Isaac Singer
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Singer, Isaac Bashevis: Geschichten aus New York. Übersetzt von Ellen Otten. | Mit 49 Bildern von Georg Eisler. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Carl Hanser Verlags) Erste Auflage 1981 Frankfurt am Main ISBN: 376322520x
300 S.S. Groß 8°
Leinen Fadengehefteter, kaschierter Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag und Lesebändchen. Der Umschlag leicht angerändert und mit einem hinterlegten Einriss am unteren Rand. Ansonsten rundum gute Erhaltung. Isaac Bashevis Singer (auch: Isaak Baschewis Singer; jiddisch Pseudonyme, die er - neben Bashevis - zeitweilig verwendete, waren Varshavsky oder D. Segal; * 21. November 1902 in Leoncin, heute im Powiat Nowodworski (Masowien), Polen; 24. Juli 1991 in Surfside, Miami-Dade County, Florida) war ein polnisch-US-amerikanischer jiddischer Schriftsteller. Als erster und einziger jiddischer Schriftsteller erhielt er im Jahr 1978 den Nobelpreis für Literatur. Isaac Bashevis Singer wurde als Icek Hersz Zynger in Leoncin als Sohn des dortigen Rabbiners Pinchos Menachem Zynger wahrscheinlich am 21. November 1902 geboren. Er selbst gab den 14. Juli 1904 an.[1] 1907 zieht die Familie nach Radzymin, an den Hof eines chassidischen Rabbiners, 1908 an die Krochmalna-Straße im jüdischen Armenviertel von Warschau, damals die größte jüdische und jiddischsprachige Ansiedlung der Welt (1910 sind ca. 300.000, knapp 40 % der 780.000 Einwohner, Juden). Die katastrophale Wirtschaftslage während des Weltkriegs zwingt die Familie, sich 1917 zu trennen - Isaacs Mutter, Batsheva, zieht mit ihm und seinem jüngeren Bruder Mosche[2] in ihre Heimatstadt Biłgoraj bei Lublin, wo ihre Brüder in der Nachfolge des Vaters als Rabbiner amtieren, und wo der heranwachsende Singer das Schtetl, die traditionelle Lebensform polnischer Juden, die sich dort infolge der Besonderheiten der geographischen und politischen Lage unverändert erhalten hat, aus eigener Anschauung kennenlernt ("Ich lebte jüdische Geschichte"). 1921 kehrt Singer wieder nach Warschau zurück, um sich am fortschrittlich-orthodoxen Tachkemoni-Seminar zum Rabbiner ausbilden zu lassen. Er bricht die Ausbildung nach einem Jahr ab und zieht zu seinen Eltern in die Provinz, kann jedoch aufgrund der Intervention seines älteren Bruders Israel Joschua Singer (1893-1944), der ein bekannter jiddischer Autor wird, 1923 als Korrektor für eine moderne jiddische Zeitschrift nach Warschau zurückkehren, wo er selbst zu schreiben beginnt. Bereits seine zweite Erzählung unterzeichnet er - um sich vom älteren Bruder zu unterscheiden - mit "Bashevis", ohne Vor- oder Zunamen. Der Name geht auf den Vornamen seiner Mutter Bathseba zurück.[3] Den vollen Namen "Isaac Bashevis Singer" verwendet er erstmals 1950 beim Erscheinen seines ersten übersetzten Werks, der amerikanischen Fassung des Romans "Die Familie Moschkat". Als "Bashevis" macht er sich früh einen Namen und wird das intensive Erlebnis seiner Entwicklungsjahre mehrmals literarisch darstellen und aufarbeiten. Er hat gerade einen ersten Roman, "Satan in Goraj", in Fortsetzungen veröffentlicht, als ihm der ältere Bruder, der 1933 in den Redaktionsstab der großen jiddischen Tageszeitung "Forverts" ("Jewish Daily Forward") nach New York berufen wurde, 1935 die Einreisemöglichkeit nach Amerika verschafft, die Isaac Bashevis Singer sogleich nutzt. Die Übersiedlung bedeutete auch die Trennung von seiner ersten Frau Runia Pontsch und vom gemeinsamen Sohn Israel Zamir (geb. 1929), der nach Moskau und dann nach Palästina ging (Vater und Sohn trafen sich 1955 wieder). Singer ließ sich in New York nieder, und nach längeren Eingewöhnungsschwierigkeiten - sein autobiographischer Roman über diese Zeit trägt den Titel "Verloren in Amerika" - wird er ein produktiver und anerkannter jiddischer Autor, der vor allem im "Forverts" publiziert. 1938 hatte er erstmals Alma Wassermann, geborene Haimann (1907-1996), getroffen, die wie so viele aus Deutschland - in ihrem Fall aus München - geflohen war; die beiden heirateten 1940. 