Hoffmann

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Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Klein Zaches. Herausgegeben von Martin Hürlimann. - (=Ausgewählte Werke; Band 4). Zürich, Atlantis Verlag, 1946.
Guter Zustand. Name auf Vorsatzblatt. Schutzumschlag mit kleinen Randeinrissen. - Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (* 24. Januar 1776 in Königsberg; 25. Juni 1822 in Berlin; Vorname eigentlich: Ernst Theodor Wilhelm, 1805 umbenannt in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart) war ein Schriftsteller der Romantik, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. ... Rezeption: Hoffmanns heute bekanntes Werk ist in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren entstanden. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagte, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlte sich eher zum Komponisten berufen. Was vor 1809 an Novellen von ihm verfasst wurde, hatte er entweder nicht freigegeben oder sie sind verloren gegangen. In vielen seiner Werke blieb er dem Geschmack seiner lesenden Zeitgenossen treu: Erzählungen über unheimliche Begebenheiten, Begegnungen mit dem Teufel, schicksalhafte Wendungen im Leben eines Protagonisten, denen dieser sich nicht entgegenstemmen kann. Allerdings - und das unterscheidet Hoffmann von den unbekannt gebliebenen Autoren der ausklingenden "Sturm- und Drang"-Zeit - verdichtete er seine Erzählungen virtuos zur unbeantwortet gebliebenen Frage, ob der geschilderte Spuk real stattgefunden oder sich vielleicht nur im Kopf der betroffenen Figur abgespielt hat. Viel Zeitnahes hat Hoffmann in seine Werke integriert, so z.B. auch Ängste seiner Zeitgenossen vor der Technik. Fasziniert waren sie und misstrauisch zugleich angesichts der Entwicklung von Automaten (die damals nicht mit dem maskulinen Artikel belegt worden waren, sondern entweder "die Automate" oder "das Automat" hießen). Folgerichtig ist das Schicksal einiger seiner Figuren in widriger Weise mit dieser neuen Errungenschaft verbunden (Der Sandmann, Die Automate). Hoffmanns Vielseitigkeit, sein zeichnerisches Talent und auch seine Berufsausübung als Jurist haben ihn zu einem scharfen Beobachter werden lassen. Philistertum und Borniertheit karikierte er zeichnerisch und schließlich auch in Form der Gesellschaftssatire (z. B. Klein Zaches, genannt Zinnober) - und wie recht er mit seiner Einschätzung einiger Zeitgenossen behalten sollte, zeigen die hektischen Überreaktionen des Preußischen Polizeiministerium im Anschluss an die Beschlagnahmung des Manuskripts vom Meister Floh. Hoffmanns Talente sind in ihren vielfältigen Ausdrücken nie scharf voneinander zu trennen gewesen, Musik und Schriftstellerei, beide oft verbunden mit Zeichnungen von Hoffmann, aber auch die Juristerei und das Schreiben bzw. das Zeichnen gingen häufig ineinander über. Zahlreiche seiner Erzählungen hat Hoffmann selbst illustriert. Und sogar auf dem Aktendeckel einer von Hoffmann bearbeiteten Justizakte befindet sich eine Karikatur, die zwei Amtsträger, auf Katze bzw. Hund reitend, aufeinander losgehen lässt. Wirkung: Im Urteil der Zeitgenossen wurde Hoffmanns Werk zwiespältig aufgenommen. Johann Wolfgang Goethe fand keinen Zugang hierzu, auch Joseph von Eichendorff verhielt sich ablehnend. Jean Paul schätzte ihn auch nur gering, nahm aber die Widmung der Phantasiestücke in Callots Manier an. Wilhelm Grimm fand an der Erzählung Nußknacker und Mausekönig zwar noch Gefallen, urteilte aber über dessen Gesamtwerk: "Dieser Hoffmann ist mir widerwärtig mit all seinem Geist und Witz von Anfang bis zu Ende". Hingegen verehrten Heinrich Heine und Adelbert von Chamisso ihn ebenso wie Honore de Balzac, George Sand und Theophile Gautier. Einflüsse seiner Dichtkunst werden bei Victor Hugo, Charles Baudelaire, Guy de Maupassant, Alexander Puschkin und Fjodor Dostojewski, aber auch bei Edgar Allan Poe gesehen. Hoffmanns Erfolg im nichtdeutschsprachigen Raum war größer als in seiner Heimat. Richard Wagner empfing lebhafte Anregung für eigene Werke durch Texte Hoffmanns. So beeinflussten v. a. Episoden aus den Serapionsbrüdern u. a. seine Pariser Novellen, die Meistersinger und Tannhäuser. Auch Der fliegende Holländer Wagners verdankt Hoffmann seinen mystisch nachtschwarzen Charakter. Von den deutschsprachigen Autoren der Gegenwart haben sich insbesondere Ingo Schulze und Uwe Tellkamp dazu bekannt, dass E. T. A. Hoffmann ihr Vorbild sei. In dem 2008 veröffentlichten Roman Der Turm beschreibt Tellkamp die Aufführung einer dramatisierten Fassung von Hoffmanns Der goldne Topf im Dresden der 1980er Jahre. Seine Novellentheorie ist im Gegensatz zu der Goethes und Heyses bis heute selbst in der Fachwelt nur gering bekannt. Der nach ihm benannte Literaturpreis der Stadt Bamberg, der E.T.A. Hoffmann-Preis, wird seit 1989 alle zwei Jahre vergeben. E.T.A. Hoffmann wurde ca. 30 Jahre nach seinem Tod und dem Erfolg seiner Werke in Frankreich von den französischen Autoren Michel Carre und Jules Paul Barbier zum Protagonisten des Schauspiels Les Contes d'Hoffmann gemacht. Sie wandelten drei seiner Geschichten so ab, dass er in jeder zur Hauptperson wurde und fügten einige Details aus seiner Biographie und anderen Erzählungen hinzu. Dieses Schauspiel sah der deutsch-französische Komponist Jacques Offenbach und schlug vor, daraus ein Libretto für eine Oper zu gestalten. Das tat Jules Barbier nach dem Tod von Michel Carre. Jacques Offenbach konnte den größten Teil seiner kompositorischen Arbeit vor seinem Tod im Oktober 1880 noch erledigen, hinterließ aber die Oper unvollendet. Die Contes d'Hoffmann gehören heute zum Standardrepertoire der Opernhäuser. Aus wikipedia-orgE._T._A._Hoffmann

