Frey Alexander Moritz

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Ernsting, Stefan: Der phantastische Rebell Alexander Moritz Frey. Oder Hitler schießt dramatisch in die Luft, Atrium Verlag Erste Aufl. Februar 2007 Hamburg ISBN: 9783855351206
238 S.S. 211x128x24 mm

Hardcover Geprägter Pappband mit Schutzumschlag. Der Umschlag und die unteren Buchecken gestaucht, deshalb Mängelexemplarstempel auf Fußschnitt. Ansonsten sehr guter, nahezu neuwertiger Zustand dieser interessanten Biographie. Nach der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 fand deutsche Literatur hauptsächlich im Exil statt. Einer der Autoren, die Deutschland verlassen mussten, war Alexander Moritz Frey (1881-1957), der 1933 im Kofferraum versteckt über die Grenze nach Österreich floh. Heute ist A.M. Frey der große Unbekannte der deutschen Literatur. Dabei wurde sein Antikriegsroman "Die Pflasterkästen" (1929) in einem Atemzug mit Remarques "Im Westen nichts Neues" genannt, und von der Weimarer Presse hochgelobt. Spektakulär und noch nie veröffentlicht sind Freys Aufzeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg. Von 1915 bis 1918 lag er als Sanitäter zusammen mit dem Meldegänger Adolf Hitler im Schützengraben an der Westfront. Schon da zeichnete sich der Gefreite Hitler durch "erstaunliche" Eigenschaften aus; aufgrund seiner cholerischen Anfälle nennt ihn Frey einen "kollernden Puter" ... Dieses Buch ist eine biografische Spurensuche. Es erzählt von Freys Elternhaus, seiner Studienzeit und dem Exil. Frey wuchs als Sohn eines Malers und Opernsängers und einer strengen Mutter auf, setzte sein Studium glanzvoll in den Sand, indem er leere Examensblätter abgab, kam in literarische Kreise und schrieb für den Simplicissimus und von den Schriftstellerkollegen hochanerkannte Romane. Er war befreundet mit Max Reinhardt und auch Thomas Mann, der ihm in den schweren Zeiten des Exils zu helfen versuchte. A. M. Frey war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich niemals von den Nazis hat vereinnahmen lassen und dessen scharfsinnige Bücher und spannende Exil-Biografie auf eine längst fällige Wiederentdeckung warten. Alexander Moritz August Theodor Frey (* 29. März 1881 in München; 24. Januar 1957 in Zürich) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als bedeutender Vertreter der deutschen literarischen Phantastik. Er schrieb und veröffentlichte vorwiegend als A. M. Frey. Daneben verwendete er auch das Pseudonym Alexander Funk. Frey wuchs in München und Mannheim auf. Er studierte Jura in Heidelberg und Freiburg i. Br., machte aber keinen Abschluss. Ab 1907 lebte er in München, wo er mit Thomas Mann befreundet war und zu schreiben begann. 