Friedrich Scherer
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Meyer, Richard Moritz,
Richard Moritz Meyer (1860-1914), Literaturwissenschaftler. 2 e. Vorlesungsankündigungen mit U. ("Richard M. Meyer"). [Berlin] bzw. Karlsbad, 15. Oktober 1899 bzw. o. D. Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-kl.-8°. - Bekanntgabe von Ort und Zeit der Lehrveranstaltungen "Geschichte der deutschen Lyrik", "Mittelhochdeutsche Uebungen, Interpretation von Meier Helmbrecht' und der Ausgabe v. Fr. Keinz", "Deutsche Wortbildungs- und Bedeutungslehre" und "Ueber Herders Leben und Schriften". - Richard M. Meyer, der Sohn des Bankiers Friedrich Meyer (1820-1881) und ein Schüler von Wilhelm Scherer, war Professor für deutsche Literaturgeschichte in Berlin. Als langjähriges Mitglied der Goethe-Gesellschaft publizierte er seit 1892 regelmäßig im Goethejahrbuch und veröffentlichte 1895 seine große Goethe-Biographie, die bis 1913 in vier Auflagen erschien. "Wohl auf seine Initiative hin unterstützte das Bankhaus E. J. Meyer neben anderen Mäzenen 1895 den Erwerb der sieben Bände des Schriftwechsels zwischen Goethe und Frau von Stein für das Goethe Schiller Archiv in Weimar. 1909 schließlich veröffentlichte er den Briefwechsel Goethes mit seinen Freunden. Zum Umfeld von Meyer gehörte auch Friedrich Wilhelm Nietzsche, den er auch finanziell unterstützte. Wohl um 1892 begann der Kontakt zu Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche. Im Mai 1908 wurde in Weimar die Stiftung Nietzsche-Archiv gegründet, in deren Vorstand von 1910-1913 auch Richard M. Meyer, u. a. neben Harry Graf Keßler, tätig war" (www.woelbern.de). - Ein Bl. mit kleinem e. Sichtvermerk des Germanisten und Dekans der Philosophischen Fakultät Erich Schmidt (1853-1913), das andere mit e. Sichtvermerk des Mathematikers und Rektors der Universität Berlin Lazarus Fuchs (1833-1902). - Beide Bll. mit kleinen Stecknadeldurchstichen sowie mit kleinen Montage- bzw. Spuren einer alt entfernten Büroklammer verso; ein Bl. mit kleiner von fremder Hand stammender Notiz in blauem Farbstift. - Beiliegend ein Blatt mit zeitgen. Notizen zum Verfasser.
Richard Moritz Meyer (1860-1914), Literaturwissenschaftler. 2 e. Vorlesungsankündigungen mit U. ("Richard M. Meyer"). [Berlin] bzw. Karlsbad, 15. Oktober 1899 bzw. o. D. Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-kl.-8°. - Bekanntgabe von Ort und Zeit der Lehrveranstaltungen "Geschichte der deutschen Lyrik", "Mittelhochdeutsche Uebungen, Interpretation von Meier Helmbrecht' und der Ausgabe v. Fr. Keinz", "Deutsche Wortbildungs- und Bedeutungslehre" und "Ueber Herders Leben und Schriften". - Richard M. Meyer, der Sohn des Bankiers Friedrich Meyer (1820-1881) und ein Schüler von Wilhelm Scherer, war Professor für deutsche Literaturgeschichte in Berlin. Als langjähriges Mitglied der Goethe-Gesellschaft publizierte er seit 1892 regelmäßig im Goethejahrbuch und veröffentlichte 1895 seine große Goethe-Biographie, die bis 1913 in vier Auflagen erschien. "Wohl auf seine Initiative hin unterstützte das Bankhaus E. J. Meyer neben anderen Mäzenen 1895 den Erwerb der sieben Bände des Schriftwechsels zwischen Goethe und Frau von Stein für das Goethe Schiller Archiv in Weimar. 1909 schließlich veröffentlichte er den Briefwechsel Goethes mit seinen Freunden. Zum Umfeld von Meyer gehörte auch Friedrich Wilhelm Nietzsche, den er auch finanziell unterstützte. Wohl um 1892 begann der Kontakt zu Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche. Im Mai 1908 wurde in Weimar die Stiftung Nietzsche-Archiv gegründet, in deren Vorstand von 1910-1913 auch Richard M. Meyer, u. a. neben Harry Graf Keßler, tätig war" (www.woelbern.de). - Ein Bl. mit kleinem e. Sichtvermerk des Germanisten und Dekans der Philosophischen Fakultät Erich Schmidt (1853-1913), das andere mit e. Sichtvermerk des Mathematikers und Rektors der Universität Berlin Lazarus Fuchs (1833-1902). - Beide Bll. mit kleinen Stecknadeldurchstichen sowie mit kleinen Montage- bzw. Spuren einer alt entfernten Büroklammer verso; ein Bl. mit kleiner von fremder Hand stammender Notiz in blauem Farbstift. - Beiliegend ein Blatt mit zeitgen. Notizen zum Verfasser.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen]
Schellander, Irene von,
Irene von Schellander (1873-1933), Schriftstellerin. 2 e. Briefe m. U., Triest, April u. 14. Mai 1906, 8 Seiten 8°. Doppelblätter. An einen Professor: "[ ] Mit schriftlichen Arbeiten über den literarischen Nachlaß des im Herbst verstorbenen intimen Freundes von Robert Hamerling, des Dichters Friedrich Marx, beschäftigt, erfahre ich aus dem Buche Ungedruckte Briefe von Robert Hamerling' [ ] daß Sie, [ ] von den ungefähr 20 Briefen welche Marx von Hamerling erhielt, ungefähr 8 Stück in Händen haben. Da mir nun diese Briefe zu einem größeren Aufsatze sehr notwendig sind, erlaube ich mir die ergebene Bitte, sie mir nur auf 3 Tage überlassen zu wollen, damit ich sie abschreibe [ ] Vielleicht besitzen Sie, der eifrige Hamerling-Forscher und Verehrer des Dichters auch dessen Großer Bericht der Triester Zeitung vom Jahre 1877, seine Besprechung der 3. Auflage der Gedichte Temüth und Welt' von Marx [ ]" - Der zweite Briefe in derselben Angelegenheit. - Sie verfaßte bereits als Neunjährige Märchen und veröffentlichte im Alter von 16 Jahren Gedichte in verschiedenen Zeitungen. Während ihrer Mitarbeit am "Cotta'schen Musenalmanach" 1896-99 wurde Georg Scherer auf sie aufmerksam, der einige ihrer Gedichte in seine Anthologie Deutscher Dichterwald aufnahm. Die auch von Friedrich Marx geförderte Schellander schrieb neben Lyrik (u.a. "Tannebruch", 1902) auch Prosa. Kulturhistorisch interessant sind ihre Prosaskizzen über Salzburger Persönlichkeiten.
