Grass Blechtrommel

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Grass, Günter: Die Blechtrommel. Roman. Darmstadt, Berlin, Neuwied: Herrmann Luchterhand Verlag, März 1966.
Guter Zustand. Mit einer Widmung auf der Titelseite. Vorderer Buchblock mit einem unbedeutendem Bindungsfehler. - Die Blechtrommel ist ein Roman von Günter Grass. Er erschien 1959 als Teil der Danziger Trilogie und gehört zu den wichtigsten Romanen der deutschen Nachkriegsliteratur. ... Die Blechtrommel in der Literaturkritik: Der Stil von Günter Grass unterscheidet sich von zeitgenössischer Nachkriegsliteratur hauptsächlich durch seine lebensnahe, von überbordender Fabulierlust gekennzeichnete Erzählweise von der sonst betont rationalen Reflexion der deutschen Vergangenheit. Er löste in der Kritik kontroverse Diskussionen aus. Während Walter Widmer in den Basler Nachrichten vom 18. Dezember 1959 das Werk "als Prototyp des neuen Romans" neben Goethes Wilhelm Meister stellte, verweigerte Bremens Senat dem Autor den von einer unabhängigen Jury zugesprochenen Bremer Literaturpreis. Hans Magnus Enzensberger prophezeite in seiner Besprechung im Süddeutschen Rundfunk vom 18. November 1959 "Schreie der Freude und der Empörung". Mit Bezug auf die lebensnahe Schilderung der Lebenswirklichkeit des Kleinbürgertums während des Zweiten Weltkrieges in der Blechtrommel kommentierte er: "Der Skandal, der darin liegt, ist letzten Endes an keinen Stoff gebunden: er ist der Skandal der realistischen Erzählweise überhaupt." Von Enzensberger stammen auch die vielzitierten Worte, Grass habe eine "Aura des Miefs" gezeichnet. Diese Worte sind später Leitmotiv vieler Interpretationen geworden, die in der Blechtrommel ein Sittenbild des Einzelnen sehen, der im Nationalsozialismus seinen Teil dazu beiträgt, der NSDAP zu ihrer Macht zu verhelfen. So ist etwa die Person des Alfred Matzerath ein typischer Parteigänger, der im Mief seiner kleinbürgerlichen Welt nicht die Auswirkung des eigenen Handelns überblickt, aber individuelle Schuld auf sich lädt. Weiter sieht Enzensberger in dem Werk einen Bildungsroman, der von "den besten Traditionen deutscher Erzählprosa" zehrt. Marcel Reich-Ranickis Kritik in der Zeit vom 1. Januar 1960 ist mit den vielsagenden Worten "Auf gut Glück getrommelt" überschrieben. Ranicki wirft dem Roman vor, dass "seine große stilistische Begabung [ ] dem Grass zum Verhängnis" wird. Er sah damals in dem Roman eine Vielzahl vielversprechender Motive, die allerdings inkonsequent ausgeführt und nicht in das übergeordnete Gesamtgefüge einmontiert würden: "Nichts Menschliches und Allzumenschliches braucht der Schriftsteller zu umgehen. Aber er muß uns durch sein Werk überzeugen, daß die Berücksichtigung dieser Vorgänge notwendig oder zumindest nützlich war. Das vermag Grass nicht." Ranicki widerrief die oben zitierte Kritik drei Jahre später im Westdeutschen Rundfunk. In dem Essay "Selbstkritik eines Kritikers" - in dem er auch einige bemerkenswerte Gedanken zur Aufgabe des Kritikers allgemein äußert - nimmt er Teile seiner damaligen Meinung zurück und gibt an, dass er "heute die Akzente anders setzen" und sich "insbesondere mit dem Neuartigen in der Prosa von Grass viel eingehender befassen" würde. Neben einer vielschichtigen Analyse der Grass'schen Erzählweise bemerkt er über die Intention des Buches: "Oskar protestiert physiologisch und psychisch gegen die Existenz schlechthin. Er beschuldigt den Menschen unserer Zeit, indem er sich zu einer Karikatur macht. Der totale Infantilismus ist sein Programm." Eckhard Henscheid bezeichnete den Roman 1984 im Merkur als "Riesenschmonsus, bei dem vor lauter Barock und Allegorie und Realismus und Vergangenheitsbewältigung und Großmannssucht nichts, aber auch gar nichts stimmt", das Buch sei "ein Synthetikprodukt des wäßrigsten Zeitgeistes, das zu allem Überfluß sich auch noch genialisch gibt". Heute gilt die Blechtrommel neben anderen großen Werken wie etwa Der Zauberberg als Jahrhundertwerk, das den Roman in eine neue Generation transportiert hat. Der Erfolg der Blechtrommel verhalf der bis dahin im Ausland wenig beachteten deutschen Nachkriegsliteratur auch über die Grenzen hinweg zu Aufmerksamkeit. Aus wikipedia-Die_Blechtrommel

Limitierte Sonderausgabe. 736 Seiten. 20,5 cm. Graues Leinen mit rotgeprägten Rücken- und Deckeltiteln.