Erste Auflage dieser Ausgabe. 474 Seiten. 19,5 cm. Leinen mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, goldgeprägten Rückenverzierungen, Kopffarbschnitt und Schutzumschlag.

[SW: Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]

Details

Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Nachgelassene Papiere des Bruders Medardus, eines Kapuziners. Mit einem Vorwort des Herausgebers. Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft (DBG), [1924].
ExLibrisstempel auf dem Vorsatz. Guter Zustand. - Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (* 24. Januar 1776 in Königsberg; 25. Juni 1822 in Berlin; Vorname eigentlich: Ernst Theodor Wilhelm, 1805 umbenannt in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart) war ein Schriftsteller der Romantik, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. ... Rezeption: Hoffmanns heute bekanntes Werk ist in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren entstanden. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagte, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlte sich eher zum Komponisten berufen. Was vor 1809 an Novellen von ihm verfasst wurde, hatte er entweder nicht freigegeben oder sie sind verloren gegangen. In vielen seiner Werke blieb er dem Geschmack seiner lesenden Zeitgenossen treu: Erzählungen über unheimliche Begebenheiten, Begegnungen mit dem Teufel, schicksalhafte Wendungen im Leben eines Protagonisten, denen dieser sich nicht entgegenstemmen kann. Allerdings - und das unterscheidet Hoffmann von den unbekannt gebliebenen Autoren der ausklingenden "Sturm- und Drang"-Zeit - verdichtete er seine Erzählungen virtuos zur unbeantwortet gebliebenen Frage, ob der geschilderte Spuk real stattgefunden oder sich vielleicht nur im Kopf der betroffenen Figur abgespielt hat. Viel Zeitnahes hat Hoffmann in seine Werke integriert, so z.B. auch Ängste seiner Zeitgenossen vor der Technik. Fasziniert waren sie und misstrauisch zugleich angesichts der Entwicklung von Automaten (die damals nicht mit dem maskulinen Artikel belegt worden waren, sondern entweder "die Automate" oder "das Automat" hießen). Folgerichtig ist das Schicksal einiger seiner Figuren in widriger Weise mit dieser neuen Errungenschaft verbunden (Der Sandmann, Die Automate). Hoffmanns Vielseitigkeit, sein zeichnerisches Talent und auch seine Berufsausübung als Jurist haben ihn zu einem scharfen Beobachter werden lassen. Philistertum und Borniertheit karikierte er zeichnerisch und schließlich auch in Form der Gesellschaftssatire (z. B. Klein Zaches, genannt Zinnober) - und wie recht er mit seiner Einschätzung einiger Zeitgenossen behalten sollte, zeigen die hektischen Überreaktionen des Preußischen Polizeiministerium im Anschluss an die Beschlagnahmung des Manuskripts vom Meister Floh. Hoffmanns Talente sind in ihren vielfältigen Ausdrücken nie scharf voneinander zu trennen gewesen, Musik und Schriftstellerei, beide oft verbunden mit