1943 erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Allgemein bekannt wird Singer erst mit der 1953 erschienenen amerikanischen Übersetzung seiner 1945 entstandenen Kurzgeschichte "Gimpel der Narr" durch Saul Bellow, worauf er allmählich als großer Erzähler wahrgenommen wird. 1974 erhält er den National Book Award für seinen Roman "Feinde - die Geschichte einer Liebe", 1978 dann als erster und einziger jiddischer Schriftsteller für sein Gesamtwerk den Literaturnobelpreis: "für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden lässt" - Begründung aus der Preisverleihung[4][5] Isaac Bashevis Singer hat seine Romane und Geschichten auf Jiddisch verfasst und zunächst in Fortsetzungen in jiddischen Literaturzeitschriften und im "Forverts" veröffentlicht, worauf er sie in Teilauswahl für die amerikanische Fassung, die den weiteren Übersetzungen zugrunde liegt, überarbeitet und lektoriert hat (er sprach von seinem "zweiten Original Singers Werk steht im Spannungsfeld zwischen Religion und Moderne, Mystizismus und rationaler Einsicht. Charakteristisch ist aber auch die tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Mystik (Kabbala), der talmudischen Ethik, Tradition und Folklore sowie eine große naturwissenschaftliche Bildung und Vertrautheit mit der Philosophie - vor allem mit Spinoza, Schopenhauer, Eduard von Hartmann und Otto Weininger.[6] Sein wichtigstes schriftstellerisches Vorbild war Knut Hamsun, den er mehrmals ins Jiddische übersetzt hat. 1974 verfilmte ein Wohnungsnachbar, Bruce Davidson, "Mr. Singer's Nightmare or Mrs. Pupkos Beard" (Herr Singers Albtraum oder Frau Pupkos Bart) als halbstündige Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm (Drehbuch und Hauptdarsteller Isaac Bashevis Singer). 1983 wurde die Kurzgeschichte "Yentl, the Yeshiva Boy" mit Barbra Streisand in der Hauptrolle als Yentl verfilmt; dem Film stand Singer allerdings sehr kritisch gegenüber. Die Vorlage für einen Film bildete 1989 auch der Roman "Enemies" (Feinde); Regisseur war Paul Mazursky. 2007 verband der deutsche Regisseur Jan Schütte drei Kurzgeschichten Singers zu einem Spielfilm mit dem Titel Love Comes Lately mit Otto Tausig in der Hauptrolle. Dieser Film lief auf mehreren Festivals und kam im April 2009 unter dem Titel Bis später, Max! in die deutschen Kinos. Georg Eisler (* 20. April 1928 in Wien; 15. Jänner 1998 ebenda) war ein österreichischer Maler und Grafiker. Georg Eisler, Sohn des Komponisten Hanns Eisler und der Sängerin Charlotte Eisler, verbrachte die ersten Jahre im Wien der "Zwischenkriegszeit" bis zur Emigration im Jahre 1936. Er lebte dann mit seiner Mutter zunächst in Moskau und Prag, bevor beide 1939 nach England weiterzogen. Dort studierte er Kunst an der Stockport School of Art und der Manchester Academy. 1944 traf er in London Oskar Kokoschka und wurde von ihm unterrichtet. 1946 kehrte Eisler nach Wien zurück. 1961 entwarf er das Bühnenbild und die Kostüme für Otto Klemperers Inszenierung der Zauberflöte im Royal Opera House Covent Garden, London. 1966 heiratete er Alice Gerson. 1968 bis 1972 war er Präsident der Wiener Secession. 1972 absolvierte Eisler einen mehrmonatiger Studienaufenthalt am österreichischen Kulturinstitut in Rom. 1976 bereiste er erstmals die USA und hielt Vorträge an der University of Southern California und der University of New Mexico. Ab 1981 leitete er Klassen der Sommerakademie Salzburg (Zeichnung und Malerei). In diesem Jahr hielt er auch Vorträge an der Stanford-Universität in Kalifornien. 1987 wurde er Gastprofessor an der Universität der Künste Berlin. Weitere Gastprofessuren folgten 1990 und 1991 an der Hochschule der Künste in Hamburg. 1998 starb Eisler in Wien. Georg Eisler war ein wichtiger Maler des 20. Jahrhunderts, der besonders durch seine Portraits von berühmten Künstlern und Intellektuellen hervorgetreten ist. So zählen zu den von ihm gemalten Personen: Erich Fried, Hilde Spiel, Georg Lukacs und viele mehr. Seine Bilder hängen in der ganzen Welt in den bedeutendsten Sammlungen wie der Albertina in Wien oder den Uffizien in Florenz sowie der National Portrait Gallery in London und dem British Museum. Außerdem hat er stets mit seinem ganz unverwechselbaren Stil das Alltägliche eingefangen und zahlreiche Bücher illustriert.
