetzungen in ganz Europa und Amerika. ... 1872 kam Le Tour du monde en quatre-vingt jours (= Reise um die Erde in 80 Tagen) heraus, Vernes auflagenstärkstes Buch, das er mit Adolphe d'Ennery als Co-Autor erfolgreich auch für das Theater adaptierte. 1876 erschien der in Sibirien spielende Abenteuer-Politkrimi Michel Strogoff (= Der Kurier des Zaren), aus dem ebenfalls ein erfolgreiches Stück gemacht wurde. Spätestens seit Le Tour du monde war Verne ein reicher Mann. Die Aufnahme in die Academie francaise, die er 1883 zu betreiben versuchte, misslang allerdings. Dafür machte er viele Reisen (z. T. mit eigenen Motor-Segel-Yachten) und gehörte - für einen Nichtbriten ungewöhnlich - dem renommierten Londoner Travellers Club an. In Amiens, der Heimatstadt seiner Frau, unterhielt er ein repräsentatives Haus. Ab 1888 war er dort auch (als liberaler Monarchist auf gemäßigt linker Liste) stets wiedergewähltes Mitglied des Stadtrates, der sich insbesondere für die Stadtplanung und das Theater engagierte. Nach 1880 hatte Verne seinen schöpferischen Höhepunkt überschritten, doch schrieb und publizierte er bis kurz vor seinem Tod fast pausenlos weiter, wobei seine Technik- und Fortschrittsgläubigkeit nach und nach gedämpfter erscheint und er politisch zunehmend konservativ wurde. Seine Position in Frankreich als sehr populärer, von Generationen junger Leute gelesener Autor ist nicht unähnlich der von Karl May in Deutschland. Bei beiden ging der größte Teil der Romane (bei Verne waren es über neunzig), vor allem die späten, bald in Vergessenheit. Im 20. Jahrhundert haben Vernes handlungsreiche Romane viele Filmemacher gereizt. Nicht zufällig erhielt 1954 das erste Atom-U-Boot der Welt, die amerikanische USS Nautilus, den Namen des futuristischen U-Bootes von Kapitän Nemo aus Vingt mille lieues sous les mers. In Anlehnung an sein Buch De la Terre a la Lune wurden das Raumschiff Apollo 11 und später der erste Space Shuttle Raumtransporter "Columbia" genannt. (Allerdings war in De la Terre a la Lune "Columbia" nicht der Name des Mondgeschosses, sondern der Name der Riesenkanone, die es abschießt, dieses wiederum in Anlehnung an die Columbia-Schlachtschiffkanonen des Amerikanischen Bürgerkrieges). ... Aus: wikipedia-Jules_Verne , ISBN-13: 9783704321732

Erste Auflage dieser Ausgabe. 245 (3) Seiten. 19 cm. Buchausstattung: Karl Bauer. Halbleder mit goldgeprägten Rückentiteln, goldgeprägten Rückenverzierungen, einer Deckelillustration und Kopffarbschnitt.

[SW: Kinder- und Jugendliteratur, Jugendbücher, Geschichten, Erzählung, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Französische Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Literaturkanon, Abenteuer ; Reiselust ; Wette, Abenteuer, Fantasie, Verkehrmittel, Detektiv, Aufklärung, Verbrechen, Ermittlung, Jagd, Diener, Sitten, Überfall, Fortbewegung, Herrenclub, Kampf, Sabotage, Piraterie, Schiffsreise, Luftfahrt, Gefangenschaft, Verfilmte Literatur, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Film, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Kino,]

