Goethe Werke
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Bearbeitet von Goethe, Johann Wolfgang von / Wiese, Benno von / Weizsäcker, Carl Friedrich von / Schrimpf, Hans Joachim / Robert, Marion / Loos, Waltraud / Lohmeier, Dieter / Kuhn, Dorothea / Atkins, Stuart / Blumenthal, Liselotte / Einem, Herbert von / Kayser, Wolfgang / Haufe, Eberhard / Trunz, Erich: Goethe Werke Hamburger Ausgabe. 14 Leinenbände in Schmuckkassette Goethe Werke Hamburger Ausgabe. 14 Leinenbände in Schmuckkassette / Goethe Werke Hamburger Ausgabe 14 Leinenbände in Schmuckkassette, Beck, C H ; fester Einband / hard cover ISBN: 9783406084959
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Goethe Werke Hamburger Ausgabe. 14 Leinenbände in Schmuckkassette Goethe Werke Hamburger Ausgabe. 14 Leinenbände in Schmuckkassette / Goethe Werke Hamburger Ausgabe 14 Leinenbände in Schmuckkassette (Beck, C H) ISBN: 978-3-406-08495-9 gebunden 11000 S. Goethe Werke Hamburger Ausgabe. 14 Leinenbände in Schmuckkassette / Goethe Werke Hamburger Ausgabe 14 Leinenbände in Schmuckkassette Bearbeitet von Goethe, Johann Wolfgang von / Wiese, Benno von / Weizsäcker, Carl Friedrich von / Schrimpf, Hans Joachim / Robert, Marion / Loos, Waltraud / Lohmeier, Dieter / Kuhn, Dorothea / Atkins, Stuart / Blumenthal, Liselotte / Einem, Herbert von / Kayser, Wolfgang / Haufe, Eberhard / Trunz, Erich Verlag : Beck, C H ISBN : 978-3-406-08495-9 Einband : gebunden Preisinfo : 198,00 Eur[D] / 203,60 Eur[A] / 275,00 CHF UVP Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen. Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt Preis ist offizieller VLB Referenzpreis Preis ist offizieller VLB Referenzpreis Letzte Preisänderung am 05.11.2010 Seiten/Umfang : 11000 S. Produktform : B: Einband - fest (Hardcover) Erscheinungsdatum : 1. Aufl. 08.10.1981 Gewicht : 6591 g 198,00 Eur[D] Hardcover Buch
Goethe, Johann Wolfgang von. "Goethes Werke - Hamburger Ausgabe in 14 Bänden" + "Goethes Werke - Hamburger Ausgabe, Sachregister" + Goethes Briefe - Hamburger Ausgabe in 4 Bänden" + "Briefe an Goethe - Hamburger Ausgabe in 2 Bänden" (= insgesamt 21 Bände). "Goethes Werke" (14 Bände): Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz. Band 1: "Gedichte und Epen, Erster Band" (9. Auflage, 1969) / Band 2: "Gedichte und Epen, Zweiter Band" (8. Auflage, 1967) / Band 3: "Dramatische Dichtungen, Erster Band" (8. Auflage, 1967) / Band 4: "Dramatische Dichtungen, Zweiter Band" (7. Auflage, 1968) / Band 5: "Dramatische Dichtungen, Dritter Band" (7. Auflage, 1966) / Band 6: "Romane und Novellen, Erster Band" (7. Auflage, 1968 [Mit Anmerkungen versehen von Benno v. Wiese und Erich Trunz]) / Band 7: "Romane und Novellen, Zweiter Band" (7. Auflage, 1968) / Band 8: "Romane und Novellen, Dritter Band" (7. Auflage, 1967) / Band 9: "Autobiographische Schriften, Erster Band" (6. Auflage, 1967 [Textkritisch durchgesehen von