1913 erschien sein von der Kritik hoch gelobter Erzählband Dunkle Gänge, 1914 folgte sein erster Roman Solneman der Unsichtbare. 1915 wurde Frey zum Kriegsdienst eingezogen und kam als Sanitätsunteroffizier an die Westfront (Erster Weltkrieg). Seine persönlichen Erlebnisse im Krieg verarbeitete er immer wieder in seinen Werken, und sie prägten seine pazifistische Grundeinstellung. Am 15. März 1933 brachte ihn sein Freund Alfred Neumann im Kofferraum seines Wagens über die Grenze nach Österreich, nachdem die SA am selben Tag seine Wohnung verwüstet hatte und ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Er ließ sich anfangs in Salzburg nieder (zuerst wohnhaft am Mönchsberg, dann in der Getreidegasse). Seine Eindrücke von Salzburg flossen in den Roman Hölle und Himmel ein. 1933 bekam er den Novellenpreis der Amsterdamer Emigrantenzeitschrift "Die Sammlung". Ab 1936 kam es zu ernsten Kollisionen mit der mehr und mehr von Nazideutschland beeinflussten österreichischen Fremdenpolizei, sodass Frey 1938 weiter in die Schweiz flüchten musste, wo ihm jedoch zunächst ein amtlich verordnetes Schreibverbot auferlegt wurde. Er wohnte in Basel und zeitweilig auch in Zürich, schrieb für die Zeitschriften "Maß und Wert", "Merkur" und "Atlantis", schließlich auch für "National-Zeitung", Basel, "Neue Zürcher Zeitung" und "Tages-Anzeiger", Zürich. Die Einbürgerung in die Schweiz wurde ihm bis kurz vor seinem Tod mit der Begründung verwehrt, er sei zu wenig "assimiliert". Er starb, verarmt und weitgehend vergessen, an den Folgen eines Gehirnschlags in Basel. Frey und Hitler [Bearbeiten] Während des Ersten Weltkrieges lernte Frey den im selben Regiment dienenden Gefreiten Adolf Hitler kennen, der versuchte, ihn für seine Ideen einzunehmen und Freys schriftstellerisches Talent für sich zu nutzen. Frey schildert in seinen Erinnerungen, wie er, angewidert von Hitlers Auftreten, auf Distanz blieb. Auch nach dem Krieg ließ Hitler mehrmals direkt anfragen, ob Frey, als alter Waffenkamerad, nicht an der neuen Bewegung teilhaben wolle. Frey lehnte immer wieder ab. Dieses schwierige Verhältnis war ein wesentlicher Grund für Freys Emigration. In Freys Anti-Kriegsroman Die Pflasterkästen, der deutlich autobiographische Züge enthält, kommt Hitler jedoch offensichtlich nicht vor.

