Franz Hessel

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CLEMENCEAU SPRICHT. Unterhaltungen mit seinem Sekretär Jean Martet. Aus dem Franz.v.Franz Hessel u.Paul Mayer. Berlin, Rowohlt 1930. Dt.EA. (1.-10.Tsd.)
OT.: JEAN MARTET, LE SILENCE DE M: CLEMENCEAU. JEAN MARTET, M.CLEMENCEAU PEINT PAR LUI-MEME.; EA (Hessel):WG 21.; Georges Benjamin Clemenceau (* 1841 in Mouilleron-en-Pareds, Vendee, 1929 in Paris) war ein französischer Journalist und Politiker.; Er war als Herausgeber der Zeitung "L'Aurore" maßgeblich an der Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Alfred Dreyfus in der Dreyfus-Affäre beteiligt.(Während der Dreyfus-Affäre setzt er sich als Eigentümer und Herausgeber der Zeitschrift L'Aurore mit für den verleumdeten Offizier ein, gemeinsam mit dem Schriftsteller Emile Zola, dessen berühmtes "J'accuse" in L'Aurore erscheint.)Von den demokratischen Freiheiten in den USA, insbesondere der Redefreiheit zeigt er sich erfreut. Über die USA soll er sich später jedoch geäußert haben: "Amerika, das ist die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne den Umweg über die Kultur." Von 1906 bis 1909 ist Clemenceau Ministerpräsident. Trotz seines Antikolonialismus strebt er nach steigendem Einfluss Frankreichs im unabhängigen Marokko, was die Marokko-Krisen mit dem Deutschen Reich 1905-1906 und 1911 heraufbeschwor. Das Amt des Premierministers übernimmt le tigre - so mittlerweile sein Beiname - am 16. November 1917 erneut. Clemenceau, zu dieser Zeit auch als Kriegsminister verantwortlich, regiert mit harter Hand.Bei den Verhandlungen in Versailles tritt er als unversöhnlicher Gegner Deutschlands auf. Er teilt nicht die idealistischen Ansichten des US-Präsidenten Woodrow Wilson und will durch eine französische Machtpolitik die Interessen Frankreichs gegen deutschen Revanchismus sichern. Er fordert die Abtretung von Elsass-Lothringen und des Saarlandes, das Rheinland soll von alliierten Truppen besetzt werden. Außerdem verlangt er hohe Reparationen. Clemenceau kann sich aber mit diesen Forderungen nicht gegen Wilson durchsetzen. Nach vergeblicher Kandidatur als Nachfolger Raymond Poincares für das Amt des Staatspräsidenten - er unterliegt Paul Deschanel - zieht sich Clemenceau verbittert 1920 aus der Politik zurück.; Deckelillustr.von Olaf Gulbransson!; " ... eine höchst elegante Geistigkeit und einen bezaubernder Esprit.Zweiter Eindruck nach dem Durchblättern: ein unangenehmer Kunde...War er das? Das war er auch. Aber er ist doch auch mehr gewesen. Nämlich:Zunächst einmal kein großer Mann . Martet, sein Sekretär, der diese Unterhaltungen aufgezeichnet hat, sieht ihn falsch. "Man wird sich später seiner erinnern. Sein Ruhm wird wachsen." Es gibt ein Wort im Französischen, das exakt unserem Geschmuse entspricht ... nein, sein Ruhm wird nicht wachsen - weil nämlich jede Zeit ihre eigenen großen Leute hat und nur ganz, ganz selten Anleihen bei einem anderen Zeitabschnitt macht. Warum war Clemenceau kein großer Mann?Weil er die Deutschen gehaßt hat? Diesen Grund kann nur ein bündischer Nationalsozialist anführen - einer von denen, die die Nationalisten im eigenen Lager hochpreisen und die der anderen in Grund und Boden verdammen. Das ist ja dumm. Clemenceau hat unendlich viel für sein Land getan und sehr viel gegen sein Land, weil er nämlich viel gegen Europa getan hat. Ich halte seine politischen Diagnosen fast alle für richtig (worüber sich diskutieren läßt) und seine Therapie für ganz und gar verfehlt (worüber sich gar nicht diskutieren läßt). Eine modische Torheit pflegt den Politiker und den Menschen fein säuberlich zu trennen, was deshalb töricht ist, weil ja niemand den Menschen in der Garderobe abgeben kann. Dieser da ist kein großer Mann. Er bezaubert zunächst durch seinen Zynismus; aber es ist ein leerer, ein nihilistischer Zynismus - es ist das vollständige Gegenteil von Weisheit -, Goethe hätte gesagt: "Merkwürdig, wie man in seinem Alter noch so radikal sein kann!" ...Dieses Buch wimmelt von mots , von jenen kurzen prägnanten Aussprüchen, die mehr sind als eine Paradoxie - eine lustige Wahrheit. Humor mit Kupfervitriol, Ironie mit Schwefelsäure und ein Witz, mit dem man Steinbrüche sprengen kann."Zur Zeit schwanke ich zwischen dem Wunsch zu leben, um das Meer zu betrachten, und dem Wunsch zu sterben, um Leon Blum nicht mehr sehen zu müssen." - "Er hat gewiß diese Welt verlassen, ohne erkannt zu haben, was der Tod bedeutet. Nun hat er ja die ganze Ewigkeit, um darüber nachzudenken." - (Von einer Rose): "Sie sieht aus wie ein junges Mädchen, dem man etwas Gewagtes gesagt hat." - Bezaubernde Bosheiten gegen die Kirche, gegen alle Kirchen. Anekdoten die Fülle ... ein Untier aus dem Märchen, das Kinder frißt und die Flöte blasen kann....Die Übersetzung ist befremdend. Die Übersetzer, Franz Hessel und Paul Mayer, können natürlich genug Französisch, um zu sehen, was sie da gemacht haben. Sie haben wortwörtlich übersetzt. Ich halte das nicht für gut. Das kann nur einer, mit aller Grazie seines Stils: Franz Blei...Dagegen hat das Buch ein wundervolles fotografisches Material; Bilder Clemenceaus aus allen Lebensaltern - und einmal ist er mit seiner Köchin abgebildet, die aussieht wie der gesunde französische Menschenverstand. Damit kann man sehr gut kochen."[Peter Panter (Kurt Tucholsky), Vossische Zeitung, 06.04.1930.]; SEHR GUTER ZUSTAND

