Eco der Name der Rose
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Eco, Umberto: Der Name der Rose. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. (="Süddeutsche Zeitung| Bibliothek") Süddeutsche Zeitung (Lizenz des Carl Hanser Verlags) Lizenzausgabe 2004 München ISBN: 9783937793016
682S. 8°
Pappe Pappband mit Schutzumschlag. Der Umschlag am unteren Rückenrand leicht knickig, ansonsten rundum guter Zustand. Der Name der Rose ist der erste Roman von Umberto Eco, mit dem ihm ein Welterfolg gelang. Das Werk erschien 1980 im italienischen Original als Il nome della rosa und 1982 in der deutschen Übersetzung von Burkhart Kroeber. Das mehrschichtige Werk, Epochenporträt, philosophisches Essay und der äußeren Form nach ein breit angelegter historischer Kriminalroman, der anno 1327 in einer italienischen Benediktinerabtei spielt, entwirft in der Substanz ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen politischen, sozialen und religiösen Konflikten. Es ist zudem durchsetzt mit zahlreichen Anspielungen auf die Gegenwart, besonders auf das Italien der 1970er Jahre. Mit seiner "Nachschrift zum Namen der Rose" versuchte Eco, auch den in Mediävistik, Semiotik oder postmoderner Kultur weniger bewanderten Lesern einen Zugang zu den tieferen Schichten des Buches zu eröffnen. Das Buch wurde 1986 von Bernd Eichinger unter dem deutschen Originaltitel Der Name der Rose verfilmt, mit Sean Connery in der Hauptrolle. In einem Vorwort mit dem Titel "Natürlich, eine alte Handschrift", datiert auf den 5. Januar 1980 (Ecos 48. Geburtstag), aber nicht mit Namen gezeichnet, wird die Geschichte als Nacherzählung einer verlorenen alten Handschrift ausgegeben. Diese Geschichte spielt vor dem historischen Hintergrund eines Streites zwischen dem Papst und den Mönchsorden und dreht sich um eine mittelalterliche Benediktinerabtei, in der mysteriöse Morde geschehen. Der englische Franziskanerpater William von Baskerville, der in einer hochpolitischen Mission als Sondergesandter des Kaisers unterwegs ist, wird gebeten, den Täter zu ermitteln. Ihm tut sich eine Welt voller Glaubensfehden, verbotener Leidenschaften und krimineller Energien auf. Am Ende verbrennt mit einem geheim gehaltenen Buch, um das sich alles dreht, die ganze Abtei. Der Roman ist analog zu den sieben Posaunen der biblischen Apokalypse in sieben Tage unterteilt und ist voller philosophischer und literarischer Anspielungen und Zitate. Mit ironischer Umständlichkeit zählt Eco zunächst die Stationen dieser Geschichte auf: Der vorliegende Bericht sei "die deutsche Übersetzung meiner italienischen Fassung einer obskuren neugotisch-französischen Version einer im 17. Jahrhundert gedruckten Ausgabe eines im 14. Jahrhundert von einem deutschen Mönch auf Lateinisch verfassten Textes". Darin erzählt der greise Mönch Adson, an der Schwelle des Todes in seiner Zelle des Klosters zu Melk, eine denkwürdige Begebenheit aus seiner Jugend. Als Novize in der Obhut William von Baskervilles besucht der junge Adson Ende November 1327 eine Benediktinerabtei im ligurischen Apennin. Dort sollen sich führende Köpfe des Franziskanerordens mit einer Gesandtschaft des Papstes Johannes XXII. treffen, um theologische Fragen des Für und Wider der Armut der Kirche zu diskutieren und damit gleichzeitig Machtpositionen abzustecken. Der damalige Kaiser Ludwig IV. (Ludwig der Bayer) unterstützte die Forderung der Franziskaner nach theologischer Anerkennung der Armut Christi, da sie sich gleichzeitig gegen den prunksüchtigen Heiligen Stuhl richtete, der mit dem Kaiser um die weltliche Macht stritt. Bevor es jedoch zu dem politisch-theologischen Treffen kommt, bittet der Abt des Klosters den für seinen Scharfsinn bekannten Bruder William (der früher einmal Inquisitor war, aber dieses Amt freiwillig niedergelegt hat), einen mysteriösen Todesfall aufzuklären, zu dem es in seinem Kloster gekommen ist. William macht sich prompt