Gustav Freytag
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Widmungsexemplare - Freytag, Gustav: Die Ahnen: Band 5: Die Geschwister, und Band 6: Aus einer kleinen Stadt. Erstausgaben. Nur Bände 5 u. 6 (von 6). Leipzig, S. Hirzel, 1878ff.
Gering berieben und etwas bestoßen; jeweils Vordervorsatz und bei Band 5 auch fl. Vorsatz im Bug ca. 2 bzw. 1 cm an den Innendeckel bzw. die vorhergehende Seite geklebt - der Eindruck der Widmungen auf den Vordervorsätzen leidet dadurch leider erheblich; fl. Vorsatz v. Band 5 mit kleinem Ausriss; hintere Innengelenke mit stärkeren Spuren entfernter Tesafilmstreifen und Gelenke hier angeplatzt; hinterer Vorsatz von Band 5 mit kleinem Ausriss. Erstausgaben (WG², 25). Exemplare aus dem Besitz des mit Freytag befreundeten Schriftstellers, Journalisten und Politikers Eduard Tempeltey (1832-1919). Beide Bände mit eigenhändiger Widmung Gustav Freytags auf dem Vordervorsatz: Band 5:"Seinem lieben Freunde Eduard Tempeltey der dies Buch gewollt und veranlaßt in Treue Gustav Freytag"; Band 6:"Seinem lieben Freunde Eduard Tempeltey dem treuen Gönner dieses Buches in alter Liebe. Siebleben Okt 84. Gutav Freytag". Auf dem hinteren Innendeckel von Band 5 mit eingeklebtem Blatt, das handschriftliche Eintragungen Tempelteys zu Gustav Freytag enthält. In Band 6 lose beiligend 2 Bll. mit handschriftl. Eintragungen zu Freytag von Eduard Tempeltey (am Schluß mit seiner Unterschrift). Dazu: Gustav Freytag: die Ahnen. Band 5. Aus einer kleinen Stadt. 21. Auflage. Leipzig, S. Hirzel, 1911 (400 S., 8°, OLeinen - gering berieben und etwas bestoßen; beide Innengelenke angeplatzt und mit stärkeren Spuren entfernten Tesafilms) - dieser Band ebenfalls aus dem Besitz des Freytag-Freundes Eduard Tempeltey und auf dem Vordervorsatz sowie auf einem auf den vorderen Innendeckel mont. Blatt mit handschriftlichen Eintragungen Tempelteys zu Freytag (Vorsatzeintrag mit Unterschrift Tempelteys, dat. Mai 1911). Trotz der beschriebenen Mängel von Interesse durch die 2 Widmungen des Verfassers und die längeren handschriftlichen Notizen des Vorbesitzers Eduard Tempeltey, die auch literaturhistorisch von Bedeutung sein dürften.
436, 400 S.. 8°. OLeinenbände.
Gustav Freytag: [Art. 15793] Bilder aus der deutschen Vergangenheit - Band 2 [Gustav Freytag: Bilder aus der deutschen Vergangenheit - Band 2] Hirzl Verlag Leipzig 1911 ; fester Einband / hard cover
1. Auflage Bilder aus der deutschen Vergangenheit, Band 2, 2. Abteilung: Aus dem Jahrhundert der Reformatione 1500-1600. Gustav Freytag hat in den fünfziger Jahren des 18. Jahrhunderts in der Zeitschrift "Grenzboten" kulturhistorische Aufsätze veröffentlicht, die hier als "Bilder aus der deutschen Vergangenheit" zu einem einheitlichen Werke zusammengefasst wurden. (Über den Autor: Gustav Freytag, deutscher Schriftsteller, Journalist und Politiker, * 13. 7. 1816 Kreuzburg, Schlesien, + 30. 4. 1895 Wiesbaden; Vertreter der Nationalliberalen Partei im Norddeutschen Reichstag, 1848-1870 Mitherausgeber der liberalen Zeitschrift "Die Grenzboten"; errang 1854 mit seinem Lustspiel "Die Journalisten" einen Dauererfolg.) Orig. Pappeinband, Frakturschrift, 396 Seiten, Standardbuchformat Zustand: Einband an den Kanten gering berieben, Rücken an der oberen Kante vorne ca. 1 cm eingerissen, ex-libris auf Buchinnendeckel, innen gut und frisch
[SW: Bilder aus der deutschen Vergangenheit Kulturgeschichte deutsche Geschichte Gustav Freytag]
