Ehrenburg Menschen Jahre

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Ehrenburg, Ilja: Menschen Jahre Leben. Band II. Autobiographie. Band 2. Aus dem Russischen von Alexander Kaempfe. München, Kindler Verlag, 1965.
Guter Zustand. - Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg (gelegentlich auch als Erenburg transkribiert; * 15. Januarjul./ 27. Januar 1891greg. in Kiew, damals Russisches Reich; 31. August 1967 in Moskau) war ein russischer Schriftsteller und Journalist. Er gehört zu den produktivsten und profiliertesten Autoren der Sowjetunion und veröffentlichte rund hundert Bücher. Ehrenburg ist in erster Linie als Autor von Romanen sowie als Journalist bekannt geworden, insbesondere als Berichterstatter und teilweise auch Propagandist in drei Kriegen (Erster Weltkrieg, Spanischer Bürgerkrieg und vor allem Zweiter Weltkrieg). Seine Propagandaartikel im Zweiten Weltkrieg haben nachträglich in Westdeutschland, vor allem in den sechziger Jahren, heftige und kontroverse Debatten ausgelöst. Der Roman Tauwetter gab einer ganzen Epoche der sowjetischen Kulturpolitik den Namen, nämlich der Liberalisierung nach dem Tod Josef Stalins (Tauwetter-Periode). Auch Ehrenburgs Reiseberichte fanden große Resonanz, vor allem aber seine Autobiografie Menschen Jahre Leben, die als sein bekanntestes und am meisten diskutiertes Werk gelten kann. Besondere Bedeutung hatte das von ihm gemeinsam mit Wassili Grossman herausgegebene Schwarzbuch über den Völkermord an den sowjetischen Juden, die erste große Dokumentation der Shoah. Zudem veröffentlichte Ehrenburg eine Reihe von Gedichtbänden. ... Die Autobiografie: Menschen Jahre Leben sind die in sechs Büchern erschienenen Memoiren Ehrenburgs von 1891 bis 1954, also bis zum Erscheinen von Tauwetter. Es handelt sich nicht um eine Nacherzählung von Ehrenburgs Leben, den Kern des Buches bilden vielmehr Porträts von Ehrenburgs Weggefährten (worauf das erste Wort des Titels anspielt). Im Wesentlichen hat Ehrenburg dabei nur Personen berücksichtigt, an denen ihm gelegen war, nicht jedoch seine Gegner. Seine Intention beschreibt er so: "In manchen Museen stehen die steinernen Statuen reihenweise; viele sind schön, alle sind kalt. Doch zuweilen wärmt, belebt sie der Blick eines Beschauers. Ich möchte mit verliebten Augen einige Versteinerungen zu neuem Leben erwecken " Mit Blick auf die heftigen Debatten um die Entstalinisierung gelesen, zielen diese Sätze auch auf eine Rehabilitation der in den Stalinschen Säuberungen getöteten Schriftsteller, Künstler und Politiker. Ein zweites Thema sind die Zeitereignisse ("Jahre"), an denen Ehrenburg beteiligt war. Ehrenburg bemüht sich um nüchterne Darstellung, lässt allerdings manches weg (so etwa seine Stellungnahmen gegen die Bolschewiki aus den Jahren 1917-1921; sie erscheinen nur in der allgemeinen Formel "Ich begriff nichts"). Drittens durchziehen Versuche, die eigenen früheren Haltungen von heute aus zu verstehen und zu bewerten, alle Bände des Werks. Ehrenburg legte sehr großen Wert auf dokumentarische Belege. Im ersten Kapitel kündigt er an: "Ich will mich bemühen, nichts zu entstellen, das Handwerk des Romanciers zu vergessen." Frühere autobiografische Versuche, Briefe, alte Zeitungen, Archive usw. gehören zu den Quellen, die Ehrenburg im Interesse einer nicht-fiktionalen Autobiografie heranzieht. Menschen Jahre Leben ist, wie Marcel Reich-Ranicki in der Zeit vom 10. August 1962 schrieb, "ein wichtiges, aufschlussreiches Kulturdokument". Es bietet Einblick in das Künstlerleben in Montparnasse vor dem Ersten Weltkrieg, in das Erleben des Russischen Bürgerkriegs, in das Berlin der zwanziger wie das Paris der dreißiger Jahre und nicht zuletzt in die Debatten in der Sowjetunion von 1917 bis 1953. Das hungernde Moskau des Kriegskommunismus mit seinen suprematistischen Wandbildern wird ebenso anschaulich gemacht wie die beklemmende Stimmung im Moskau des Großen Terrors. Auch in der Bundesrepublik wurde das Werk viel beachtet und großenteils positiv rezensiert. Heinz Ungureit schrieb in der Frankfurter Rundschau vom 25. August 1962: "Die Porträts Picassos, Legers, Braques, die anderen von Italo Svevo, Joyce und Toller und besonders die seiner (z.T. verfemten) sowjetischen Künstler-Kollegen Majakowski, A. Tolstoi, Pasternak und vieler anderer gehören zum Besten des Buches und vielleicht zum Besten, was über viele von ihnen überhaupt geschrieben wurde." Das Erscheinen der deutschen Übersetzung in der Bundesrepublik Deutschland löste zugleich aber eine massive Boykottkampagne aus, die vor allem von der Deutschen National- und Soldatenzeitung geschürt wurde. Der Verleger Helmut Kindler erhielt zahlreiche Drohungen, Buchhandlungen, die das Buch verkauften, wurden mit Hetzplakaten versehen, der Verlag erhielt zahlreiche Zuschriften antisemitischen Inhalts. Anlass war ein angeblicher Aufruf Ehrenburgs zur Vergewaltigung deutscher Frauen im Zweiten Weltkrieg. ... . Aus wikipedia-orgIlja_Grigorjewitsch_Ehrenburg#Die_Autobiografie

Deutsche Erstausgabe. 917 Seiten. Schwarzes Leinen mit goldgeprägten Rückentiteln und Kopffarbschnitt.