Zeichnungen von Hoffmann, aber auch die Juristerei und das Schreiben bzw. das Zeichnen gingen häufig ineinander über. Zahlreiche seiner Erzählungen hat Hoffmann selbst illustriert. Und sogar auf dem Aktendeckel einer von Hoffmann bearbeiteten Justizakte befindet sich eine Karikatur, die zwei Amtsträger, auf Katze bzw. Hund reitend, aufeinander losgehen lässt. Wirkung: Im Urteil der Zeitgenossen wurde Hoffmanns Werk zwiespältig aufgenommen. Johann Wolfgang Goethe fand keinen Zugang hierzu, auch Joseph von Eichendorff verhielt sich ablehnend. Jean Paul schätzte ihn auch nur gering, nahm aber die Widmung der Phantasiestücke in Callots Manier an. Wilhelm Grimm fand an der Erzählung Nußknacker und Mausekönig zwar noch Gefallen, urteilte aber über dessen Gesamtwerk: "Dieser Hoffmann ist mir widerwärtig mit all seinem Geist und Witz von Anfang bis zu Ende". Hingegen verehrten Heinrich Heine und Adelbert von Chamisso ihn ebenso wie Honore de Balzac, George Sand und Theophile Gautier. Einflüsse seiner Dichtkunst werden bei Victor Hugo, Charles Baudelaire, Guy de Maupassant, Alexander Puschkin und Fjodor Dostojewski, aber auch bei Edgar Allan Poe gesehen. Hoffmanns Erfolg im nichtdeutschsprachigen Raum war größer als in seiner Heimat. Richard Wagner empfing lebhafte Anregung für eigene Werke durch Texte Hoffmanns. So beeinflussten v. a. Episoden aus den Serapionsbrüdern u. a. seine Pariser Novellen, die Meistersinger und Tannhäuser. Auch Der fliegende Holländer Wagners verdankt Hoffmann seinen mystisch nachtschwarzen Charakter. Von den deutschsprachigen Autoren der Gegenwart haben sich insbesondere Ingo Schulze und Uwe Tellkamp dazu bekannt, dass E. T. A. Hoffmann ihr Vorbild sei. In dem 2008 veröffentlichten Roman Der Turm beschreibt Tellkamp die Aufführung einer dramatisierten Fassung von Hoffmanns Der goldne Topf im Dresden der 1980er Jahre. Seine Novellentheorie ist im Gegensatz zu der Goethes und Heyses bis heute selbst in der Fachwelt nur gering bekannt. Der nach ihm benannte Literaturpreis der Stadt Bamberg, der E.T.A. Hoffmann-Preis, wird seit 1989 alle zwei Jahre vergeben. E.T.A. Hoffmann wurde ca. 30 Jahre nach seinem Tod und dem Erfolg seiner Werke in Frankreich von den französischen Autoren Michel Carre und Jules Paul Barbier zum Protagonisten des Schauspiels Les Contes d'Hoffmann gemacht. Sie wandelten drei seiner Geschichten so ab, dass er in jeder zur Hauptperson wurde und fügten einige Details aus seiner Biographie und anderen Erzählungen hinzu. Dieses Schauspiel sah der deutsch-französische Komponist Jacques Offenbach und schlug vor, daraus ein Libretto für eine Oper zu gestalten. Das tat Jules Barbier nach dem Tod von Michel Carre. Jacques Offenbach konnte den größten Teil seiner kompositorischen Arbeit vor seinem Tod im Oktober 1880 noch erledigen, hinterließ aber die Oper unvollendet. Die Contes d'Hoffmann gehören heute zum Standardrepertoire der Opernhäuser. Aus wikipedia-orgE._T._A._Hoffmann

