Invasion Ludwig
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Unsere Zeit. Jahrbuch zum Conversations-Lexikon. Vierter Band [erster Teil]. Leipzig: F.A. Brockhaus 1860.
In Fraktur gedruckt. U.a. mit den Beiträgen: "Die deutsche Ostseeküste und ihre Verteidigung gegen eine feindliche Invasion.", "Der Ackerbau im heutigen Europa.", "William Ewart Gladstone, britischer Staatsmann.", "Schamyl.", "Die Jade in ihrer handelspolitischen Bedeutung.", "Die Falklandsinseln.", "Die Gebrüder Rüstow. [Wilhelm, Alexander und Cäsar]", "Die Römische Frage.", "David Livingstone's Reisen im südlichen Centrlafrika 1849-1856.", "Ludwig Emil Mathis, preußischer Staatsmann.", "Norditalien. Eine militär-geographische Skizze." (von Emil von Sydow), "Die kurhessische Verfassungsangelegenheit.", "Alexander, Prinz von Hessen, k.k. Feldmarschallieutenant.", "Die deutsche Nordseeküste und ihre Verteidigung gegen eine feindliche Invasion.", "Graf Stephan Szechenyi.", "Die gezogenen Feuerwaffen.", "Giuseppe Garibaldi.", "Washington Irving.", "Ludwig von Benedek, k.k. Feldzeugmeister."
[Lexika, Nachschlagewerke, Deutschland 19. Jahrhundert, Geschichte]
2 Blatt, 400 Seiten. Original-Halbleinen (Einband leicht fleckig, Überzugspapier auf Vorderdeckel erneuert, Vortitel eingerissen, Buchblock angebrochen, erste und letzte Seiten leicht fleckig, im Ganzen aber ordentlich erhalten). Groß-8°.
Wiener Kreis / The Vienna Circle (1933-1939 - Vertreibung und Emigration) Wiener Vorträge. Erster bis vierter Zyklus (alles Erschienene). 4 Bände. Leipzig und Wien (ab 4: Wien), Deuticke, 1933 - 1939.
Vollständig sehr selten. Publikationsreihe des "Wiener Kreises", die erstaunlicherweise (trotz der "Februar-1934-Ereignisse" und vor allem trotz "Anschluß" = 1938 noch bis 1939 in Wien erscheinen konnte. Danach fiel jedoch der Großteil der Auflage der Vernichtung durch die Nazis anheim. Seit der Ermordung (1936) des "Wiener-Kreis"-Begründers Moritz Schlick emigrierten nach und nach die Mitarbeiter, noch während des Erscheinens dieser Schriftenreihe. - Der "Wiener Kreis", eine Gruppe von rund drei Dutzend WissenschaftlerInnen aus den Bereichen der Philosophie, Logik, Mathematik, Natur- und Sozialwissenschaften im Wien der Zwischenkriegszeit, zählt unbestritten zu den bedeutendsten und einflußreichsten philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, speziell als Wegbereiter der (sprach)analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie. Mitglieder des "Wiener Kreises" waren u. a. Moritz Schlick, Otto Neurath, Rudolf Carnap, Hans Hahn, Karl Menger etc. Diese Gruppe von Philosophen und Wissenschaftstheoretikern traf sich ab 1922 unter der Leitung von Moritz Schlick wöchentlich in der Boltzmanngasse in Wien. An der Peripherie des Wiener Kreises pflegten Ludwig Wittgenstein, Karl R. Popper sowie Heinrich Gomperz Kontakte zum Wiener Kreis. Die Treffen endeten 1936, nachdem Schlick von seinem ehemaligen Studenten Hans Nelböck erschossen worden war. Viele Mitglieder des Kreises verließen Österreich während des illegalen Aufstiegs der Nationalsozialisten. Nach nur zweijähriger Haft wurde Nelböck 1938 von den Nazis freigelassen. Gemeinsames Ziel dieses aufklärerischen und pluralistischen Diskussionszirkels war eine Verwissenschaftlichung der Philosophie mit Hilfe der modernen Logik auf der Basis von Alltagserfahrung und einzelwissenschaftlicher Empirie. Vor dem Hintergrund dieser geistigen Erfolgsgeschichte ist das Schicksal des Wiener Kreises umso tragischer und bedauerlicher: