Halldor Laxness

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Laxness, Halldor: Islandglocke. Roman. Aus dem Isländischen von Ernst Harthern. - (=Suhrkamp Hausbuch). Berlin, Suhrkamp Verlag, 1955.
Guter Zustand. SU etwas fleckig. - Aus wikipedia-orgHalld%C3%B3r_Laxness. Halldor Kiljan Laxness (eigentlich Halldor Guojonsson; * 23. April 1902 in Reykjavik; 8. Februar 1998 in Gljufrasteinn bei Mosfellsbaer) war ein isländischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger. Lebenslauf: Laxness' Eltern hießen Guojon Helgi Helgason und Sigriour Halldorsdottir. Da er aus wohlhabendem Hause stammte, konnte er seine Bildung durch zahlreiche Reisen vervollständigen. Auf dem Kontinent lernte er den Katholizismus kennen und konvertierte. Dies erkennt man auch in seinem frühen Roman Der große Weber von Kaschmir (1927), der überdies Einflüsse von Expressionismus und Surrealismus aufweist und andererseits im Ton nicht selten an den frühen Thomas Mann erinnert. Halldor Laxness hieß mit bürgerlichem Namen Halldor Guojonsson. Seinen Künstlernamen legte er sich nach dem Hof Laxnes (dt. "Lachshalbinsel") bei Mosfellsbaer zu, wo er aufgewachsen war. Den Namen Kiljan wählte er bei seiner Konversion zum Katholizismus, am 6. Januar 1923 im Benediktinerkloster St. Maurice de Clervaux in Luxemburg, nach dem irischen Märtyrer und Heiligen Kilian. 1930 heiratete er Ingibjörg Einarsdottir, 1945 begann seine zweite Ehe mit Auour Sveinsdottir und er bezog seinen ständigen Wohnsitz in Gljufrasteinn bei Mosfellsbaer. Auszeichnungen: Halldor Laxness gilt als der erste isländische Autor der Neuzeit, der Weltruhm erlangte. Er erhielt 1955 den Nobelpreis für Literatur. Zu seinen weiteren Ehrungen zählen der Weltfriedenspreis 1953 und 1959 der Sonning-Preis. Er erhielt die Ehrendoktorwürden der Universitäten Abo (1968), Reykjavik (1972), der Universität Edinburgh (1977) sowie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (1982), letztere anlässlich seines 80. Geburtstages. Werke: Längere Zeit galt Laxness als Anhänger marxistisch-kommunistischer Lehren. Dies kommt beispielsweise in seinem Romans Atomstation (1948) zum Ausdruck. In diesem Roman, für den er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, wendet er sich energisch gegen die Stationierung US-amerikanischer Raketen auf Island. Weitere berühmte Werke von Laxness sind Salka Valka (1931/32), Sein eigener Herr (1934-36) und Weltlicht (1937-40). In Sein eigener Herr geht es um einen hartnäckigen Kleinbauern, der trotz widrigster Umstände seine Selbstständigkeit nicht aufgeben will (der isländische Titel lautet Sjalfstaett folk, zu Deutsch: "selbstständige Leute"). In Weltlicht schildert er das Leben eines Mannes aus einfachsten Verhältnissen, der unbedingt Schriftsteller werden will und deshalb gegen viele Vorurteile seiner Umgebung zu kämpfen hat. Das bekannteste Buch von Laxness ist vermutlich der Roman Die Islandglocke (isländisch: Islandsklukkan, 1943-46). Angelehnt an historische Figuren (vor allem den Sprachwissenschaftler Arni Magnusson) sucht darin Arnas Arnaeus um 1700 im ländlichen Island nach kostbaren alten Schriften. Die verelendeten Bauern haben diese teilweise versteckt, teilweise auch umfunktioniert (beispielsweise in Isoliermaterial). Arnas verliebt sich in die schöne Richtertochter Snaefriour, hat aber zu wenig Mut, sich wirklich auf eine Beziehung mit ihr einzulassen, obwohl seine Liebe erwidert wird. Der zweite Handlungsstrang stellt den mit allen Wassern gewaschenen Bauern Jon in den Mittelpunkt. Er wird des Mordes angeklagt, kann sich einer Hinrichtung gerade noch entziehen und irrt anschließend jahrelang durch das von Kriegen und sozialen Gegensätzen gezeichnete Europa. Dieser Teil des Romans, der allerdings mit dem anderen eng verknüpft ist (Arnas und Jon begegnen sich mehrfach), erinnert immer wieder an berühmte Schelmenromane wie etwa Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch. Laxness schrieb noch zahlreiche weitere Romane, darunter Die glücklichen Krieger (1952), in dem er die negativen Seiten von Sagahelden teilweise satirisch aufzeigte - nicht unbedingt zur Freude aller seiner Landsleute. Das Buch wurde in bewusst archaisierender Sprache geschrieben und wird von vielen als die größte Parodie isländischer Sprache angesehen. Ende der 1950er Jahre wandte er sich vom Kommunismus ab. In seinen späteren Romanen Das Fischkonzert (1957), Das wiedergefundene Paradies (1960) und Am Gletscher (1968) ist auch die Sozialkritik nicht mehr so deutlich. Laxness sucht in seinem Spätwerk nach neuen Erzählformen, die vor allem mit der Problematik der Erzählperspektive spielen. Statt der sozial- und religionskritischen Themen hielten nun taostische Themen Einzug in seine Bücher. Einige seiner Romane wurden auch verfilmt: Das Fischkonzert (isländisch: Brekkukotsannall, 1973) und Das wiedergefundene Paradies (Paradisarheimt, 1980) von dem Regisseur Rolf Hädrich, Atomstation (Atomstöoin, 1984) von Corsteinn Jonsson sowie 1998 Am Gletscher (Kristnihald undir Jökli) und 1999 Das gute Fräulein (Ungfruin gooa og husio) von seiner Tochter Guony Halldorsdottir. Sein Gesamtwerk umfasst noch zahlreiche weitere Romane und Theaterstücke, auch war er häufig journalistisch tätig. Seine Werke wurden in zahlreiche andere Sprachen übersetzt. Rezeption in Deutschland: Aufgrund seiner lange Zeit kommunismusfreundlichen Haltung wurde Laxness in der DDR stärker beachtet als in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Werke der Nachkriegszeit wurden zuerst in der DDR übersetzt - ungewöhnlich für einen renommierten skandinavischen Schriftsteller. In den 1990er Jahren erfolgte eine gesamtdeutsche Renaissance der Werke Laxness', ausgelöst durch eine neue Werksausgabe mit teilweise neuen Übersetzungen des Göttinger Steidl Verlages.

