Fritz Reuter
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Fritz-Reuter-Sonderheft. Carolinum. Historisch-literarische Zeitschrift 40. Jg. Nr. 68/69 1974. Göttingen, 1974.
Mit zahlr. Fotos und Illustrationen. ; Darin: Frühe Begegnungen mit Reuter von Helmut de Voss, Zu Reuters Handschrift von "Kein Hüsung" von Prof. Dr. H. C. Christiansen - Chicago, USA, Über Fritz Reuters "Läuschen un Rimels" von Prof. Dr. Kakuji Watanabe - Osaka, Japan, Die Revolution von 1848 - Eine literatursoziologische Betrachtung zu Reuters Darstellung in der "Stromtid" von Wissenschaftlicher Rat Dr. Wolfgang Lindow, , Humor in Reuters Briefen von Gerd Lüpke, Hat Fritz Reuter ein Jahrhundert überlebt? Hat er uns Heutigen noch etwas zu sagen? von Otto Lemke, Auszug aus dem Reuter-Stammbuch der Geschw. Vagt, Fritz Reuters Primaner-Zeugnis, Fritz Reuters Aufsatz bei seiner Reifeprüfung in Deutsch, Informationen über die Fritz-Reuter-Gesellschaft und dazu einige Beispiele und Beweise für die Verehrung Reuters und seine große volkstümliche Beliebtheit von Dr. Walter Lehmbecker, Unveröffentlichter Brief Fritz Reuters, 3 Bilder vom Reuter-Festzug in Neubrandenburg 1913, Fritz Reuters Neubrandenburgische Polterabendgedichte von Dr. H. Constantin Blanck, Toast auf den Sonnabend-Verein zu Neustrelitz von Fritz Reuter (Erstveröffentlichung) , Reuters Geburtseintragung im Kirchenbuch von Stavenhagen (4. Spalte von oben) Reuters Heiratseintragung im Kirchenbuch von Roggenstorf (4 Spalte von oben) Erinnerungen an Fritz Reuter aus meiner Neubrandenburger Gymnasiasten-Zeit von Otto Piper, Wo man noch plattdeutsch spricht - Besuch im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen von Hans Kallies, Das Jahr der Fritz-Reuter-Freunde von Alfred Lange, Fünf Reuter-Anekdoten, Verdiente Jubilare aus dem Lande Fritz Reuters im Gedenkjahr 1974 von Hartwig, Lehmbecker, Abraham, Abbildung der Urkunde bei Verleihung der Reuter-Plakette, Über: "Eure guten Jahre", Berichte und Betrachtungen von Friedrich Griese von Prof. Dr. Karlmann Beyschlag, Uns' plattdütsch Eck. "Lütten Dank an unsen Fritzing" von Friedrich Bauer, Ut mine Stromtid: Bräsig und Hawermann von Fritz Reuter, Wat is up'n Dörp los? (III) von Fr. Rehm, Vun den teterowschen Hakt von Otthinrich Müller-Ramelsloh, "Däuwind" (Vorfrühling 1955 up'm Schillersdörper Teeraben) von Klaus Ciese, Schnurz un ick un noch'n bäten wat ut Land twee von Dr. Gerhard Reinhold, Unsere plattdeutsche Sprache von Babetta Gogl, Besprechung einer Schallplatte von Lehmbecker, Fritz Reuters Grabspruch, Die Lage des mecklenburgischen Bauerntums im 17. und 18. Jahrhundert von Archivrat Dr. Georg Tessin, Taschenbrecher (II) von Oberkirchenrat Dr. Karl Friedrich Boll, Über den guten Willen von Immanuel Kant, Pieta. Gedicht von Dr. Fritz Hagemann, Buchbesprechungen: Romanische Taufsteine in mecklenburgischen Kirchen von Prof. Dr. Friedrich Scheven, Die Seeleute in der Hölle von Siegfried Armin Neumann.