großteils aus sogenannten "rassischen" und/oder politisch-weltanschaulichen, schließlich aus theoretischen Gründen begann die gewaltsame Vertreibung und Auflösung des Wiener Kreises - parallel zu seiner Internationalisierung - bereits seit Beginn der 1930er Jahre, speziell nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 und vor allem nach dem "Anschluß" 1938. Während der Logische Empirismus nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem im angloamerikanischen und skandinavischen Raum eine breite Aufnahme erlebte und zur Herausbildung der modernen Wissenschaftstheorie bis hin zur Semiotik beitrug, war die philosophische und mathematische Landschaft in Deutschland und Österreich nach 1945 eher durch eine Verlängerung der durch Emigration und Exil geschaffenen Zäsur gekennzeichnet. - Mitarbeiter des vorliegenden Periodikums "Wiener Vorträge" war u. a. Hans Hahn, den Philip Frank in seinem Nachruf als den "eigentlichen Begründer" des Wiener Kreises bezeichnet. Denn schon vor dem ersten Weltkrieg hat Hahn mit Frank und Otto Neurath einem Diskussionszirkel angehört, der als Keimzelle des späteren Wiener Kreises angesehen werden kann. Der 1921 von Bonn nach Wien berufene Hahn hatte dann nach dem ersten Weltkrieg gegen erheblichen Widerstand die Berufung Moritz Schlicks ein Jahr später betrieben und auch als erster in einem Seminar die "Principia Mathematica" von Bertrand Russel und A. N. Whitehead sowie Ludwig Wittgenstein's "Tractatus" behandelt. In öffentlichen Vorträgen war Hahn als Verfechter der Ideen des Kreises aufgetreten. Sein Tod (1934) war insbesondere aber auch ein Verlust für den linken Flügel des Wiener Kreises und die Linke auf der Universität Wien insgesamt, denn in der Tat war Hahn "a socialist of deep conviction" (Karl Menger) gewesen, der "in several phases of the social-democratic movement" aktiv gewesen war. So war Hahn Obmann der "Vereinigung sozialistischer Hochschullehrer" in Wien gewesen und hatte sich schon sofort nach seiner Berufung durch Proteste gegen rassistische Diskriminierung von Studenten den Zorn nationaler Kreise zugezogen. Sein Name - er war nach seiner Abstammung Jude - erschien mehrfach auf Proskriptionslisten gegen jüdische und marxistische Professoren. Er musste sich Diffamierungen wegen der "Wühlereien der judäo-marxistischen Hochschullehrer" gefallen lassen. Weiterer Mitarbeiter der vorliegenden Publikationsreihe war Karl Menger. Er hatte als Schüler Hans Hahns Mathematik studiert und sich früh mit seinen Forschungen zur Dimensionstheorie einen Namen gemacht. Hahn vermittelte ihm einen Lehrstuhl für Geometrie in Wien (1927). Vom gleichen Jahr datiert auch seine Mitgliedschaft im Wiener Kreis. Karl Menger betrieb zusammen mit Hans Hahn und anderen Mitgliedern der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät eine öffentliche Vortragsreihe unter dem Titel "Krise und Neuaufbau in den exakten Wissenschaften" (= Titel des vorliegenden ersten Bandes). Diese Reihe wurde mit großem Interesse in Wiens "extraacademic intelligentsia" aufgenommen, die, "until Hitlers invasion brought it all to an abrupt end, ... was teeming with physicians and engineers, lawyers and public servants, businessmen and bankers, seriously interested in the ideas and the philosophy of Science", eine Umgebung, wie sie Menger nach seinen Worten "never found anywhere else". 1937 emigrierte Karl Menger in die USA, wurde Professor an der University of Notre Dame (Indiana) und ging 1946 bis zu seiner Emeritierung 1971 an das Illinois Institute of Technology in Chicago. Er kam so den Folgen des "Anschlusses" (März 1938) zuvor (H.