Ernst von Salomon

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Salomon, Ernst von: Der Fragebogen. Die Beantwortung des alliierten Papiers aus preußisch-deutscher Sicht. Klassiker! Rowohlt Hamburg 1951

4. Auflage, 807 Seiten, farbiger Kopfschnitt, Silberpräge-Deckel und -Rücken, Einbandrücken an den Falzkanten berieben und teisl aufgepltzt, sonst gut Ernst von Salomon ist mit seinem Werk aus der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken - auch wenn es heute als wenig opportun gilt, an ihn zu erinnern. Bereits mit seinem ersten Buch "Die Geächteten" sorgte der blutjunge Freikorpskämpfer für Aufsehen und bestach durch seine besondere literarische Note. Es ist der Rechenschaftsbericht eines von der Revolutionszeit nach dem 1. Weltkrieg geprägten Nationalisten. Salomon war Kadett in Karlsruhe und Berlin-Lichterfelde, nach dem Ersten Weltkrieg Teilnehmer an den Kämpfen im Baltikum und in Oberschlesien. 1922 wurde er wegen Beihilfe zum Rathenau-Mord zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Virtuos beschreibt er die politischen Wirren seiner Zeit, die er - als "Romantiker im Stahlhelm" - tatkräftig mitgestaltete. Es formuliert das leidenschaftliche Bekenntnis einer Generation, die eine ganze Welt herausforderte. Ernst von Salomon hat nahezu alle Strömungen des aktivistischen Nationalismus durchdacht und verworfen, durchlebt, verteidigt und wieder in Frage gestellt. Wie Ernst Jünger ließe sich auch Ernst von Salomon mit dem Etikett des "konservativen Anarchisten" charakterisieren. Gegen Liberalismus und Republikanismus engagiert, zugleich aber auch in Distanz zur NSDAP und nach 1933 in der unpolitischen Rolle eines Drehbuchautors für Unterhaltungsfilme, konnte er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit seinem autobiographischen Roman "Der Fragebogen" nochmals die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als ihn die Versuche der amerikanischen Militärregierung, die deutsche Bevölkerung mittels eines Katalogs von 131 Fragen hinsichtlich nazistischer Aktivitäten und Verstrickungen zu durchleuchten, zu einem autobiographischen Rückblick auf sein Leben inspirierten. Gerade dieser Zynismus, die letztlich amoralische und nivellierende Darstellung des Unrechts und das Wichtignehmen der eigenen Leiden bei gleichzeitiger Unempfindlichkeit gegenüber dem Schicksal anderer trugen Salomon scharfe Kritik ein. Dennoch wurde sein Werk in fast alle europäischen Sprachen übersetzt. 1994 legte Markus Klein die erste Monographie überhaupt zu Ernst von Salomon als Dissertation vor. Die wissenschaftliche Untersuchung erschließt ein Stück Geschichte, das bisher nur in Bruchstücken bekannt war: Leben, Umfeld, Schriften und Wirkungsgeschichte des Autors Salomon, der nicht nur Zuschauer, sondern auch Täter war; er hat sich aktiv als Terrorist betätigt und einen erheblichen Teil seines Lebens daher im Gefängnis verbracht. Ein Lebenslauf, der sich in vielem von dem anderer "Nationalrevolutionäre" unterscheidet. Nun liegt dieses längst vergriffene Standardwerk in einer überarbeiteten Neuauflage rechtzeitig zum 100. Geburtstag Ernst von Salomons vor. Ernst von Salomon. Revolutionär ohne Utopie. Von Markus Josef Klein. Mit einer vollständigen Bibliographie und einem Vorwort von Armin Mohler, 400 Seiten, zahlreiche Abb., San Casciano Verlag, Aschau 2003. Preis: 24,80 EUR Bibliographie: Eine vollständige Bibliographie der Werke und medialen Hinterlassenschaft von Ernst von Salomon findet sich in der Biographie. Hier eine Liste der selbständigen Veröffentlichungen (aufgeführt sind die jeweiligen deutschen Erstausgaben): Die Geächteten Berlin (Rowohlt) 1930 Die Stadt Berlin (Rowohlt) 1932 Die Kadetten Berlin (Rowohlt) 1933 Putsch (= Auswahl aus "Die Geächteten", besorgt von Rudolf Ibel). Das Reich im Werden. Arbeitshefte im Dienste politischer Erziehung. Reihe: Deutsches Schrifttum, Heft 6 Frankfurt a.M. (Diesterweg) 1933 Die Verschwörer (= Auswahl aus "Die Geächteten" besorgt von Rudolf Ibel). Das Reich im Werden. Arbeitshefte im Dienste politischer Erziehung. Reihe: Deutsches Schrifttum, Heft 7 Frankfurt a.M. (Diesterweg) 1933 Nahe Geschichte, ein Überblick Berlin (Rowohlt) 1936 Putsch und Verschwörung. Kämpfe um Deutschland in schwerer Zeit (= "Putsch" und "Die Verschwörer", hrsg. von Rudolf Ibel). Das Reich im Werden. Arbeitshefte im Dienste politischer Erziehung. Reihe: Deutsches Schrifttum, Heft 6, 2. Aufl. Frankfurt a.M. (Diesterweg) 1938 Das Buch vom deutschen Freikorpskämpfer Hrsg. im Auftrag der Freikorpszeitschrift "Der Reiter gen Osten" Berlin (Limpert) 1938 Die Kadetten. Eine Auswahl (aus "Die Kadetten") Hrsg. von Dr. Scheuer Schaffsteins blaue Bändchen Nr. 244. Köln (Schaffstein) 1940 Boche in Frankreich (= Auszug aus "Der Fragebogen") Hamburg (rororo) 1950 Der Fragebogen Hamburg (Rowohlt) 1951 Das Schicksal des A.D. Ein Mann im Schatten der Geschichte. Ein Bericht Reinbek (Rowohlt) 1960 Auf der Asche von 10000 Menschen Bericht von der 7. Weltkonferenz gegen A- und H-Bomben für vollständige Abrüstung in Tokio. Hrsg. von "Ständiger Kongress aller Gegner der atomaren Aufrüstung in der Bundesrepublik" unter der Verantwortlichkeit von J. Hindemith Hamburg (Kongressdienst) 1961 Die schöne Wilhelmine. Ein Roman aus Preußens galanter Zeit Reinbek (Rowohlt) 1965 Glück in Frankreich (= erweiterte Neuausgabe von "Boche in Frankreich"). Reinbek (Rowohlt) 1966 Deutschland, Städte und Landschaften aus dem Flugzeug gesehen Köln (Buch und Zeit) 1967 Deutschland deine Schleswig-Holsteiner. Dem Feinde weh, der sie bedroht! Hamburg (Hoffmann und Campe) 1971 Die Kette der tausend Kraniche Reinbek (Rowohlt) 1972 (darin aufgegangen: "Auf der Asche von 10000 Menschen") Der tote Preusse. Roman einer Staatsidee Mit einem Vorwort von Hans Lipinsky-Gottersdorf München (Langen Müller) 1973 Ein preußischer Revolutionär. Ernst von Salomon 100 Audio-CD mit vertonten Zitaten aus "Die Geächteten" Vox Libri 2002 Leinenband

