Habermas Verfassung

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Habermas, Jürgen: Zur Verfassung Europas Ein Essay, SUHRKAMP, 111 ISBN: 351806214X
Die anhaltende Euro-Krise sowie die halbherzigen, oft populistischen Reaktionen der Politik lassen ein Scheitern des europäischen Projekts derzeit als reale Möglichkeit erscheinen. In seinem Essay verteidigt Jürgen Habermas Europa gegen die sich ausbreitende Skepsis, der er ein neues überzeugendes Narrativ für die Geschichte und vor allem die Zukunft der Europäischen Union entgegensetzt. Denkblockaden in Bezug auf die Transnationalisierung der Demokratie räumt er aus dem Weg, indem er den Einigungsprozess in den langfristigen Zusammenhang der Verrechtlichung und Zivilisierung staatlicher Gewalt einordnet. An die Politik richtet Jürgen Habermas schließlich den Appell, das bisher hinter verschlossenen Türen betriebene europäische Projekt endlich auf den hemdsärmeligen Modus eines lärmend argumentierenden Meinungskampfes in der breiten Öffentlichkeit umzupolen. Neben diesem Essay zur Verfassung Europas enthält dieser Band den Aufsatz "Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte" aus dem Jahr 2010 sowie drei Interventionen, die Jürgen Habermas seit dem Ausbruch der Finanzkrise veröffentlicht hat. "Angesichts eines politisch ungesteuerten Komplexitätswachstums der Weltgesellschaft, das den Handlungsspielraum der Nationalstaaten systemisch immer weiter einschränkt, ergibt sich die Forderung, die politischen Handlungsfähigkeiten über nationale Grenzen hinaus zu erweitern, aus dem normativen Sinn der Demokratie selbst." Jürgen Habermas

NEUBUCH! 2011. 140 S. 200 mm x 123 mm x 22 mm; Edition Suhrkamp Nr.6214

[SW: Europa-Verfassung]

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Ackermann, Michael u. a. (Hrsg.): Kommune - Forum für Politik / Ökonomie / Kultur - 21. Jahrgang Nr. 4/03, Frankfurt am Main Kühl 2003
Inhalt: Wir Europäer - wann wird uns das von den Lippen gehen wie "wir Deutsche"? Da gibt es nun den historischen Schritt der europäischen Verfassung; aber hat nicht der Berg gekreißt und eine Maus geboren, wie manche Kritiker behaupten? Heike Litzinger meint hingegen, der Konvententwurf für eine Verfassung sei besser als sein Ruf. Europäische Identität, so es sie gibt, besteht sie vielleicht vor allem im ewigen Ja-Aber und Zweifeln? Martin Altmeyer, der den Stand der von Habermas ausgelösten Debatte zusammenfasst, knüpft letztlich an der Verfassung an. Den möglichen Kern einer europäischen Identität sieht er in Werten, die darin festgeschrieben sind: "... das praktische Bekenntnis zu individueller Freiheit, sozialer Gerechtigkeit, weltanschaulichem Pluralismus und politischer Demokratie, zu dem sich Europa aufgrund besonders schmerzlicher historischer Erfahrungen schließlich durchgerungen hat." Keinesfalls aber in der Abwendung von den USA, wie das bei Habermas durchklingt, wenn er die Protestdemonstrationen vom 15. Februar als Akt europäischer Erneuerung nachreichen möchte. Kommt die Reformdebatte in die Gänge? An Positionen fehlt es wahrlich nicht. Nach dem Wiesenthal-Essay im letzten Heft über das Ende des Modells Deutschland legt Paul Nolte zehn Thesen für neue Wege in der Sozialpolitik vor, während Wolfgang von Nostitz ein grundlegend anderes Denken und Konsumieren einfordert. Für Wilhelm Pauli hingegen hängt das ganze gesellschaftspolitisch enthemmte Reformgerede "in den Seilen des Christiansen-Kosmos". Zwiespältig und unsicher sind aber die Blicke nicht nur auf die Zukunft gerichtet. Auch der deutsche Erinnerungsdiskurs über den Nationalsozialismus ist immer noch ein Minenfeld. Die öffentliche Debatte läuft hoch ritualisiert und politisch instrumentalisiert ab. Die Annahme einer deutschen Kollektivschuld, so Dagmar Barnouw, hat die Aufarbeitung eigener Extremerfahrungen weitgehend verhindert - exemplarisch sei die Kontroverse um Grassens Vertriebenennovelle genannt. Es wäre an der Zeit für eine umsichtige Historisierung der Nazi-Periode, um mythifizierten Geschichtsbildern entgegen zu arbeiten. SOFORTVERSAND AUF RECHNUNG! Schönes, sauberes Exemplar mit einem Adress-Aufdruck auf dem Einband sowie Stempel und Signatur innen.

Broschur leichte Gebrauchsspuren 112 S.