Erste Auflage dieser Ausgabe. 345 Seiten. Schriftart: Fraktur. 19 cm. Halbleder mit verziertem Deckel, goldgeprägten Rückentiteln, Kopffarbschnitt und Lesebändchen.

[SW: Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]

Details

Hoffmann, E.T.A.: 10 Titel / 1. Der goldne Topf (Ein Märchen aus der neuen Zeit) 1. Auflage, Frankfurt, Büchergilde, 1973.
Einband geringe Gebr.spuren, gut ---------- DABEI: Hoffmann, E. Th. A. - Klein Zaches genannt Zinnober. Ein Märchen (Heidelberg, Hermann Meister 1947, 1., Mit Bildern von Hermann Ebers, OKt, 175 S., gutes Ex.) (Ki-Jug.) ----------- DABEI: Hoffmann, E. T. A. - Kapellmeister Kreisler. Hrsg. v. Paul Alfred Merbach (Berlin, Mörlins, um 1930, Ornamentaler Schmuck des Titelblattes von K. G. E. Siebert. 423 S., Leinen, gutes Ex., (Das Wunderhorn 7/8.) (Lit.) ---------- DABEI: E.T.A. Hoffmann. Leben und Werk in Briefen, Selbstzeugnissen Und Zeitdokumenten (Verlag Der Nation, Berlin, 8°. Leinen m.OUmschlag (dieser kl. Einriss). Guter Zustand. 563 S. 3.Auflage 1984) (Biografie) --------------- DABEI: Hoffmann, E.T.A. - Nussknacker und Mausekönig - Märchen. 1. Auflage, Verlag der Nation, Berlin., 1981, 224 Seiten, mit Holzstichen von Bertall und einem Nachwort von Klaus Günzel. Kl.-8°, 15 - 18 cm, gebundene Ausgabe in feinem Leder mit goldgeprägtem Titel, schönes Ex.) ------------- DABEI: Hoffmann, E.T.A. - Meister Johannes Wacht (Leipzig-Hartenstein, Erich Matthes Verlag,, 1923, 1. Ausgabe mit diesen Illustrationen, mit Illustrationen v. Annemarie Naegelsbach, 109 S., Miniaturbuch, Originalkarton, mont. Titelschild, Rücken sehr kl. Druckstellen, sonst gutes Ex., (110. Zweifäusterdruck) (Standort Broschur) ------------------ DABEI: Hoffmann, E.T.A. - Das Majorat (Stahlberg Verlag, Karlsruhe, 1.-5. Tsd., 1947, 153 Seiten, Pappband, Umschlag stärker berieben, sonst gut) (Stahlberg) --------------- Mensching, Gerhard - E.T.A. Hoffmanns letzte Erzählung (Zürich Haffmans, 1989, Roman. 8°, 457S., Olwd., OSU, sehr gutes Ex. (Lit. H) ---------------- DABEI: Hoffmann, E.T.A. - Musikalische Novellen und Schriften, nebst Briefen und Tagebuchaufzeichnungen (Weimar, Verlag Gustav Kiepenheuer,, 1961, 1. Auflage, mit zahlr. Abb., 319 S., Leinen, im Pappschuber, gutes Ex.) ------------ DABEI: Hoffmann, E.T.A. - Dunkle Mächte. Eine bunte Auslese von Richard Zoozmann (Berlin, Th. Knaur Nachf., um 1920, 348 S., Leinen, goldgeprägt, Einband leichte Gebr.spuren, sonst gut)