[SW: Büchergilde Gutenberg | Illustrierte Literatur]
Singer, Isaac Bashevis: 50 Jahre Rowohlt Rotations Romane: Der seidene Kaftan. Kindheitserinnerungen. Aus dem Amerikanischen von Otto F. Best, Rowohlt Verlag Erste Aufl. dieser Ausg. 1996 Reinbek bei Hamburg ISBN: 3499220474
124 S.S. 12°
Taschenbuch Miniaturtaschenbuch. Hinterdeckel mit kleiner Druckstelle, Schnitte dezent fleckig, ansonsten sehr guter Zustand. Als der Nobelpreisträger Isaac B. Singer im Juli 1991 starb, war er fast so alt wie dieses Jahrhundert und in seinem langen Leben oft Zeuge dessen geworden, was die Menschen einander antun. Doch in seinen Geschichten, die in den Schtetl seiner polnischen Heimat, in New York, Philadelphia und Miami spielen, wo Singer zuletzt lebte, bleibt stets ein Funken der Hoffnung. Und so erklingt jener allen Katastrophen trotzende, gütige und tröstende Erzählton, der für Singer so charakteristisch ist. Isaac Bashevis Singer (auch: Isaak Baschewis Singer; Pseudonyme, die er - neben Bashevis - zeitweilig verwendete, waren Varshavsky oder D. Segal; * 21. November 1902 in Leoncin, heute im Powiat Nowodworski (Masowien), Polen; 24. Juli 1991 in Surfside, Miami-Dade County, Florida) war ein polnisch-US-amerikanischer jiddischer Schriftsteller. Als erster und einziger jiddischer Schriftsteller erhielt er im Jahr 1978 den Nobelpreis für Literatur. Leben Die Zeit in Polen Isaac Bashevis Singer wurde als Icek Hersz Zynger in Leoncin als Sohn des dortigen Rabbiners Pinchos Menachem Zynger wahrscheinlich am 21. November 1902 geboren. Er selbst gab den 14. Juli 1904 an.[1] 1907 zieht die Familie nach Radzymin, an den Hof eines chassidischen Rabbiners, 1908 an die Krochmalna-Straße im jüdischen Armenviertel von Warschau, damals die größte jüdische und jiddischsprachige Ansiedlung der Welt (1910 sind ca. 300.000, knapp 40 % der 780.000 Einwohner, Juden). Die katastrophale Wirtschaftslage während des Weltkriegs zwingt die Familie, sich 1917 zu trennen - Isaacs Mutter, Batsheva, zieht mit ihm und seinem jüngeren Bruder Mosche[2] in ihre Heimatstadt Biłgoraj bei Lublin, wo ihre Brüder in der Nachfolge des Vaters als Rabbiner amtieren, und wo der heranwachsende Singer das Schtetl, die traditionelle Lebensform polnischer Juden, die sich dort infolge der Besonderheiten der geographischen und politischen Lage unverändert erhalten hat, aus eigener Anschauung kennenlernt ("Ich lebte jüdische Geschichte"). 1921 kehrt Singer wieder nach Warschau zurück, um sich am fortschrittlich-orthodoxen Tachkemoni-Seminar zum Rabbiner ausbilden zu lassen. Er bricht die Ausbildung nach einem Jahr ab und zieht zu seinen Eltern in die Provinz, kann jedoch aufgrund der Intervention seines älteren Bruders Israel Joschua Singer (1893-1944), der ein bekannter jiddischer Autor wird, 1923 als Korrektor für eine moderne jiddische Zeitschrift nach Warschau zurückkehren, wo er selbst zu schreiben beginnt. Bereits seine zweite Erzählung unterzeichnet er - um sich vom älteren Bruder zu unterscheiden - mit "Bashevis", ohne Vor- oder Zunamen. Der Name geht auf den Vornamen seiner Mutter Bathseba zurück.