S. 126, VIII Gr.-8°, Paperback , Gutes Exemplar
[SW: Mecklenburg-Vorpommern KoHop]
Fritz Reuter - Von der Stromzeit zur "Stromtid". Zum 175. Geburtstag Fritz Reuters. Wissenschaftliche Konferenz 1985 in Neubrandenburg. Kikut. Plattdütsch gistern un hüt. Arbeitsmaterial für Interessengemeinschaften und Freunde der niederdeutschen Sprache. H. 10. Neubrandenburg : Kulturbund, Stavenhagen: Fritz-Reuter-Literaturmuseum, 1985.
Darin: Lutz Werner: Das sozialökonomische und politische Umfeld Fritz Reuters im Vormärz Thesen zum Konstituierungsprozeß der Junkerklasse in Mecklenburg ; Wolfgang Siegmund: "Zu diesem Gewerbe bringe ich Lust und Liebe mit" - Fritz Reuter als Landmann in Demzin und Thalberg ; Ekkehard Fischer: Neue Aufschlüsse zur Biographie Fritz Reuters auf der Grundlage der wiederaufgefundenen Kuratelakten der Justizkanzlei Güstrow ; Jürgen Borchert: Fritz Reuter und das Feuilleton im vormärzlichen Mecklenburg ; Siegfried Neumann: Fritz Reuter - vom Strom zum Läuschendichter ; Ulrich Bentzien: Das Bild des Bauern bei Fritz Reuter ; Hans-Dietrich Dahnke: Geschichtsreflexion und Harmonisierungstendenz. Beobachtungen zu Fritz Reuters "Stromtid "-Roman ; Arnold Hückstädt: Zur Wirkungsgeschichte von Reuters "Ut mine Stromtid" in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ; Jürgen Borchardt: ". . . daß ich immer Farbe gehalten habe . . ."? Philosophisch-politische Ideen des Romanfragments "Herr von Hakensterz und seine Tagelöhner" und ihr Schicksal im weiteren Werk Fritz Reuters ; Jürgen Gundlach: Missingsch bei Reuter. Form und Funktion ; Christa Prowatke: Zur Schreibung des Niederdeutschen bei Fritz Reuter
S. 82 21 x 14 cm , Broschur , Gutes Exemplar
Gaedertz , Karl Theodor ( Hrsg ): Fritz Reuter -Kalender auf das Jahr 1909, Leipzig Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung ; fester Einband / hard cover
Gut
Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung , Leipzig , o. Jahr ( ca 1910 ) , 114 S. m. Schmuck u. Illustr. v. Johann Bahr , Porträts gezeichn. v, Fritz Reuter u. Theodor Schloepke , Handschr. Frirz Reuters sowie Abb nach alten Original - Vorlagen . Frakturschr. HLwdb. m. farb. De-Zeichn. ( Blütenkranz + Bildnis ( Bräsig) , Farbkopfschn , Gr: 23,5 x 16,5 , g. Exempl. z. Inhalt : Vortitel - Reuter als Festungsgefangener .Selbstzeichn. 1837 v. d. Titelblatt - Die Musenstadt Jena ( nach Kunstblatt v. Richter u. Hammer ) Titelblatt - Reuter u. Bräsig ( O-Zeichn. v. J. Bahr ) Zum dritten Jahrgang Kalendarium nebst 12 auf die Mon. bezügl. Sentenzentafeln Luise Kuntze als Braut ( Kreidezeichn. v. Fritz Reuter ) Zu Luise Reuters Selbstporträt ( ungedruckte Briefe an Freundinnen ) FRITZ REUTER an FRITZ PETERS. Ungedruckte Briefe an einen besten Freund. Illustr: Das Herrenhaus auf dem Thalberg bei Treptow a. T. / Fritz Peters auf dem Thalberg / Fritz Peters Schwiegermutter Anna Maria Ohl / Herrenhaus u. Garten zu Siebenbollentin / Kirchrat Buchta .Kreidezeichn. v. Fritz Reuter / Fritz Peters auf Siebenbollentin / Villa Reuter in Eisenach / Fritz Peters Mutter FRITZ REUTER IN JENA /Illustr. Fritz Reuters Handschr. aus dem Jahre 1832 / Ankunft der Füchse " unterm Markt " in Jena / Zeigenhain in Jena / Der Markt in