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Popp, Max: Jules Verne. Sein Leben, seine Werke, seine Nachfolger. Faksimile Reprint der Ausgabe von 1909: Julius Verne und sein Werk. Des großen Romantikers Leben, Werke und Nachfolger. A. Hartleben's Verlag, Wien und Leipzig 1909. Mit 23 Abbildungen. Feiner OPpbd (Hardcover), verlagsfrisch, sauber und perfekt. Fabri,Ulm 1999.
ISBN 9783931997083 - Jules Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Jules Verne gilt heute als einer der Erfinder des Science fiction-Romans. Er selbst betrachtete sich jedoch als einen Autor "wissenschaftlich belehrender Romane", wie er es nannte: Der aufmerksame Leser wird über die Fauna, Flora, Geografie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Zuweilen sind ganze Kapitel rein informative Exkursionen, wie z. B. das erste Kapitel "Der Sklavenhandel" im zweiten Teil "In Afrika" des Romans "Ein Kapitän von 15 Jahren". Seine weiteren Bücher haben nicht nur in Frankreich Epoche gemacht, sondern dank Übersetzungen in ganz Europa und Amerika. Die bekanntesten sind: 1863/64 Voyages et aventures du capitaine Hatteras (Reisen und Abenteuer von Kapitän H.); 1864 Voyage au centre de la Terre (Reise zum Mittelpunkt der Erde); 1865 De la Terre a la Lune (von der Erde zum Mond); 1869 Autour de la Lune (rund um den Mond) sowie Vingt mille lieues sous la mer (20.000 Meilen unter dem Meer). - 1872 kam Le Tour du monde en quatre-vingt jours (die Reise um die Welt in 80 Tagen) heraus, Vernes größter Auflagenhit, den er mit einem Co-Autor erfolgreich auch für das Theater adaptierte. 1876 erschien der in Sibirien um einen "Kurier des Zaren" (so der Titel der deutschen Übersetzung) spielende Abenteuer-Politkrimi Michel Strogoff, aus dem ebenfalls ein erfolgreiches Stück gemacht wurde. - Spätestens seit Le Tour du monde war Verne ein reicher Mann. Die Aufnahme in die Academie francaise, die er 1883 zu betreiben versuchte, misslang allerdings. Dafür machte er viele Reisen (z.T. mit eigenen Motor-Segel-Yachten) und unterhielt ein repräsentatives Haus in seinem Wohnort Amiens, der Heimatstadt seiner Frau. Hier war er ab 1888 auch als liberaler Monarchist als Kommunalpolitiker aktiv. Mit seinen Klassikern der technischen Fiktion hat er sich als "Vater der Sciencefiction" ein Denkmal gesetzt. Sein Hauptwerk aber, der eigentliche Grundgedanke der "Voyages Extraordinaires" lässt sich damit nicht beschreiben. Er gilt als Begründer einer neuen Kategorie von Literatur, dem "wissenschaftlich-romantische Abenteuer". Trotzdem wurde lange Zeit von der Literaturkritik mit Ignoranz gestraft. Aber nach seinen Erfolgsjahren Ende des 19. Jahrhunderts und einer nachfolgenden "Ruhephase", erfreut sich sein Werk in den letzten fünfzig Jahren zunehmender Popularität. Nicht nur durch die Neuauflagen seiner Bücher, sondern auch zunehmend durch Verfilmungen, hatten sich die Helden seiner Romane die Herzen der Menschen wiedererobert. (teils Wikipedia, teils Andreas Fehrmann).