Irene von Schellander (1873-1933), Schriftstellerin. 2 e. Briefe m. U., Triest, April u. 14. Mai 1906, 8 Seiten 8°. Doppelblätter. An einen Professor: "[ ] Mit schriftlichen Arbeiten über den literarischen Nachlaß des im Herbst verstorbenen intimen Freundes von Robert Hamerling, des Dichters Friedrich Marx, beschäftigt, erfahre ich aus dem Buche Ungedruckte Briefe von Robert Hamerling' [ ] daß Sie, [ ] von den ungefähr 20 Briefen welche Marx von Hamerling erhielt, ungefähr 8 Stück in Händen haben. Da mir nun diese Briefe zu einem größeren Aufsatze sehr notwendig sind, erlaube ich mir die ergebene Bitte, sie mir nur auf 3 Tage überlassen zu wollen, damit ich sie abschreibe [ ] Vielleicht besitzen Sie, der eifrige Hamerling-Forscher und Verehrer des Dichters auch dessen Großer Bericht der Triester Zeitung vom Jahre 1877, seine Besprechung der 3. Auflage der Gedichte Temüth und Welt' von Marx [ ]" - Der zweite Briefe in derselben Angelegenheit. - Sie verfaßte bereits als Neunjährige Märchen und veröffentlichte im Alter von 16 Jahren Gedichte in verschiedenen Zeitungen. Während ihrer Mitarbeit am "Cotta'schen Musenalmanach" 1896-99 wurde Georg Scherer auf sie aufmerksam, der einige ihrer Gedichte in seine Anthologie Deutscher Dichterwald aufnahm. Die auch von Friedrich Marx geförderte Schellander schrieb neben Lyrik (u.a. "Tannebruch", 1902) auch Prosa. Kulturhistorisch interessant sind ihre Prosaskizzen über Salzburger Persönlichkeiten.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen]
Scherer, Georg Friedrich: Die Zukunft der Blinden. Fünf Vorträge über Blindenverhältnisse und Blindenerziehung. Dritte, umgearbeitete Auflage. - Leipzig, Druck von J.S. Wassermann, 1860, 8°, 215 pp., unaufgeschnittens Exemplar in Interimsbroschur; etwas fleckig.
Friedrich Scherer, seit dem 2ten Lebensjahr selbst erblindet, Blindenlehrer, wie Louis Braille auch Musiker und Musikpädagoge, in Bayern geboren, hat auf seinen Wanderungen den Selbsthilfegedanken weit über Bayerns Grenzen hinausgetragen. Nicht nur die Errichtung der Blindenanstalt Nürnberg, der Blindenschule Nürnberg, sondern auch die der Blindenanstalt in Kiel, einer Blindenschule in Hamburg-Altona und einer internationalen Privatblindenanstalt in Speyer sind ihm zu verdanken. Er hat schon beim (ersten) Blindenlehrerkongreß in Wien im Jahre 1873 für die Blindenselbsthilfe geworben und als erster (im Jahre 1880) eine "permanente Unterstützung aller Blinden durch den Staat", also eine Blindenrente oder, wie wir heute sagen, Blindenhilfe geforder. -cf. DVBS
Louis Braille hat leider nicht mehr die weltweite Verbreitung seines Blindenschriftsystems erlebt, erst sichtbar verbreitete sich das 6-Punkte-System, nachdem insbesondere Friedrich Scherer während des ersten Blindenlehrerkongresses 1873 in Wien die Annahme von Resolutionen seitens der deutschen Blindenlehrer erreichte, wonach die Blindenschrift in allen Blindenlehrinstituten obligatorisch einzuführen sei.
Erich Scherer: Friedrich Kuhnt 1836-1927: Baumeister, Freimaurer, Mäzen - Eine Chronik, ISBN: 3928466747
Verlag: Druck-Zuck, Ausgabe von 2005-03-24, Einband: Taschenbuch, Seiten: 68, das Buch ist in gutem Zustand. Altersgemäße kleinere Mängel sind nicht immer extra aufgeführt.
[SW: Geschichte, Friedrich Kuhnt 1836-1927: Baumeister, Freimaurer, Mäzen - Eine Chronik, Erich Scherer]