Jena zu Reutres Studentenzeit .Aqua- rell v. Ida Voigt / Der Burgkeller in Jena / Fritz Reuters Handschr. aus dem Jahre 1858 / Fritz Reuter .Federzeichnung v. Theodor Schloepfe / Der jetzige Standort des Reuterdenkmals in Jena FRITZ REUTER und SCHLESWIG- HOLSTEIN OT'NE VAGEL-UN MINSCHEN-GESCHICHT . Aus Reuters Nachlaß 3 POLTERABENDGEDICHTE aus Reuters Frühzeit ( Ein Bauermädchen ; Eine Polin ; Ein Pup- penspiel ) 3 GELEGENHEITSGEDICHTE ( An Marie Peters a. Thalberg z. 28. Aug. 1847 ; An Ludwig Reinhard in Eisenach z. Weihnacht 1863 ; An denselben ) Pomuchelskopp as Gesetzgewer un Fasan von den Großherzog ; Kopmann Kutz kummt mit den Retter Baldrian ; Bräsig im Preister- Kledaschen ; Bräsig rebb't Areln ( Originalsilhouetten v. I. Bahr Hlwdb. 23,5 x 16,5 Gutes Leseexemplar
[SW: Fritz Reuter , Kalender , Illustrierte Bücher , Mundart ,]
Reuter, Fritz: Ut mine Stromtid. (Aus meiner Volontärszeit). Mit Einleitung von Prof. Dr. Carl Friedrich Müller. Drei Teile in einem Bande. Hesse & Becker Keine Angabe Ohne Jahresangabe (um 1932) Leipzig
Getrennte Seitenzählung: 248/ 224/ 264S. 8°
Halbleder Fadengehefteter, goldgeprägter Halblederband mit marmoriertem Deckelpapier, grünem Titellederrückenschild, reicher Rückenvergoldung und Goldkopfschnitt. Der Einband und die Kanten leicht berieben, Namenszug von 1934 auf Titelblatt, wenige Seiten mit kleinem Knick, ansonsten guter Zustand dieses schönen Bändchens. Gesetzt in Fraktur. Fritz Reuter (* 7. November 1810 in Stavenhagen; 12. Juli 1874 in Eisenach; eigentlich: Heinrich Ludwig Christian Friedrich Reuter) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter und Schriftsteller der Niederdeutschen Sprache. Fritz Reuter wurde im Rathaus von Stavenhagen geboren. Seine Eltern waren der Bürgermeister und Stadtrichter Georg Johann Reuter (1776-1845) und dessen Frau Johanna (1787-1826), Tochter des Bürgermeisters und Stadtrichters von Tribsees, Nikolaus Gottfried Bernhard Ölpke. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes 1812 war die Mutter zeitlebens gelähmt, der Junge verstarb im Alter von knapp zwei Jahren. Aus zahlreichen vor- und außerehelichen Beziehungen des Vaters hatte Fritz Reuter vier Halbschwestern, von denen zwei später legitimiert wurden. Fritz Reuter besuchte zwischenzeitlich als einziger Junge eine Mädchenschule, wurde sonst aber bis zum 13. Lebensjahr von Eltern, Verwandten und Bekannten zu Hause unterrichtet. Mit 14 Jahren lernte er dann, zusammen mit seinem Vetter August Reuter, an der Gelehrtenschule in Friedland. Reuters Leistungen in der Schule waren schlecht und sein Vater zeigte sich sehr enttäuscht, dass es dem Sohn an Disziplin mangelte. Der junge Reuter wollte gern Maler werden und so war neben dem Turnen das Zeichnen das einzige Schulfach, das ihm zusagte. Über das Turnen, populär durch den Turnvater Jahn, und seinen Lehrer Carl Horn, einem Mitglied der Lützower Jäger, begegnete Fritz Reuter den Ideen der Deutschen Burschenschaften. Dadurch wurde die Grundlage seiner demokratischen Gesinnung geprägt, die seinen Lebenslauf nachhaltig beeinflussen sollte. Im Jahr 1826 verstarb seine Mutter. Zu Ostern 1827 wollte der Vater den Schulwechsel aufs Gymnasium in Parchim