[SW: Selbstwertgefühl, Russische Literatur des 20. Jahrhunderts, Autobiographien, Autobiographische Schriften Autobiografie Autobiographie Autobiografien Autobiographien Politik, Erinnerungen Geschichte Erinnerung, Autobiographie Drittes Reich Erlebnisbericht Politische Identität Zeitgeschichte]

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Ehrenburg, Ilja G. Menschen, Jahre, Leben : Memoiren / Ilja Ehrenburg, Band 3, Berlin : Verlag Volk und Welt ISBN: ehrenburg menschen jahre volk

Umfang/Format: 21 cm Seine Epoche stellte sich Ehrenburg als eine Übergangszeit mit zweifachem Licht dar, das ihm nicht immer genau zu differenzieren ermöglichte, wo die Abendröte der bürgerlichen Vergangenheit endete und wo die Morgenröte des Sozialismus begann. Er betonte: Es gibt weiße Nächte, in denen die Herkunft des Lichts, das Erregung und Beunruhigung hervorruft, sich schwer bestimmen läßt ... Ist es die Abendröte oder die Morgenröte? Die Vermischung des Lichts in der Natur dauert nicht lange eint halbe Stunde, eine Stunde. Aber die Geschichte hat es nicht so eilig. Ich bin in zweifachem Licht aufgewachsen und habe in ihm das ganze Lcben gelebt ... Die Widersprüche des realen Lebens Ilja Ehrenburgs spiegeln sich auch noch in Menschen, Jahre, Lcben wider. Dennoch ist dieser Roman einer Persönlichkeit reichhaltiger als das Sujetschema. Irgend etwas anderes fließt ein, was der Autor zur Zeit des Schreibens durchlebt und durchdacht hat. Wie in allen Büchern über noch lebende Personen und Gegenwartsprozesse stellten sich auch hier besonders im letzten Teil einzelne Urteile und Hoffnungen des Autors als Fehldiagnosen heraus. Doch we- sentlicher ist: Über viele Ereignisse und auch über Personen, die in seinem Leben und in seiner Epoche eine Rolle gespielt haben, hat Ehrenburg nicht geschrieben, da sie zur Zeit der Niederschrift der Memoiren, wie es Ehrenburg bezeichnete, noch kein Eigentum der Geschichtsschreibung geworden waren . Außerdem erkannte der Schriftsteller während der Arbeit: Indem ich über das Durchlebte nachdenke, sehe ich, wie wenig ich weiß, aber vor allem, daß ich von dem, was ich weiß, bei weitem nicht alles verstehe. Und je mclir sich die Erzählung der Gegenwart nähert, desto seltener läßt Ehrenburg, nach seinen Worten, seinen inneren Zensor nicht nur den Vorhang des Beichtstuhls lüften, sondern auch den Vorhang der Bühne, auf der sich die Tragödie meiner Freunde abgespielt hat . Die Schilderung des ganzen Stroms der Zeit wird so immer mehr eingeschränkt. Ich fühle mich ja nicht als Staatsbürger im Ruhestand , erklärte Ehrenburg. Indem ich Vergangenes beschreibe, verteidige ich meine hcutigen Ideen, bemühe ich mich, eine Brücke in die Zukunft zu schlagen ... Die Schlacht dauert an ... Aus dem Nachwort ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand: gut

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ehrenburg, ilja: die berühmten ehrenburg memoiren. 3 bände (komplett). münchen kindler verlag 1962 ; fester Einband / hard cover
sehr gute exemplare

ungelesen, neuwertig, gebundene ausgabe, band 1: menschen-jahre-leben 1891-1922, 560 seiten; band 2: mensdchen-jahre-leben 1923-1941, 600 seiten; band 3: menschen-jahre-leben 1942-1965, 629 seiten; mit einer dokumentation über den boykott der ersten auflage; band 1 mit frontispiztafel, die übertragung aus dem russischen besorgte alexander kaempfe. kindler sonderausgabe hardcover oktav; kindler sonderausgabe

[SW: zentral 121]

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Ehrenburg, Ilja: Menschen, Jahre, Leben. Memoiren, Band III. Berlin, Volk und Welt, 1982, 2 Aufl.
Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg (geb. 27. Jan. 1891 in Kiew, gest. 31.Aug. 1967 in Moskau), Schriftsteller und Journalist. Er gehört mitrund 100 Büchern zu den produktivsten und wichtigsten Autoren derUdSSR. Ehrenburg ist in erster Linie als Autor von Romanen und alsJournalist bekannt geworden, besonders Kriegs-Berichterstatter (1.Weltkrieg, Spanischer Bürgerkrieg, 2. Weltkrieg). Der Roman"Tauwetter" steht für eine ganze Epoche der sowjetischenKulturpolitik, nämlich der Liberalisierung nach dem Tod Stalins(Tauwetter-Periode). Auch Ehrenburgs Reiseberichte fanden großeResonanz, vor allem aber seine Autobiographie "Menschen, Jahre,Leben". OLn., OSchu., Besitzstempel, guter Zustand.

465 S., OLn., OSchu., Besitzstempel, guter Zustand.

[SW: Menschen]

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