Frank Niklas der Vater

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Niklas Frank (Autor), Ralph Giordano (Vorwort): Der Vater: Eine Abrechnung [Illustriert] von Niklas Frank (Autor), Ralph Giordano (Vorwort) Goldmann Sachbücher, Goldmann 1993 ISBN: 3442125006

1993 Softcover Eine Vergangenheitsbewältigung besonderer Art ist diese Abrechnung eines Sohns mit seinem Vater. Der Vater, Hans Frank, Rechtsanwalt von Beruf, begabt, aber bald verlottert, wird 1933 als "alter Kämpfer" ministrabel, erst Justizminister, 1939 dann Generalgouverneur Restpolens, wo er mit seiner ebenso raffgierigen Frau Polen und Juden ausplündert, während in den Vernichtungslagern um ihn herum systematisch die Endlösung praktiziert wird. 1945 setzt er sich mit seiner Beute nach Oberbayern ab, wird von den Amerikanern gefasst und im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess zum Tode durch den Strang verurteilt. Der Sohn, Niklas Frank, wurde von seiner Mutter in pietätvollem Gedanken an den feinsinnigen Vater erzogen. Erst allmählich erkennt er in vollem Umfang, dass Hans Frank einer der schlimmsten NS-Verbrecher gewesen ist. Sein Buch ist eine ebenso wüst-erbitterte wie schmerzende Abrechnung mit dem Vater, die Katharsis eines Unschuldigen, der sich dennoch beschuldigt fühlt. Über den Autor: Niklas Frank, geboren 1939, Sohn des von Hitler als "Generalgouverneur" von Polen eingesetzten Hans Frank, der im Nürnberger Prozess wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt und hingerichtet wird, wuchs im bayeris Besprechung / Review zu "Der Vater": "Viele der ersten und manche der zweiten Generation werden in ihm nun den Nestbeschmutzer sehen... [, da] der Sohn das Erbe des Vaters von sich weist, sich dagegen wehrt und dieses so sieht, wie es eigentlich viele Menschen sehen sollten." Drittes Reich Biografien Frank Hans NS-Verbrecher Sachbücher Politik Gesellschaft Wirtschaft Vater-Kind-Beziehung Der Vater: Eine Abrechnung [Illustriert] von Niklas Frank (Autor), Ralph Giordano (Vorwort) Goldmann Sachbücher Seiten: 312 17,8 x 12,6 x 2,4 cm

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Frank, Niklas: RAUBRITTER. Reichtum aus dem Hinterhalt: Das erschröckliche und geheime Leben der Heckenreiter und Wegelagerer. Dem Andenken der adligen Halunken und ihrer gebeutelten Pfeffersäcke gewidmet. München, C.Bertelsmann 2002.
Ihre Spitznamen klingen wie ein böses Programm: Thomas von Absberg genannt Handabhacker, Friedrich von Gelnhausen genannt Stichel oder Wolff von Wunnenstein genannt gleißender Wolf. Sie waren Ritter und Mordgesellen, sie waren auf Ehre bedacht und taten sich als Wegelagerer hervor. Die Raubritter überzogen das Heilige Römische Reich zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert mit ihrem wüsten Tun. Sie füllten jene herrschaftsfreien Räume, die sich in Deutschland durch das Fehlen einer Zentralmacht auftaten, und schwangen sich zu "Warlords" auf, die nur Gott und Kaiser über sich duldeten. Sie machten das Reisen teuer und gefährlich; sie gingen den Städtern an die Beutel und den Bauern ans Leben. Ihre Taten, ihr Aussehen und ihr oft unrühmliches Ende wird in Chroniken, Archiven und Augenzeugenberichten bewahrt.; Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.06.2002: Raubritter waren der Geschichtswissenschaft bisher nur wenige Worte wert, weiß Norbert H. Ott. Allein schon deswegen hält der Rezensent Niklas Franks "prall und farbig" erzählte Abhandlung über das "geheime Leben der Heckenreiter und Wegelagerer" für einen "Glücksfall". Berichtet werde über die "unglaubliche Brutalität" dieser "paradigmatischen Gestalten einer historischen Umbruchsituation", aber auch darüber, wie selbstverständlich in damaligen Zeiten ein brutaler Umgang mit den Mitmenschen gewesen ist, so Ott. Der glaubt zwar nicht, dass Franks Betrachtung unter Historikern auf große Zustimmung stoßen wird, findet es aber akzeptabel, wenn "fragmentarisches Wissen" mit "farbigen" Vermutungen bereichert werde. Zwischen "fact und fake" wisse Frank jedenfalls "brillant" und "grandios" "hin- und herzuspringen"; Niklas Frank wurde 1939 in München als Sohn des nationalsozialistischen Politikers Hans Frank geboren. Sein Vater war zwischen 1939 und 1945 als Generalgouverneur im besetzten Polen an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligt und wurde auch als "Schlächter von Polen" bekannt, seine Mutter als "Königin von Polen". Sein Vater war im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher angeklagt, wurde 1946 zum Tode verurteilt und gehängt.1987 sorgte er mit dem Buch "Der Vater. Eine Abrechnung" für Aufsehen. Frank rekonstruierte das Leben seines Vaters aufgrund jahrelanger Recherchen, in deren Verlauf er erkennen musste, welch ungeheuren Ausmaßes dessen Verbrechen waren. Das Buch wurde zunächst als Serie mit dem Titel Mein Vater, der Nazimörder im "Stern" veröffentlicht und löste heftige Kontroversen aus, u.a. weil er darin bekannte, als Jugendlicher zu der Vorstellung, wie sein Vater gehängt worden sei, aus Hass auf ihn masturbiert zu haben.; St.unt.Schn., SEHR GUTER ZUSTAND