erwirken, auf Grund mangelnder Konzentration und Zuspätkommens wurde sein Sohn jedoch nicht in die Prima eingestuft. Erst Ostern 1828 wurde Fritz Reuter der Wechsel erlaubt. Das Verhältnis zu seinem Vater kühlte in der Folge weiter ab, in den Ferien kehrte er ungern nach Hause zurück. Reuters "Fleiß war ungleich; in einigen Fächern anzuerkennen, in anderen vermisst", dennoch schaffte er es am 24. September 1831, das Reifezeugnis zu erhalten. Am 19. Oktober 1831 begann Fritz Reuter das Studium der Rechtswissenschaft, nach dem Willen seines Vaters in Rostock. Dort schloss er sich dem Corps Vandalia an, das ihn kurze Zeit später wegen "rüpelhaften Verhaltens" und "burschenschaftlicher Umtriebe" wieder excludierte. Zeit Lebens verbanden Reuter die Freundschaft mit Moritz Wiggers sowie eine innige Abneigung gegen John Brinckman, die als Studenten beide ebenfalls bei Vandalia aktiv gewesen waren. Ab Mai 1832 setzte er das Studium jedoch in Jena fort. Dort wurde er am 13. Juli 1832 Mitglied der Allgemeinden Burschenschaft und schloss sich ihrer radikalen Richtung "Germania" an, weswegen er noch im selben Jahr zum ersten Mal festgenommen wurde. Am 19. Februar verließ Reuter Jena und ging zunächst nach Camburg. Er versuchte, eine Studienerlaubnis für Halle oder Leipzig zu erlangen, was ihm jedoch nicht gelang. Am 31. Oktober 1833 wurde Fritz Reuter auf der Heimreise nach Stavenhagen in Berlin festgenommen. Er wurde in der Festung Silberberg interniert und am 4. August 1836 wegen "Teilnahme an hochverräterischen burschenschaftlichen Verbindungen in Jena und Majestätsbeleidigung" zum Tode verurteilt. Erst am 28. Januar 1837 erfolgte die Zustellung des Urteils und die gleichzeitige Begnadigung zu 30 Jahren Festungshaft. Abgemildert wurde die Strafe später auf Betreiben des Großherzogs von Mecklenburg zu acht Jahren. Die Festungshaft verbrachte Reuter in Groß Glogau (ab Mitte Februar 1837), Magdeburg (ab Mitte März 1837), Graudenz (ab 15. März 1838) und Dömitz (ab 20. Juni 1838). Am 25. August 1840 wurde er in Dömitz entlassen. Reuter schrieb später zu seiner Haftzeit: "Un wat hadden wi denn dahn? Nicks, gor nicks. Blot in uns' Versammlungen un unner vir Ogen hadden wi von Ding' redt, de jetzt up apne Strat fri utschrigt warden, von Dütschlands Friheit und Einigkeit. Äwer taum Handeln wiren wi tau swack, taum Schriwen tau dumm, dorum folgten wi de olle dütsche Mod': wi redten blot doräwer." - Zitat nach Julius Stinde Nach einem kurzen Versuch, das Studium in Heidelberg fortzusetzen, zog er zu seinem Onkel, dem Pastor in Jabel. 1842 trat Fritz Reuter eine Stellung als "Strom" (Volontär) bei einem Gutspächter in Demzin an. Dort lernte er seine spätere Frau Luise kennen, die Tochter des Roggenstorfer Pastors Kuntze. Sie arbeitete als Kindererzieherin im Haus des Pastors Augustin in Rittermannshagen. Am 3. März 1845 starb Fritz Reuters Vater, der seinen Sohn enterbt hatte. Fritz Reuter begann nun seine schriftstellerische Tätigkeit, zunächst auf hochdeutsch, später mit mehr Erfolg auf niederdeutsch. Im April 1850 ließ sich Reuter im preußischen Treptow (heute Altentreptow) an der Tollense als Privatlehrer für Zeichnen und Turnen nieder. Er erwarb das preußische Bürgerrecht und wurde Stadtverordneter. Am 16. Juni 1851 heiratete er die Pastorentochter Luise Kuntze (* 1817 in Grevesmühlen; 1894 in Eisenach) in Roggenstorf. 