Horn
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Horn Vierzehn Dokumente des Horner Bundes der protestantischen Stände des Landes Niederösterreich. Horn, Guntersdorf, Zistersdorf (?), 1608-20.
Als am 6. September 1608 der Ritter Hans Adam Geyer, der eine von der Regierung geschlossene protestantische Kirche in Inzersdorf öffnen und Gottesdienst halten ließ, verhaftet wurde, verließen 260 protestantische Adelige, die sich zu dem von Erzherzog Matthias für den 8. September ausgeschriebenen Huldigungslandtag in Wien versammelt hatten, die Stadt und zogen nach Horn. Stadthauptmann von Horn waren die Puchheimer, eine der führenden protestantischen Familien des Landes. Horn lag außerdem an einem verkehrsmäßig günstigen Punkt zwischen den Ländern Oberösterreich und Mähren. Hier unterzeichneten am 8. Oktober 1608 166 Herren und Ritter des Landes einen feierlichen Bund, dass sie erst nach Abstellung ihrer Beschwerden und Wiederherstellung der Religionsfreiheit und der Zustände, wie sie zu Zeiten Kaiser Maxilians II. geherrscht hätten, bereit seien, Matthias zu huldigen. Mit der "Kapitulations-Resolution" vom 19. März 1609 konnte Erzherzog Matthias den anfänglich sehr heftigen Gegensatz - der "Horner Bund" hatte bereits zwei Regimenter zu Fuß und zu Pferd ausgehoben - zwar nicht aus der Welt schaffen, es gelang ihm aber, die protestantischen Stände durch Versprechungen und Verhandlungen hinzuhalten, sodass die Jahre bis zu seinem Tod in relativer Ruhe vergingen. Als 1619 mit Ferdinand II. ein strenger und unbeugsamer Verfechter der Gegenreformation dem schwachen und zu konsequentem Handeln kaum fähigen Kaiser Matthias nachfolgte, wurden die alten Probleme der Jahre 1608/9 wieder aktuell; abermals war die Huldigung für Ferdinand II. zwar nicht der Grund, aber der äußere Anlass, der den Gegensatz zwischen den protestantischen Ständen und dem Landesfürsten erneuerte und zu Auseinandersetzungen führte, die schließlich mit einem Sieg Ferdinands II. und der katholischen Stände endigten. Diese vierzehn Dokumente des "Horner Bundes" (Quittungen, Schuldscheine, eine ausführliche Stellungnahme des Direktoriums zur Errichtung eines "Proviantamtes") geben einen guten Einblick in dessen schwierige finanzielle Situation. Obwohl der Bund in den von ihm zeitweise kontrollierten Landesteilen die ordentlichen Landeseinnahmen an sich zu ziehen versuchte, gelang es nicht, die immer größer werdenden Schulden zu verringern. Am 1. Jänner 1615 beispielsweise war der "Horner Bund" mit 571.252 Gulden verschuldet. Die Summe der Schulden, die aus unseren Dokumenten hervorgehen, ist 45.240 Gulden (mit Einzelposten von 15 bis 27.500 Gulden). Ein Mandat Ferdinands II. vom 1. Juli 1620 erklärte alle den protestantischen Ständen geliehenen Gelder als verfallen. Durch die Verschuldung der Güter und durch Steuerrückstände brachten die der Auflösung des "Horner Bundes" folgenden Konfiskationen ein nur geringes finanzielles Ergebnis. Nach der Abrechnung der Hofkammer waren die Gesamterträgnisse der veräußerten Konfiskationen 269.954 Gulden, 5 Schilling und 25 Pfennige. In wirtschaftlicher Hinsicht jedenfalls war die gesamte Auseinandersetzung auch für den Landesfürsten ein Verlust. (Literatur: V. Bibl, Die katholischen und protestantischen Stände Niederösterreichs im 17. Jahrhundert, in: Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich, NF 2, 1903, p. 167 ff; Ignaz Hübel, Die Ächtung von Evangelischen und die Konfiskationen protestantischen Besitzes im Jahre 1620 in Nieder- und Oberösterreich, in: Jahrbuch für Geschichte des Protestantismus, 58, 1937, p. 17 ff; Topographie von Niederösterreich, IV, 1896, Artikel Horn; Handbuch der historischen Stätten Österreichs, Band I.). Wichtiges Zeitdokument. Eine ausführlichere Beschreibung der einzelnen Dokumente ist auf Anfrage erhältlich.