[SW: Deutsche Literatur | Exilliteratur | Biographien | Alexander Moritz Frey]

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Frey, Alexander M.; Hans-Albert Walter: Hölle und Himmel/ Kommentarband von Hans-Albert Walter: "Der Meisterzeichner von Nachtstücken und Traumgeschichten" Alexander Moritz Frey - wiederzuentdecken; Herausgegeben von Hans-Albert Walter | Bibliothek Exilliteratur; Büchergilde Gutenberg Erste Auflage 1988 Frankfurt am Main ISBN: 3763234896
482/ 267S. 8°

Leinen Herausgegeben von Hans-Albert Walter Die Bibliothek Exilliteratur verdeutlicht die Hauptströmungen der deutschen Exilliteratur. Jedes Buch enthält ein Nachwort mit einer Werkinterpretation. Als Textgrundlage werden grundsätzlich die Erstausgaben der Exilzeit herangezogen, da es dieser Edition um die historische Authentizität geht, nicht aber um inhaltliche Revisionen oder Überarbeitungen, die manche Autoren aus der Sicht eines späteren Erkenntnisstandes (zum Beispiel über das faschistische Deutschland) vorgenommen haben. "... diese Edition ist eine sehr konsequente Reaktion auf die Misere der Exilliteraturrezeption in der Bundesrepublik ... Man kann hoffen, dass diese Reihe viele Leser findet und als Modell einer Edition von Exilliteratur zur Nachahmung anregt." Frontal In der Bibliothek sind erschienen: Egon Erwin Kisch: Landung in Australien Arnold Zweig: Das Beil von Wandsbek Anna Seghers: Transit Ernst Weiss: Der Augenzeuge Lion Feuchtwanger: Waffen für Amerika Joseph Roth: Tarabas Alexander M. Frey: Himmel und Hölle Gustav Regler: Die Saat Alfred Döblin: Das Land ohne Tod Egon Schwarz: Keine Zeit für Eichendorff Ernst Fischer: Erinnerungen und Reflexionen Irmgard Keun: Nach Mitternacht Arthur Koestler: Sonnenfinsternis "Die Büchergilde bringt eine ganze Reihe Emigrationsliteratur, wirklich eine verdienstvolle und notwendige Sache. Das Unternehmen vertraut auf den durch zahlreiche Publikationen für das Sachgebiet ausgewiesenen Hans-Albert Walter; er legt hier etwas vollkommen Ungewöhnliches und Vorbildliches vor. " Fritz J. Raddatz, Die Zeit Die Handlung spielt im Salzburg der dreißiger Jahre, vor dem "Anschluß" der Ostmark ans dritte Reich, und es ist ein streckenweise alltägliches, aber auch ein mit atemberaubender kriminalistischer Spannung erfülltes Geschehen. Ganz unpolitisch, so scheint es zunächst. Denn vordergründig geht es nur um ein Bild, das der Kaufmann Wilhelm Wegwart bei einem Trödler aufgestöbert hat. Ist diese "Versuchung des Heiligen Antonius" wirklich ein Werk von Hand des Hieronymus Bosch, ein Objekt von unschätzbarem Wert also? Oder wer sonst hat es gemalt? Spätestens hier bemerkt der Leser, daß das Geschehen um das spätmittelalterliche Bild nur ein Gleichnis ist: Wie Wegwart vom Höllenspuk seines Bosch, so sind viele Österreicher fasziniert vom Höllenspuk des Dritten Reiches. Geschrieben hat diesen Roman ein zu Unrecht Vergessener: Alexander Moritz Frey (1881-1957). Auch er hat ein typisches Exildasein erlitten, das Hans-Albert Walter in einem ausführlichen Kommentar aufgrund der in vielen Archiven verstreuten Quellen rekonstruiert. Dokumente belegen detailliert die Schikanen der Schweizer Behörden; dem biographischen Teil schließt sich eine eingehende Interpretation des Werkes an. Zwei Bände in Schuber, Leinen mit Schutzumschlag, 751 Seiten Fadengeheftete, geprägte Ganzleinenbände im fotografisch (hervorragend) gestalteten Schutzumschlag im Pappschuber, Lesebändchen. Die Schutzumschläge feinsäuberlich in nichtgilbende, transparente und selbstklebende Buchbindefolie eingeschlagen, Ex-Libris auf Innendeckeln, der Hauptband mir dezent fleckigen Schnitten und Vorderdeckel,die Bücher ansonsten in sehr gutem Zustand.

[SW: Büchergilde Gutenberg | Bibliothek Exillliteratur]

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Frey, Alexander M. / Hans Albert Walter: Hölle und Himmel / Der Meisterzeichner von Nachtstücken und Traumgesichten - Alexander Moritz Frey wiederzuentdecken (2 Bände). 1989

Frey, Alexander M. / Hans Albert Walter: Hölle und Himmel / Der Meisterzeichner von Nachtstücken und Traumgesichten - Alexander Moritz Frey wiederzuentdecken (2 Bände). Büchergilde Gutenberg 1988, 482, 267 S., Ln.OU *gute Ex. mit Namensstempel, Bibliothek der Exilliteratur* (Exil, Literatur, Biographie) 1,1 kg

