Jakob Wassermann

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Der österreichische "Wilhelm Meister" - Prachtexemplar im Orig.-Leinenband mit dem illustr. Orig.-Schutzumschlag von Hans Meid Hofmannsthal, Hugo von: Andreas oder Die Vereinigten. Fragmente eines Romans. Mit einem Nachwort von Jakob Wassermann. Berlin, S. Fischer, 1932.
Sehr schönes Exemplar. Erste Ausgabe mit dem seltenen Original-Schutzumschlag, illustriert von Hans Meid. Der Rang des Klassischen muß diesem Prosawerk zugebilligt werden (Werner Volke). Der Roman fand sich unvollendet in des Dichters Nachlaß. Als das Fragment 1932, vermehrt um zahlreiche Notizen aus dem Nachlaß und mit einem Nachwort von Jakob Wassermann versehen, als eigener Band in Berlin erschien, griffen die Nationalsozialisten schon nach der Macht, für die der Verfasser des Nachwortes und der Dichter dieses nicht nur von Wassermann als österreichischer "Wilhelm Meister" gepriesene Romanfragments gleichermaßen "Bastarde" und "Verkünder aufgeblasenen Moders" waren. So blieb "Andreas oder Die Vereinigten" im Grunde verschollen bis zur ersten großen Gesamtausgabe nach dem Kriege = 1951 (Ders.). - Jakob Wassermann: "Großartiger als in allen anderen Fragmenten enthüllt sich im Hofmannsthalschen der tiefere Sinn des Unvollendeten, denn nicht der individuelle Tod ist es allein, der hier sein Veto gesprochen hat, sondern der Sturz eines Reiches, das Sterben einer heimatlichen und nationalen Idee. - ... die Melodie des Erzählens: unnachahmlich! Es ist oft über der menschlichen Sprache; wie wenn ein geisterhaftes Instrument ertönte; wie wenn Orpheus sänge ...". - Peter de Mendelssohn: Das "Andreas"-Fragment war, wiewohl es zu unguter Stunde (1932) ans Licht kam, für viele Menschen die Neu-Entdeckung Hofmannsthals, ja die Entdeckung des Dichters überhaupt. Nichts Vergleichbares ist seither geschrieben worden; es ist unvergeßlich" (P. de Mendelssohn, S. Fischer, 1970). - Ein Großteil der Auflage wurde 1933 von den Nazis vernichtet. R. Drews und A. Kantorowicz, verboten und verbrannt (1947): Hofmannsthal gehörte zu denen, deren Bücher während des vergangenen Jahrzwölfts nicht neu aufgelegt werden durften. Jakob Wassermanns Publikationen standen auf der "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums, 1938" (= dort Seite 157: "Wassermann Jakob: Sämtliche Schriften"). - Drews-Kantorowicz: Jakob Wassermann ist 1934 in Alt-Aussee gestorben, am Herzschlag und - wie Oskar Loerke in seinem Tagebuch aus der Hitlerzeit bemerkt, "auch an seinem Gram und an den Qualen der Zeit". - WG 2, 125. Jacoby 74 B. Weber IX,14,4:1. KNLL 7, S. 986 f. - "Einmaliges", völlig fleckenfreies Exemplar im Original-Leinenband und mit dem illustrierten Original-Schutzumschlag. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne Fotos zu (JPG).

183 S. Mit illustrierter Titel-Vignette von Hans Meid. Elfenbeinfarbener Original-Leinenband mit gold- und blaugeprägter Typographie auf dem Vorderdeckel, ebenso die Rückenprägung, türkisfarbener Kopfschnitt sowie mit dem illustrierten Original-Schutzumschlag von Hans Meid.