a) 11. 10. 1608 (Horn), Quittung über 1500 Taler, ausgestellt vom Obristen Sebastian von Hager; b) 20. 10. 1608 (Horn), Schuldschein der "gevollmachtigten Deputierten" der evangelischen Stände über 200 Gulden für Hans Püehler; c) 12. 11. 1608 (Horn), Quittung des Obristen Sebastian von Hager über 204 Gulden "für die Lieberi und Röckh denen schneidern vor macherlon"; d) 9. 1. 1609 (Zistersdorf?), Quittung Sebastian Hagers über 2628 Gulden und 20 Kreuzer; e) 22. 1. 1609 (Horn), Schuldschein der evangelischen Stände über 300 Gulden für Michael Hofer; f) 13. 2. 1609 (Guntersdorf), Valtin Reutter, Proviantmeister, bestätigt, ..., 39 Eimer "heurigen wein" für das "löblich Puechaimbisch Regement" empfangen zu haben; g) 15. 2. 1609 (Horn), Schuldschein der evangelischen Stände über 12.000 Gulden für die "drey Löb: Politischen Ständt" des Landes Oberösterreich; h) 31. 3. 1609 (Horn), Jörg Diebolt, Leutnant im Regiment des Obristen Sebastian Günderhagen, bestätigt ... 2760 Laib Brot und 178 1/2 Eimer "heyrigen wein" für die in- und außerhalb der Stadt einquartierten 180 Soldaten erhalten zu haben; i) 6. 4. 1609 (Horn), Quittung der evangelischen Stände über 15 Gulden für Georg Fischer und Matthias Prunner, Bürger zu Horn; k) 20. 10. 1610 (Horn), Schuldschein der evangelischen Stände über 200 Gulden für Hans Adam von Neidegg; l) 22. 11. 1619 (Horn), getilgter Schuldschein der evangelischen Stände über 525 Gulden für Hans Jakob von Kuefstein; m) 29. 11. 1619 (Horn), Kaufbrief des Proviantamtes der evangelischen Stände für Paris von Sonderndorff; n) 20. 12. 1619 (Horn), Die Deputierten und das Direktorium der evangelischen Stände bewilligen auf drei Monate die Eingabe des Obristen Proviantmeisters zur Errichtung und Erhaltung eines Provianthauses für das Viertel unter dem Manhartsberg; o) 14. 2. 1620 (Horn), Der Fähnrich Hans Georg von Boxdorf stellt der Kassa der evangelischen Stände eine Quittung über 80 Gulden aus. Auf Papier mit Unterschrift und gedeckten Siegeln, h) nur mit gedecktem Siegel; Folio, abweichende Größen: d) 19,5 : 19 cm, g) 38 : 50 cm, h) 32,4 : 20 cm.
[SW: Österreich, Niederösterreich, Weinviertel, Protestantismus, 17. Jahrhundert, Manuskripte; Horner Bund]
Notenhefte - Konvolut 49 handgeschriebene Lieder- / Notenhefte aus der Musikerfamilie Josef (Joseph), Georg und Max Hecker mit zahlreichen Liedern. München, um 1890-1960.
Die von J. Hecker geschriebenen Notenbücher betitelt: 1. Saison Polonaise. Concert Polka für 2 Trompeten. 2. Bariton. 3. Tromba in B basso II. 4. Althorn in B. 5. Bombardon. 6. Flügelhorn. 7. Tromba in B alto. - Die von M. und G. Hecker geschriebenen Hefte betitelt: 1. Volkstänze III Baryton. 2. Volkstänze III Trompete in Bb. 3. Volkstänze I Trompete in Bb. 4. Volkstänze II Trompete in Bb. 5. Volkstänze I Baryton. 6. Volkstänze I Klarinette in Bb. 7. Volkstänze II Baryton. 8. Volkstänze II Klarinette in Bb. 9. Volkstänze II Harmonika. 10. Volkstänze I u. II Guitarre. 11. Volkstänze Guitarre. 12. Volkstänze I Harmonika. 13. Volkstänze III Klarinette in Bb. 14. Volkstänze III Guitarre. 15. Volkstänze III Harmonika. 16. Jagd-Signale Horn 4. 17. Jagd-Signale Horn 4 in B. 18. Posaune. 19. Jagd-Signale Horn 2. 20. Jagd-Signale Horn 1. 21. Horn in F. 22. Jagd-Signale Horn 3. 23. Tromba II. 24. Tromba 2. 25. Tromba 1. 26. Tromba I. 27. Horn 3 in F. 28. Ohne Titel. 29. Pauken. 30. Fanfare 4 Posaune. 31. Fanfare 1. 32. Fanfare 2. 33. (Nummer) 3. 34. Fanfare 3. 35. Harmonika. 36. Horn 2 F. 37. Horn 1 F. 38. Tromba 2. 39. Guitarre. 40. Posaune. 41. Fanfare 4. 42. Ohne Titel und nicht beschrieben. - Viele Hefte sind teilweise ausgefüllt, mehrere nur wenig ausgefüllt, die älteren Notenbücher von G. Hecker papierbedingt gebräunt und mit deutlichen Gebrauchsspuren / Läsuren, die späteren Hefte sind meist gut erhalten.