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Salomon, Ernst von: Die Geächteten. Bertelsmann Gütersloh um 1935

25.-84. Tausend, 560 Seiten, Frakturschrift, farbiger Kopfschnitt, Lesebändchen, Inhaltsverzeichnis, Stempel auf Vorsatz, Einband leicht fleckig mit Gebrauchssuren, innen frisch "Die Geächteten" ist Ernst von Salomons erster Roman. Das von eigenem Erleben geprägte pralle Buch erschien 1930. Es führt in die turbulenten Jahre von 1918 bis 1922 zurück und schildert als Zeitdokument von außerordentlich hohem Rang den Weg eines Halberwachsenen, der sich dem Patriotismus seiner Zeit verschreibt und über Freikorps, Selbstschutz und militärische Bünde in politische Schuldverstrickung gerät. Ernst von Salomon war beteiligt an der Feme Walther Rathenaus. Die leidenschaftliche Unerbittlichkeit, mit der hier die Wahrheit des eigenen Handelns erforscht wird, hat diesen großen Bericht zu einem berühmten Zeugnis der wirren Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gemacht. (Ähnlich dem "Fragebogen" nach dem Zweiten...) Mit den Kapiteln: Die Versprengten / Die Verschwörer / Die Verbrecher Die Erstausgabe des Erstlingswerkes erschien 1930 bei Rowohlt. 1.-10. Tsd. 11.-20. Tsd. 1933, 21.-24. Tsd 1933, dann Verlagswechsel zu Bertelsmann. Die erste Auflage bei Bertelsmann 1936 als 25.-84. Tsd. (vorliegende Ausgabe). Autobiographischer Roman um den Rathenaumord 1922. Zusammen mit seinem Bruder Bruno von Salomon gehörte Ernst von Salomon zu den Beteiligten. Er erhielt 5 Jahre Zuchthaus (1922-1928). "Ernst von Salomons Buch überrascht durch die Begabung des Verfassers und packt auf das lebhafteste. Denn aus seinen jungen Menschen, die fast von ganz Deutschland moralisch geächtet wurden, spricht eine mächtige moralische Energie." (Robert Musil ) Halbleinenband

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Salomon, Ernst von: Die Geächteten. Roman über die Freikorpskämpfe und die "Organisation Consul" 1918-1923. Unitall Salenstein 2011 ISBN: 978390593750