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Wassermann, Jakob: Konvolut von 5 Titeln aus DDR-Verlagen. 1948 ff.
1. Wassermann, Jakob: Donna Johanna von Castilien. Historische Erzählungen. Hrsg., Nachw.: Otto Matthies. Berlin: Verlag der Nation, 1988. 400 S. 8°. Originalleinen mit Originalumschlag. / 2. Wassermann, Jakob: Alexander in Babylon. Historischer Roman. Nachw.: Volker Ebersbach. 1. Aufl. Berlin: Verlag der Nation, 1986. 203 S. 8°. Originalleinen mit Originalumschlag. Gut erhalten. / 3. Wassermann, Jakob: Der Aufruhr um den Junker Ernst. Das Gold von Caxamalca. Berlin: Volk und Welt, 1955. 233 S. 8°. Originalleinen. Gut erhalten. / 4. Wassermann, Jakob: Das Gänsemännchen. Roman. Gestaltung von F. H. Ehmcke. 1. Aufl. Rudolstadt: Greifenverlag, [1948]. 365 S. 8°. Originalhalbleinen. Einband gegilbt; sonst gut erhalten. 5. 4. Wassermann, Jakob: Die Kunst der Erzählung. 1. Aufl. Rudolstadt: Greifenverlag, [1948]. 71 S. Kl.-8°. Originalpappband. Gut erhalten.
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[SW: Deutsche Literatur 20. Jh.]