Verschiedene Formate und Einbände.
[SW: Lieder; Noten; Musikwissenschaft; Notenbücher; Liederbücher; Autographen; Autografen; Tanz; Tanzmusik; Volkstanz; Volksmusik; Handschriften; Autograf; Autograph]
Walser, Martin: Brief an Lord Liszt . Roman. Edition Neue Texte, Aufbau Verlag Erste Aufl. 1984 Berlin und Weimar
151 S.S. 8°
Pappe Pappband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag v.a. am Rücken nachgedunkelt, leicht fleckig und mit hinterlegten Anränderungen. Einband und Papier ebenfalls allg. nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Brief an Lord Liszt ist ein Roman von Martin Walser. Die erste Auflage erschien 1982 bei Suhrkamp Am Freitag vor Pfingsten 1979 ruft der Inhaber der Firma Chemnitzer Zähne, Arthur Thiele, ein gebürtiger Sachse, seine Abteilungsleiter zusammen und gibt bekannt, dass sich nachts zuvor sein Konkurrent, Benedikt Stierle, auf spektakuläre Weise selbst getötet und seinen Betrieb in Flammen aufgehen lassen hat. Während mehrere Kollegen, insbesondere auch Horst Liszt, nach dieser Mitteilung noch das Gespräch mit Thiele suchen, verlässt Franz Horn sofort den Raum. Dieser Selbstmord - der größtmögliche "Misserfolg", den sich Thiele wohl vorstellen kann, - erinnert ihn an seinen eigenen, vor vier Jahren durch eben diesen Thiele vereitelten Selbsttötungsversuch, und er ist sich sicher, dass auch Thiele in diesem Moment an das damalige Geschehen denken muss. Außerdem ist er betroffen durch die Todesnachricht, weil er sich kurz zuvor bei Benedikt Stierle beworben hat und nun die Chance verloren sieht, die Firma Chemnitzer Zähne samt Tochterprojekt Fin Star zu verlassen, bevor sie im Bayer-Konzern aufgeht und von Unternehmensberatern neu strukturiert wird. Drittens möchte er keinesfalls den Eindruck erwecken, es sei ihm wichtig, noch mit seinem Chef über das Geschehene zu sprechen. Horn ist es klar, dass er in dieser Firma und in Thieles Augen abgewirtschaftet hat und in der Wertschätzung Thieles tief gesunken ist. Einst hat er als Thieles rechte Hand gegolten, hat mit einem Mindesteinsatz von Kapital die Liegenschaften der Firma beschafft und den umständlichen Herrn Ochs, auf dessen Mitarbeit Thiele damals keinen Wert mehr legte, aus der Firma gemobbt. Dann hat der Norddeutsche Horst Liszt seine Position untergraben. Doch auch Liszt ist inzwischen in der gleichen Lage, hat doch Thiele, längst nicht mehr an der Produktion von Zahntechnikerbedarf interessiert, sondern von dem Wunsch getrieben, Surfbretter und Yachten zu bauen, den jungen "Austro-Finnen" Rudolf Ryynänen angeheuert. Doch obwohl Horn und Liszt sich, zumindest Horns Verständnis nach, als "abgesetzt" betrachten müssen, hat Thiele sie eine Woche vor Stierles Selbstmord noch zu einem Segelausflug eingeladen. Der Bootssteg bei der Haltnau, an dem Thiele Horn und Liszt vergeblich warten lässtDieses Unternehmen ist allerdings gründlich schiefgegangen. Horn und Liszt sollten, so war es verabredet, von Hagnau aus zur Haltnau wandern, dort ein Mittagessen einnehmen und auf Thiele warten, der sie mit seiner Yacht abholen sollte. Doch der Nachmittag verging, ohne dass Thiele am Bootssteg gelandet wäre. Stunden nach dem vereinbarten Termin ruft er im Wirtshaus an, wo Horn und Liszt immer noch sitzen und warten, und erklärt, er habe wegen totaler Flaute abgedreht und sei bereits auf dem Heimweg. Zu diesem Zeitpunkt haben die beiden Angestellten schon etliche Flaschen Weißherbst geleert und sind, obwohl sie zu Beginn des Nachmittags beide um Harmonie bemüht waren, in einen unsinnigen Streit verwickelt. Liszt, den Gerüchten nach längst zum