1. - 20. Tausend dieser Ausgabe. 465 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag.

[SW: Nobelpreisträger, Historischer Roman Historische Romane, Skandinavische Literatur, Isländische Literatur, Island / Zeitgeschichte, Nordistik, Nordistik, Skandinavistik, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Skandinavische Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Literaturkanon]

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Friese, Wilhelm: Begegnungen mit Halldor Kiljan Laxness. Tübingen, Basel: Francke, 2008. ISBN: 9783772082887
Gebraucht, aber gut erhalten. - Vom isländischen Roman in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts -- Ein Briefwechsel mit Halldor Laxness (1953/54) -- "Silbermond": Ein missglückter Versuch "Silfurtungliö" (Silbermond). Handlung des Dramas; Übersetzung des Zweiten Aktes -- Ein Briefwechsel mit Peter Huchel und Halldor Laxness (1955) -- "Undir Helgahnuk" und "Kristnihald undir Jökli": Der Ring schließt sich (1972) -- Ehrendoktor der Neuphilologischen Fakultät der Universität Tübingen (1982) -- Halldor Kiljan Laxness und Knut Hamsun (1982) -- Religion in Leben und Werk von Halldor Kiljan Laxness. ISBN 9783772082887 - , ISBN: 3772082882

128 S. Gebundene Ausgabe.

[SW: Halldor Laxness]

