Geber

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GEBER (JABIR IBN HAYYAN, 728-803). Alchemiae Gebri Arabis philosophi solertissimi Libri, cum reliquis, ut uersa pagella indicabit. [Et Speculum alchemi, Rogerij Bachonis. Correctorium alchemiae, Richardi Anglici. Rosarius minor, de alchemia, incert authoris. Liber secretorum alchemiae Calidis filij Iazichi Iudi. Tabula smaragdina de alchemia, Hermetis Trismegisti. Hortulani, super Tabulam smaragdinam Hermetis, commentarius. Edidit Chrysogonus Polydorus (Pseudonym für Andreas Osiander?)]. Bern, Matthias Apiarius für Johannes Petreius in Nürnberg, (August) 1545.
Tadelloses Exemplar der illustrierten Ausgabe der Alchemia Gebris, eine Summe der besten Kenntnis zur Alchemie der Zeit. Mit dem Namen Geber oder Gebri verknüpft sich ein spätmittelalterliches alchemistisches Schriftencorpus, das auf die Schriften des aus Kufa im heutigen Irak stammenden Jabir Ibn Hayyan - auch bekannt als Vater der Chemie - zurückgeht. Von den ihm zugeschriebenen Traktaten enthält diese Edition die folgenden: De investigatione perfectionis metallorum, Summa perfectionis, De inventione veritatis, Liber fornacum. Auf die arabische Tradition und Jabir selbst gehen die verschiedenen chemischen Techniken, wie z. B. die der Destillation, Calcination, Sublimation und Kristallisierung zurück; die dazu benötigten Apparaturen und Installation, wie Laboratorien, Brenn- und Destillieröfen, Alembik, Aludel etc. sind in den schönen Holzschnitten abgebildet. Desweiteren finden sich eine Theorie der Metalle (die sechs Hauptmetalle unterscheiden sich durch den Anteil an Schwefel und Quecksilber), die Herstellung von Säuren und die Bereitung von Substanzen (z. B. Arsen und Antimon). Behandelt werden auch verschiedene Anwendungen: das Feinen von Metallen, Herstellung von Stahl, das Färben von Stoff und Leder, Entwicklung von Rostschutzmittel, Verwendung von Magnesiumdioxid bei der Glasherstellung, wasserfeste Lackierung von Kleidung, Bestimmung des Gehaltes von Gold und Silber in Legierungen etc. Die Alchemia Gebri enthält ausserdem folgende mittelalterliche Traktate: das Speculum alchemiae von Roger Bacon, das Richard von England (Anglicus) zugeschriebeneCorrectorium, denRosarius minor eines anonymen Verfassers, das Liber secretorum alchemiae des Halid Ibn Yazid, die Tabula smaragdina des Hermes Trismegistus und den dazugehörigen Kommentar des Hortulanus. "Mit der vorliegenden Zusammenstellung hat man genau das in Händen, ... was unzweifelhaft den Grundstock einer Gesamtedition der alchemistischen Hauptwerke bilden muss" (Bachmann/Hofmeier). Ein erster Druck dieser Textsammlung erschien erstmals 1541in Nürnberg bei Johannes Petreius. Wie aus dem Eintrag in einem Exemplar der 1545er Ausgabe hervorgeht, soll die Hauptquelle eine von Konrad Gessner gelieferte Handschrift gewesen sein (vgl. E. P. Goldschmidt, London, Kat. 165, Nr. 19). Doch wurden auch weitere Textvorlagen benutzt; dies geht aus einer Liste mit Geber-Manuskripten aus dem Besitz des Petreius - ein "geschichtsträchtiges Dokument" (Bachmann/Hofmeier) - hervor, die am Schluss des Buches abgedruckt ist. Im Auftrag des Nürnberger Verlegers erschien dann vier Jahre später der vorliegende Druck aus der von Matthias Apiarius eingerichteten ersten Offizin der Stadt Bern. "Dieses Buch nimmt eine ganz bedeutende Stellung in der schweizerischen Geschichte der Alchemiedrucke ein ... Damit gelangte das Programm der systematischen Herausgabe alchemistischer Sammelschriften von Nürnberg in die Schweiz" (Bachmann/Hofmeier). Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz-Bayern (1724-1799), mit dessen Supralibros und Exlibris. Die rund 100'000 Bände der Bibliotheca Palatina gingen 1802/03 grösstenteils in den Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek über. Brüning 232; VD 16 J-4; Ferguson I, 302; Adams G-300; Honeyman Coll. 1748; Bachmann/Hofmeier, Geheimnisse der Alchemie,1999, 183f.; J. C. Shipman, Johannes Petreius ... with a short-title list of his imprints, in: Festschrift Hans P. Kraus (1967), 161; vgl. S. N. Haq, Names, Natures and Things. The Alchemist Jabir ibn Hayyan ... (1994). Rare illustrated print from the first press in Berne (founded in 1537) and commissioned for the Nuremberg publisher of scientific works Johannes Petreius (1497-1550) who had published this collection first in 1541. This edition - finely illustrated with large unsigned woodcuts in the text - contains: Four of Geber's main tracts on alchemy: I) De investigatione perfectionis metallorum; II) Summa perfectionis; III) De inventione veritatis; IV) Liber fornacum And six tracts by other authors: V) Speculum alchemiae by Roger Bacon; VI) Correctorium, attributed to Richard of England (Anglicus); VII) Rosarius minor, by an anonymous author; VIII) Liber secretorum alchemiae by Halid Ibn Yazid; IX) Tabula smaragdina, by Hermes Trismegistus, and in fact one of the oldest alchemical fragments known, and the complementary text by Hortulanus to elucidate the 'Emerald Table' X) Commentariolus in Tabulam smaragdinam. Jabir Ibn Hayyan, the alchemist Geber of the Middle Ages, was for a long time the reigning alchemical authority both in Islam and the Latin West. Jabir introduced experimental investigation into alchemy, which rapidly changed its character into modern chemistry. The works attributed to Jabir ibn Hayyan are very large in number. A considerable part of them were, no doubt, written by him; but it seems that some Arabic treatises were written at later dates and attributed to him. These works in their totality are called the Jabirian or Geber Corpus and they constitute a major collection of treatises in Islamic science. On the last leaf Johannes Petreius offers a printed list of the alchemical manuscripts he had on hand, indicating with an asterisk which are the best ones, and asking for the loan of others, whether they be in Latin or German, "so that by an extensive collation these writings may reach the hands of students in a more perfect form". The manuscript used by Petreius is not identified by the editor, Chrysogonus Polydorus (pseudonym for Andreas Osiander?), but according to a contemporary annotation in a copy of this book sold by E. P. Goldschmidt in London (Cat. 165, no. 19), it was one in the library of the Swiss natural historian Conrad Gesner. BINDING: Contemporary half pigskin over wooden boards with blind-tooling, spine on three raised bands with label, with later mounted gilt supralibros of Duke Carl Theodor von der Pfalz-Bayern (1724-1799) in centre of both covers (clasps gone). PROVENANCE: Engraved exlibris of the Bibliotheca Palatina of Duke Carl Theodor von der Pfalz which incorporated about 100,000 volumes around 1800 and was moved - less 9555 volumes remaining in the Palatinate Electorate - from Mannheim to the Bavarian State Library at Munich in 1802/03.