Lieselotte Blumenthal. Mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz]) / Band 10: "Autobiographische Schriften, Zweiter Band" (4. Auflage, 1966) / Band 11: "Autobiographische Schriften, Dritter Band" (1. Auflage, 1950) / Band 12: "Schriften zur Kunst ; Schriften zur Literatur ; Maximen undReflexionen" (6. Auflage, 1967) / Band 13: "Naturwissenschaftliche Schriften" (5. Auflage, 1966) / Band 14: "Naturwissenschaftliche Schriften, Zweiter Teil" (4. Auflage, 1971) // "Registerband" (2. Auflage, 1965 [Bearbeitet von Dorothea Schäfer unter Mitwirkung von Erich Trunz]) // "Goethes Briefe" (Vier Bände): Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Karl Robert Mandelkow. Band 1: "Briefe der Jahre 1764 - 1786" (2. Auflage, 1968) / Band 2: "Briefe der Jahre 1786 - 1805" (2. Auflage, 1968) / Band 3: Briefe der Jahre 1805 - 1821" (1. Auflage, 1965 [Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Bodo Morawe]) / Band 4: "Briefe der Jahre 1821 - 1832" (1. Auflage, 1967) // "Briefe an Goethe" (Zwei Bände): Gesammelt, textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Karl Robert Mandelkow. Band 1: "Briefe der Jahre 1764 - 1808" (1. Auflage, 1965) / Band 2: "Briefe der Jahre 1809 - 1832" (1. Auflage, 1969). Hamburg, Christian Wegner Verlag, 1950 - 1969. ; Schutzumschlag / dust cover
Mischauflage. 21 Bände. 8°. Werke: 741 / 699 / 659 / 604 / 557 / 747 / 716 / 742 / 772 / 771 / 705 / 744 / 644 / 762 Seiten. // Register: 72 Seiten. // Goethes Briefe: 766 / 669 / 702 / 764 Seiten. // Briefe an Goethe: 691 / 790 Seiten. Dunkelblaue, originale Ganzleinenbände mitweißen, titelbedrucktenm Original-Umschlägen. Bei Band 11 der Reihe "Werke" sowie dem Registerband handelt es sich um braune Original-Ganzleinenbände mit jeweils grauen, titelbedruckten Original-Umschlägen. Stempel ("Archiv") auf vorderem Vorsatz der Bände 5, 8, 9, 10, 12 und 13 der "Werke", dem vorderem Vorsatz des Registerbandes, der Bände 2 und 3 der Reihe "Goethes Briefe" sowie dem zweiten Band der Reihe "Briefe an Goethe". Deckel des Registerbandes etwas gebogen. Schnitt des Bandes "Briefe an Goethe, Band 1" leicht stockfleckig. Band 11 der "Werke" und "Registerband" optisch etwas abweichend (dunkelbraune Ganzleinenbände gegenüber dunkelblauen Ganzleinenbänden, graue Umschläge gegenüber weißen Umschlagen), Format der aller Bände jedoch identisch! Umschlag des Registerbandes etwas angeschmutzt. Innen gute, saubere Exemplare. Keine Anstreichungen! Keine Besitzervermerke! Keine Stockflecken! Einbände mit nur minimalen Gebrauchsspuren. Umschläge mit minimalen bis leichten Gebrauchsspuren.
[SW: Gesamtausgabe; Gesamtausgaben; Goethe; Literatur; Literaturwissenschaft; Werkausgabe; Werkausgaben]
Johann Wolfgang von Goethe: Goethe's Werke. Erster bis zwölfter Band (in 12 Bänden). Goethes, Tübingen, Cotta, 1806 bis 1808. Band I in der Ergänzungs-Ausgabe Stuttgart u. Tübingen, Cotta, 1817.
