Helmholtz

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Helmholtz, Anna von,
Anna von Helmholtz (1834-1899), verh. mit Hermann von Helmholtz. Gedruckte Visitenkarte, o. O. u. D., 1 Seite Visitformat. Der Aufdruck "Frau von Helmholtz | geb. von Mohl". - Helmholtz stammte aus einer liberalen Gelehrtenfamilie und wurde in kosmopolitisch weiten Lebensansichten erzogen. 1861 heiratete sie den kurz zuvor verwitweten Physiker Hermann von Helmholtz. In der Berliner Gesellschaft nahm sie, nicht zuletzt wegen ihrer Beziehungen auch zum Hof, eine bedeutende Stellung ein. Sie schrieb zeitdokumentarisch aufschlußreiche Briefe ("Ein Lebensbild in Briefen").

Anna von Helmholtz (1834-1899), verh. mit Hermann von Helmholtz. Gedruckte Visitenkarte, o. O. u. D., 1 Seite Visitformat. Der Aufdruck "Frau von Helmholtz | geb. von Mohl". - Helmholtz stammte aus einer liberalen Gelehrtenfamilie und wurde in kosmopolitisch weiten Lebensansichten erzogen. 1861 heiratete sie den kurz zuvor verwitweten Physiker Hermann von Helmholtz. In der Berliner Gesellschaft nahm sie, nicht zuletzt wegen ihrer Beziehungen auch zum Hof, eine bedeutende Stellung ein. Sie schrieb zeitdokumentarisch aufschlußreiche Briefe ("Ein Lebensbild in Briefen").

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Helmholtz, Hermann v. - Dem Andenken an Helmholtz zur Jahrhundertfeier seines Geburtstages.: Berlin, J. Springer, 1921.
Enthält: Kries, J. v.: Helmholtz als Physiolog. - Wien, W.: Helmholtz als Physiker. - Nernst, W.: Die elektrochemischen Arbeiten von Helmholtz. - Riehl, A.: Helmholtz als Erkenntnistheoretiker. - Goldstein, E.: Helmholtz. Erinnerungen eines Laboratoriumspraktikanten. - Papierbedingt gebräunt.

Front. mit Porträt, S. 673-711. OBr. Die Naturwissenschaften. 9. Jahrg., Heft 35.; Die Naturwissenschaften. 9. Jahrg., Heft 35.

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Helmholtz - Anna von Helmholtz. Ein Lebensbild in Briefen. Hrsg. von E. von Siemens-Helmholtz. Berlin, Verlag für Kulturpolitik, 1929.
*Anna von Helmholtz (1834-1899), in Tübingen geborene Tochter des Staatsrechtlers und Politikers Robert von Mohl (1799-1875). In der liberalen Familie wurde sie in kosmopolitisch weiten Lebensansichten erzogen. 1861 heiratete sie den kurz zuvor verwitweten Physiker Hermann von Helmholtz (1821-1894) und zog dessen Kinder, darunter den späteren Ingenieur Richard Wilhelm Ferdinand von Helmholtz (1852-1934), auf. In der Berliner Gesellschaft nahm sie, nicht zuletzt wegen ihrer Beziehungen auch zum Hof, eine bedeutende Stellung ein. Die hier vorliegenden Briefe aus den Jahren 1850 bis 1899 sind zeitdokumentarisch aufschlußreich. - Gutes Exemplar*

[1. Auflage] 2 Bände, Gr.-8°. 344 und 266 Seiten und 10 Bildtafeln in Lichtdruck. Dunkelblaue OLeinenbände mit goldener Rücken- und Deckelbeschriftung, sparsame ornamentale Rückenvergoldung, Kopffarbschnitt.

[SW: Briefe / Letters / Correspondence (930); Deutschland / Germany (850); Deutschsprachiges / Books in German (900); Frauen / Women (980); Geschichte / History (100); Kulturgeschichte / History of civilization (150); Neunzehntes Jahrhundert / Nineteenth century (950)]