-J. Dahms). - Unter den weiteren Mitarbeitern dieser Schriftenreihe befinden sich u. a. der berühmte (Atom-) Physiker Werner Heisenberg, der seit 1941 Professor und Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in Berlin (später Göttingen) war und 1933 den Nobelpreis für Physik erhielt. Weiter Hans Thirring, der auf theoretischem Wege, unabhängig von der praktischen Entwicklung in den USA, das Prinzip der Wasserstoffbombe entdeckte, was von deren Erfinder (Alfred Teller) bestätigt wurde. Thirring wurde dann (nach 1945) eine der führendsten Persönlichkeiten der österreichischen Friedensbewegung. - Wolfgang Stegmüller (1991): Im Rückblick kann man heute sagen, dass sich aus dem Ideengut des Wiener Kreises, teilweise ergänzt durch Gedanken ähnlicher Richtungen in anderen Ländern, nach der durch die Nazis erzwungenen Emigration eine der größten und international dominierenden Strömungen der Philosophie entwickelte, die strenge Forschung jenseits aller weltanschaulichen Differenzen betreibt. - Bandeinteilung (mit jeweils kurzem Autoren- bzw. Beitragsquerschnitt): 1. KRISE UND NEUAUFBAU IN DEN EXAKTEN WISSENSCHAFTEN. Fünf Wiener Vorträge, 1933: Herm. Mark, Die Erschütterung der klassischen Physik durch das Experiment. Hans Hahn. Karl Menger etc. - 2. ALTE PROBLEME - NEUE LÖSUNGEN IN DEN EXAKTEN WISSENSCHAFTEN. Fünf Wiener Vorträge. Zweiter Zyklus. 1934.: Karl Menger, Ist die Quadratur des Kreises lösbar? Hans Thirring, Kann man in den Weltraum fliegen? Herm. Mark, Kann man Elemente verwandeln und komplizierte Naturstoffe herstellen? Ferdinand Scheminzky, Kann Leben künstlich erzeugt werden? Hans Hahn, Gibt es Unendliches? - 3. NEUERE FORTSCHRITTE IN DEN EXAKTEN WISSENSCHAFTEN. Fünf Wiener Vorträge. Dritter Zyklus. 1936: Ernst Späth. Hans Thirring, Die physikalischen Entdeckungen der letzten Jahre. Herm. Mark. W(erner) Heisenberg, Prinzipielle Fragen der modernen Physik. Karl Menger etc. - 4. NEUE WEGE EXAKTER NATURERKENNTNIS. Fünf Wiener Vorträge. Vierter Zyklus. 1939: F. A. Paneth, Die chemische Erforschung der Stratosphäre. G. Wentzel, Probleme der Kraftwirkung im Atomkern. H. Thirring, Der gegenwärtige Stand unserer Kenntnisse von der kosmischen Strahlung. H. Mark, Kleine Ursachen - große Wirkungen im Fortschritt der Naturwissenschaften. P. Debye-J. Mayerhöfer, Der Vorstoß zum absoluten Nullpunkt. - Literatur: H.-J. Dahms, Vertreibung und Emigration des Wiener Kreises zwischen 1931 und 1940, in: H.-J. Dahms (Hrsg.), Philosophie, Wissenschaft, Aufklärung; Beiträge zur Geschichte und Wirkung des Wiener Kreises (1985) S. 307 ff. (hier, auf S. 341, mangels Vorlage eines kompletten Exemplars, nur der erste Band erwähnt). - K. Menger, Selected papers in logic and foundations, didactics, economics. Vienna, Circle Collections, vol. 10 (1979) p. 17. - Lediglich das erste Heft mit kleinem, kaum erwähnenswerten Stempel auf dem Umschlag. Schöne Exemplare. - Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne Fotos zu (JPG).
Mit Abbildungen, Skizzen und Diagrammen im Text. In den hellgrünen Orig.-Kartons mit schwarzer Typographie.
Kartographie. Geographie. Topographie. Schweiz. Eschmann, J. [Johannes] et al. (Aufnahme). [Topographische Karte des Cantons St. Gallen mit Einschluss des Cantons Appenzell. Blatt 5] : Wattwyl [Wattwil]. [Winterthur, Stich u. Druck der topographischen Anstalt v. J. Wurster u. Comp. 1851-1856].