Pappbd.m.OSU., 8°, 445 S., M.zahlr.Abb.

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Matthias Andrzejewski: Zu: Niklas Frank - "Der Vater" GRIN Verlag,Jul 2007 ISBN: 9783638643177
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 1-2, Universität Konstanz (Fachbereich Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Familiengeheimnisse, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Werk Der Vater Eine Abrechnung zeichnet sich durch ein stark emotional beladenes Verhältnis zu den handelnden Figuren aus, das sich in erzählerischen Besonderheiten ausdrückt, die den Roman womöglich auf eine Sonderposition im Bereich der biographischen Romane stellen.Die Strukturierung und die Komposition des Romans zeigen den Gesamtaufbau des Werks und die inhaltliche Fokussierung des Autors deutlich auf, das auf das herausragendste Merkmal des Romans abgestimmt ist: Die Kommunikation zwischen Erzähler und der Hauptfigur der Biographie, Hans Frank ( Der Vater ), sowie der Nebenfigur Brigitte Frank.Der Hauptbestandteil des Kommunikationsprozesses ist die Anklage des Erzählers, die sich konsequent durch den gesamten Roman zieht und die Handlungen der Figuren in besonderer Weise verurteilt. Unter anderem werden Situationen imaginiert, in denen sich ein Wunschdenken manifestiert, gewisse Ereignisse hätten in ihrem Verlauf den Vorstellungen des Erzählers entsprochen. Dieser Stil fügt sich zwar in die Tradition der Erzählweise eines biographischen Romans ein, wird allerdings hier durch eine besondere Rhetorik hervorgehoben, die durch eine Pervertierung des Vaters und eine Selbstpervertierung des Erzählers gekennzeichnet ist.Es gelingt dem Erzähler literarisch seine Verachtung und seinen Abscheu gegenüber der Figur Hans Frank auszudrücken. Die genealogische Verbindung des Erzählers (hier auch der Autor Niklas Frank) zur Hauptfigur bereits in den ersten Zeilen des Buches deutlich markiert orientiert den Erzähler dahingehend, die Verachtung Hans Franks auf sich selbst zu projizieren und damit umzugehen.

NEUBUCH! 210x148x4 mm

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Niklas Frank: Bruder Norman! Dietz Verlag J.H.W. Nachf,Mrz 2013 ISBN: 9783801204389
Ein mörderischer Dialog unter Brüdern als deutsche Sezierstunde: erschütternd, schonungslos, abgründig. Normans verzweifelte Liebe zum Vater Hans Frank, Hitlers Generalgouverneur in Polen, der in Nürnberg hingerichtet worden ist, lässt seinen Bruder Niklas nicht los. Sie ringen um die Wahrheit von Gefühlen, die Macht der Verdrängung und die Frage: Wie überlebe ich es, das Kind des 'Schlächters von Polen' zu sein Nach Büchern gegen seinen Vater und seine Mutter gelingt Niklas Frank nun ein düsteres dokumentarisches Kammerspiel über seinen alkoholkranken Lieblingsbruder, über sich und über ihr Verhältnis zum Vater. Der eine verteidigt ihn trotz Scham und Schmerz, der andere verachtet und hasst ihn. Tief dringt Niklas in Normans Seelenleben und Erinnerungen ein, martert ihn mit Briefen der Familie und Dokumenten, die er ein Leben lang gesammelt hat. Unnachgiebig zerlegt er Normans widersprüchliche Wahrheiten und verzweifelte Abwehrkämpfe um sein Bild des Vaters. Ein bislang einzigartiger Versuch, den Massenmord an den Juden als familiäres Erbe zu verarbeiten.

NEUBUCH! 205x139x25 mm

[SW: Vergangenheitsbewältigung]

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