Flaubert Bovary
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Flaubert, Gustave: Madame Bovary. Roman. Deutsch von Hans Reisiger, Rütten & Loening 2.Aufl. 1955 Berlin
462S. 8°
Leinen Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Madame Bovary OT Madame Bovary OA 1857 (Vorabdruck 1856 in Revue de Paris) DE 1892 Form Roman Epoche Realismus Der Ehebruch-Roman Madame Bovary von Gustave Flaubert gilt nicht wegen seines Inhalts als bedeutendes Werk französischer Literatur, sondern aufgrund seiner neuartigen Art der Erzählweise durch die erlebte Rede, mit der die innere Welt der Figuren ironisch präsentiert wird. Indem der Autor seine Heldin zu Grunde gehen lässt, weil sie Wunschwelt nicht von Wirklichkeitswelt unterscheiden kann, bricht Flaubert mit der Romantik in der Literatur und trägt damit entscheidend zur Entwicklung des modernen realistischen Romans bei. Der Untertitel Ein Sittenbild aus der Provinz deutet bereits auf das Ziel einer realitätsnahen Darstellungsweise hin. Im Roman findet dies auch seine Umsetzung in präzisen Orts- und Zeitangaben sowie in zahlreichen medizinischen Details. Entstehung: Freunde hatten Flaubert geraten, er möge für seinen nächsten Roman einen Stoff aus dem Alltag wählen. In Zeitungen fand er die Notiz über eine unglückliche Ehefrau, die fremd ging und sich schließlich vergiftete. Inhalt: Der zur Passivität neigende Landarzt Charles Bovary heiratet Emma Rouault, Tochter eines Landwirts. Sie wurde in einem Kloster erzogen und fand dort die Gelegenheit, durch die Lektüre von Francois-Rene Vicomte de Chateaubriand (1768-1848), Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814) und Sir Walter R Scott ihrem Hang zum Romantisieren nachzugehen. Kurz nach ihrer Heirat macht sich bei Emma die Gleichförmigkeit ihres Alltags bemerkbar. Selbst die Geburt einer Tochter vermag daran nichts zu ändern. Der Notariatsangestellte Leon Dupuis weckt ihr Interesse, doch dieser zieht bald nach Paris. Allmählich wächst mit Emmas Vereinsamung auch der Hass gegen ihren Mann. Dann lernt sie den wohlhabenden Rodolphe Boulanger kennen, ein Verführernaturell, in dem sie die Verwirklichung ihrer Träume zu erkennen glaubt. Schnell finden beide zueinander. Doch als Rodolphe sie verlässt, sind ihre Illusionen zerstört. In der Oper sieht sie Leon wieder und trifft sich in der Folgezeit regelmäßig mit ihm. Trotzdem wird auch diese Beziehung schnell zur Gewohnheit für sie. Um sich abzulenken, kauft Emma ständig neue Luxusgüter und verschuldet sich. Angesichts einer bevorstehenden Pfändung erkennt Emma die Sackgasse, in die sie geraten ist, und vergiftet sich schließlich mit Arsen. Wirkung: Die schonungslose, wirklichkeitsnahe Beschreibung der Figuren führte dazu, dass die Zensurbehörde Flaubert der Verletzung der öffentlichen Moral bezichtigte. Man warf ihm vor, dass er es versäumt habe, Emma mit Charakterzügen auszustatten, die ihre Verurteilung erleichterten. Es kam zu einem Aufsehen erregenden Prozess, zumal man in der Erstausgabe - gegen Flauberts ausdrücklichen Willen - einige Passagen gestrichen hatte. Das Gericht folgte der Anklage jedoch nicht. Charles R Baudelaire, Guy de R Maupassant, Emile R Zola und Marcel R Proust wurden zu Befürwortern des Werkes; auf ihrer Gegenseite stand noch im 20. Jahrhundert Jean-Paul R Sartre. Andere, wie Theodor R Fontane in Effi Briest (1895), griffen zentrale Motive in ihren Werken auf. Der "Bovarismus" wurde sprichwörtlich. C. V. Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit braunem Farbkopfschnitt und Lesebändchen aus der Reihe "Romane der Weltliteratur (RDW)". Das holzhaltige Papier allg. nachgebräunt, das Vorsatzpapier fehlt, das Lesebändchen etwas schmutzig und ausgefranst, ansonsten gute Erhaltung dieses Klassikers.
