Johann Heinrich Voss Homers Odyssee

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Homer: Ilias. Übersetzt von Johann Heinrich Voss. Text der ersten Ausgabe. Mit einem Nachwort von Hans Kleinstück und einem Frontispiz Homers. Schutzumschlag: Wolfgang Dohmen. Emil Vollmer Verlag Keine Auflagenangabe Ohne Jahresangabe (um 1960) Wiesbaden, Berlin
463S. 8°

Leinen Fadengehefteter, goldgeprägter Ganzleineneinband mit Büttenvorsätzen und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag berieben, leicht fleckig, angerändert und mit zwei kleinen Einrissen, Kopfschnitt etwas staubgedunkelt, Buch ansonsten in gutem, Umschlag in befriedigendem Zustand. Handwerklich solides und hübsches Exemplar in der gefälligen Voss'schen Übertragung. Die Ilias, eines der ältesten schriftlich fixierten Werke Europas, schildert einen Abschnitt des trojanischen Krieges. Das Epos umfasst 24 Bücher bzw. Gesänge, wie diese Abschnitte seit der Übersetzung durch Johann Heinrich Voß bezeichnet werden. Die Ilias beruht auf frühgeschichtlichen Mythen und Erzählungen und wird Homer zugeschrieben (zur Verfasserschaft, auch hinsichtlich der Odyssee, siehe Homerische Frage). Die Ilias-Darstellung der Olympischen Götter dürfte erheblich zur Entwicklung einer nationalen griechischen Religion beigetragen haben und prägt bis in die Gegenwart die europäische Kunst- und Geisteswissenschaft. Gegenstand ist der bereits zehn Jahre währende Trojanische Krieg zwischen Troja und der griechischen Allianz der Achaier. Zentrales Thema der Ilias ist der Zorn, der innerhalb ihres nur 51-tägigen Handlungsverlaufs immer weitere Kreise zieht und dabei Heroen wie Götter als unentrinnbares Schicksal ereilt. Den Anfang setzen die Entehrung des Gottes Apollon durch den Raub der Chryseis und seine Rache an den Achaiern. Als schließlich dem Apollon-Priester Chryses die Tochter zurückgegeben wird, fordert Agamemnon, Oberbefehlshaber der Achaier, Ersatz für seine Beute und gerät so in Konflikt mit Achilleus, der sich in der Folge ebenfalls entehrt sieht und sich aus den Kämpfen zurückzieht. Der "Zorn des Achilleus" wird zur Klammer des Epos, findet zum Ende hin aber eine neue Ursache. So wendet Achilleus im Neunzehnten Gesang die endgültige Niederlage der Achaier durch die öffentliche Versöhnung mit Agamemnon und seinen Wiedereintritt ins Kampfgeschehen ab, um dafür nun dem Zorn auf Hektor nachzugeben, der zuvor seinen besten Freund und Kampfgefährten Patroklos getötet hat. Eine Mäßigung findet Achilleus' Zorn erst im letzten bzw. Vierundzwanzigsten Gesang, als er Hektors Leichnam nach 12-tägiger Schändung seinem Vater Priamos zur Bestattung überlässt. Mythischer Ausgangspunkt für den Trojanischen Krieg ist das Urteil des Paris und dessen Entführung von Agamemnons Schwägerin Helena. Beides wird in der Kypria beschrieben. Die Kenntnis darum wird in der Ilias vorausgesetzt und daher nur einmal kurz angedeutet. Von der List des Odysseus (Trojanisches Pferd) und dem Ende des Trojanischen Krieges wird dann nicht in der Ilias, sondern unter anderem in der Iliu persis des so genannten Epischen Zyklus erzählt. Homer gilt als Autor der Ilias und Odyssee und damit als erster Dichter des Abendlandes. Weder sein Geburtsort noch das Datum seiner Geburt oder seines Todes sind zweifelsfrei bekannt. Die Epoche, in der Homer gelebt haben soll, wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Herodot schätzte, dass er 400 Jahre vor seiner Zeit gelebt haben muss, folglich müsste dies etwa 850 v. Chr. gewesen sein. Andere historische Quellen wiederum legen dies in die Zeit des trojanischen Krieges, also etwa 1200 v. Chr. In der Antike wurden ihm weitere Werke wie die Homerischen Hymnen zugeschrieben, während andererseits immer wieder bezweifelt wird, ob Ilias und Odyssee überhaupt von einer einzigen historischen Person namens Homer verfasst worden sind. Unbestritten ist die unermessliche, bis heute andauernde Wirkung Homers, der schon in der Antike als der Dichter schlechthin galt.