218 S. Vorangestellt das vollständig und faksimiliert wiedergegebene Skizzenbuch von Fritz Fischer, welches er 1958 zeichnete und 1960 vervollstänigte und überarbeitete 4°. kartoniert, gebunden

Details

Hoffmann, E.T.A.: Nachtstücke. Mit einem Vorwort des Verlegers. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Werneck. Für die "Romantische Gemeinde" neu bearbeitet und herausgegeben vom Verleger Werneck. Illustrationen von Walter Winzer. Mit 3 Handschrift- Faksimile aus Hoffmanns Sandmann-Urfassung. - (=Die blaue Blume, Band 7). Leipzig - Zürich - Wien, Edda-Verlag, 1925.
Guter Zustand. Dekoratives Exemplar. Aus dem Besitz der Gräfin Ledebur mit geprägtem Monogramm (Krone) auf dem Vorsatz. - Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (* 24. Januar 1776 in Königsberg; 25. Juni 1822 in Berlin; Vorname eigentlich: Ernst Theodor Wilhelm, 1805 umbenannt in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart) war ein Schriftsteller der Romantik, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. ... Rezeption: Hoffmanns heute bekanntes Werk ist in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren entstanden. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagte, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlte sich eher zum Komponisten berufen. Was vor 1809 an Novellen von ihm verfasst wurde, hatte er entweder nicht freigegeben oder sie sind verloren gegangen. In vielen seiner Werke blieb er dem Geschmack seiner lesenden Zeitgenossen treu: Erzählungen über unheimliche Begebenheiten, Begegnungen mit dem Teufel, schicksalhafte Wendungen im Leben eines Protagonisten, denen dieser sich nicht entgegenstemmen kann. Allerdings - und das unterscheidet Hoffmann von den unbekannt gebliebenen Autoren der ausklingenden "Sturm- und Drang"-Zeit - verdichtete er seine Erzählungen virtuos zur unbeantwortet gebliebenen Frage, ob der geschilderte Spuk real stattgefunden oder sich vielleicht nur im Kopf der betroffenen Figur abgespielt hat. Viel Zeitnahes hat Hoffmann in seine Werke integriert, so z.B. auch Ängste seiner Zeitgenossen vor der Technik. Fasziniert waren sie und misstrauisch zugleich angesichts der Entwicklung von Automaten (die damals nicht mit dem maskulinen Artikel belegt worden waren, sondern entweder "die Automate" oder "das Automat" hießen). Folgerichtig ist das Schicksal einiger seiner Figuren in widriger Weise mit dieser neuen Errungenschaft verbunden (Der Sandmann, Die Automate). Hoffmanns Vielseitigkeit, sein zeichnerisches Talent und auch seine Berufsausübung als Jurist haben ihn zu einem scharfen Beobachter werden lassen. Philistertum und Borniertheit karikierte er zeichnerisch und schließlich auch in Form der Gesellschaftssatire (z. B. Klein Zaches, genannt Zinnober) - und wie recht er mit seiner Einschätzung einiger Zeitgenossen behalten sollte, zeigen die hektischen Überreaktionen des Preußischen Polizeiministerium im Anschluss an die Beschlagnahmung des Manuskripts vom Meister Floh. Hoffmanns Talente sind in ihren vielfältigen Ausdrücken nie scharf voneinander zu trennen gewesen, Musik und Schriftstellerei, beide oft verbunden mit Zeichnungen von Hoffmann, aber auch die Juristerei und das Schreiben bzw. das Zeichnen gingen häufig ineinander über. Zahlreiche seiner Erzählungen hat Hoffmann selbst illustriert. Und sogar auf dem Aktendeckel einer von Hoffmann