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Laxness, Halldor: Atomstation. Roman. Aus dem Isländischen von Ernst Hathern. Umschlaggestaltung von Karl Gröning Jr. und Gisela Pferdmenges. - (=rororo 162). Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1955.
Lesetipp des Bouquinisten! Aus der Bibliothek des Verlegers Heinrich Beck. Sehr guter Zustand. In der Stadt herrscht Unruhe Die junge Ugla kommt vom isländischen Norden nach Reykjavik und sieht mit Staunen das Luxusleben, die politischen Umtriebe und die Kälte hinter den schönen Fassaden. - Aus: wikipedia-Halld%C3%B3r_Laxness. Halldor Kiljan Laxness (eigentlich Halldor Guojonsson; * 23. April 1902 in Reykjavik; 8. Februar 1998 in Gljufrasteinn bei Mosfellsbaer) war ein isländischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger. Lebenslauf: Laxness' Eltern hießen Guojon Helgi Helgason und Sigriour Halldorsdottir. Da er aus wohlhabendem Hause stammte, konnte er seine Bildung durch zahlreiche Reisen vervollständigen. Auf dem Kontinent lernte er den Katholizismus kennen und konvertierte. Dies erkennt man auch in seinem frühen Roman Der große Weber von Kaschmir (1927), der überdies Einflüsse von Expressionismus und Surrealismus aufweist und andererseits im Ton nicht selten an den frühen Thomas Mann erinnert. Halldor Laxness hieß mit bürgerlichem Namen Halldor Guojonsson. Seinen Künstlernamen legte er sich nach dem Hof Laxnes (dt. "Lachshalbinsel") bei Mosfellsbaer zu, wo er aufgewachsen war. Den Namen Kiljan wählte er bei seiner Konversion zum Katholizismus, am 6. Januar 1923 im Benediktinerkloster St. Maurice de Clervaux in Luxemburg, nach dem irischen Märtyrer und Heiligen Kilian. 1930 heiratete er Ingibjörg Einarsdottir, 1945 begann seine zweite Ehe mit Auour Sveinsdottir und er bezog seinen ständigen Wohnsitz in Gljufrasteinn bei Mosfellsbaer. Auszeichnungen: Halldor Laxness gilt als der erste isländische Autor der Neuzeit, der Weltruhm erlangte. Er erhielt 1955 den Nobelpreis für Literatur. Zu seinen weiteren Ehrungen zählen der Weltfriedenspreis 1953 und 1959 der Sonning-Preis. Er erhielt die Ehrendoktorwürden der Universitäten Abo (1968), Reykjavik (1972), der Universität Edinburgh (1977) sowie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (1982), letztere anlässlich seines 80. Geburtstages. ... Rezeption in Deutschland: Aufgrund seiner lange Zeit kommunismusfreundlichen Haltung wurde Laxness in der DDR stärker beachtet als in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Werke der Nachkriegszeit wurden zuerst in der DDR übersetzt - ungewöhnlich für einen renommierten skandinavischen Schriftsteller. In den 1990er Jahren erfolgte eine gesamtdeutsche Renaissance der Werke Laxness', ausgelöst durch eine neue Werksausgabe mit teilweise neuen Übersetzungen des Göttinger Steidl Verlages. - - 1950 führte der Rowohlt-Verlag mit der Reihe "rororo-Taschenbuch' das Taschenbuch im großen Stil in den deutschen Buchmarkt ein. Mit dieser Reihe sollten anspruchsvolle Schriftsteller, vor allem des amerikanischen und französischen Marktes in Kontakt mit den "leseunerfahrenen Massen' gebracht werden. Durch geringe Produktionskosten und moderne Vermarktungsmethoden, z. B. Zigarettenreklame im Text, war die Reihe konkurrenzlos günstig und es konnten auch unbekannte Autoren verlegt werden.

Erste Auflage dieser Ausgabe. 155 (3) Seiten. Einbandentwurf: Karl Gröning und Gisela Pferdmenges. Illustrierter Originalkarton mit Leinenrücken.