[SW: Französische Literatur]
Flaubert, Gustave: Madame Bovary. Roman. Übersetzung aus dem Französischen von Hans W. Hoff. | Mit Illustrationen von Werner Labbe | Gildenbibliothek der Weltliteratur, Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. dieser Ausg. 1951 Frankfurt am Main
391S. 8°
Leinen Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Madame Bovary OT Madame Bovary OA 1857 (Vorabdruck 1856 in Revue de Paris) DE 1892 Form Roman Epoche Realismus Der Ehebruch-Roman Madame Bovary von Gustave Flaubert gilt nicht wegen seines Inhalts als bedeutendes Werk französischer Literatur, sondern aufgrund seiner neuartigen Art der Erzählweise durch die erlebte Rede, mit der die innere Welt der Figuren ironisch präsentiert wird. Indem der Autor seine Heldin zu Grunde gehen lässt, weil sie Wunschwelt nicht von Wirklichkeitswelt unterscheiden kann, bricht Flaubert mit der Romantik in der Literatur und trägt damit entscheidend zur Entwicklung des modernen realistischen Romans bei. Der Untertitel Ein Sittenbild aus der Provinz deutet bereits auf das Ziel einer realitätsnahen Darstellungsweise hin. Im Roman findet dies auch seine Umsetzung in präzisen Orts- und Zeitangaben sowie in zahlreichen medizinischen Details. Entstehung: Freunde hatten Flaubert geraten, er möge für seinen nächsten Roman einen Stoff aus dem Alltag wählen. In Zeitungen fand er die Notiz über eine unglückliche Ehefrau, die fremd ging und sich schließlich vergiftete. Inhalt: Der zur Passivität neigende Landarzt Charles Bovary heiratet Emma Rouault, Tochter eines Landwirts. Sie wurde in einem Kloster erzogen und fand dort die Gelegenheit, durch die Lektüre von Francois-Rene Vicomte de Chateaubriand (1768-1848), Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814) und Sir Walter R Scott ihrem Hang zum Romantisieren nachzugehen. Kurz nach ihrer Heirat macht sich bei Emma die Gleichförmigkeit ihres Alltags bemerkbar. Selbst die Geburt einer Tochter vermag daran nichts zu ändern. Der Notariatsangestellte Leon Dupuis weckt ihr Interesse, doch dieser zieht bald nach Paris. Allmählich wächst mit Emmas Vereinsamung auch der Hass gegen ihren Mann. Dann lernt sie den wohlhabenden Rodolphe Boulanger kennen, ein Verführernaturell, in dem sie die Verwirklichung ihrer Träume zu erkennen glaubt. Schnell finden beide zueinander. Doch als Rodolphe sie verlässt, sind ihre Illusionen zerstört. In der Oper sieht sie Leon wieder und trifft sich in der Folgezeit regelmäßig mit ihm. Trotzdem wird auch diese Beziehung schnell zur Gewohnheit für sie. Um sich abzulenken, kauft Emma ständig neue Luxusgüter und verschuldet sich. Angesichts einer bevorstehenden Pfändung erkennt Emma die Sackgasse, in die sie geraten ist, und vergiftet sich schließlich mit Arsen. Wirkung: Die schonungslose, wirklichkeitsnahe Beschreibung der Figuren führte dazu, dass die Zensurbehörde Flaubert der Verletzung der öffentlichen Moral bezichtigte. Man warf ihm vor, dass er es versäumt habe, Emma mit Charakterzügen auszustatten, die ihre Verurteilung erleichterten. Es kam zu einem Aufsehen erregenden Prozess, zumal man in der Erstausgabe - gegen Flauberts ausdrücklichen Willen - einige Passagen gestrichen hatte. Das Gericht folgte der Anklage jedoch nicht. Charles R Baudelaire, Guy de R Maupassant, Emile R Zola und Marcel R Proust wurden zu Befürwortern des Werkes; auf ihrer Gegenseite stand noch im 20. Jahrhundert Jean-Paul R Sartre. Andere, wie Theodor R Fontane in Effi Briest (1895), griffen zentrale Motive in ihren Werken auf. Der "Bovarismus" wurde sprichwörtlich. C. V. Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt. Der Einband deutlich berieben, an den Ecken ist das Buchleinen durchgescheuert, Einband und Schnitte vereinzelt fleckig, Rückenbeschriftung verblasst, Ex-Libris auf Innendeckel, Papier allg. etwas nachgedunkelt, ansonsten gut. Befriedigender Gesamtzustand.