4to (220 x 160 mm). Titel innerhalb breiter Holzschnitt-Bordüre, mit 16 fast seitengrossen Textholzschnitten und Holzschnitt-Druckermarke (Honigbär) auf Schlussblatt verso. [8] Bl., 302 S., 1 Bl. Holzdeckelband d. Z., Rücken bis zur Hälfte der Deckel mit blindgeprägtem Schweinsleder bezogen. Im Zentrum der Deckel das auf eine spätere Lederauflage goldgeprägte Wappensupralibros des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz.

[SW: NATURWISSENSCHAFTEN / SCIENCES - NATURAL HISTORY Alchemie / Alchemy]

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Auspitz, H. u.a. (Bearb.). Handbuch der Hautkrankheiten. Leipzig, Vogel, 1883 - 1884.
Erschienen innerhalb der Reihe: Handbuch der Speciellen Pathologie und Therapie, hrsg. v. H. v. Ziemssen, Bd. 14. - Qualitätsvolles Werk unter Mitarbeit bedeutender Dermatologen verfasst. - Inhalt: P.G. Unna: Entwicklungsgeschichte und Anatomie. H.v. Ziemssen: Physiologie. H. Auspitz: Allgemeine Pathologie und Therapie der Haut. E. Schwimmer: Hyperämien, Anämien, Hämorrhagien der Haut. Th. Veiel: Dermatitides superficiales. E. Geber: Tiefgreifende Entzündungen der Haut. E. Lesser: Anomalien der Epidermis. A. Neisser: Die chronischen Infektionskrankheiten der Haut. E. Schwimmer: Neurosen der Haut. P. Michelson: Anomalieen des Haarwachsthums und der Haarfärbung. E. Lesser: Anomalien der Hautfärbung. E. Veitel: Anomalien der Talgdrüsen und ihrer Function. Th. Veiel: Acne rosacea und Sycosis. E. Geber: Krankhafte Veränderungen des Nagels und des Nagelbettes. E. Geber: Anomalieen der Schweissdrüsen und ihrer Function. A. Weyl und E. Geber: Die parasitären Hautkrankheiten. E. Schwimmer: Die Neubildungen der Haut. E. Geber: Neurom. Adenome, Epithelioma molluscum und Carcinom der Haut. - Beide Bände in sehr guter Erhaltung.