1. Auflage, 413 Seiten, Inhaltsverzeichnis, Deckelzeicnung von Nick (Russia) "Die Geächteten" ist Ernst von Salomons erster Roman. Das von eigenem Erleben geprägte pralle Buch erschien 1931. Es führt in die turbulenten Jahre von 1918 bis 1922 zurück und schildert als Zeitdokument von außerordentlich hohem Rang den Weg eines Halberwachsenen, der sich dem Patriotismus seiner Zeit verschreibt und über Freikorps, Selbstschutz und militärische Bünde in politische Schuldverstrickung gerät. Ernst von Salomon war beteiligt an der Feme an Walther Rathenau. Die leidenschaftliche Unerbittlichkeit, mit der hier die Wahrheit des eigenen Handelns erforscht wird, hat diesen großen Bericht zu einem berühmten Zeugnis der wirren Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gemacht. Mit den Kapiteln: Die Versprengten/Die Verschwörer/Die Verbrecher. Die Erstausgabe des Erstlingswerkes erschien 1930 bei Rowohlt. 1.-10. Tsd. 11.-20. Tsd. 1933, 21.-24. Tsd 1933, dann Verlagswechsel zu Bertelsmann. Die erste Auflage bei Bertelsmann 1936 als 25.-84. Tsd. Autobiographischer Roman um den Rathenaumord 1922. Zusammen mit seinem Bruder Bruno von Salomon gehörte Ernst von Salomon zu den Beteiligten. Er erhielt 5 Jahre Zuchthaus (1922-1928). "Ernst von Salomons Buch überrascht durch die Begabung des Verfassers und packt auf das lebhafteste. Denn aus seinen jungen Menschen, die fast von ganz Deutschland moralisch geächtet wurden, spricht eine mächtige moralische Energie." (Robert Musil ) gebundene Ausgabe

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Salomon, Ernst von: DER FRAGEBOGEN.. Hamburg, Rowohlt 1952.
Aus der Bibliothek von Werner Rohde (1906-1990), deutscher Grafiker und Maler (Eigent.-stemp.a.Vors.) Mit ei.hs.Widmung von Werner Hermann Cuno "für Werner Rohde zum 10.Juli MCMLIV....Nicht immer hält das Rote Licht, das, was man sich von ihm verspricht!".; Ernst von Salomon (* 1902 in Kiel; + 1972 in Stöckte, Winsen (Luhe); auch: Ernst Friedrich Karl von Salomon), deutscher Schriftsteller und Freikorpskämpfer.1918 meldete er sich zu den regierungstreuen Truppen, ab 1919 war er Freikorpskämpfer im Baltikum und in Oberschlesien. 1922 wurde er wegen Beihilfe zur Ermordung von Außenminister Walther Rathenau zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Im März 1927 erfolgte eine weitere Verurteilung zu eineinhalb Jahren Zuchthaus wegen Beteiligung an einem versuchten Fememord; noch im Dezember wurde er aus gesundheitlichen Gründen wieder aus der Haft entlassen. Die Gewalttaten selbst kritisierte er später. 1930 veröffentlichte Salomon seinen autobiographischen Romanerstling "Die Geächteten". 1933 folgen "Die Kadetten" mit einem nationalen Bekenntnis zum Preußentum. Seine Veröffentlichungen wurden nach 1933 als "Dokumente vom Kampf um die Wiedergeburt der Nation" gefördert. Von 1933 bis 1934 war er Schriftleiter der Freikorps-Zeitschrift "Reiter gen Osten". Schriftstellerisch betätigt er sich nun vor allem als Drehbuchautor für Unterhaltungsfilme. Zur Zeit des Nationalsozialismus gelang es ihm, seine jüdische Lebensgefährtin Ille Gotthelft zu schützen, indem er sie als seine Frau ausgab. Nach dem Krieg 1945/46 wurden beide von den Amerikanern verhaftet.1951 erfolgte die Veröffentlichung des Romans "Der Fragebogen", in dem sich Salomon autobiographisch den 133 Fragen der "Entnazifizierungsbehörden" stellte Das Buch fasziniert nicht nur durch seinen mächtigen sprachlichen Ausdruck. In eindrucksvollen plastischen Bildern und hautnahen Erlebnissen fließt assoziativ, durch den allierten Fragenkatalog zur "Entnazifizierung" verbunden, einer der bewegtesten Teile der deutschen Geschichte am Leser vorrüber. Der analysierende Verstand des Augenzeugen Ernst von Salomon läßt dabei höchst subjektiv, ironisch, gelegentlich auch gehässig die seiner Meinung nach willkürliche Demütigung der Besiegten durch die Sieger erkennen. Der Roman, der Salomons Ablehnung gegenüber dem amerikanischen Social Engineering-Projekt "Entnazifizierung" in plakativ ironischer Weise zum Ausdruck brachte, löste erhitzte Diskussionen aus und wurde zum ersten Bestseller der Bundesrepublik Deutschland. "Ich schreibe jetzt, weil ich eine Zeit überbrücken will, bis wieder die Möglichkeit besteht, anständige Filme zu machen, und weil ich was gegen die Amerikaner habe, und das muß heraus, sonst platze ich." (E.v.S.) Der Roman wurde 1985 unter der Regie von Rolf Busch, mit Heinz Hoenig in der Rolle des Ernst von Salomon, vom NDR verfilmt. Das szenische Fernsehspiel schildert die Vernehmung von Salomons vor der Spruchkammer, mit filmischen Rückblenden auf das Leben des Autors.; Einbd.ger.best., einige wenige Anstr.i.Text, GUTER ZUSTAND

Engl.Brosch., 8°, 671 S.

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