Alkoholiker geworden, reizt Horn durch unsinnige Behauptungen zum Widerspruch und gibt sich, wenn Horn auf die Provokationen eingeht, spielerisch-überlegen. Horn dagegen wehrt sich gegen Liszts Versuche, seine Position anders darzustellen, als er sie sieht. Hat Liszt zu Zeiten, als seine Stellung noch durch keinen Ryynänen bedroht war, über Thiele samt Familie gelästert - was Horn damals entsetzt hat -, so gibt er sich nun als Anhänger und Bewunderer, vor allem aber als enger Vertrauter der Thieles. Horn dagegen sieht Thieles Abstieg als Basis, endlich mit dem Kollegen auf einen freundschaftlichen Fuß zu kommen, sich sozusagen zu verbünden: "[...] hätten Sie gesagt: Franz Horn, ich bin jetzt auch so weit! wir gehören zusammen! dann wäre ich Ihnen entgegengesunken. Aber einfach so tun, als kämen Sie mir als Unbeschädigter entgegen, als wollten Sie mich endlich erheben oder zulassen auf Ihrem Niveau... nein, nein! nicht mit mir." Die Situation ist eskaliert, man hat sich im Streit getrennt, und nun, eine Woche später - ein Brief, den Horn gleich am nächsten Tag an Liszt geschrieben hat, ist unbeantwortet geblieben - fühlt sich Horn gedrängt, die ganze Sache noch einmal aufzurollen, das Verhältnis zwischen Liszt, Thiele und sich selbst einmal bis ins Detail zu klären. Es wird ein Brief, an dem er, Weißherbst trinkend, eine ganze Nacht lang schreibt. Am Schluss, nach dem neunzehnten Postskriptum, hat er seinen Gefühlen endlich Sprache verliehen, hat er all die alltäglichen Verletzungen und Beleidigungen, die ihm das Dasein in den letzten Jahren zugefügt hat, in Worte gefasst. Er bekennt: "Sagen wir, da ist ein Mensch, der hat von sich selbst eine Meinung, die von keinem anderen geteilt wird. Jahrelang hofft er blindlings, die Welt werde eines Tages über ihn genau so denken, wie er selber über sich denkt. [...] Der Mensch enttäuscht sich von Mal zu Mal. Der Welt aber gestattet er nicht, enttäuscht zu sein von ihm. Die Welt soll so reagieren, wie er sich das träumte. Jetzt sieht es also aus, als habe die Welt versagt, nicht er. [...] Ich wollte zuerst Thiele, dann Sie zum Komplizen einer Wirklichkeitserschleichung machen. Ich wollte zuerst Thiele und dann Sie bestechen. Sie beide wollte ich so weit bringen, mein Bild von mir für das wirkliche zu halten. Es ist mißlungen." Nachdem er aber dies bekannt hat, nachdem er seine Unabhängigkeit wiedergefunden und sich von der Vorstellung befreit hat, Thiele und Liszt müssten Verständnis für ihn aufbringen können, fühlt er sich plötzlich frei und unbelastet. Er kann das Blätterkonvolut in die übervolle Schreibtischschublade stopfen, in die er alles verweist, was ihn einmal seelisch belastet hat, und sich auf den Weg zu seiner Familie in Tettnang machen, mit der er den Namenstag seiner Mutter Klothilde zu feiern gedenkt: "In Zukunft würde er jedem, von dem er irrtümlicherweise glaubte, er brauche ihn, einen solchen Nachtbrief schreiben, den man nicht abschicken konnte. Was Besseres gibt es nicht! [...] Mohn, Mohn, Mohn, dachte Franz Horn, du erinnerst mich daran, daß ich lebe. Vielleicht ist es doch ein Vorteil [...]" Franz Horn tritt bereits in dem Roman Jenseits der Liebe von 1976 als Protagonist auf. Dieses Werk läutet eine ganze Reihe von Erzählungen ein, in denen Walsers Helden, meist mehr oder weniger weitläufig miteinander verwandte Träger einsilbiger Nachnamen, in ähnlicher Weise Verletzungen verarbeiten müssen wie Franz Horn in Brief an Lord Liszt. Allerdings reagieren sie in den anderen Fällen nicht mit einem solchen Nachtbrief, sondern indem sie - wie Horn allerdings auch - sich