Farb.illustr.Lwd., 8°, Kopffarbschn., Lesebändchen, 460 S., M.20 Taf.u.e.Frontispiz.

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STENDHAL (= Henri Beyle): Eine Geldheirat. Der Novellen erster Band. München: Müller, 1.-3. Tausend 1921. 388, 2 Bl., mit einem Anmerkungsteil von Franz Blei. Halbleder mit blaugemustertem Deckelüberzugspapier (Entwurf Paul Renner).
= Stendhal. Gesammelte Werke. Hrsg. v. Franz Blei und Wilhelm Weigand. DEA. Deutsche Erstausgabe in diesen Übersetzungen: Der Liebestrank; Philibert Lescale (Übers. von Arthur Schurig); Ernestine oder die Entstehung der Liebe (Übers. v. Franz Hessel); Der Jude (Übers. v. Franz Blei); Eine Geldheirat (Übersetzt v. Otto v. Gemmingen); Vanina Vanini (Ü. v. F. Hessel); Mina von Wangel; Erinnerungen eines römischen Edelmannes; Die Truhe und das Gespenst; Der Ruhm und der Buckel oder Der Weg ist glitschig; Eine Unterhaltung zwischen Elf und Mitternacht (Ü. v. F. Blei). Vortitel und Titel in Zweifarbendruck. - Leicht berieben und bestoßen, sonst sehr gutes Exemplar ohne Stempel oder Namenszüge. (CW5a)
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Storm, Theodor ; Frisch, Max ; uva.: Im Garten der Phantasie / Theodor Storm ; Max Frisch, Berlin: Verlag Neues Leben 1985
Aus dem Inhalt: Einladung zum Spazierengehen - Mondscheinmärchen von Karl Immermann - Menschliches Gut von Adalbert Stifter - Es war einmal ein arm Kind von Georg Büchner - Der Rubin von Friedrich Hebbel - Hinzelmeier von Theodor Storm - Spiegel, das Kätzchen von Gottfried Keller - Der junge Fürst von Marie von Ebner- Eschenbach - Das Märchen vom Herzblut von Paul Heyse - Die Märchen des Steinklopferhanns von Ludwig Anzengruber - Das Märchen von Gerhart Hauptmann - Die neue Tänzerin von Paul Scheerbart - Lügenmärchen von Ricarda Huch - Die blaue Blume von Thomas Theodor Heine - Der Fluch der Kröte, Fluch der Kröte von Gustav Meyrink - Wald- und Wiesenmärchen von Heinrich Mann - Das Glück am Weg von Hugo von Hofmannsthal - Der Drachentöter von Rainer Maria Rilke - Der Kleiderschrank von Thomas Mann - Der Dichter von Hermann Hesse - Die Insel der tausendjährigen Menschen von Georg Kaiser - Vom Hinzel und dem wilden Lenchen von Alfred Döblin - Die Geschichte von der verlorenen Wimper der Prinzessin von Bernhard Kellermann - Der siebente Zwerg von Franz Hessel - Kindergeschichte von Robert Musil - Vor dem Gestz von Franz Kafka - Das Chamäleon von Edwin Hoernle - Nachtgesicht von Hermynia zur Mühlen - Kuddel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen von Rotkäppchen und zeichnet ihnen sogar etwas dazu von Joachim Ringelnatz - Alte Geschichten von Albert Ehrenstein - Die drei Träume von Armin T. Wegner - Verlassenheit von Georg Trakl - Der alte Zauberer oder das Ende vom Lied von Ernst Wiechert - Von der Henne Sorgeviel aus dem Urtrieb von Friedrich Wolf - Der Dichter und der Kaiser von Klabund - Der Dschin von Franz Werfel - Märchen von Kurt Tucholsky - Maulbeer-Omlette von Walter Benjamin - Die verlorene Krone von Albin Zolinger - Die Antwort von Bertholt Brecht - Das Märchen vom Glück von Erich Kästner - Das Argonautenschiff von Anna Seghers - Vom artigen Ringkämpfer von Ödön von Horvath - Das Märchen vom Asphalt von Marieluise Fleißer - Märchen im Kreis von Kurt Kusenberg - Nachtrag zu Marion von Max Frisch - Erinnerungen eines jungen Königs von Heinrich Böll - Mondgeschichten von Olse Aichinger - Samson der treue maat von der Sancta Habana von H.C. Artmann - Der Drache und der Schmetterling von Franz Fühmann - Der kleine häßliche Vogel von Werner Heiduczek - Mein König von Christoph Meckel - Der kleine Prinz und das Mädchen mit den holzfarbenen Augen von Helga Königsdorf - Der Traum von Barbara Frischmuth - Malermär von Joachim Walther - Wort- und Sacherklärungen - Autoren, Quellen und Rechtsnachweis.