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Wassermann, Jakob: Der Fall Maurizius. Roman. Nachwort von Fritz Martini. Hamburg, Rütten & Loening, ohne Jahresangabe (ca. 1960).
Guter Zustand. Besitzervermerk auf dem Vorsatz. - Aus wikipedia-orgJakob_Wassermann: Jakob Wassermann (* 10. März 1873 in Fürth; 1. Januar 1934 in Altaussee) war ein deutsch-jüdischer Schriftsteller. Leben: Nach Abschluss der Realschule hätte Wassermann wie sein Vater, ein erfolgloser jüdischer Spielwarenfabrikant und Gemischtwarenhändler, Kaufmann werden sollen, brach aber die 1889 in Wien begonnene Lehre ab, weil er sich zum Schreiben berufen fühlte. Nach einjährigem Militärdienst in Würzburg, kurzer Tätigkeit in einer Versicherung und einer ziellosen Wanderzeit in Süddeutschland wurde er Sekretär bei Ernst von Wolzogen und begegnete durch dessen Vermittlung 1896 dem Verleger Albert Langen in München, der ihn in die Redaktion der Zeitschrift Simplicissimus aufnahm. Bei Langen veröffentlichte Wassermann nach seinem Erstling Melusine - Ein Liebesroman (1896) weitere Prosaarbeiten, darunter den Roman Die Juden von Zirndorf (1897, Neuausg. 1987), eine Chronik aus dem 17. Jahrhundert über das Leben des Shabbetaj Zvi, mit einer anschließenden Beschreibung der jüdischen Gemeinde in der fränkischen Kleinstadt im 19. Jahrhundert. In München, wo Wassermann fast drei Jahre wohnte, gewann er die Freundschaft Thomas Manns und Rainer Maria Rilkes. Ende 1897 begann er, Feuilletons und Theaterberichte für die Frankfurter Zeitung zu schreiben, in deren Auftrag er später nach Wien übersiedelte, wo er sich den Dichtern des Jung-Wien anschloss, besonders Arthur Schnitzler. 1899 wurde Wassermann Autor des Berliner Verlags Samuel Fischer, bei dem 1901 der Roman Die Geschichte der jungen Renate Fuchs erschien. Im selben Jahr heiratete er die exzentrische, aus wohlhabender Wiener Familie stammende Julie Speyer. Seit Beginn seiner literarischen Tätigkeit verfasste Wassermann parallel journalistische bzw. essayistische Texte (unter anderem Die Kunst der Erzählung, 1904) und erzählerische Arbeiten, die aber kaum ein Echo fanden (Der Moloch, 1903; Alexander in Babylon, 1905). Selbst der von der Kritik positiv aufgenommene Roman Casper Hauser oder die Trägheit des Herzens (1908) verkaufte sich anfangs nur schlecht. Erst kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der ihn in tiefe Zweifel stürzte - von der Meldung zum Militärdienst hielt ihn seine Frau ab -, vollendete Wassermann zum ersten Mal einen Roman, der eine hohe Auflage erreichte: Das Gänsemännchen (1915). Das Werk ist eine Anklage gegen die Philistrosität des Kleinbürgertums, das den Genius verfolgt und vernichtet. Nach Kriegsende kam der zweibändige Roman Christian Wahnschaffe (1919, Neuausg. 1932) heraus, die Lebensgeschichte eines Großbürgersohns, die Wassermann seiner neuen Lebensgefährtin Marta Stoss, geborene Karlweis, widmete. Mit ihr übersiedelte er 1919 nach Altaussee, nachdem er seine Frau verlassen hatte, welche die Scheidung durch immer neue Prozesse und Geldforderungen bis 1926 hinauszögerte. Ein Echo dieser unglücklichen Erfahrungen klingt im Roman Laudin und die Seinen (1925) nach. Marta wurde später Wassermanns zweite Frau und seine erste Biographin. In Altaussee pflegte er freundschaftlichen Umgang mit Hugo von Hofmannsthal. In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren gewann Wassermann Weltruhm mit mehreren Romanen, die eine Neigung zum Sensationellen aufweisen. Wassermanns Werke, die noch heute in zahlreichen Ausgaben verbreitet sind, besitzen ihren Wert auch als Dokumente ihrer Epoche. Von der Psychoanalyse und dem Stil Dostojewskis beeinflusst, spürte Wassermann subtil den Seelennuancen seiner Figuren nach. Helga Abret schreibt hierzu: "Wassermann, von Langen entdeckt und gefördert, gehörte zu den erfolgreichsten Romanciers der Wilhelminischen Zeit. Geschickt verstand er es, das Interesse des Lesers seiner Zeit an historischen Stoffen oder an der skandalumwitterten Gestalt des Caspar Hauser [ ] mit einer modernen psychologischen Erzählweise zu verbinden. Doch liefen ihm jüngere psychologische Erzähler wie Stefan Zweig schon zu Lebzeiten formal den Rang ab. Dass die Versuche, Wassermann nach dem Zweiten Weltkrieg wieder einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen, von keinem überzeugenden Erfolg gekrönt waren, mag teilweise an seiner exaltiert-hochgestimmten Sprache liegen, die heute fremd und oft unecht klingt. Zum anderen ist Wassermann ein moralisierender' Autor, für den gesellschaftliche Missstände das Ergebnis moralischer Fehlentwicklungen sind." - Helga Abret: Albert Langen. Ein europäischer Verleger, S. 388. In der Überzeugung, er könne durch Literatur ein