Freytag, Gustav: Bilder aus der Deutschen Vergangenheit Band I-III. Band 1: Aus dem Mittelalter. Band 2: Vom Mittelalter zur Neuzeit; Aus dem Jahrhundert der Reformation. Band 3: Aus dem Jahrhundert des großen Krieges; Aus neuer Zeit. (= Gustav Freytags Werke) Uhlenhorst-Verlag Curt Brenner Keine Auflagenangabe Ohne Jahresangabe (um 1930) Hamburg
430, 399, 391S. 8°
Leinen Drei fadengeheftete, goldgeprägte Ganzleineneinbände mit reicher Rückenvergoldung und Farbkopfschnitt. Die Buchrücken aufgehellt, die Einbände leicht berieben und gering fleckig, die Schnitte und Vorsätze(stock-) fleckig, im Inneren ansonsten guter Zustand, Gesamterhaltung befriedigend. Gesetzt in Fraktur. Gustav Freytag (* 13. Juli 1816 in Kreuzburg, Oberschlesien; 30. April 1895 in Wiesbaden) war ein deutscher Schriftsteller. Gustav Freytags Vater Gottlob Ferdinand war Arzt und wurde später in Kreuzburg zum Bürgermeister gewählt. Seine Mutter Henriette war eine geb. Zebe. Der Sohn besuchte das Ölser Gymnasium und studierte danach bis 1835 Philologie, Kulturgeschichte und antike Kunst an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Breslau, wo er sich 1835 dem Corps Borussia anschloss, und an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. Während seines Studiums in Breslau lernte er Hoffmann von Fallersleben kennen und begründete seine Freundschaft zum "Dreizehnlindendichter" Friedrich Wilhelm Weber (1813-1894). Das Thema seiner Doktorarbeit von 1838 lautete "Über die Anfänge der dramatische Poesie bei den Germanen". Von 1839 bis 1847 war er Privatdozent an der Universität Breslau. In dieser Zeit entstanden seine ersten Theaterstücke. Danach übersiedelte er nach Leipzig und ein Jahr später nach Dresden und pflegte regen Umgang mit Literaten. Im Jahr 1848 gab er in Leipzig gemeinsam mit Julian Schmidt die Zeitschrift Die Grenzboten heraus, die er zum einflussreichsten Organ des liberalen deutschen Bürgertums formte. Mit der Übernahme der Grenzboten begann seine Karriere als Journalist. In der Wochenzeitschrift verfasste Freytag auch politisch kritische Artikel, so unter anderem über die Niederschlagung des schlesischen Weberaufstandes, was eine steckbriefliche Fahndung durch Preußen zur Folge hatte. Er ersuchte deshalb Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha um politisches Asyl und zog 1851 nach Siebleben bei Gotha. 1854 wurde ihm vom Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, mit dem er befreundet war, der Hofratstitel verliehen. In den Jahren 1867 bis 1870 vertrat er als Abgeordneter die Nationalliberale Partei im Reichstag. Später trat er zurück, da er von der Politik Otto von Bismarcks enttäuscht war. 1870/71 nahm er als Berichterstatter im Hauptquartier des preußischen Kronprinzen am deutsch-französischen Krieg teil. In den Jahren 1871 bis 1873 vertrat er in der Zeitschrift Im neuen Reich seine nationalliberalen Anschauungen, wandte sich gegen Kleinstaaterei und verfocht die Idee eines kleindeutschen Einheitsstaates unter preußischer Führung. Freytag wurde zum Inbegriff des deutschen Liberalen. 1886 wurde er zum geheimen Hofrat ernannt und das Prädikat "Exzellenz" verliehen. Im selben Jahr erhielt er den Orden Pour le merite für Wissenschaften und Künste. 1844 erschien Freytags erstes Stück "Die Brautfahrt oder Kunz von den Rosen", ein Lustspiel über Kaiser Maximilian, für das er den Preis der Berliner Hofbühne gewann. 