Sog. Eschmannkarte. Kartendaten: E 8°48' - E 9°40' / N 47°42' - N 46°53'. - Auf die Darstellung beschnitten (ohne den gedruckten Rand mit Titelkopfzeile und den Längen- und Breitengraden) wohl zur Erleichterung der Zusammenfügung. - Attraktive und für das (Obere) Toggenburg bedeutende Detailkarte des Gebietes beidseits, jedoch grossenteils westlich des Laufs der Thur zwischen (Ebnat-) Kappel (S) und Lütisburg (N), umfassend Rupperswil ('Ruppenschwyl'; im Norden der Darstellung), Dieselbach (NO), Mogelsberg (ONO), Brunnadern (O), Teil der Gemeinde Ebnat (SO-Ecke), Ricken (S), Walde ('Waldi') und Köbelberg ('Köbelsberg') (SSW), Diezikon (SW), Brütten ZH (W), Fuchsloch ZH (W), sowie den Weiler Au TG südwestlich von Fischingen (letzteres nicht mehr auf der Karte). Siedlungsmässig ist die Gegend geprägt von den grösseren Gemeinden entlang den Läufen von Thur und Necker ('Neckar'), sowie Mosnang, und von den vielen, über das ganze Gebiet verstreuten Weilern und (Bergbauern-) Einzelhöfen mit ihren teilweise markanten bis ausgefallenen Namen (Nöthhäusli, Thaa, Witgniss, Juden, Näppis, etc. etc.). Letzteres ist das zur Gemeinde Wattwil gehörige, aber nordwestlich von Kappel am Hang eines Seitentälchens zur Thur gelegene Geburtshaus von Ulrich Bräker od. Näbis (Näppis-) Ueli, der mit seiner Autobiographie 'Lebensgeschichte und natürliche Ebentheuer [Abenteuer] des Armen Mannes im Tockenburg' weltbekannt wurde. "In der Häusergruppe Näppis ist noch das Wohnhaus des Näbis Uli, des 'armen Mannes aus dem Toggenburg' zu sehen." (GLS 6, 1910, Art. Wattwil). - Wattwil im Berzirk Obertoggenburg "treibt Handel mit leinenen und andern Zeugen, hat Schnellbleichen und Baumwollentuch-Fabriken, und ist ziemlich wohlhabend. Der 1797 gestorbene Musselinweber und Schriftsteller Ulrich Brägger, unter dem Namen des armen Mannes aus dem Toggenburg bekannt, wurde 1735 hier geboren. Vorzüglich beachtenswerth sind die neuen Primarschulen dieses Kirchspiels, welche durch die Bemühungen des jetzigen Pfarrrers Bänziger sehr verbessert worden sind." (M. Lutz, Vollständige Beschreibung des Schweizerlandes, 3, 1827). - "Lichtensteig, auch Lichtensteg, kl. Stadt auf einer felsigten Anhöhe, zur Rechten der Thur, über welche hier eine bedeckte Brücke führt. Sie liegt an der Hauptstrasse von St. Gallen in das Glarnerland, 6 St. von ersterm entfernt, zählt mit ihrer Vorstadt 126 Wohngebäude, deren Äusseres seit mehrern Jahren einen gefälligern Anstrich erhalten hat, und wodurch das vormals düstere Aussehen dieses Orts gehoben wurde. [..] Mit Ausnahme der Hauptstadt ist Lichtensteig der bedeutendste Marktort im Kanton St. Gallen; denn er hat alle Montag einen von Handelsleuten aus dem Toggenburg, und aus den Kantonen Zürich, Thurgau, Glarus und Appenzell und von St. Gallen stark besuchten Wochenmarkt, an welchem der Kauf und Verkauf von Maschinengarn und Baumwollentüchern sehr lebhaft ist, und 4 Jahrmärkte, welche mit grossen Vieh- und Fruchtmärkten verbunden sind. Auch sind die Einwohner selbst sehr gewerbsam, und es finden sich hier verschiedene Einwohner, die ansehnliche Handels- und Speditionsgeschäfte machen, so wie auch alle städtischen Gewerbe und Berufsarten. [..] Von hier führt ein Fussweg über die Hulftegg nach Bauma in den Kanton Zürich." (op. cit., Bd. 2). - Beim (bei Lutz und im HBLS-Artikel Wattwil nicht erwähnten) auf der Karte am linken Thurufer gegenüber von Wattwil relativ gross erscheinenden 'St. Maria der Engeln' handelt es sich um eine Niederlassung von Schwestern des dritten franziskanischen Ordens. "Die Schwestern lebten nachweislich zuerst am Fuss des Schlosses Iberg, also nicht weit von der Stelle, wo sich das heutige Kloster Maria der Engel erhebt. [..] Aus