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Helmholtz, [Hermann Ludwig Ferdinand von]: Ueber die Bedeutung der Convergenzstellung der Augen für die Beurtheilung des Abstandes binocular gesehener Objekte. Verhandlungen der physiologischen Gesellschaft zu Berlin. Jg. 1977-78, No. 11, Mai 1878. S. 57 - 59. (Separata): Archiv für Physiologie, Jg. 1878. Leipzig, Veit & Comp., 1878.
Leichte Gbrsp., etw. stockfleckig, kl. Läsuren, papierbedingte Oxidation, hds. Buntstiftbuchstabe a. T. - Hermann von Helmholtz (1821 - 1894) der universelle Naturwissenschaftler des 19.Jh. - "the intellectual giant" nannte ihn James Clerk Maxwell -, umfaßte in Forschung und Lehre nahezu vollständig die Physiologie und die Physik seiner Zeit. Zudem lieferte er philosophische Analysen der Mathematik und der Naturwissenschaft und hatte zuletzt als Wissenschaftsorganisator eine führende Position inne. Sein Vater war Gymnasiallehrer. Angesichts bescheidener elterlicher Mittel blieb ihm nur der Weg über eine militärärztliche Ausbildung am Kgl. Medizinisch-Chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Institut in Berlin, um seinen naturwissenschaftlichen Neigungen zu folgen. Seit 1843 Eskadron-Chirurg und Militärarzt in Potsdam, bekam er 1848 die erste feste akademische Stelle als Lehrer der Anatomie an der Berliner Akademie der Künste (und als Assistent an der Anatomisch-Zootomischen Sammlung). 1849 wurde er a.o. Prof. und Leiter des Instituts für Physiologie an der Univ. Königsberg; 1851 wurde er dort zum o. Prof. der Physiologie ernannt und 1855 auf eine Professur für Anatomie und Physiologie an der damals preuß. Univ. nach Bonn berufen. Schon 1858 folgte er nach langen Auseinandersetzungen zwischen den Ministerien in Berlin und Karlsruhe einem Ruf auf die Professur für Physiologie im badischen Heidelberg. Seine Tätigkeit als Anatom und Physiologe in Bonn und Heidelberg markiert die fruchtbarste Periode seines wissenschaftlichen Lebens, wobei er sich allerdings mehr und mehr der Physik zuwandte. Folgerichtig erhielt er 1871 als Nachfolger von Gustav Magnus den Lehrstuhl für Physik an der Berliner Universität. Gleichzeitig wurde er ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1883 wurde er geadelt. Krönung der beruflichen Laufbahn wurde für den sechsundsechzigjährigen Helmholtz die (formell im April 1888 übernommene) Präsidentschaft der 1887 in Berlin gegründeten Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (PTR). Helmholtz und der ihm seit 1845 aus der Berliner Physikalischen Gesellschaft bekannte Werner Siemens hatten zu einer Gruppe von mathematisch-naturwissenschaftlich orientierten Lehrern, Hochschullehrern und Technikern gehört, die seit 1872 Denkschriften zur Errichtung eines außeruniversitären Instituts zur Förderung der Präzisionsmechanik an das Preußische Kultusministerium richtete. Siemens brachte 1883/84 den Diskussionsprozeß den entscheidenden Schritt voran. Auf Bismarcks Ersuchen hin konzipierte Siemens 1884 einen Organisationsplan und trug später durch eine Schenkung materiell zum Aufbau der neuen wissenschaftlich-technischen Anstalt bei. Bedeutsam für sein wissenschaftliches Werk war schon 1847 die Schrift Über die Erhaltung der Kraft. Hervorgegangen war sie aus physiologisch-chemischen Versuchen über Wärmeerzeugung und Stoffwechsel in biologischen Systemen sowie aus theoretisch-physikalischen Erörterungen. Er verknüpfte dabei den in der Mechanik längst diskutierten Satz von der Erhaltung der "lebendigen Kraft" mit der Vorstellung, daß alle physikalischen Vorgänge, also auch die thermodynamischen, auf entfernungsabhängige, zentrale ("konservative") Kräfte zwischen Massenpunkten zurückzuführen sind. Enthalten war aber auch der Versuch, über eine Energiebilanz zeitlich veränderlicher Stromsysteme und Magnete das Induktionsgesetz zu begründen, ein Versuch, der zur gleichen Zeit und mehr implizit durch energetische Argumente geleitet, auch von Franz E. Neumann gemacht worden war. Wie im Falle von Julius Robert Mayers Manuskript zur Energieerhaltung veröffentlichte Johann Christian Poggendorff die Arbeit von Helmholtz in den "Annalen der Physik und Chemie" nicht; wegen der "Natur der Abhandlung" und wegen des Vorrangs "experimenteller Untersuchungen" vor den "theoretisirenden". Seine Arbeit erschien deshalb als Broschüre - 40Jahre später jedoch als Eröffnungsband von Wilhelm Ostwalds "Klassikern der exakten Wissenschaften". Für seinen beruflichen Weg wichtiger waren 1850 die Messungen der Fortpflanzungsgeschwindigkeiten von elektrisch gesetzten Nervenreizen. Als variable Meßstrecke diente der Schenkelnerv eines Frosches. Aus den Weglängenunterschieden und den unterschiedlichen Auslenkungen eines Galvanometers (als Maß für die unterschiedlichen Laufzeiten) konnte er die Fortpflanzungsgeschwindigkeit von Nervenreizen bestimmen. Die überraschend geringe Geschwindigkeit in der Größenordnung von 30m/sec stieß zunächst auf Zweifel, nicht zuletzt bei seinem Lehrer Johannes Müller. Seine Experimente zur Reizleitung in Nerven zusammen mit den Versuchen seines Freundes Emil Du Bois-Reymond, die eigentlichen Muskelströme und die Aktionsströme der Nervenreize zu messen, trugen jedoch bald zur Ablösung der Vorstellung von einer "Lebenskraft" (der Helmholtzs Lehrer Johannes Müller teilweise noch anhing) und zur Durchsetzung einer strikt physikalisch-chemisch ausgerichteten Physiologie bei. Ebenfalls 1850 erfand er den Augenspiegel. Über einen halbdurchlässigen Spiegel und durch die Augenlinse des Patienten hindurch konnte er erstmalig den beleuchteten Augenhintergrund einschließlich der Gefäße und des Ansatzes des Sehnervs beobachten. Auf Thomas Young aufbauend, entwickelte er außerdem die Theorie, daß die Farbempfindungen auf einer Mischung der von den drei unterschiedlichen Rezeptoren im Auge wahrgenommenen physiologischen Grundfarben Rot, Grün und Blauviolett beruhen. In den Bereich der Sinnesphysiologie gehört auch die Erklärung der menschlichen Stimme, der Klangfarbe musikalischer Instrumente und der Empfindung von musikalischen Harmonien durch die Mitwirkung von Obertönen. Die Frequenzanalyse von Tönen im menschlichen Gehör lokalisierte H. allerdings noch zu weitgehend in der Basilarmembran im Innenohr (anstelle der heute angenommenen Feinanalyse der Potentialschwankungen im Gehirn). Die Arbeiten zur Sinnesphysiologie machten seine empiristische Erkenntnistheorie immer offensichtlicher. Nach seiner Vorstellung erzeugen die vom Willen steuerbaren Sinnesorgane Bilder der Außenwelt. Charakteristisch für seine Philosophie ist, daß er Kants Theorie der Anschauungsformen Raum und Zeit als Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung kritisch überprüfte. Er wollte der euklidischen Geometrie nicht mehr die Sonderrolle einräumen, die Kant ihr zugewiesen hatte, und betonte - aufbauend u.a. auf Bernhard Riemann - den empirischen Ursprung der Axiome der Geometrie. Den apriorischen Charakter des Zeitbegriffs bei Kant unterzog er ebenfalls der Kritik. Zwar versuchte er ebenso wie Kant die Folge der natürlichen Zahlen mit der zeitlichen Folge von Bewußtseinsinhalten im Gedächtnis zu verknüpfen. Auch im Falle der Zahlen und der arithmetischen Axiome betonte er jedoch deren Bindung an die Messung physikalischer Größen, mithin die empirische Bedeutung der mit der natürlichen Zahlenfolge verknüpften Zeitreihe. Schon auf seiner Bonner Professur für Anatomie und Physiologie befaßte sich Helmholtz neben der physiologischen Optik und neben akustischen Fragen mit zentralen Problemen der Hydrodynamik. Bei der mathematischen Behandlung von Wirbelbewegungen erhielt er das bis heute mit seinem Namen verbundene Resultat, wonach in einer reibungsfreien Flüssigkeit entstandene Wirbel erhalten bleiben. Seit seinen letzten Heidelberger Jahren hatte er vollends eine Akzentverschiebung zur theoretischen Physik vollzogen und sich in die kritische Auseinandersetzung mit den konkurrierenden elektrodynamischen Theorien von Wilhelm Weber und James Clerk Maxwell begeben. Gegen das Webersche Gesetz, das als "Fernwirkungstheorie" neben der magnetischen Wechselwirkung von bewegten Ladungen auch die elektrostatische Wechselwirkung und das Induktionsgesetz umfassen sollte, führte er die Eleganz der Maxwellschen Feldtheorie, einschließlich der in ihr enthaltenen elektromagnetischen Lichttheorie, ins Feld. Wichtig war aber vor allem das Argument, das Webersche Gesetz sei wegen seiner geschw...

Pag. OBrosch.

[SW: Medizin]

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