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Frey, Alexander Moritz / Nückel, Otto. Solneman der Unsichtbare. Mit 13 Holzschnitten von Otto Nückel. Hier mit einer Extra Suite von 13 zusätzlichen, von Otto Nückel signierten Holzschnitten. München, Delphin-Verlag, 1914. ; 1. Ed.
"Solneman" ist ein Palindrom für Namenlos. Alexander Moritz August Theodor Frey (* 29. März 1881 in München; 24. Januar 1957 in Basel) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als bedeutender Vertreter der deutschen literarischen Phantastik. Er schrieb und veröffentlichte vorwiegend als A. M. Frey. Daneben verwendete er auch das Pseudonym Alexander Funk. Frey wuchs in Mannheim auf. Er studierte Jura in Heidelberg und Freiburg i. Br., machte aber keinen Abschluss. Ab 1907 lebte er in München, wo er mit Thomas Mann befreundet war und zu schreiben begann. 1913 erschien sein von der Kritik hoch gelobter Erzählband Dunkle Gänge, 1914 folgte sein erster Roman Solneman der Unsichtbare. 1915 wurde Frey zum Kriegsdienst eingezogen und kam als Sanitätsunteroffizier an die Westfront (Erster Weltkrieg). Seine persönlichen Erlebnisse im Krieg verarbeitete er immer wieder in seinen Werken, und sie prägten seine pazifistische Grundeinstellung. Am 15. März 1933 wurde er von seinem Freund Alfred Neumann im Kofferraum seines Wagens über die Grenze nach Österreich gebracht, nachdem die SA am selben Tag seine Wohnung verwüstet hatten und ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Hier ließ er sich zuerst in Salzburg nieder (zuerst wohnhaft am Mönchsberg, dann in der Getreidegasse). Seine Eindrücke von Salzburg flossen in den Roman Hölle und Himmel ein. 1933 bekam er den Novellenpreis der Amsterdamer Emigrantenzeitschrift "Die Sammlung". Ab 1936 kam es zu ernsten Kollisionen mit der mehr und mehr von Nazideutschland beeinflussten österreichischen Fremdenpolizei, sodass Frey 1938 weiter in die Schweiz flüchten musste, wo ihm jedoch zunächst ein amtlich verordnetes Schreibverbot auferlegt wurde. Er wohnte in Basel und zeitweilig auch in Zürich, schrieb für die Zeitschriften "Maß und Wert", "Merkur" und "Atlantis", schließlich auch für "National-Zeitung", Basel, "Neue Zürcher Zeitung" und "Tages-Anzeiger", Zürich. Die Einbürgerung in die Schweiz wurde ihm bis kurz vor seinem Tod mit der Begründung verwehrt, er sei zu wenig "assimiliert". Er starb verarmt und weitgehend vergessen an den Folgen eines Gehirnschlags in Basel. Während des Ersten Weltkrieges lernte Frey den im selben Regiment dienenden Gefreiten Adolf Hitler kennen, der versuchte, ihn für seine Ideen einzunehmen und Freys schriftstellerisches Talent für sich zu nutzen. Frey schildert in seinen Erinnerungen, wie er angewidert von Hitlers Auftreten auf Distanz blieb. Auch nach dem Krieg ließ Hitler mehrmals direkt anfragen, ob Frey, als alter Waffenkamerad, nicht an der neuen Bewegung teilhaben wolle. Frey lehnte immer wieder ab. Das schwierige Verhältnis war ein wesentlicher Grund für Freys Emigration. In Freys Anti-Kriegsroman Die Pflasterkästen, der deutlich autobiographische Züge enthält, kommt Hitler offensichtlich jedoch nicht vor. (Wikipedia)

4°. 193 Seiten. Moderner, bibliophiler Halblederband auf fünf unechten Bünden mit rotem Rückenschildchen und Lederverstärkten Einbandkanten. Neue Vorsätze mit eingebundener, schlichter Originalverlagsbroschur. Sehr guter Zustand der Vorzugsausgabe mit den signierten Original-Holzschnitten als Extra-Suite. Die Originalholzschnitte wurden ind iesem Werk auch noch einmal unsigniert dem Werk beigebunden. Unaufgeschnittenes Bütten. Ein absolutes Unikat dieses frühen und dramatischen Werkes des Expressionismus. "Fünfundsiebzig (75) Exemplare wurden als Vorzugsausgabe auf Bütten abgezogen, numeriert, vom Verfasser signiert und in Ganzleder gebunden; sie enthalten je eine Folge vom Künstler signierter Handabzüge der dreizehn Holzschnitte des Buches auf Chinapapier. Dieses Exemplar ist Nr. 13". Vom Autor handschriftlich signiert. / First edition, deluxe issue, one of 75 copies signed by Frey and with an extra suite of the thirteen woodcuts, each signed by Nueckel, laid in, of this wonderful Expressionist illustrated book. Solneman is a palindrome of Namenlos (Nameless). Although the colophon calls for the deluxe issue to be bound, the present copy was covered only in printed paper wrappers. A recent former owner had it bound into modern blue half-morocco, preserving the wrappers and keeping the edges untrimmed. As such, perhaps a unique copy of this powerful work.

[SW: Deluxe Edition, Expressionism, expressionism, Expressionismus, Holzschnitt, Holzschnittbücher, Holzschnitte, Illustrated Books, Illustration, Illustrierte Bücher, Inscribed, SIGNED, signiert, Vorzugsausgabe]

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