213 S.

Details

Verne, Jules: Von der Erde zum Mond. Ein Drama in den Lüften. Frankfurt: Bärmeier & Nikel Verlag, 1966.
Guter Zustand. - Jules Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Jules Verne war einer der Erfinder des Science-Fiction-Romans (auch Zukunftsroman genannt). Er selbst betrachtete sich jedoch als einen Autor "wissenschaftlich belehrender Romane", wie er es nannte: Der aufmerksame Leser wird über die Fauna, Flora, Geographie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Zuweilen sind ganze Kapitel rein informative Exkursionen, wie zum Beispiel das erste Kapitel "Der Sklavenhandel" im zweiten Teil "In Afrika" des Romans "Ein Kapitän von 15 Jahren". So sind denn auch die diversen Erfindungen nicht etwa Produkte der Phantasie, sondern sorgfältig recherchierte Möglichkeiten. Einige der Fortbewegungsmittel aus den Romanen Jules Vernes gab es bereits ansatzweise oder wurden später Realität. Leben und Schaffen: ... Spätestens als Student in Paris begann er zu schreiben und erhielt Kontakt zur Welt der Literaten, unter anderem zu Alexandre Dumas dem Älteren, der ihn etwas protegierte, und zu Alexandre Dumas dem Jüngeren, mit dem er sich befreundete. Er blieb deshalb nach Abschluss des Studiums (1850) in Paris und versuchte sich zunächst vor allem als Bühnenautor in verschiedenen Genres, von der Tragödie bis zum Opernlibretto. ... 1857 heiratete er eine Witwe mit zwei Kindern (die von ihm bald ein drittes bekam) und versuchte sich danach - neben dem Schreiben - einige Jahre zwecks Broterwerb mäßig erfolgreich in dem bürgerlichen Beruf eines Börsenmaklers. Nebenher machte er zwei Schiffsreisen nach Schottland und nach Norwegen, die ihm die Welt der Seefahrt erschlossen. 1862 lernte er den umtriebigen Jugendbuchverleger Pierre-Jules Hetzel kennen, der ihm seinen gerade fertigen ersten Science-Fiction-Roman Cinq semaines en ballon (= fünf Wochen im Ballon) abnahm, ihn für weitere Romane derselben Art verpflichtete und ihn zum publikumswirksamen Schreiben anleitete. Spätestens über Hetzel kam Verne in Kontakt mit Naturforschern und Erfindern, die seine Kenntnisse erweiterten, ihn fachlich berieten und ihm Ideen eingaben. Mit dem Erfolg der Cinq semaines hatte er seinen Durchbruch als Autor geschafft und konnte gut von seiner Feder leben. In den folgenden Jahren schrieb er zahllose Romane. Diese erschienen meist fortsetzungsweise in Hetzels Jugendzeitschrift Magazin illustre d'education et de recreation (einer illustrierten Zeitschrift für Bildung und Freizeit), ehe sie auch als Buch herauskamen. Vernes eigentliche Domäne hierbei waren und blieben Reise- und Abenteuerromane mit mehr oder weniger großem Science-Fiction-Anteil, in dem er mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition sowie mit Hilfe seines immensen Zettelkastens manche später realisierte technische Entwicklung vorwegnahm. Seine Bücher, die sich an ein vorwiegend jugendliches und passabel gebildetes männliches Publikum richteten, machten nicht nur in Frankreich Epoche, sondern dank Übersetzungen in ganz Europa und Amerika. ... 1872 kam Le Tour du monde en quatre-vingt jours (= Reise um die Erde in 80 Tagen) heraus, Vernes auflagenstärkstes Buch, das er mit Adolphe d'Ennery als Co-Autor erfolgreich auch für das Theater adaptierte. 1876 erschien der in Sibirien spielende Abenteuer-Politkrimi Michel Strogoff (= Der Kurier des Zaren), aus dem ebenfalls ein erfolgreiches Stück gemacht wurde. Spätestens seit Le Tour du monde war Verne ein reicher Mann. Die Aufnahme in die Academie francaise, die er 1883 zu betreiben versuchte, misslang allerdings. Dafür machte er viele Reisen (z. T. mit eigenen Motor-Segel-Yachten) und gehörte - für einen Nichtbriten ungewöhnlich - dem renommierten Londoner Travellers Club an. In Amiens, der Heimatstadt seiner Frau, unterhielt er ein repräsentatives Haus. Ab 1888 war er dort auch (als liberaler Monarchist auf gemäßigt linker Liste) stets wiedergewähltes Mitglied des Stadtrates, der sich insbesondere für die Stadtplanung und das Theater engagierte. Nach 1880 hatte Verne seinen schöpferischen Höhepunkt überschritten, doch schrieb und publizierte er bis kurz vor seinem Tod fast pausenlos weiter, wobei seine Technik- und Fortschrittsgläubigkeit nach und nach gedämpfter erscheint und er politisch zunehmend konservativ wurde. Seine Position in Frankreich als sehr populärer, von Generationen junger Leute gelesener Autor ist nicht unähnlich der von Karl May in Deutschland. Bei beiden ging der größte Teil der Romane (bei Verne waren es über neunzig), vor allem die späten, bald in Vergessenheit. Im 20. Jahrhundert haben Vernes handlungsreiche Romane viele Filmemacher gereizt. Nicht zufällig erhielt 1954 das erste Atom-U-Boot der Welt, die amerikanische USS Nautilus, den Namen des futuristischen U-Bootes von Kapitän Nemo aus Vingt mille lieues sous les mers. In Anlehnung an sein Buch De la Terre a la Lune wurden das Raumschiff Apollo 11 und später der erste Space Shuttle Raumtransporter "Columbia" genannt. (Allerdings war in De la Terre a la Lune "Columbia" nicht der Name des Mondgeschosses, sondern der Name der Riesenkanone, die es abschießt, dieses wiederum in Anlehnung an die Columbia-Schlachtschiffkanonen des Amerikanischen Bürgerkrieges). ... Aus: wikipedia-Jules_Verne