bearbeiteten Justizakte befindet sich eine Karikatur, die zwei Amtsträger, auf Katze bzw. Hund reitend, aufeinander losgehen lässt. Wirkung: Im Urteil der Zeitgenossen wurde Hoffmanns Werk zwiespältig aufgenommen. Johann Wolfgang Goethe fand keinen Zugang hierzu, auch Joseph von Eichendorff verhielt sich ablehnend. Jean Paul schätzte ihn auch nur gering, nahm aber die Widmung der Phantasiestücke in Callots Manier an. Wilhelm Grimm fand an der Erzählung Nußknacker und Mausekönig zwar noch Gefallen, urteilte aber über dessen Gesamtwerk: "Dieser Hoffmann ist mir widerwärtig mit all seinem Geist und Witz von Anfang bis zu Ende". Hingegen verehrten Heinrich Heine und Adelbert von Chamisso ihn ebenso wie Honore de Balzac, George Sand und Theophile Gautier. Einflüsse seiner Dichtkunst werden bei Victor Hugo, Charles Baudelaire, Guy de Maupassant, Alexander Puschkin und Fjodor Dostojewski, aber auch bei Edgar Allan Poe gesehen. Hoffmanns Erfolg im nichtdeutschsprachigen Raum war größer als in seiner Heimat. Richard Wagner empfing lebhafte Anregung für eigene Werke durch Texte Hoffmanns. So beeinflussten v. a. Episoden aus den Serapionsbrüdern u. a. seine Pariser Novellen, die Meistersinger und Tannhäuser. Auch Der fliegende Holländer Wagners verdankt Hoffmann seinen mystisch nachtschwarzen Charakter. Von den deutschsprachigen Autoren der Gegenwart haben sich insbesondere Ingo Schulze und Uwe Tellkamp dazu bekannt, dass E. T. A. Hoffmann ihr Vorbild sei. In dem 2008 veröffentlichten Roman Der Turm beschreibt Tellkamp die Aufführung einer dramatisierten Fassung von Hoffmanns Der goldne Topf im Dresden der 1980er Jahre. Seine Novellentheorie ist im Gegensatz zu der Goethes und Heyses bis heute selbst in der Fachwelt nur gering bekannt. Der nach ihm benannte Literaturpreis der Stadt Bamberg, der E.T.A. Hoffmann-Preis, wird seit 1989 alle zwei Jahre vergeben. E.T.A. Hoffmann wurde ca. 30 Jahre nach seinem Tod und dem Erfolg seiner Werke in Frankreich von den französischen Autoren Michel Carre und Jules Paul Barbier zum Protagonisten des Schauspiels Les Contes d'Hoffmann gemacht. Sie wandelten drei seiner Geschichten so ab, dass er in jeder zur Hauptperson wurde und fügten einige Details aus seiner Biographie und anderen Erzählungen hinzu. Dieses Schauspiel sah der deutsch-französische Komponist Jacques Offenbach und schlug vor, daraus ein Libretto für eine Oper zu gestalten. Das tat Jules Barbier nach dem Tod von Michel Carre. Jacques Offenbach konnte den größten Teil seiner kompositorischen Arbeit vor seinem Tod im Oktober 1880 noch erledigen, hinterließ aber die Oper unvollendet. Die Contes d'Hoffmann gehören heute zum Standardrepertoire der Opernhäuser. Aus wikipedia-E._T._A._Hoffmann Aus dem Besitz der Gräfin Ledebur mit geprägtem Monogramm (Krone) auf dem Vorsatz.

2. vermehrte Auflage. 4. - 8. Tausend. XV, 341 Seiten mit illustrierten Zwischentiteln sowie 4 ganzseitigen Scherenschnittillustrationen von Walter Winzer. Einbandentwurf von Otto Schubert. Innenschmuck von Walter Winzer. Illustrierter Halbpergamentband mit goldgeprägten Rücken- und blaugeprägten Deckeltiteln, goldgeprägten Rückenverzierungen, Kopffarbschnitt und Lesebändchen.

[SW: Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Illustrationen, Illustrierte Ausgaben, Illustrierte Bücher, Bildband]

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