[SW: Deutsche Literatur der 50er Jahre, Literatur nach 1945, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Deutsche Geschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Deutsche Literatur der fünfziger Jahre, Literaturrecherche, Literaturkanon, Danzig, Literarische Gattungen, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Filmschauspieler, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur,]

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Neuhaus, Linda: Die Blechtrommel - Zur Kritik von Marcel Reich-Ranicki, GRIN VERLAG, September 2007, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3638790711
Hauptseminararbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 1.3, Veranstaltung: Die Blechtrommel von Günter Grass, 8 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: GÜNTER GRASS-DIE BLECHTROMMEL Erläuterung zu der Kritik Reich-Ranickis: 'Oskar protestiert physiologisch und psychisch gegen die Existenz schlechthin. Er beschuldigt den Menschen unserer Zeit, indem er sich zu einer Karikatur macht. Der totale Infantilismus ist sein Programm. Er verkörpert jenseits aller ethischen Gesetze und Maßstäbe die absolute Inhumanität.' In wieweit wird diese Kritik von Marcel Reich-Ranicki dem Roman 'Die Blechtrommel' von Günter Grass gerecht , Abstract: Kritiken zum Roman Welterfolg Die Blechtrommel von Günther Grass hat es viele gegeben. Die berühmteste, aber auch die mit Sicherheit umstrittenste Kritik stammt vom populärsten Literaturkritiker unserer Zeit, Marcel Reich-Ranicki. Sie wurde 1960 in Die Zeit veröffentlicht und löste weltweit heftige Diskussionen aus. Unverständnis war die Reaktion vieler Leser und Kritiker, die Grass Blechtrommel als eine der größten literarischen Sensationen des Jahres 1959 und als unentbehrliches Werk der Nachkriegsliteratur feierten.Bis heute stört die damals publizierte und gewagte Kritik Reich-Ranickis empfindlich die Beziehungen zwischen dem Kritiker und Grass, der sich durch diese angegriffen und falsch beurteilt fühlte. Folgender, vielleicht sogar der aussagekräftigste Auszug einer etwas relativierenden Nachfolgekritik Reich-Ranickis im Jahre 1963 soll in dieser Arbeit kritisch erläutert und diskutiert werden: Oskar protestiert physiologisch und psychisch gegen die Existenz schlechthin. Er beschuldigt den Menschen unserer Zeit, indem er sich zu seiner Karikatur macht. Der totale Infantilismus ist sein Programm. Er verkörpert jenseits aller ethischen Gesetze und Maßstäbe die absolute Inhumanität. Diese Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, inwieweit diese Ansicht von Marcel Reich-Ranickis dem Werk Die Blechtrommel wirklich gerecht wird. Wie die Kritik vorgibt, werden sich meine Erläuterungen auf die Hauptperson des Schelmenromans, Oskar Matzerath, konzentrieren. Zu diesem Zweck soll in erster Linie werkimmanent gearbeitet und Sekundärliteratur nur ansatzweise miteinbezogen werden, um die Aussage Marcel Reich-Ranickis zu überprüfen. Mein Vorgehen, die vorliegende Kritik Stück für Stück zu erläutern, geht mit ihrer Chronologie einher. Zuerst soll danach gefragt werden, worin der Protest der Hauptfigur Oskar Matzeraths besteht. Im zweiten Teil der Arbeit soll ersichtlich werden, ob und in wiefern Oskar als Karikatur des modernen Menschen gesehen werden kann. Im Anschluss daran werde ich mich mit seinem Infantilismus beschäftigen und die vorgeworfene Unmenschlichkeit des Erzählers hinterfragen. Zum Schluss folgt ein Fazit, dass resümierend alle beleuchteten Aspekte noch einmal in einen Zusammenhang bringt, um dieKritik umfassend zu erläutern und Stellung zu beziehen.

NEUBUCH! 2007. 44 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 3 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V41382