[3] Den vollen Namen "Isaac Bashevis Singer" verwendet er erstmals 1950 beim Erscheinen seines ersten übersetzten Werks, der amerikanischen Fassung des Romans "Die Familie Moschkat". Als "Bashevis" macht er sich früh einen Namen und wird das intensive Erlebnis seiner Entwicklungsjahre mehrmals literarisch darstellen und aufarbeiten. Er hat gerade einen ersten Roman, "Satan in Goraj", in Fortsetzungen veröffentlicht, als ihm der ältere Bruder, der 1933 in den Redaktionsstab der großen jiddischen Tageszeitung "Forverts" ("Jewish Daily Forward") nach New York berufen wurde, 1935 die Einreisemöglichkeit nach Amerika verschafft, die Isaac Bashevis Singer sogleich nutzt. Die Übersiedlung bedeutete auch die Trennung von seiner ersten Frau Runia Pontsch und vom gemeinsamen Sohn Israel Zamir (geb. 1929), der nach Moskau und dann nach Palästina ging (Vater und Sohn trafen sich 1955 wieder). Die Zeit in Amerika Singer ließ sich in New York nieder, und nach längeren Eingewöhnungsschwierigkeiten - sein autobiographischer Roman über diese Zeit trägt den Titel "Verloren in Amerika" - wird er ein produktiver und anerkannter jiddischer Autor, der vor allem im "Forverts" publiziert. 1938 hatte er erstmals Alma Wassermann, geborene Haimann (1907-1996), getroffen, die wie so viele aus Deutschland - in ihrem Fall aus München - geflohen war; die beiden heirateten 1940. 1943 erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Allgemein bekannt wird Singer erst mit der 1953 erschienenen amerikanischen Übersetzung seiner 1945 entstandenen Kurzgeschichte "Gimpel der Narr" durch Saul Bellow, worauf er allmählich als großer Erzähler wahrgenommen wird. 1974 erhält er den National Book Award für seinen Roman "Feinde - die Geschichte einer Liebe", 1978 dann als erster und einziger jiddischer Schriftsteller für sein Gesamtwerk den Literaturnobelpreis: "für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden lässt" - Begründung aus der Preisverleihung[4][5] Isaac Bashevis Singer hat seine Romane und Geschichten auf Jiddisch verfasst und zunächst in Fortsetzungen in jiddischen Literaturzeitschriften und im "Forverts" veröffentlicht, worauf er sie in Teilauswahl für die amerikanische Fassung, die den weiteren Übersetzungen zugrunde liegt, überarbeitet und lektoriert hat (er sprach von seinem "zweiten Original"). Bedeutung - Verfilmungen Singers Werk steht im Spannungsfeld zwischen Religion und Moderne, Mystizismus und rationaler Einsicht. Charakteristisch ist aber auch die tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Mystik (Kabbala), der talmudischen Ethik, Tradition und Folklore sowie eine große naturwissenschaftliche Bildung und Vertrautheit mit der Philosophie - vor allem mit Spinoza, Schopenhauer, Eduard von Hartmann und Otto Weininger.[6] Sein wichtigstes schriftstellerisches Vorbild war Knut Hamsun, den er mehrmals ins Jiddische übersetzt hat. 1974 verfilmte ein Wohnungsnachbar, Bruce Davidson, "Mr. Singer's Nightmare or Mrs. Pupkos Beard" (Herr Singers Albtraum oder Frau Pupkos Bart) als halbstündige Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm (Drehbuch und Hauptdarsteller Isaac Bashevis Singer). 1983 wurde die Kurzgeschichte "Yentl, the Yeshiva Boy" mit Barbra Streisand in der Hauptrolle als Yentl verfilmt; dem Film stand Singer allerdings sehr kritisch gegenüber. Die Vorlage für einen Film bildete 1989 auch der Roman "Enemies" (Feinde); Regisseur war Paul Mazursky. 