[SW: Büchergilde Gutenberg | Illustrierte französische Weltliteratur | Gildenbibliothek der Weltliteratur]
Flaubert, Gustave: Frau Bovary. Roman. Übertragen von Arthur Schurig. Insel Verlag 48.-57. Tausend 1948 Leipzig
463S. 8°
Taschenbuch Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Madame Bovary OT Madame Bovary OA 1857 (Vorabdruck 1856 in Revue de Paris) DE 1892 Form Roman Epoche Realismus Der Ehebruch-Roman Madame Bovary von Gustave Flaubert gilt nicht wegen seines Inhalts als bedeutendes Werk französischer Literatur, sondern aufgrund seiner neuartigen Art der Erzählweise durch die erlebte Rede, mit der die innere Welt der Figuren ironisch präsentiert wird. Indem der Autor seine Heldin zu Grunde gehen lässt, weil sie Wunschwelt nicht von Wirklichkeitswelt unterscheiden kann, bricht Flaubert mit der Romantik in der Literatur und trägt damit entscheidend zur Entwicklung des modernen realistischen Romans bei. Der Untertitel Ein Sittenbild aus der Provinz deutet bereits auf das Ziel einer realitätsnahen Darstellungsweise hin. Im Roman findet dies auch seine Umsetzung in präzisen Orts- und Zeitangaben sowie in zahlreichen medizinischen Details. Entstehung: Freunde hatten Flaubert geraten, er möge für seinen nächsten Roman einen Stoff aus dem Alltag wählen. In Zeitungen fand er die Notiz über eine unglückliche Ehefrau, die fremd ging und sich schließlich vergiftete. Inhalt: Der zur Passivität neigende Landarzt Charles Bovary heiratet Emma Rouault, Tochter eines Landwirts. Sie wurde in einem Kloster erzogen und fand dort die Gelegenheit, durch die Lektüre von Francois-Rene Vicomte de Chateaubriand (1768-1848), Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814) und Sir Walter R Scott ihrem Hang zum Romantisieren nachzugehen. Kurz nach ihrer Heirat macht sich bei Emma die Gleichförmigkeit ihres Alltags bemerkbar. Selbst die Geburt einer Tochter vermag daran nichts zu ändern. Der Notariatsangestellte Leon Dupuis weckt ihr Interesse, doch dieser zieht bald nach Paris. Allmählich wächst mit Emmas Vereinsamung auch der Hass gegen ihren Mann. Dann lernt sie den wohlhabenden Rodolphe Boulanger kennen, ein Verführernaturell, in dem sie die Verwirklichung ihrer Träume zu erkennen glaubt. Schnell finden beide zueinander. Doch als Rodolphe sie verlässt, sind ihre Illusionen zerstört. In der Oper sieht sie Leon wieder und trifft sich in der Folgezeit regelmäßig mit ihm. Trotzdem wird auch diese Beziehung schnell zur Gewohnheit für sie. Um sich abzulenken, kauft Emma ständig neue Luxusgüter und verschuldet sich. Angesichts einer bevorstehenden Pfändung erkennt Emma die Sackgasse, in die sie geraten ist, und vergiftet sich schließlich mit Arsen. Wirkung: Die schonungslose, wirklichkeitsnahe Beschreibung der Figuren führte dazu, dass die Zensurbehörde Flaubert der Verletzung der öffentlichen Moral bezichtigte. Man warf ihm vor, dass er es versäumt habe, Emma mit Charakterzügen auszustatten, die ihre Verurteilung erleichterten. Es kam zu einem Aufsehen erregenden Prozess, zumal man in der Erstausgabe - gegen Flauberts ausdrücklichen Willen - einige Passagen gestrichen hatte. Das Gericht folgte der Anklage jedoch nicht. Charles R Baudelaire, Guy de R Maupassant, Emile R Zola und Marcel R Proust wurden zu Befürwortern des Werkes; auf ihrer Gegenseite stand noch im 20. Jahrhundert Jean-Paul R Sartre. Andere, wie Theodor R Fontane in Effi Briest (1895), griffen zentrale Motive in ihren Werken auf. Der "Bovarismus" wurde sprichwörtlich. C. V. Fadengeheftetes Taschenbuch. Gesetzt in Fraktur. Der Einband mit einigen Bereibungen und Knicken, auf Rückseite an der Grenze zum Buchrücken ein ca. ein Zentimeter langer Einriss. Das holzhaltige Papier insg. deutlich nachgedunkelt, ansonsten für ein 62 Jahre altes Taschenbuch noch sehr gut erhalten. Interessantes Sammlerstück.