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Petzi, Katharina: Oskar Matzerath - ein Schelm in der Tradition des Pikaro-Romans, GRIN VERLAG, August 2008, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640148940
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik, einseitig bedruckt, Note: 2,0, Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Lehrstuhl für NDL), Veranstaltung: Günter Grass, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Lob und Kritik, Preise und Schmähungen, Anerkennung und Anklage jeder Autor mag die Sonnen- und Schattenseiten des Schriftstellerdaseins kennen. Jeder, der künstlerisch schaffend tätig ist, hat und muss erfahren, dass positive und negative Rezeption nah beisammen liegen. Wie ungleich die Reaktionen ausfallen können, weiß insbesondere Günter Grass. Als 1959 die Erstausgabe seines Nachkriegsromans Die Blechtrommel erschien, hagelte es die unterschiedlichsten Kritiken. Die Meinungen reichten weit auseinander. So war von chronischer Geschmacklosigkeit aber auch von einem Prosaschriftsteller ersten Ranges zu lesen. Die Literaturkritik der Nachkriegszeit hätte kontroverser nicht urteilen können. Der Grund dafür lag wohl in der unheimlichen Komplexität der Blechtrommel. Nicht nur thematisch oder aufgrund seines Umfangs, sondern auch in seiner literarischen Konzeption stellte und stellt der Roman noch heute für jeden Leser eine Herausforderung dar. Unter anderem stritten sich die Kritiker über die Einordnung in eine literarische Gattung. Wie bei kaum einem anderen Werk war man sich so uneins in der Frage der Gattungszuordnung wie bei der Blechtrommel. Günter Grass selbst versuchte eine Bestimmung mithilfe folgender Äußerung: Das Buch steht in einem ironisch-distanzierten Verhältnis zum deutschen Bildungsroman. Es kommt, und das betrifft nun mich und meine Affinität, sehr stark von jener europäischen Romantradition her, die vom pikaresken Roman herreicht, [ ] Grass distanziert sich also, wenn auch bewusst ironisch, vom Bildungsroman. Der Autor selbst gibt desweiteren Hinweise auf die europäische Tradition des Pikaro-Romans. Wie sich diese literarische Gattung definiert und inwiefern Grass Affinität zu ihr in der Blechtrommel ihren Niederschlag findet, soll im Folgenden aufgezeigt werden.

NEUBUCH! 2008. 40 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 3 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V113645

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Balduf, Anke: Die Darstellung von Geschichte in Günter Grass' Roman "Die Blechtrommel" GRIN VERLAG; GRIN VERLAG, August 2007, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3638700240
Examensarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 1, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Günter Grass Roman Die Blechtrommel gilt nicht erst seit der Verleihung des Nobelpreises 1999 an den Autor als eines der bedeutendsten Werke deutscher Nachkriegsliteratur. In der Preisbegründung wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es gewesen sei, als wäre der deutschen Literatur nach Jahrzehnten sprachlicher und moralischer Zerstörung ein neuer Anfang vergönnt worden . Auf fast 800 Seiten beschreibt Grass mehr als nur ein Stück Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsgeschichte. Doch Grass hatte nicht die Absicht, mit der Blechtrommel einen Beitrag zur Bewältigung der deutschen Vergangenheit zu liefern, vielmehr: Mich hat nicht edle Absicht getrieben, die deutsche Nachkriegsliteratur um ein robustes Vorzeigestück zu bereichern. Und auch der damals billigen Forderung nach Bewältigung der Vergangenheit wollte und konnte ich nicht genügen, denn mein Versuch, den eigenen (verlorenen) Ort zu vermessen und mit Vorzug die Ablagerungen der sogenannten Mittelschicht (proletarisch-kleinbürgerlicher Geschiebemergel) Schicht um Schicht abzutragen, blieb ohne Trost und Katharsis. Vielleicht gelang es dem Autor, einige neu anmutende Einsichten freizuschaufeln, schon wieder vermummtes Verhalten nackt zu legen, der Dämonisierung des Nationalsozialismus mit kaltem Gelächter den verlogenen Schauer regelrecht zu zersetzen und der bis dahin ängstlich zurückgepfiffenen Sprache Auslauf zu verschaffen; Vergangenheit bewältigen konnte (wollte) er nicht. Das Hauptziel der Blechtrommel ist somit Darstellung von Geschichte, genauer gesagt, die Darstellung der nationalsozialistischen Zeit, und der Umgang mit dieser Vergangenheit in der Nachkriegszeit. Er wollte keine neuen An-, beziehungsweise Einsichten in der Blechtrommel präsentieren, sondern von bereits vorhanden Einsichten ausgehen, die er einfach nur wieder im Bewusstsein des Lesers präsent machen wollte. Dies erreicht Grass, indem er seinen Erzähler Oskar Matzerath die kleinsten Details und die hintersten Winkel des Kleinbürgertums beschreiben und ausleuchten lässt. Der Blick wird auf das Menschliche gelenkt, auf die Gewohnheiten, Traditionen, Bedürfnisse und Vorlieben. Diese Arbeit soll sich mit der Darstellung der Geschichte in der Blechtrommel befassen, was sowohl die Zeit des Nationalsozialismus wie auch die Nachkriegszeit einschließt. Dabei wird die Künstlerproblematik weitgehend außer Acht gelassen, da der Schwerpunkt auf der Allegoriefunktion des dargestellten Kleinbürgertums liegen wird.

NEUBUCH! 2007. 220 S. 210 mm 213 mm x 149 mm x 23 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V18931

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