Die cottaische Erstausgabe der Werke Goethes bestand aus 12 Bänden. 1810 wurde ein 13. Band nachgereicht. Die Ankündigung Goethes über Herausgabe seiner Werke (JALZ Intelligenzbl. Nr. 95 vom 26.8. 1808 Sp 806) vermerkt: "Der Herr Geheimerath von Goethe hat die Absicht, seine sämmtlichen Werke in 12 Bänden (1806 - 1809), welche in drey Lieferungen erscheinen sollen, herauszugeben. Die erste erfolgt wahrscheinlich Ostern 1806." (Hagen 1966, Nr. 868). Die vorliegende Zusammenstellung zweier Auflagen, ergibt sich aus einem Vorschlag Cottas, den Goethe am 6. Dezember 1815 für gut heißt. Goethe schreibt an Cotta: "Daß man den Besitzern der ersten Ausgabe dieselbe nach der neuen zu complettiren erleichtere, finde ich sehr billig, um so mehr als dabey für Verleger und Publikum und Autor gesorgt wird." ... "Die Besitzer der ersten Ausgabe stellen ihren ersten Band bey Seite und an dessen statt die gegenwärtigen zwey ersten Bände unter dem Titel: Erster Band, erste Abtheilung, Erster Band, zweyte Abtheilung." (Hagen 1966, Nr. 1231, 1231a) In dieser Zusammenstellung liegen nun die hier angebotenen 12 Bände vor. Im Juni 1810 erscheint dann bei Cotta die Verlagsanzeige: "In der J. G. Cotta'schen Buchhandlung in Tübingen sind erschienen: ... Goethes's, v., Werke, 13r Band, enthaltend die Wahlverwandtschaften. ... Die bisherigen Subscribenten werden ersucht, ihre Exemplare von der Verlags- oder derjenigen Buchhandlung zu beziehen, von der sie die frühere 12 Bände erhielten, wogegen sie auf den oben bemerkten Subscriptionspreis Anspruch machen können." (Hagen 1966, Nr. 1067) Der Band VIII "Faust - Eine Tragödie" entspricht dem Faust I, der hier im 8. Band in Erstausgabe vorliegt. (WG II, 69 ist ein Sonderdruck aus dem hier vorliegenden WG II, 66). Lili's Park hat auf Seite 377 Verweiszeilen im unteren Rand. Vergleichen Sie für die weiteren Bände der 2. Ausgabe unsere Nummer 7948.
Zwölf O-Halbledereinbände mit marmorierten Deckeln, Rücken mit Nummern- und Titelschild und goldener Linienführung, Lederecken, Einbände etwas berieben, Ecken und Kanten beschabt, 6 Bände mit Rückenkanteneinrissen, Band I, IX und XI Seiten im oberen Randbereich stellenweise wasserrandig. Band I, erste Abtheilung: VIII, 364 S., zweyte Abtheilung: X, (2 S.), 292 S.. Band II: 460 Seiten. Band III: 534 Seiten. Band IV: XXIV Subscribenten-Verzeichniss, 360 Seiten, (2 S. Werbung für das Morgenblatt 1807). Band V: 451 Seiten. Band VI: 369 Seiten. Band VII: 353 Seiten. Band VIII: 380 Seiten. Band IX: 430 Seiten. Band X: 322 Seiten. Band XI: 308 Seiten. Band XII: 342 Seiten mit einer gefalteten genealogischen Tafel und einem Notenblatt (pazie-za), 8°. Erstausgabe: Band I = WG II, 99. Band II bis XII: WG II, 66.
Liszt, Franz: Fest-Marsch zu Goethe's Jubiläums Feier (1849/57) Huldigungsmarsch (1853/57)
Franz Liszt (geb. Raiding/Ungarn, 22. OktFranz Liszt (geb. Raiding/Ungarn, 22. Oktober 1811 - gest. Bayreuth, 31. Juli 1886) Fest-Marsch zu Goethe's Jubiläums Feier (1849/57) Huldigungsmarsch (1853/57) Vorwort Im heutigen Konzertbetrieb kommt lediglich ein Bruchteil von Liszts erstaunlich umfangreichem Oeuvre zur Aufführung. Wenige Werke sind sehr bekannt geworden, vor allem seine Symphonische Dichtung Les Preludes, die leider noch immer Assoziationen zum Dritten Reich weckt, da die Nationalsozialisten dieses Werk für Ihre Siegesmeldungen im Rundfunk missbrauchten. Viele weitere hingegen sind beinahe vergessen. Die Weimarer Jahre 1848-1858 waren trotz seiner immensen Verpflichtungen als Hofkapellmeister die produktivsten seines Lebens. Richard Wagner bemerkte dazu: "Wenn ich auf