2007 verband der deutsche Regisseur Jan Schütte drei Kurzgeschichten Singers zu einem Spielfilm mit dem Titel Love Comes Lately mit Otto Tausig in der Hauptrolle. Dieser Film lief auf mehreren Festivals und kam im April 2009 unter dem Titel Bis später, Max! in die deutschen Kinos. Auszeichnungen 1969 erhielt Singer für "Zlateh, die Geiß" den Deutschen Jugendliteraturpreis, 1981 die Buber-Rosenzweig-Medaille sowie (neben vielen anderen Ehrungen) 1984 den Ehrendoktortitel der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba, Israel. In den letzten 35 Jahren seines Lebens war Singer ein überzeugter Vegetarier, der dieses Thema häufig auch in seinen Geschichten aufgriff.
[SW: Jubiläumsausgaben | Rowohlt Rotations Romane | Amerikanische Literatur]
Singer, Isaac Bashevis: Die Familie Moschkat. Roman. Aus dem Amerikanischen von Gertrud Baruch. Carl Hanser Verlag Erste Aufl. 1984 München ISBN: 3446134468
778S. 8°
Leinen Ganzleinenband mit illuastrierten Vorsätzen (Stammbäume) und Schutzumschlag. Der Kopfschnitt mit winzigem Kratzer, hintere, obere Einbandecke mit dezenter Stauchung, ansonsten sehr guter Zustand. Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Die Familie Moschkat OT Di familie MuschkatOA 1950 (Vorabdruck 1945-48 in Jewish Daily Forward)DE 1984 Form Roman Epoche Moderne Mit Die Familie Moschkat hat Isaac Bashevis Singer dem jüdischen Warschau der Zwischenkriegszeit ein Denkmal gesetzt. Wie seine anderen Romane, schrieb Singer auch diesen in jiddischer Sprache. Inhalt: Die Romanhandlung setzt kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein und endet mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Warschau 1939. Singer schildert den moralischen Zerfall einer wohlhabenden jüdischen Warschauer Kaufmannsfamilie. Auslöser für den Untergang ist der Vorstoß der Moderne in das traditionelle jüdische Leben, das noch biblischen Gesetzen folgte. Im Mittelpunkt des Romans steht Euser Henschel, ein mittelloser Student aus der Provinz, der in Warschau Mathematik und Philosophie studieren will. Dank eines Empfehlungsschreibens und einiger Zufälle erhält er Zugang zur Familie Moschkat, deren 80-jähriges Oberhaupt Meschulam zum dritten Mal geheiratet hat, was in den Reihen der zahlreichen bedürftigen Verwandten für Entsetzen sorgt. Seine neue Ehefrau bringt ihre Tochter Adele mit nach Warschau, der Moschkat im Fall einer Heirat eine beträchtliche Mitgift versprochen hat. Diese Mitgift im Auge, wirbt Henschel um Adele, obwohl er sich längst in Moschkats Enkelin Hadassa verliebt hat. Mit dem plötzlichen Tod Meschulams zerbricht das einigende Band der Familie. Die einzelnen Personen verfolgen egoistische Ziele und fühlen sich nicht mehr an moralische Gebote der jüdischen Tradition gebunden. Obwohl Hadassa mit ihrem frommen Mann Fischel Kuttner ein gute Partie gemacht hat und Adele vom verantwortungslosen Henschel ein Kind erwartet, beginnen Hadassa und Henschel eine leidenschaftliche und offene Liebschaft, die gegen alle gesetzten Normen verstößt. Der Verlust der jüdischen Gesetzesliebe führt zu Werteverlust und Orientierungslosigkeit, die dem stärker werdenden Einfluss von Außen nichts mehr entgegensetzen kann. Der Roman endet mit den Sätzen: "Der Tod ist der Messias. Das ist die Wahrheit" - eine zentrale Aussage in Singers Werk, der im Tod auf der Erde die einzige gewisse Erlösung sieht. Wirkung: Trotz der Ausstrahlungskraft des Romans auf Generationen, die das Schtetl nicht mehr selbst erlebt haben, erreicht Singer in der Darstellung jüdischen