neues Menschentum fördern, kämpfte Wassermann gegen jede Form von Trägheit des Herzens und für den Triumph der Gerechtigkeit. Dieses Vorhaben bildet auch den Kern von Wassermanns berühmtesten und gelungenstem Prosawerk Der Fall Maurizius (1928), in dem der sechzehnjährige Etzel Andergast in jugendlicher Überschwänglichkeit einen Justizirrtum aufdeckt, den achtzehn Jahre zuvor sein Vater als Erster Staatsanwalt begangen hatte. Irrtümlich wurde das Werk lange Zeit als Reflex des Falles Hau angesehen. Als lose Fortsetzungen dieses virtuosen Romans können zwei weitere Werke gelten: Etzel Andergast (1931) und Joseph Kerkhovens dritte Existenz (postum 1934). Theodor Lessing schrieb im Zusammenhang mit dem Fall Halsmann: "Nur ein einziger, Jakob Wassermann, der das schönste aller Gerechtigkeitsbücher, die Geschichte des jungen Etzel schuf, erklärte öffentlich, daß er nicht rasten wolle, bis ihm die Rehabilitierung des offenbar verunrechteten Halsmann geglückt sei." Neben den Romanen schrieb Wassermann erfolgreiche Biographien (Christoph Columbus, 1929) und setzte seine Essayistik fort, in der er sich immer wieder auch mit der Existenzform des Juden in nichtjüdischer Umgebung befasste (Mein Weg als Deutscher und Jude, 1921) - zuletzt noch in den 1933, dem Jahr seines Ausschlusses aus der Preußischen Akademie der Künste, herausgekommenen Selbstbetrachtungen. Nach der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland wurden seine Bücher verboten, obwohl er bis dahin einer der meistgelesenen Autoren gewesen war. Das bedeutete für ihn nicht nur den materiellen Ruin, sondern vor allem den Zusammenbruch seiner lebenslang gehegten Hoffnungen, durch sein Werk mithelfen zu können, eine Welt des Friedens ohne nationale Spannungen und ohne Rassenhass aufzubauen. Nach einer glänzenden Karriere starb Wassermann am 1. Januar 1934 im Alter von 60 Jahren in Altaussee, verarmt und psychisch gebrochen. Robert Neumann berichtet in seiner Autobiografie, dass eine möglicherweise absichtlich falsche Verbindung - Telefonate mussten damals noch manuell durchgestellt werden - schuld gewesen sein müsse an dem erlittenen Schlaganfall. Wassermann hatte seinen Verleger um einen dringend benötigten Vorschuss von 2000 Reichsmark bitten wollen und war durch die falschen Auskünfte mehr als niedergeschlagen. Neumann berichtete darüber hinaus, dass seine frühe Begegnung mit Wassermann, der ihn als "vollkommen unbegabt" abkanzelte, zum Ergreifen des Schriftstellerberufs entscheidend anstachelte. Im Jahr 1970 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Wassermanngasse nach ihm benannt. Sein Grab befindet sich im Friedhof Altaussee in Österreich. - Aus wikipedia-orgJakob_Wassermann: Jakob Wassermann (* 10. März 1873 in Fürth; 1. Januar 1934 in Altaussee) war ein deutsch-jüdischer Schriftsteller. Leben: Nach Abschluss der Realschule hätte Wassermann wie sein Vater, ein erfolgloser jüdischer Spielwarenfabrikant und Gemischtwarenhändler, Kaufmann werden sollen, brach aber die 1889 in Wien begonnene Lehre ab, weil er sich zum Schreiben berufen fühlte. Nach einjährigem Militärdienst in Würzburg, kurzer Tätigkeit in einer Versicherung und einer ziellosen Wanderzeit in Süddeutschland wurde er Sekretär bei Ernst von Wolzogen und begegnete durch dessen Vermittlung 1896 dem Verleger Albert Langen in München, der ihn in die Redaktion der Zeitschrift Simplicissimus aufnahm. Bei Langen veröffentlichte Wassermann nach seinem Erstling Melusine - Ein Liebesroman (1896) weitere Prosaarbeiten,...

161. - 165. Tausend. 572 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag und Kopffarbschnitt.

[SW: Kriminalgeschichte, Germanistik, Deutsche Literatur der 20 er Jahre, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Deutsche Literatur der Weimarer Republik, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Deutsche Literatur, Kriminalromane, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon, Literarhistoriker]

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Wassermann, Jakob: Selbstbetrachtungen (Jakob Wassermann in 25 Bänden) GREIFENVERLAG, November 2009 ISBN: 3869393122
Ich las neulich in den Erinnerungen eines Zeit- und Altersgenossen das amüsante Wort eines gebildeten Hocharistokraten: ein Dichter, sagt er, ist für mich erst vorhanden, wenn er fünfzig Jahre tot ist. Bezeichnend für eine Epoche des Alexandrinismus, der die Überlieferungen des achtzehnten Jahrhunderts und die unausschöpfliche Goethesche Welt zum Bildungsfutter geworden war, mit deren geistigen Waffen sie einen geistigen Terror ausübte.

NEUBUCH! 2009. 94 S. 21 cm 192 mm x 121 mm x 15 mm; Edition Jakob Wassermann Bd.25

[SW: Wassermann, Jakob]

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