1847 erschienen die Schauspiele "Die Valentine" und "Graf Waldemar"; im Gegensatz zu ihnen war Freytags 1854 erschienenes Lustspiel "Die Journalisten", erfolgreich. Zwischen 1859 und 1867 entstand sein kulturgeschichtliches Hauptwerk "Bilder aus der deutschen Vergangenheit" in vier Bänden. Freytag schildert darin die deutsche Geschichte am Beispiel ausgewählter Quellentexte. Das Werk, das im Salomon Hirzel Verlag in Leipzig erschien, erfuhr bis 1909 je nach Band zwischen 27 und 32 Auflagen und gehört damit zu den beliebtesten deutschen Geschichtswerken des 19. Jahrhunderts überhaupt. Aufgrund seines Romans "Soll und Haben", der 1855 erschien, wurde Freytag nach dem Zweiten Weltkrieg wegen seiner angeblich antisemitischen Tendenz zum Teil heftig kritisiert. Deutlich wurde dies in der Debatte um die Verfilmung von "Soll und Haben" im Jahr 1977 durch Rainer Werner Fassbinder, die letztlich zur Aufgabe des Projekts durch den WDR führte. Hauptgrund hierfür ist die Darstellung des gewissenlosen, amoralischen und habgierigen jüdischen Kaufmanns Veitel Itzig, den Freytag der Figur des redlichen, von hohem Arbeitsethos geprägten Protagonisten Anton Wohlfart gegenüberstellt. Andererseits hat Freytag sich in mehreren Aufsätzen (Der Streit über das Judentum in der Musik, gegen Richard Wagner, sowie Über den Antisemitismus. Eine Pfingstbetrachtung) ausdrücklich gegen den Antisemitismus ausgesprochen. Weiterhin stellt Freytag in Soll und Haben auch Angehörige z.B. des deutschen Adels als moralisch verworfen dar, während andere Figuren jüdischer Abstammung (u.a. die Eltern des Veitel Itzig) durchaus positiv geschildert werden. Die "Technik des Dramas" (1863) wurde zu einem der wichtigsten dramaturgischen Lehrbücher seiner Zeit. Freytag fasst hier die Dramentheorie des geschlossenen Dramas nach Aristoteles und vor allem Friedrich Schiller zum sog. pyramidalen Aufbau (Exposition und erregendes Moment, Höhepunkt mit Peripetie, retardierendes Moment und Lösung bzw. Katastrophe) des klassischen Dramas zusammen. Das Gesamtwerk erschien 1886 bis 1888 in 22 Bänden. 1869 schrieb Freytag den Text "Karl Mathy. Geschichte seines Lebens", der das Leben eines früheren Freundes Freytags schildert. Ein weiterer Romanzyklus erschien zwischen 1872 bis 1880 unter dem Namen "Die Ahnen" und schildert, akribisch recherchiert, die Schicksale einer deutschen Familie von der germanischen Vorzeit bis zur Gegenwart. Knappe zehn Jahre vor seinem Tod, im Jahre 1886, gestaltete er mit "Erinnerungen" einen tagebuchähnlichen Text, in dem er seine wichtigsten Lebensabschnitte schilderte.
[SW: Deutsche Literatur | Geschichte | Gustav Freytag]
Freytag, Gustav: Die verlorene Handschrift [Kulturhistorische Romane] ; [Bd. 75] Berlin Schreiter'sche Verlh. [1926]
Vollst. Ausg. - Roman in fünf Büchern: Aus dem dritten Buch: Die Buttermaschine:Im großen Saale der Universität war ein gewähltes Publikum versammelt, Würdenträger der Regierung und Stadt, Männer der Wissenschaft, hinter ihnen die Studenten, welche ab- und zuströmend die Tür des großen Portals in Bewegung hielten.'' Gustav Freytag wurde am 13.7.1816 in Kreuzburg, Schlesien, geboren. Er starb am 30.4.1895 in Wiesbaden. Gustav Freytag studierte von 1835 bis 1838 in Breslau und Berlin und promovierte 1838 zum Dr. phil. Anschließend arbeitete er bis 1844 als Privatdozent. Von 1848 bis 1870 war Gustav Freytag Redakteur der Zeitschrift ''Die Grenzboten'', 1867 bis 1870 thüringischer Abgeordneter der nationalliberalen Partei im Norddeutschen Reichstag. Gustav Freytag wird 1854 zum Hofrat und 1893 zur Exzellenz ernannt.''
Hlw. 704 Seiten Mit e. sehr schönen exlibriartigen Besitzstempel versehen. - Kopffarbschnitt, illustrierter Einbd. 8