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Fischer, Sebastian: Die Rolle einer europäischen Verfassung zur Behebung des Legitimitätsdefizits der EU Eine Gegenüberstellung und Kritik der drei Positionen Grimms, Habermas und Kielmanseggs, GRIN VERLAG, Februar 2010, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640521137
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich nicht mit dem vom europäischen Konvent ausgearbeiteten Verfassungsvertragsentwurf, sondern will auf einer vorgängigen Ebene ergründen, ob eine Verfassung überhaupt ein geeignetes Mittel für die EU darstellt. Insbesondere geht es um die Möglichkeit, ob die EU dadurch ihr so oft zitiertes Legitimitätsdefizit beheben kann. Im einzelnen werden dazu die Positionen Dieter Grimms, Jürgen Habermas und Peter-Graf Kielmanseggs gegenübergestellt und verglichen. Zunächst wird aufgezeigt, daß ein solches Legitimitätsdefizit tatsächlich existiert und worin es besteht. Da alle drei Wissenschaftler in den Grundzügen diese Ausgangsanalyse teilen, sollen äußerst prägnant deren Vorschläge zusammengefaßt werden, wie darauf zu reagieren ist. Um dann im Anschluß im speziellen auf die Rolle der Verfassung in den einzelnen Positionen eingehen zu können, ist zu klären, was eine Verfassung ausmacht und inwiefern die bestehenden Verträge der EU schon heute Verfassungscharakter besitzen. Die verschiedenen Ansätze werden dann anhand ausgewählter Kriterien einander gegenübergestellt. Einer genaueren Betrachtung werden hier das Verhältnis Volk Verfassung, die Rolle der normativen Wunschvorstellungen und das jeweilige Verständnis von Legitimität unterzogen. Dabei wird in Ansätzen auch eine Kritik der Argumentationen vorgenommen.

NEUBUCH! 2010. 56 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 4 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V142921

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Feldmann, Thomas: Europa in den Nachrichten - Ein Vergleich des Europabezuges der Nachrichtensendungen "ARTE-Info" und "heu, GRIN VERLAG; GRIN VERLAG, Januar 2008, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3638892751
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 2,0, Freie Universität Berlin (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft), 95 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff der europäischen Öffentlichkeit erfährt seit geraumer Zeit in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung eine große Beachtung. Die Debatte über die Kriterien einer europäischen Öffentlichkeit zeichnet sich jedoch analog zur politischen Debatte des Themas durch ein hohes Maß an Komplexität und Unterschieden bei der Begriffsdefinition aus. Es besteht kein einheitliches Verständnis darüber wodurch sich eine europäische Öffentlichkeit konstruiert, wie sie aussieht oder wie eine solche demokratischen Ansprüchen genügen könnte. Eindeutige empirische Aussagen, was europäische Öffentlichkeit ausmacht, lassen sich gegenwärtig nicht erschließen (RISSE 2002).Die ablehnende Haltung der französischen und niederländischen Wählerzum europäischen Verfassungsentwurf im Frühjahr 2005 macht die Krise, in der sich die Europäische Union momentan befindet, deutlich. Hierbei sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass dennoch 15 Mitgliedstaaten der EU die Verfassung bereits ratifiziert haben und weitere dies in der nahen Zukunft tun wollen (HTTP://EUROPA.EU/ CONSTITUTION/RATIFICATION_EN.HTML). Ungeachtet dessen nehmen EU-Richtlinien und Verordnungen einen immer größeren Platz in der nationalen Gesetzgebung ein, ohne dass der Wähler als Souverän direkte Einflussmöglichkeiten besitzt (GERHARDS 2002: 141). Dieses von einigen Autoren bemängelte Demokratiedefizit der Europäischen Union durch eine gemeinsame Verfassung wenn nicht aufzulösen, so doch wenigstens zu mindern, ist ein Ziel der europäischen Regierungen. Die Ablehnung der Verfassung durch die Volksentscheide in Frankreich und den Niederlanden zeigte die große Skepsis der Bürger gegenüber der momentanen Beschaffenheit der EU. Sie war Wasser auf die Mühlen der Europa-Skeptiker, die für eine politische Union die Existenz einer gemeinsamen Zivilgesellschaft, einer gemeinsamen Identität und einer gemeinsamen Öffentlichkeit als Voraussetzung sehen. Die herausfordernde Frage nach der Existenz und den Strukturen einer europäischen Öffentlichkeit ist Untersuchungsthema der vorliegenden Arbeit.Zu Beginn der Arbeit wird das schwer greifbare Phänomen von Öffentlichkeit näher betrachtet. Dabei werden die Konzeptionen der zwei großen deutschen Traditionslinien in der sozialwissenschaftlichen Forschung berücksichtigt, die Frankfurter Schule um Jürgen Habermas, sowie die Ansätze des Bielefelder Systemtheoretikers Niklas Luhmann.

NEUBUCH! 2008. 124 S. 210 mm 221 mm x 154 mm x 20 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V84337

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