[SW: Französische Literatur]
Vargas Llosa, Mario: Die ewige Orgie. Flaubert und "Madame Bovary". Aus dem Spanischen von Maralde Meyer-Minnemann. Originaltitel: La orgia perpetua. - (=das neue buch, rowohlt. Herausgegeben von Jürgen Manthey, dnb 138). Reinbek bei Hamburg : Rowohlt Verlag, 1980. ISBN: 3499251388
Guter Zustand. Seiten papierbedingt leicht gebräunt. Aus dem Klappentext: "Das einzige Mittel, die Existenz zu ertragen, ist, sich in der Literatur wie in einer weigen Orgie zu betäuben." Die libidinöse Beziehung zur Literatur, von der hier Flaubert spricht, kennzeichnet auch die Haltung Vargas Llosas zur 'Madame Bovary'. Zuerst einmal ist der Essay das Bekenntnis des Autors zu seiner Liebe zur Bovary, die ihm mit 23 Jahren Paris und die klassische französische Literatur vermittelte. Dann knüpft Vargas Llosa dort an, wozu Sartre in seiner Monumentalbiographie über Flaubert - die Vargas Llosa bereits verarbeitet hat - nicht mehr gekommen ist, nämlich bei der genaueren erneuten Lektüre der 'Madame Bovary'. "Die ewige Orgie" ist eine brillante Analyse dessen, was die 'Madame Bovary' zum ersten Roman der modernen Literatur macht: Flauberts neue Beschreibungstechniken, die Behandlung der Zeit, seine technische Erfindung der 'erlebten Rede', die der Literatur erst die Möglichkeit erschließt, geistige und psychische Realität darzustellen und die den 'inneren Monolog' vorbereitet; und das Reich der bürgerlichen Mittelmäßigkeit, die mit Flaubert zu literarischen Ehren kommt, die Geburt des Antihelden, die im Verschwinden der Person bei Beckett oder Nathalie Sarraute endet. In solchem literarischen Kraftfeld zeigt Vargas Llosa Flaubert als Ahnherren der neuen Literatur, dem alle modernen Autoren, Vargas Llosa zuerst, verpflichtet sind. - Mario Vargas Llosa (gebürtig Jorge Mario Pedro Vargas Llosa; * 28. März 1936 in Arequipa, Südperu) ist ein peruanischer Schriftsteller und Politiker. Er ist einer der führenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten. Er bezeichnete sich selbst als konservativen Liberalen und später im Jahr 2001 in einem Interview als Liberalen. Leben: Die Eltern von Mario Vargas Llosa, die sich schon vor seiner Geburt trennten, sind der Rundfunkjournalist Ernesto Vargas Maldonado und Dora Llosa Ureta. ... Von anfänglich linken Positionen distanzierte sich Llosa ab den 1960er Jahren. In den 1980er Jahren wandte sich Vargas Llosa der Politik zu, überraschte durch marktliberale Positionen, während die südamerikanischen Intellektuellen jener Zeit meist linksgerichtete Positionen bezogen. 1986 kritisierte er in Bezug auf Gabriel Garcia Marquez die einseitige und kritiklose Überbewertung des sozialistischen Modells durch einige lateinamerikanische Intellektuelle mit folgenden Worten. Daß ein Schriftsteller in dieser Weise den Führer eines Regimes beweihräuchert, in dem es viele politische Gefangene - darunter mehrere Schriftsteller - gibt, das eine rigorose intellektuelle Zensur praktiziert, nicht die mindeste Kritik duldet und Dutzende Intellektuelle ins Exil gezwungen hat, ist etwas, das mich, wie wir im Spanischen sagen, mit fremder Scham erfüllt. Als Vorsitzender des Untersuchungskommission im Fall Uchuraccay, der irrtümlichen Ermordung von acht Journalisten durch indianische Bauern, übernahm er einen umstrittenen Auftrag. Als die von der