347 Seiten. 18 x 12 cm Pappband ohne Schutzumschlag.

[SW: Zukunftsroman, Zukunft, Fortschritt, Zukunftstechnologien, Futurologie, Zukunftsromane, Utopischer Roman, Utopie, Futurismus, Phantastik, Phantastische Literatur, Science Fiction, Zukunftsvisionen, Raumfahrt, Utopische Romane, Weltall, Fantasy, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Literaturkanon]

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Verne, Jules: Die Jagd nach dem Meteor. Roman. Aus dem Französischen und neu eingerichtet von Stefan Reisner. Originaltitel: La chasse au meteore. - (=Fischer-Bücherei, JV 17). Frankfurt a.M., Fischer Bücherei, 1975. ISBN: 3436012688
Guter Zustand. Besitzername auf dem Vorsatz. - Jules Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Jules Verne war einer der Erfinder des Science-Fiction-Romans (auch Zukunftsroman genannt). Er selbst betrachtete sich jedoch als einen Autor "wissenschaftlich belehrender Romane", wie er es nannte: Der aufmerksame Leser wird über die Fauna, Flora, Geographie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Zuweilen sind ganze Kapitel rein informative Exkursionen, wie zum Beispiel das erste Kapitel "Der Sklavenhandel" im zweiten Teil "In Afrika" des Romans "Ein Kapitän von 15 Jahren". So sind denn auch die diversen Erfindungen nicht etwa Produkte der Phantasie, sondern sorgfältig recherchierte Möglichkeiten. Einige der Fortbewegungsmittel aus den Romanen Jules Vernes gab es bereits ansatzweise oder wurden später Realität. Leben und Schaffen: ... Spätestens als Student in Paris begann er zu schreiben und erhielt Kontakt zur Welt der Literaten, unter anderem zu Alexandre Dumas dem Älteren, der ihn etwas protegierte, und zu Alexandre Dumas dem Jüngeren, mit dem er sich befreundete. Er blieb deshalb nach Abschluss des Studiums (1850) in Paris und versuchte sich zunächst vor allem als Bühnenautor in verschiedenen Genres, von der Tragödie bis zum Opernlibretto. ... 1857 heiratete er eine Witwe mit zwei Kindern (die von ihm bald ein drittes bekam) und versuchte sich danach - neben dem Schreiben - einige Jahre zwecks Broterwerb mäßig erfolgreich in dem bürgerlichen Beruf eines Börsenmaklers. Nebenher machte er zwei Schiffsreisen nach Schottland und nach Norwegen, die ihm die Welt der Seefahrt erschlossen. 1862 lernte er den umtriebigen Jugendbuchverleger Pierre-Jules Hetzel kennen, der ihm seinen gerade fertigen ersten Science-Fiction-Roman Cinq semaines en ballon (= fünf Wochen im Ballon) abnahm, ihn für weitere Romane derselben Art verpflichtete und ihn zum publikumswirksamen Schreiben anleitete. Spätestens über Hetzel kam Verne in Kontakt mit Naturforschern und Erfindern, die seine Kenntnisse erweiterten, ihn fachlich berieten und ihm Ideen eingaben. Mit dem Erfolg der Cinq semaines hatte er seinen Durchbruch als Autor geschafft und konnte gut von seiner Feder leben. In den folgenden Jahren schrieb er zahllose Romane. Diese erschienen meist fortsetzungsweise in Hetzels Jugendzeitschrift Magazin illustre d'education et de recreation (einer illustrierten Zeitschrift für Bildung und Freizeit), ehe sie auch als Buch herauskamen. Vernes eigentliche Domäne hierbei waren und blieben Reise- und Abenteuerromane mit mehr oder weniger großem Science-Fiction-Anteil, in dem er mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition sowie mit Hilfe seines immensen Zettelkastens manche später realisierte technische Entwicklung vorwegnahm. Seine Bücher, die sich an ein vorwiegend jugendliches und passabel gebildetes männliches Publikum richteten, machten nicht nur in Frankreich Epoche, sondern dank Übersetzungen in ganz Europa und Amerika. ... 