der Zeit der französischen Invasion [um 1798] weiss die Chronik manchen Zwischenfall durch die Soldateska wie durch Einheimische zu erzählen. Jedoch ging auch diese Zeit, wie die nachfolgende der Restauration verhältnismässig glücklich vorüber. Ebenso brachte die Aufhebung des Klosters St. Gallen im Jahre 1805 keine wesentlichen Nachteile. [..] Gegenwärtig bewohnen 33 Schwestern das Kloster zu Maria der Engel, das wie eine Burg auf einer Anhöhe die Gemeinde Wattwil beherrscht." ( J. Hartmann, Hsg., Die katholischen Orden und Kongregationen in der Schweiz. Immensee 1937, zit. p. 342 u. 346, mit relativ ausführlicher Darstellung pp. 342-346 u. Abb. p. 344. Vgl. auch G. Thürer, St. Galler Geschichte 1, 1953 p. 462 u. 467. Thürer spricht vom 'Kloster Pfanneregg bei Wattwil'). -- Die Aufnahme der 'Karte des Cantons St. Gallen' geschah in den Jahren 1840-1846 durch die Herren J. Eschmann, I. M. Eberle und H. Hennet; sie wurde verifiziert durch den St. Galler Bauinspektor Ing. Hartmann. Die Aufnahme der Karte des Kantons Appenzell geht auf Arbeiten durch Vater und Sohn Merz (od. Mertz: Johann Ludwig und Ludwig) zurück. (Angaben aus den 'Bemerkungen' in Bl. 15: Scheibe, u. HBLS). Erschienen ist das Kartenwerk wohl in Lieferungen ca. in den Jahren 1851-1856 (gem. Eintrag der Kartensammlung der Zentralbibliothek Zürich, was hier so zusammen mit der Blattnummerierung übernommen wird; die BCU vaudoise nennt 'ca. 1850', und Engelmann 1, p. 518 erwähnt "1.-3. Lfg. [Lieferung] Lith. (unter Leitung von J. M. Ziegler). 16 Blätter. [..] Winterthur 1852-1855"). Ch. Götsch (Siegfried- und Landeskarten. 2. Aufl. 2003, p. 9) gibt ferner an: "Die Karten Appenzell I.R. und Appenzell A.R. wurden 1819-1831 und 1840-1847 von Oberst Merz und Sohn aufgenommen. - Das Urteil über die Eschmannkarte von Georges Grosjean (Begleitheft zu: 500 Jahre Schweizer Landkarten. Zürich um 1970) ist differenziert, im Grundsatz bei aller aus heutiger Sicht angebrachten Kritik jedoch sehr positiv: "Die Topographische Karte [..] wurde im Kampf gegen viel Ärger unter der Leitung von Johannes Eschmann erstellt. Es standen nur unfähige Mitarbeiter zur Verfügung [..]. Dann geizte die St. Galler Regierung mit den Krediten für den Kupferstich, so dass man sich [..] für das billigere Verfahren der einfarbigen Steingravur entschloss. Die Arbeit wurde an Melchior Ziegler vergeben, wobei dessen Mitarbeiter J. [Johannes] Randegger die Terrainzeichnung des Hügellandes, der hochbegabte Rudolf Leuzinger, nachmals der Stecher der meisten Siegfriedblätter, die Terrainzeichnung im alpinen Gebiet zeichnete. Die Kartenprobe [s. op. cit., Abb. 143] zeigt, dass trotz der Schwierigkeiten, vor allem dank Leuzinger, eine sehr schöne Karte entstand. Etwas seltsam mutet die Schraffentechnik mit Senkrechtbeleuchtung im grossen Massstabe von 1 : 25'000 an. Besondere Signaturen wurden für Laub- und Nadelwald verwendet : für Nadelwald kleine Sternchen." (op. cit. p. 42). - Johannes Eschmann (Wädenswil 1808-1852 Enge (heute Gem. Zürich), Studium der Mathematik, Astronomie und Geodäsie in Zürich, Paris und Wien. Doktorat in Naturwissenschaften, 1833 PD für Astronomie in Zürich. Eschmann, der 1835 Offizier im Generalstab war, wurde von Guillaume-Henri Dufour beauftragt, die primäre Triangulation der Ost- und Zentralschweiz vorzunehmen. Anschliessend beschäftigte er sich mit der sekundären trigonometrischen Vermessung und den Detailaufzeichnungen der Kantone Zürich (1842-1844) und St. Gallen (1841-1847). Von St. Gallen verfertigte er auch eine Karte. 1847 wurde er Major und leitete als Chef die topografischen Arbeiten des Generalstabs. (D. Engelberts, in: HLS; s. auch R. Jaun, Der Schweizerische Generalstab, Bd. 3, 1983).