linksgerichteten Partei APRA gebildete Regierung unter Alan Garcia Perez 1987 das peruanische Bankenwesen verstaatlichen wollte, führte er den Protest dagegen an. 1990 bewarb er sich um das peruanische Präsidentenamt. Vargas Llosa, der während des Wahlkampfes als der große Favorit gegolten hatte, sah sich nach dem ersten Wahlgang in einer Stichwahl mit dem Außenseiter Alberto Fujimori konfrontiert, der die Wahl gewann. Nach der verlorenen Wahl wandte sich Vargas Llosa wieder der Literatur zu, wurde Professor für lateinamerikanische Literatur an mehreren US-amerikanischen Universitäten. Er schrieb Essays für die Tageszeitung El Pais. Später verließ er Peru und wechselte nach Madrid, wo er 1993 die spanische Staatsbürgerschaft erhielt und 1995 Mitglied der Real Academia Espanola (Königlich Spanische Akademie [für Sprache]) wurde. Zur Zeit lebt er in London. Seine Nichte ist die peruanische Filmregisseurin Claudia Llosa, sein Cousin der peruanische Filmregisseur Luis Llosa. Ende Mai 2009 warnte Vargas Llosa bei einem Intellektuellentreffen in Caracas vor einer "kommunistischen Diktatur" in Venezuela. Werk: Viele von Llosas Werken spielen in Peru und thematisieren dessen Gesellschaft. In seinen Werken kritisiert er häufig undemokratische und korrupte links- oder rechtsgerichtete Systeme, die mangelnde Schwelle zur Gewaltbereitschaft, und die teilweise auch rassistische Klassenordnung in Peru und Lateinamerika. Spätere Werke spielen - da er nun durch vermehrte Reisetätigkeit als anerkannter Autor auch verstärkt Auslandserfahrungen sammelte - auch in anderen Ländern Lateinamerikas wie Brasilien oder der Dominikanischen Republik. Llosas Werk greift aber auch davon ausgehend allgemeine, über Lateinamerika hinausgehende, universellere Themen auf. Sein Schaffen umfasst neben dem "Standardroman" auch die Genres der Kriminalgeschichte, des Politischen Thrillers, des Historischen Romans, der Komödie, sowie Theaterstücke, Essays, politische Schriften, sowie literaturwissenschaftliche Abhandlungen. Viele seiner Schriften haben autobiographischen Charakter. Aufgrund der seinen Werken inhärenten, ideologieunabhängigen Kritik gegenüber allen antidemokratischen und die Menschenrechte missachtenden Regierungen setzte sich Llosa "zwischen alle Stühle" und wurde sowohl von links- wie rechtsgerichteten Vertretern und Staaten seines Heimatlandes, in anderen lateinamerikanischen Staaten, und zum Teil auch von der öffentlichen "political correctness" des Westens scharf angegriffen. Dem stehen allerdings auch zahlreiche Ehrungen seines Schreibens durch der Demokratie und dem Humanismus verpflichtete Organisationen gegenüber. Seine Werke werden in deutscher Übersetzung vom Suhrkamp Verlag herausgegeben. ... 1994 erhielt Vargas Llosa den Cervantes-Preis. 1995 wurde er mit dem Jerusalempreis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft ausgezeichnet, und 1996 bekam er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2008 erhielt er ebenfalls in Frankfurt am Main den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung. Aus: wikipedia-Mario_Vargas_Llosa. , ISBN-13: 9783499251382
Deutsche Erstausgabe. 232 Seiten. 19 cm. Umschlagentwurf: Christian Chruxin. Taschenbuch. Kartoniert.
[SW: a Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Literaturkanon, Peruanische Literatur]