1872 kam Le Tour du monde en quatre-vingt jours (= Reise um die Erde in 80 Tagen) heraus, Vernes auflagenstärkstes Buch, das er mit Adolphe d'Ennery als Co-Autor erfolgreich auch für das Theater adaptierte. 1876 erschien der in Sibirien spielende Abenteuer-Politkrimi Michel Strogoff (= Der Kurier des Zaren), aus dem ebenfalls ein erfolgreiches Stück gemacht wurde. Spätestens seit Le Tour du monde war Verne ein reicher Mann. Die Aufnahme in die Academie francaise, die er 1883 zu betreiben versuchte, misslang allerdings. Dafür machte er viele Reisen (z. T. mit eigenen Motor-Segel-Yachten) und gehörte - für einen Nichtbriten ungewöhnlich - dem renommierten Londoner Travellers Club an. In Amiens, der Heimatstadt seiner Frau, unterhielt er ein repräsentatives Haus. Ab 1888 war er dort auch (als liberaler Monarchist auf gemäßigt linker Liste) stets wiedergewähltes Mitglied des Stadtrates, der sich insbesondere für die Stadtplanung und das Theater engagierte. Nach 1880 hatte Verne seinen schöpferischen Höhepunkt überschritten, doch schrieb und publizierte er bis kurz vor seinem Tod fast pausenlos weiter, wobei seine Technik- und Fortschrittsgläubigkeit nach und nach gedämpfter erscheint und er politisch zunehmend konservativ wurde. Seine Position in Frankreich als sehr populärer, von Generationen junger Leute gelesener Autor ist nicht unähnlich der von Karl May in Deutschland. Bei beiden ging der größte Teil der Romane (bei Verne waren es über neunzig), vor allem die späten, bald in Vergessenheit. Im 20. Jahrhundert haben Vernes handlungsreiche Romane viele Filmemacher gereizt. Nicht zufällig erhielt 1954 das erste Atom-U-Boot der Welt, die amerikanische USS Nautilus, den Namen des futuristischen U-Bootes von Kapitän Nemo aus Vingt mille lieues sous les mers. In Anlehnung an sein Buch De la Terre a la Lune wurden das Raumschiff Apollo 11 und später der erste Space Shuttle Raumtransporter "Columbia" genannt. (Allerdings war in De la Terre a la Lune "Columbia" nicht der Name des Mondgeschosses, sondern der Name der Riesenkanone, die es abschießt, dieses wiederum in Anlehnung an die Columbia-Schlachtschiffkanonen des Amerikanischen Bürgerkrieges). ... Aus: wikipedia-Jules_Verne , ISBN-13: 9783436012687

36.-42. Tausend. Lizenz des Bärmeier und Nikel Verlags. 119 Seiten mit vielen Abbildungen. Mit Holzstich-Illustrationen der ersten französischen Gesamtausgabe im Verlag Hetzel, Paris. 18 cm. Umschlaggestaltung: Heinz Edelmann. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung.

[SW: Jugendbücher, Illustrierte Ausgaben, Illustrierte Bücher, Geschichte, Erzählung, Französische Literatur, Frankreich, Schriftsteller, Autor, Science fiction, Utopie, utopisch, Phantastik, +Zukunftsroman, Zukunft, Technologischer Fortschritt, Zukunftstechnologien, Futurologie, Zukunftsromane, Utopischer Roman, Futurismus, Phantastische Literatur, Science Fiction, Zukunftsvisionen, Raumfahrt, Utopische Romane, Weltall]

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