[SW: ntike griechische Literatur | Versepos | Klassiker | Ilias | Johann Heinrich Voß]

Details

Voss, Johann Heinrich: Homers Werke. 4 Teilbände in 2 Bänden. Von Johann Heinrich Voss. Band 1-2: Homers Ilias. Mit einer Karte von Troja. Band 3-4: Homers Odyssee. Mit einer Homerischen Welttafel, einer Karte des Kefallenischen Reichs und einem Grundrisse vom Hause des Odysseus. Stuttgart & Tübingen, Cotta'sche Buchhandlung 1821.
Einbände berieben und fleckig. Ecken stärker bestoßen. Buchrücken fehlen. Mit aufgeklebten, handgeschriebenen Rückenschildern. Vorderer Einbanddeckel von Band 1 lose. 2 Titelblätter mit geschwärzten Stempeln. Vorsätze in Tinte beschrieben, fleckig und mit Inventarnummern. Faltkarte mit Feuchtigkeitsspuren sowie leicht angerissen. Papier teils braunfleckig. Sonst innen sauberer Zustand. -

5. stark verbesserte Auflage, 311, 323; 256, 244 (2) Seiten, mit 3 Karten und 1 Abbildung, 8° ( x cm), Halbledereinbände der Zeit.

[SW: Voss, Johann Heinrich: Homers Werke. 4 Teilbände in 2 Bänden. Von Johann Heinrich Voss. Band 1-2: Homers Ilias. Mit einer Karte von Troja. Band 3-4: Homers Odyssee. Mit einer Homerischen Welttafel, einer Karte des Kefallenischen Reichs und einem Grundrisse vom Hause des Odysseus, Deutsche Literatur, German literature]

Details

Homer; Voss Johann Heinrich: Homers Odyssee - Homer; Voss Johann Heinrich, Thesaurus, Baden-Baden, 1923

schlichter Halbleineneinband, ca. 23,5 x 31,3 cm, 95 Seiten. Zustand: gut, Papier gebräunt, Einband teilweise verblichen

[SW: Literatur Homer; Voss Johann Heinrich Homers Odyssee]

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Homer: Odyssee Reprint der Ausgabe Leipzig 1895, REPRINT-VERLAG-LEIPZIG, 081 ISBN: 3826230094
Man kann ohne Übertreibung sagen, dass erst die Übersetzung von Johann Heinrich Voß (1751-1926) Homers Odyssee in Deutschland wirklich bekannt und letztlich populär gemacht hat. Voß gelingt es, die Metrik der griechischen Verse in deutschen Hexametern kongenial abzubilden. Dabei klingen seine Verse niemals schulmäßig oder gespreizt, sondern atmen den Geist des mündlich vorgetragenen Versepos, das unter Homers Namen bekannt geworden ist. Man kann im besten Sinne von einer deutschen Nachdichtung durch Johann Heinrich Voß sprechen, die als klassischer Text alle späteren Modernisierungen überstrahlt. Keine der späteren Übersetzungen hat je die Verbreitung der Voß'schen Nachdichtung gefunden. Für die Leipziger Ausgabe, die 1895 bei Breitkopf & Härtel erschien, ließ der Verlag 40 Originale Friedrich Prellers von zwei der besten Holzstecher ihrer Zeit, Richard Brend'amour und K. Oertel, zu Buchillustrationen bearbeiten. Die Illustrationen bestechen durch ihre szenische Lebendigkeit und die Qualität ihrer Ausführung.

NEUBUCH! Repr. d. Ausg. v. 1873. 2011. 328 S. m. Illustr. v. Friedrich Preller. 290 mm 298 mm x 230 mm x 30 mm Lesebändchen, 85 Abbildungen

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