einerseits den äußeren Gegebenheiten fügen, andererseits aber innere Freiheit davon zu gewinnen suchen. Meistens enden diese Erzählungen damit, dass der Held im letzten Satz des Werks damit beginnt, seiner Frau die Verwicklungen und Probleme zu erzählen, die Thema des Buches waren. So hält es etwa der Stuttgarter Lehrer Helmut Halm in Ein fliehendes Pferd (1978) und Brandung (1985). Halm hat ebenfalls Probleme, das Bild, das die Umgebung von ihm hat, und die Vorstellung, die er selbst von sich hat, unter einen Hut zu bringen - oder vielmehr, er schlägt den entgegengesetzten Weg ein und genießt es, wenn jeder eine möglichst "falsche" Vorstellung von ihm hat. So z. B. auch der Makler Dr. Zürn, Hauptperson in Das Schwanenhaus (1980), der Halm Jahr um Jahr das gleiche Feriendomizil bei Überlingen vermietet. Dieser Dr. Zürn, ein Vetter Franz Horns, muss es erleben, wie seine Kollegen bzw. Konkurrenten ihn im Kampf um ein wunderbares Jugendstilobjekt am See überholen, das schließlich der Abrissfirma zum Opfer fällt, wie ihm kein einziger Abschluss mehr gelingt und wie seine Frau das Geschäft mehr und mehr in die Hand nimmt, weil sie sich eher auf die äu...
[SW: Deutsche Literatur | Roman | Edition Neue Texte]
Horn, Camilla,
Camilla Horn (1903-1996), Schauspielerin. Portraitpostkarte mit e. U. O. O. u. D. 1 S. 8°. - Hübsches Portrait im ¾-Profil. - 1926 von Friedrich Wilhelm Murnau für die Rolle des Gretchens in seinem "Faust"-Film entdeckt, wurde Camilla Horn über Nacht zu einem gefeierten Ufa-Star. 1927 ging sie nach Hollywood, wo sie bis 1929 als blonder Vamp in einer Reihe von Stummfilmen mitwirkte, so etwa in "Tempest" von Sam Taylor (1928) und "Eternal Love" von Ernst Lubitsch (1929). "1929 spielte sie in New York neben Alexander Moissi in Die Königsloge', kehrte mit Beginn der Tonfilm-Ära nach Deutschland zurück und wurde in der Rolle der Femme fatale bald eine der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen. Große Erfolge feierte [sie] u. a. in den Filmen Der letzte Walzer' und als Partnerin von Gustaf Gründgens in Friedemann Bach'. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie jedoch nicht mehr an ihre frühere Karriere anknüpfen und erst mit dem 1981 gedrehten Dokumentarfilm Camilla Horn sieht sich als Gretchen in Murnaus Stummfilm Faust' wieder internationale Anerkennung erringen" (DBE). - "Ross"-Verlag, Negativ-Nr. 6648/1.
Camilla Horn (1903-1996), Schauspielerin. Portraitpostkarte mit e. U. O. O. u. D. 1 S. 8°. - Hübsches Portrait im ¾-Profil. - 1926 von Friedrich Wilhelm Murnau für die Rolle des Gretchens in seinem "Faust"-Film entdeckt, wurde Camilla Horn über Nacht zu einem gefeierten Ufa-Star. 1927 ging sie nach Hollywood, wo sie bis 1929 als blonder Vamp in einer Reihe von Stummfilmen mitwirkte, so etwa in "Tempest" von Sam Taylor (1928) und "Eternal Love" von Ernst Lubitsch (1929). "1929 spielte sie in New York neben Alexander Moissi in Die Königsloge', kehrte mit Beginn der Tonfilm-Ära nach Deutschland zurück und wurde in der Rolle der Femme fatale bald eine der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen. Große Erfolge feierte [sie] u. a. in den Filmen Der letzte Walzer' und als Partnerin von Gustaf Gründgens in Friedemann Bach'. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie jedoch nicht mehr an ihre frühere Karriere anknüpfen und erst mit dem 1981 gedrehten Dokumentarfilm Camilla Horn sieht sich als Gretchen in Murnaus Stummfilm Faust' wieder internationale Anerkennung erringen" (DBE). - "Ross"-Verlag, Negativ-Nr. 6648/1.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]