1853 gelang ihm mit dem Büchlein Läuschen un Rimels sein erster größerer Erfolg. Die Anfangsauflage von 1.200 Exemplaren war bereits nach wenigen Wochen ausverkauft. 1856 zog Reuter als freier Schriftsteller nach Neubrandenburg, wo er seine produktivsten Jahre verlebte und seine bedeutendsten Werke schuf. Dort lebte Reuter nacheinander in vier Wohnungen (nur das Haus seiner zweiten Wohnung ist heute als "Reuterhaus" erhalten). Ab 1859 verlegte Dethloff Carl Hinstorff Reuters Werke, was entscheidend zu seiner Verbreitung beitrug. Die Universität Rostock verlieh ihm 1863 die Ehrendoktorwürde. Im selben Jahr siedelten Reuter und seine Frau nach Eisenach über. Sicherlich hatten die Reuters einen dauernden Aufenthalt in Thüringen nicht geplant, jedoch ließen sie sich 1866/68 vom Architekten Ludwig Bohnstedt in Eisenach, am Fuße der Wartburg, eine Villa im Stil der Neorenaissance errichten (heute Reuter-Wagner-Museum). Fritz Reuter starb hier am 12. Juli 1874 im Alter von 63 Jahren. Die nach einem Gedicht Reuters benannte Zeitschrift De Eekboom, deren Schriftleiter der hinterpommersche Mundartdichter Albert Schwarz war, war jahrzehntelang das wichtigste Sprachrohr der niederdeutschen literarischen Bewegung. Neben Klaus Groth gehört Fritz Reuter zu denjenigen Schriftstellern, die bewusst das Niederdeutsche nutzten. Reuter schrieb nach eigenen Angaben "in mecklenburgisch-vorpommerscher Mundart". Gemeinsam mit seinem Verleger Hinstorff entwickelte Reuter dabei eine neue Kunstform des Niederdeutschen, die entscheidend zur Verbreitung seiner Werke im niederdeutschen Sprachraum und weit darüber hinaus beitrug. Dennoch weist Reuters Platt viele Eigenheiten des Mecklenburgischen auf. Reuter wurde zu einem Wegbereiter der Wiederbelebung der niederdeutschen Sprache als Literatursprache und bewies durch seinen Erfolg zugleich weiten Kreisen der Bevölkerung die Literaturfähigkeit der niederdeutschen Sprache. Seine Werke sind von feinsinnigem Humor und zahlreichen satirischen Anspielungen geprägt. Reuter zeigte sich in seinen Geschichten als ein Autor, der dem Volk "aufs Maul" zu schauen verstand. Dabei brachte er immer wieder soziale Problematiken ins Spiel und benutzte die Stilmittel des Niederdeutschen, um versteckte Spitzen auf Aristokratie und Obrigkeit an der Zensur vorbei anzubringen. Seine Bücher wurden ins Dänische, Englische, Finnische, Französische, Italienische, Japanische, Niederländische, Norwegische, Polnische, Rumänische, Russische und Schwedische übersetzt, zwei seiner Werke (Woans ick tau 'ne Fru kamm und Ut de Franzosentid) auch ins Friesische. Zu den Institutionen der heutigen Reuter-Rezeption gehören die Fritz Reuter Gesellschaft e.V. mit Sitz in Neubrandenburg, das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen, das Reuter-Wagner-Museum in Eisenach, der Förderverein Reuter-Museen e.V. und das Fritz Reuter Literaturarchiv Hans-Joachim Griephan in Berlin. Das Archiv führt eine Kartei der Briefe von und an Fritz Reuter.
[SW: Niederdeutsche Literatur | Autobiografischer Roman]