2 Bände. XII, 724 S., 27 Abb.; XII. 664 S., 55 Abb. OrLn.

[SW: Dermatologie]

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Geber (Jabir Ibn Hayan): De alchimia libri tres. Eiusdem liber investigationis perfecti magisterij, artis Alchimiae. Iis additus liber trium verborum. Epistola item Alexandri imperatoris, qui primus regnavit in Graecia, Persarum quocque extitit imperator: Super eadem re. (Straßburg, J. Grüninger, 1531).
Frühe und sehr seltene Ausgabe, die zweite bei Grüninger gedruckte. - Brüning 0166; BM, German Books 434; VD 16 J 14; Darmstaedter, Geber 6; Dorbon-A. 4992; Duveen 238: "A scarce edition"; Neu 2043; Schmidt, Grüninger 251 (irrig 66 Bl.); vgl. DSB VII, 39ff. (sehr ausführlich). - Zweispaltiger lateinischer Druck alchemistischer Schriften des Geber, der im 9. bis 10. Jahrhundert im arabischen Raum wirkte und unter dem Namen Gabir ibn Hayan über 3000 Werke publiziert haben soll, die meisten davon wohl ihm unterschoben. Seine bekanntesten Werke, von denen nur wenige ins Lateinische übersetzt wurden, erschienen bereits in der Inkunabelzeit. Dem hier vorliegenden Druck folgt nach dem Titelblatt ein zweiseitiges Gedicht. Auf Blatt III beginnt mit dem einfachen Vermerk "Incipit liber Geber Caput Primum" eine Abhandlung, die später unter dem Titel "Summa perfectionis magisterii" bekannt werden sollte. Caput I beginnt mit den Worten "Totam nostram scientiam quam ex libris...", gefolgt von 98 weiteren Kapiteln (insgesamt 99). Auf Blatt LIII beginnt etwas überraschend ein mehr als sechsseitiger Brief Alexanders des Großen "Incipit Epistola Alexandri imperatoris qui primus regnavit in Grecia & Maceconia & Persarum imperator", in dem er ausführt, daß die Alchemie menschlichen Ursprungs ist. Ein kurzes Werk Gebers, das hier noch unter dem Titel "Liber investigationis magisterii" aufgeführt ist und später unter dem Titel "Liber de investigatione perfectionis" erscheint, schließt sich an. Der Band vereint somit bedeutende Texte der mittelalterlichen Alchemie für ein breiteres Publikum der frühen Neuzeit. - Die schönen Holzschnitte zeigen Destillierapparaturen, Retorten etc., darunter 4 (inkl. Titelholzschn.) mit Alchimisten bei der Arbeit. - Sehr gut erhaltenes, teils leicht gebräuntes Exemplar, gelegentlich gering stockfleckig. Titel und letztes Blatt kaum merklich restauriert.

(278x185 mm) Großer Titelholzschnitt, 3 halbseitige, 3 viertelseitige und 3 kleinere Holzschnitte im Text, zahlreiche Holzschnitt-Initialen, LX num. Blätter. Schöner Halbpergamentbd. mit Rückenschild und Pergamentecken, Deckel mit Marmorpapier bezogen.

[SW: Chemie, Alchemie]

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Omar el Geber: Eheliche Liebeskunst. Ein Roman aus zwei Zeitaltern. Freiburg i. Baden, Geber-Verlagsgesellschaft, 1927.
(= Die arisch zarathustrischen Lebensbücher). - Omar el Geber (Omar, der Geber) bzw. W. Omar verarbeitet in diesem "Roman" seine Lebenslehre, die eng an die Mazdaznan-Lehre des Dr. Otoman Zar-Adusht Hanish anschliesst u. v.a. gesundheitliche Aspekte bzw. Ernährung oder Hygiene einschliesst, ebeso aber auch religiöse Fragen (Arier, Christentum), das Verhältnis von Mann u. Frau oder die "Sexuelle Lebenskunst" (ein anderes Werk Omar's). - "Die Vereinigung der Beiden dient nicht nur zur Erzielung des Dritten, nein, sie hat vor allem den Zweck, daß die beiden Seelen durch harmonischen Einklang zu einer Einheit verschmelzen, sich ergänzend vervollkommnen zu dem höchsten der vorschwebenden Ideale." (S.88) - Einband etwas geblichen; oberes Kapital gering angerissen; Besitzervermerk; Seiten etwas gebräunt, sonst ein gutes Expl.

184 S., 4 Bll., 8°, Goldgepr. O-Leinen mit goldfarben gemusterten Vorsätzen

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