Lithogr. Faltkarte 1 : 25'000 (Blattgrösse ca. 59.5 x 60.5 cm) mit teilw. kolorierten Flussläufen, in 12 Blättern (Segmenten; auf die Darstellung beschnitten) a. Ln. aufgezogen mit mont. Titelschild. Erste Ausgabe. Leichte Alters- und Lagerungs-, wenig eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft gutes Exemplar.
[SW: Naturwissenschaften. Historische Landschaft. Natur. Umwelt. Historischer Lebensraum. Flora. Berge. Gewässer. Hydrologie. Siedlungen. Besiedlung. Siedlungsraum. Siedlungsräume. Geographische Karten. Schweizerische Landkarte. Schweizer Landkarten. Spezialkarte. Spezialkarten. Detailkarten. Klima. Klimata. Klimaräume. Klimaveränderungen. Klimawandel. Vegetation. Vegetationsräume. Vermessung. Vermessungstechnik. Landesvermessung. Militär. Militärkarten. Armee. Militärische Generalstabskarten. Alpen. Voralpen. Alpenraum. Schweizerisches Alpengebiet. Ostschweizer St. Galler Toggenburger Voralpengebiet. Alpengebirge. Schweiz. Ostschweiz. Mittelland. Kanton St. Gallen. Ober Toggenburg. Obertoggenburg. Suisse. Svizzera. Switzerland. Alpes. Alpi. Alps. Geography. Cartography. Military Geographical Map. Cartographic Maps. Swiss cartographical system. Army. Science. Sciences. Heimatkunde. Volkskunde. Ethnologie. Ethnographie. Namen. Bezeichnungen. Häusernamen. Hofnamen. Flurnamen. Regionale lokale Geländenamen. Eigennamen. Ortsnamen. Ortskunde. Namenskunde. Geschichte. Wirtschaftsgeschichte. Volkswirtschaft. Industrie. Industrialisierung. Industriegeschichte. Textilien. Textilindustrie. Baumwolle. Baumwollindustrie. Weberei. St. Galler Stickerei. Heimarbeiter. Weber. Sticker. Kirchen. Klöster. Geistliche Orden. Franziskaner. Franziskanererinnen. Dritter Franziskanerorden. Minoriten. Frauen. Nonnen. Frauenkloster. Frauenklöster. Franziskanerkloster. Franziskanererinnenkloster. Franziskanerinnen. Tertiaren. Tertiarinnen. Tertiarenregel. Kapuziner. Kapuzinerinnen. Armutsregel. Armutsgelübde. Franz Franziskus von Assisi. Literatur. Weltliteratur. Literaturgeschichte. Geistesgeschichte. Aufklärung. Schriftsteller. Autoren.]
Bamberger, Ludwig / Barth, Theodor / Broedel, Max: Gegen den Staatssocialismus. Drei Abhandlungen von Ludwig Bamberger, Theodor Barth und Max Broemel. Berlin Simion 1884
Erste Ausgabe. Inhalt: Ludwig Bamberger - "Die Invasion der socialistischen Ideen" / Theodor Barth - "Die charakteristischen Züge des heutigen Staatsocialismus" / Max Broemel - "Die Verteidigung der privaten Erwerbthätigkeit"
1. Auflage. 80 Seiten. Priv. HLn. d. Zeit, EA, Oktav, 80 S.; ein loses Blatt, Papier vergilbt, sonst ordentliches Exemplar.