390 S. , 12°, Leinen mit Umschlag, 24 cm, gebräunt und fleckig, Umschlagkanten bestoßen,

[SW: Im Garten der Phantasie;Kunstmärchen;Phantasie;Märchen;Erzählungen; Geschichten;Mondscheinmärchen;Karl Immermann;Menschliches Gut; Adalbert Stifter;Es war einmal ein arm Kind;Georg Büchner;Der Rubin; Friedrich Hebbel; Hinzelmeier;Theodor Storm;Spiegel, das Kätzchen; Gottfried Keller;Der junge Fürst;Marie Ebner- Eschenbach;Das Märchen vom Herzblut;Paul Heyse;Die Märchen des Steinklopferhanns;Ludwig Anzengruber;Das Märchen;Gerhart Hauptmann;Die neue Tänzerin;Paul Scheerbart;Lügenmärchen;Ricarda Huch;Die blaue Blume;Thomas Theodor Heine; Der Fluch der Kröte;Fluch der Kröte;Gustav Meyrink;Wald- und Wiesenmärchen; Heinrich Mann;Das Glück am Weg;Hugo Hofmannsthal; Der Drachentöter;Rainer Maria Rilke;Der Kleiderschrank;Thomas Mann;Der Dichter;Hermann Hesse;Die Insel der tausendjährigen Menschen;Georg Kaiser;Vom Hinzel und dem wilden Lenchen;Alfred Döblin;Die Geschichte von der verlorenen Wimper der Prinzessin; Bernhard Kellermann;Der siebente Zwerg; Franz Hessel;Kindergeschichte;Robert Musil;Vor dem Gestz;Franz Kafka;Das Chamäleon;Edwin Hoernle;Nachtgesicht; Hermynia zur Mühlen;Kuddel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen von Rotkäppchen und zeichnet ihnen sogar etwas dazu;Joachim Ringelnatz;Alte Geschichten;Albert Ehrenstein;Die drei Träume; Armin T. Wegner;Verlassenheit; Georg Trakl;Der alte Zauberer oder das Ende vom Lied;Ernst Wiechert;Von der Henne Sorgeviel aus dem Urtrieb;Friedrich Wolf;Der Dichter und der Kaiser; Klabund;Der Dschin;Franz Werfel;Märchen;Kurt Tucholsky;Maulbeer-Omlette; Walter Benjamin;Die verlorene Krone;Albin Zolinger;Die Antwort;Bertholt Brecht; Das Märchen vom Glück;Erich Kästner;Das Argonautenschiff;Anna Seghers; Vom artigen Ringkämpfer;Ödön von Horvath;Das Märchen vom Asphalt; Marieluise Fleißer;Märchen im Kreis;Kurt Kusenberg; Nachtrag zu Marion; Max Frisch; Erinnerungen eines jungen Königs;Heinrich Böll; Mondgeschichten;Olse Aichinger; Samson der treue maat von der Sancta Habana; H.C. Artmann;Der Drache und der Schmetterling;Franz Fühmann;Der kleine häßliche Vogel;Werner Heiduczek;Mein König; Christoph Meckel;Der kleine Prinz und das Mädchen mit den holzfarbenen Augen Helga Königsdorf;Der Traum; Barbara Frischmuth;Malermär;Joachim Walther;]

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Hessel, Franz - Romains, Jules: Tempelsucher. A.d. Franz. von Franz Hessel. Ausstattung von E.R. Weiss. Berlin: Rowohlt 1938.
Erste Ausgabe der Hessel- Übersetzung. - Fromm 22413.
[Literatur/Literature, französische/french, 1000, Rowohlt Verlag, 1100]

393 SS. OLwd. m. ill. OU. (gering stockfleckig). (= Die Guten Willens Sind 7).

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