Lebens in Osteuropa nicht die emotionale Tiefe eines R Scholem Alejchem. W. Z. Kurzbeschreibung Über den Untergang einer Familie Reb Meschulam Moschkat, Oberhaupt einer vielköpfigen Familie und gewiefter Geschäftsmann, kehrt von einer Kur nach Warschau zurück, begleitet von seiner dritten Frau. Mit dieser allseits als skandalös empfundenen, überstürzten Heirat beginnt der Untergang der Familie Moschkat. Dem mächtigen, stadtbekannten Patriarchen steht der junge, weltabgewandte Euser Heschel Bannet gegenüber, der aus dem Schtetl nach Warschau gekommen ist, um die ewige Wahrheit und das irdische Glück auf anderen Wegen zu suchen als seine Vorfahren, und Koppel Berman, der skrupellose Aufsteiger. Über einen Zeitraum von fast dreißig Jahren - bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs - verfolgt Isaac B. Singer die eng miteinander verknüpften Schicksale. Mit satirischer Schärfe und oft mit ironischem Schmunzeln beschreibt er die geschäftlichen und privaten Intrigen, die erotischen Spannungen, das Machtstreben und die religiöse Grübelei. "Wer die Familie Moschkat kennt", schreibt Hans Daiber im Rheinischen Merkur , "weiß mehr über die Ostjuden und ihren Untergang. Und wohl auch über sich." Isaac Bashevis Singer (auch: Isaak Baschewis Singer; Pseudonyme, die er - neben Bashevis - zeitweilig verwendete, waren Varshavsky oder D. Segal; * 21. November 1902 in Leoncin, heute im Powiat Nowodworski (Masowien), Polen; 24. Juli 1991 in Surfside, Miami-Dade County, Florida) war ein polnisch-US-amerikanischer jiddischer Schriftsteller. Als erster und einziger jiddischer Schriftsteller erhielt er im Jahr 1978 den Nobelpreis für Literatur. Leben Die Zeit in Polen Isaac Bashevis Singer wurde als Icek Hersz Zynger in Leoncin als Sohn des dortigen Rabbiners Pinchos Menachem Zynger wahrscheinlich am 21. November 1902 geboren. Er selbst gab den 14. Juli 1904 an.[1] 1907 zieht die Familie nach Radzymin, an den Hof eines chassidischen Rabbiners, 1908 an die Krochmalna-Straße im jüdischen Armenviertel von Warschau, damals die größte jüdische und jiddischsprachige Ansiedlung der Welt (1910 sind ca. 300.000, knapp 40 % der 780.000 Einwohner, Juden). Die katastrophale Wirtschaftslage während des Weltkriegs zwingt die Familie, sich 1917 zu trennen - Isaacs Mutter, Batsheva, zieht mit ihm und seinem jüngeren Bruder Mosche[2] in ihre Heimatstadt Biłgoraj bei Lublin, wo ihre Brüder in der Nachfolge des Vaters als Rabbiner amtieren, und wo der heranwachsende Singer das Schtetl, die traditionelle Lebensform polnischer Juden, die sich dort infolge der Besonderheiten der geographischen und politischen Lage unverändert erhalten hat, aus eigener Anschauung kennenlernt ("Ich lebte jüdische Geschichte"). 1921 kehrt Singer wieder nach Warschau zurück, um sich am fortschrittlich-orthodoxen Tachkemoni-Seminar zum Rabbiner ausbilden zu lassen. Er bricht die Ausbildung nach einem Jahr ab und zieht zu seinen Eltern in die Provinz, kann jedoch aufgrund der Intervention seines älteren Bruders Israel Joschua Singer (1893-1944), der ein bekannter jiddischer Autor wird, 1923 als Korrektor für eine moderne jiddische Zeitschrift nach Warschau zurückkehren, wo er selbst zu schreiben beginnt. Bereits seine zweite Erzählung unterzeichnet er - um sich vom älteren Bruder zu unterscheiden - mit "Bashevis", ohne Vor- oder Zunamen. Der Name geht auf den Vornamen seiner Mutter Bathseba zurück.