[SW: Nobelpreisträger, Taschenbücher vor 1960, Seltene Taschenbücher, Taschenbuchreihen, Liebesgeschichten, Isländische Literatur, Literaturtheorie Literaturgattungen Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften Literaturrecherche Literaturinterpretationen, Island / Zeitgeschichte, Literaturtheorie Literaturgattungen Literaturepochen, Skandinavische Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturrecherche Literaturinterpretationen Literaturkanon, Buchhandelsgeschichte, Buchgeschichte, Buchkunde, Buchmarkt, Buchreihen, Verlage, Buchhandel, Buchwissenschaft, Verlagsgeschichte, Buchwesen, Buchgestaltung, Verlagswesen, Antiquariat, Lektor, Nobelpreisträger, Reykjavik, Dienst; Erlebnisse; Große Stadt; Atomkrieg; Bevölkerung; Norden]

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Laxness, Halldor: Konvolut "Halldor Laxness/Island". 18 Titel. 1.) Halldor Laxness: Die Litanei von den Gottesgaben, Roman, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1. Auflage/1979, 215 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, sehr gut erhalten. 2.) Halldor Laxness: Atomstation, Roman, Aufbau-Verlag Berlin, 1. Auflage/1955, 219 Seiten, grüner Leinen-Einband ohne O.Schutzumschlag, gut erhalten. 3.) Halldor Laxness: Das wiedergefundene Paradies, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 2. Auflage/1976, 278 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, mit kleinem Besitzstempel, sehr gut erhalten. 4.) Halldor Laxness: Islandglocke, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1967, 480 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, sehr gut erhalten. 5.) Halldor Laxness: Das Fischkonzert, Roman, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1972, 296 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, sehr gut erhalten. 6.) Halldor Laxness: Gerpla, Eine Heldensage, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1. Auflage/1977, 455 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, sehr gut erhalten. 7.) Halldor Laxness: Zeit zu schreiben, Biographische Aufzeichnungen,Erlebnisse und Erfahrungen des isländischen Dichters und Nobelpreisträgers, Mit einem Nachwort von Rolf Hädrich, Fischer Taschenbuch Verlag, 1980, 247 Seiten, lichtrandig, sonst gut erhalten. 8.) Artikel/Kopie "Europas letzter Nationaldichter. Halldor Gudmundsson schrieb eine Biografie über Halldor Laxness" (Neues Deutschland vom 7. Dezember 2007). 9.) Fred Germonprez: Island! Island!, Roman, Union Verlag Berlin, MCMLIX, 1959, 265 Seiten, Leinen-Einband mit bestoßenem O.Schutzumschlag, sonst gut erhalten. 10.) MERIAN, Island, Das Monatsheft der Städte und Landschaften im Hoffmann und Campe Verlag Hamburg, Heft 6/XXV, großformatig, 92 Seiten, mit vielen Abbildungen und einer Faltkarte, gut erhalten. 11.) Artikel/Kopie "Interview mit Halldor Laxness" von Josef-Hermann Sauter ("Die Weltbühne" vom 26. Juni 1973). 12.) Artikel/Kopie "Halldor fra Laxness" von Jochen Reinert ("Die Weltbühne" vom 20. April 1982). 13.) Artikel/Kopie "Islands Präsidentin" von Jochen Reinert ("Die Weltbühne" vom 15. Juli 1980). 14.) Artikel/Kopie "Ketzer von sieben Religionen. Halldor Laxness wird neunzig" von Jochen Reinert ("Die Weltbühne" vom 21. April 1992). 15.) Achtseitige Island-Wochenendbeilage: Sagenhaftes Island, Land der Mythen, Ausstieg aus dem Jammertal, Mit dem Blick für das Soziale, Thor versus Christus, Laxness, die Sagas und die Moderne, Im Gespräch mit dem Übersetzer und Herausgeber Prof. Dr. Hubert Seelow, Eiskalt? Inspired by Iceland, Island, ein außenpolitischer Exot, Milchig-trübes Bad inmitten von Lavafeldern, Die seltsamen Leute u. a. (Neues Deutschland vom 8./9. Oktober 2011). 16.) Literatur aus Island, mehrseitige Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse (Neues Deutschland vom 12.-16. Oktober 2011). 17.) "Wunderland mit Problemen. Die Finanzkrise erreichte Island als ersten Staat auf dem alten Kontinent. Inzwischen geht es aufwärts", ganzseitiger Artikel (Neues Deutschland vom 10./11. Dezember 2011). 18.) "Leben auf Island: eine Kunst. Alva Gehrmann über eine Insel und ihre Menschen" (Neues Deutschland vom 1. März 2012) Aufbau-Verlag Berlin und Weimar u.a.

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