Deine Thätigkeit in diesen letzten Jahren zurückblicke, kommst du mir ganz übermenschlich vor." Es entstanden neben zahlreichen kleineren Werken die zwei Klavierkonzerte, die Ungarischen Rhapsodien, die Faust- und Dante-Symphonie und vor allem seine zwölf Symphonischen Dichtungen, die als Liszts wichtigster Beitrag zur Orchestermusik gelten. So machte Liszt in diesen Jahren große Fortschritte in der Komposition für das Orchester, da er nun durch seine dirigentische Tätigkeit die Möglichkeiten des Orchesters besser kennenlernte. Zudem brachte er zahlreiche neue Werke in Weimar zur Uraufführung, hier sind natürlich zu allererst die Werke Wagners zu nennen. Daher eignete Liszt sich sehr schnell die Kunst des Instrumentierens an, die er schließlich meisterhaft beherrschte. Die Liebe zur Literatur spielte in Liszts Leben eine herausragende Rolle. Eine große Zahl seiner Kompositionen, auch die symphonischen, ist durch die Werke großer Dichter inspiriert. Hier sind vor allem Victor Hugo, Lamartine, Dante, Shakespeare, Byron, aber vor allem Goethe zu nennen. Märsche entstanden ursprünglich, um Soldaten zu disziplinieren oder Aufmärsche effektvoll zu gestalten. Diese Funktion verloren die Märsche allmählich, als sie ab der Mitte des 18. Jahrhunderts immer beliebter wurden. Der militärische Ausdruck wurde nun durch eine mehr unterhaltende, lebendige Stilistik verändert. In dieser Zeit wurde ebenfalls ein kontrastierender Mittelteil (Trio) eingefügt. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden Märsche für ein großes symphonisches Orchester zu besonderen Anlässen, wie z.B. Wagners Großer Festmarsch. Diese Märsche wurden häufig im Konzertsaal oder bei großen Freiluftveranstaltungen aufgeführt. Auch Liszt schuf mehrere Werke, die zu dieser Gattung des Konzertmarsches zu zählen sind. Im Goethe Gedenkjahr wurde am 28. August 1849 im Weimarer Hoftheater eine besondere Aufführung seines Tasso mit Musik von Liszt gegeben. Liszt komponierte hierzu eine Tasso Ouvertüre, aus der später die Symphonische Dichtung Tasso wurde. Dazu erklangen als Zwischenaktmusik ein Scherzo von August Conradi (1821-1873), Ausschnitte aus Beethovens Ruinen von Athen, der langsame Satz aus Beethovens Symphonie Nr.5 und ein Festmarsch von Liszt. Dieser Festmarsch stellt die erste Fassung des Goethe Festmarsch dar. Im Original für Klavier erschien der Festmarsch 1849 bereits im Druck. In den ersten Jahren seiner Weimarer Tätigkeit halfen ihm zwei junge deutsche Komponisten bei der Instrumentierung: August Conradi und Joachim Raff (1822-1882), wobei die Zusammenarbeit mit Raff deutlich länger währte. Bei den Werken, die 1849 und 1850 entstanden, ist es schwer zu bestimmen, was auf Liszts Arbeit an der Instrumentation zurückgeht und was auf die beiden genannten anderen. Liszt sah die Manuskripte der Instrumentation genau durch und korrigierte auch selber. Ab 1854 instrumentierte er dann ohne weitere Unterstützung, so schuf er auch eine eigene Instrumentierung des Goethe Festmarsch. Diese neue Fassung wurde 1857 zum ersten Male aufgeführt. Im Jahr 1859 erschien der Marsch nun in der Instrumentierung von Liszt und unterscheidet sich in der Orchestrierung Conradis von 1849 und der durch Raff aus dem Jahre 1850, die Instrumentierung Liszts ist insbesondere im Mittelteil meisterhaft. Der Huldigungsmarsch wurde 1853 für die Amtseinführung von Liszts Freund, dem Prinzen Carl Alexander, komponiert. Liszt schuf auch den Huldigungsmarsch zunächst für Klavier, und Raff erstellte die Orchesterfassung, die Liszt ebenfalls 1857 überarbeitete. Spieldauer Goethe Festmarsch: ca. 9 Minuten. Spieldauer Huldigungsmarsch: ca. 6 Minuten. Marcus Prieser 2011 Wegen Aufführungsmaterial wenden Sie sich bitte an Kalmus, Boca Raton. Nachdruck eines Exemplars aus der Sammlung Marcus Prieser, Wittmund. verzeichnis 242), die Liszt während einer kurzen Rückkehr nach Pest im Winter 1839/40 komponierte. Sie erschienen bis 1847 in zehn Heften unter den Titeln Magyar dallok (Ungarische Nationalmelodien, Heft I bis IV) und Magyar Rhapsodiak (Ungarische Rhapsodien, Heft V bis X). Liszt erkundete weiterhin die ungarische Volksmusik, und schließlich schrieb er 1852 an Louis Köhler, er wolle "die Ergebnisse dieser nationalen Studien in einem hübsch umfangreichen Band ungarischer Rhapsodien veröffentlichen". Der Band, von dem Liszt hier sprach, kam 1853 heraus. Er enthielt nunmehr 19 Ungarische Rhapsodien (Searle 243), darunter sechs ganz neue Kompositionen (Nr. 1, 2, 9, 16-18), ansonsten Umarbeitungen aus Stücken der früheren zehn Bände (Nr. 3-8, 10-15), darunter 243/14 als Umarbeitung von 242/21 aus der Veröffentlichung von 1847. Dies war der erste von zwei Versuchen Liszt, einige kompositorische Probleme der Urfassung zu bewältigen, in diesem Fall insbesondere deren offene Harmonik, mit einem Schluß in F-Dur, der eine Rückkehr in die Anfangstonart e-moll konterkarierte. Bei der Umarbeitung nutzte Liszt die Gelegenheit, dies zu ändern und gestattete dem Stück, am Ende in die Anfangstonart zurückzukehren. Wohl zur gleichen Zeit, als Liszt mit der Rhapsodie Nr. 14 experimentierte, begann er eine dritte Fassung der ursprünglichen Nr. 21, die später als Fantasie über Ungarische Volksmelodien (Searle 123) erschien und unter dem Namen Ungarische Fantasie bekannt wurde. Ungeachtet ihrer frühzeitigen Uraufführung im Jahr 1853 erschien die Ungarische Fantasie jedoch nicht in den veröffentlichten Rhapsodien des gleichen Jahres. Hans von Bülow, dem das Werk gewidmet ist und der oft als Kopist für Liszt arbeitete, dirigierte dessen Uraufführung. Die Fantasie verwirft wiederum den verbesserten Harmonik-Plan von Nr. 14 und kehrt zur offenen Harmonik der Urfassung zurück - beginnend in e-moll, durch E-Dur, cis-moll und a-moll hindurch bis hin zu F-Dur. Die Bearbeitung des Stückes für Klavier und Orchester gestattete Liszt, die Virtuosität des Klavierparts zu erhalten und zugleich den Tonumfang und die Farben des großen Orchesters zu nutzen. Die vier Hauptthemen der Fantasie entsprechen Liszts Tradition, die Tiefe und emotionale Breite ungarischer Volksmusik einzufangen. Wie viele der Rhapsodien beginnt auch die Fantasie mit den langsameren, dunkleren Melodien, wird mit jedem neuen Thema lebendiger und katapultiert schließlich Klavier und Orchester in den Schlußakkord. Sie beginnt mit einer leicht instrumentierten, dunklen Einleitung in e-moll. Die statischen, punktierten Rhythmen im Horn entsprechen der Tempo-Angabe von Nr. 21 - lento, tempo di marcia funebre. Das Klavier unterbricht das Orchester immer wieder und treibt es mit Nachdruck in Richtung Dur. Eine brillante Kadenz führt in das erste Thema, Allegro eroica, in E-Dur. Der königlich-heroische Charakter wird jedoch durchbrochen von der Trompete, die über schwungvollen Klavier-Figurationen das Thema mehrmals wiederholt, bevor sie es dem Klavier und später Holzbläsern überlässt. Wie unfähig, sich selbst zu zwingen, übernimmt das Orchester das Thema nochmals für eine abschließende, majestätische Darstellung. Die Stränge des abschließenden Akkords dürfen gnädigerweise in Pausen der Stille verklingen, bevor das Klavier das zweite Thema präsentiert, quasi Fantasia. Es ist di...