[3] Den vollen Namen "Isaac Bashevis Singer" verwendet er erstmals 1950 beim Erscheinen seines ersten übersetzten Werks, der amerikanischen Fassung des Romans "Die Familie Moschkat". Als "Bashevis" macht er sich früh einen Namen und wird das intensive Erlebnis seiner Entwicklungsjahre mehrmals literarisch darstellen und aufarbeiten. Er hat gerade einen ersten Roman, "Satan in Goraj", in Fortsetzungen veröffentlicht, als ihm der ältere Bruder, der 1933 in den Redaktionsstab der großen jiddischen Tageszeitung "Forverts" ("Jewish Daily Forward") nach New York berufen wurde, 1935 die Einreisemöglichkeit nach Amerika verschafft, die Isaac Bashevis Singer sogleich nutzt. Die Übersiedlung bedeutete auch die Trennung von seiner ersten Frau Runia Pontsch und vom gemeinsamen Sohn Israel Zamir (geb. 1929), der nach Moskau und dann nach Palästina ging (Vater und Sohn trafen sich 1955 wieder). Die Zeit in Amerika Singer ließ sich in New York nieder, und nach längeren Eingewöhnungsschwierigkeiten - sein autobiographischer Roman über diese Zeit trägt den Titel "Verloren in Amerika" - wird er ein produktiver und anerkannter jiddischer Autor, der vor allem im "Forverts" publiziert. 1938 hatte er erstmals Alma Wassermann, geborene Haimann (1907-1996), getroffen, die wie so viele aus Deutschland - in ihrem Fall aus München - geflohen war; die beiden heirateten 1940. 1943 erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Allgemein bekannt wird Singer erst mit der 1953 erschienenen amerikanischen Übersetzung seiner 1945 entstandenen Kurzgeschichte "Gimpel der Narr" durch Saul Bellow, worauf er allmählich als großer Erzähler wahrgenommen wird. 1974 erhält er den National Book Award für seinen Roman "Feinde - die Geschichte einer Liebe", 1978 dann als erster und einziger jiddischer Schriftsteller für sein Gesamtwerk den Literaturnobelpreis: "für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden lässt" -...
[SW: Amerikanische Literatur | Roman | Familienchronik]
signierte Ausgabe - Isaac Bashevis Singer - A limited edition - Singer, Isaac Bashevis. The Penitent. First Edition. Franklin Center, Pennsylvania, The Franklin Library, 1983. ; sig.; 1. Ed.
mit Lesebändchen, sauber und frisch, " This limited first edition of "The Penitent" has been privately printed, and personally signed by Isaac Bashevis Singer , exclusively for members of The Signed First Edition Society" vom Autor und Literatur-Nobelpreisträger von 1978 auf dem Vorsatz signiert. Isaac Bashevis Singer (* 21. November 1902 + 24. Juli 1991) war ein jüdisch-amerikanischer Autor, der für seine Kurzgeschichten berühmt war. Er war einer der führenden Figuren in der jiddischen literarischen Bewegung und erhielt 1978 den Nobelpreis für Literatur. Bitte warten Sie nach Ihrer Bestellung unsere Vorausrechnung per E-Mail ab, oder bestellen Sie mit Ihrer Kreditkarte bzw. per Paypal an info@signiertebuecher.de.
1 st edition. 169 (1) Seiten (3) Blatt mit doppelseitiger Frontispiz-Illustration von Herbert Tauss. 8°, gebundene Ausgabe, dunkelblauer Lederband auf 5 falschen Bünden, mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung sowie Dreiseitengoldschnitt,
[SW: < signiert> < signed> < Isaac Bashevis Singer> < Bibliophilie> < Lederausgabe> < Literaturnobelpreisträger> < signierte Erstausgaben>]