an die Arbeit, bekommt es aber bald mit einer ganzen Mordserie zu tun, der insgesamt fünf Mönche innerhalb weniger Tage zum Opfer fallen. Die Aufklärung dieser Verbrechen ist der erzählerische Hauptstrang des Romans, der jedoch viele Verzweigungen und Nebenlinien erlaubt, die ein komplexes und vielfarbiges Bild des mittelalterlichen Lebens auf allen Ebenen zeichnen. So spielt z.B. auch die Frage der Häresie eine wichtige Rolle. Anhand der Häretiker um Fra Dolcino und des Inquisitors Bernard Gui werden die Phänomene der Ketzerei und der Inquisition dem Leser vor Augen geführt. Die Spur der Verbrechen führt in die als Labyrinth angelegte Klosterbibliothek zu dem blinden Bibliothekar Jorge von Burgos. Dieser greise Mönch hütet dort einen besonderen Schatz, nämlich ein Exemplar des verlorengegangenen "Zweiten Buches der Poetik" des Aristoteles, in dem die Komödie behandelt wird (nach der Tragödie im ersten). Über sein Motiv sagt Jorge von Burgos, Lachen töte die Furcht, ohne die es keinen Glauben geben könne. Wer den Teufel nicht mehr fürchte, brauche keinen Gott mehr: dann könne man auch über Gott lachen. Über diesem Buch, das Jorge für derart gefährlich hält, dass er es lieber vernichtet als es in fremde Hände fallen zu lassen, kommt es schließlich zur endgültigen Abrechnung in der Frage der Offenlegung von Wahrheit, die Bibliothek wird dann von Burgos in Brand gesetzt, nachdem er versuchte, William durch das vergiftete Buch zu töten. Am Ende löst William zwar den Fall, muss aber erkennen, dass er den Täter entlarvt hat, obwohl er von einer falschen Prämisse ausgegangen ist. Er kann auch nicht verhindern, dass es zu einer finalen Katastrophe kommt. Resigniert stellt er fest: "Ich bin wie ein Besessener hinter einem Anschein von Ordnung hergelaufen, während ich doch hätte wissen müssen, dass es in der Welt keine Ordnung gibt." Ähnlich entmutigt beendet Adson seinen Bericht mit den Worten "Stat rosa pristina nomine, nomina nuda tenemus" ("Die Rose von einst steht nur noch als Name, uns bleiben nur nackte Namen"), einem Zitat von Bernhard von Morlay. Der Name der Rose gilt als einer der bekanntesten Vertreter des postmodernen Romans. Typischerweise vereinen sich dabei mehrere literarische Genres in einem Text. So weist der Roman deutliche Merkmale des Kriminalromans und des Schauerromans auf und beinhaltet klare Anspielungen auf Werke von Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle und Agatha Christie. Andererseits steht er in der Tradition des historischen Romans. Dabei neigt er dazu, Geschichte nicht nur wiederzugeben, sondern das Problem der Geschichtsschreibung selbst zu thematisieren. Exemplarisch dafür sind die Mischung historischer und fiktionaler Figuren, Ecos starke Bezugnahmen auf historische und zeitgenössische Intertexte, die teilweise direkt in den Roman eingearbeitet werden, und das Auftreten vieler Anachronismen: So beschäftigt sich Der Name der Rose vor dem mittelalterlichen Hintergrund mit politischen und semiotischen Problemen, die typisch für die wissenschaftlichen Diskurse des 20. Jahrhunderts sind. Auch die Textualität selber, die Eigenschaften von Texten sowie ihres Verfassens und ihrer Rezeption, wird durchgängig thematisiert. In der Literaturwissenschaft wurde für Romane dieser Art der Begriff historiografische Metafiktion geprägt. Eco selbst wies darauf hin, dass der Roman auch als Schlüsselroman gelesen werden kann und gab an, ihn unter dem Einfluss der Aldo-Moro-Affäre geschrieben zu haben. Nach dieser Lesart ließen sich verschiedene Gruppierungen des Romans mit politischen Gruppierungen im Italien der 1970er Jahre entschlüsseln. Verschiedene Kritiker identifizierten die Dolcianer mit den Roten Brigaden, die Franziskaner mit den Kommunisten und die Benediktiner mit der Democrazia Cristiana. Trotz Ecos eigenem Hinweis ist eine solche Lesart jedoch umstritten, da sie teilweise als Überinterpretation empfunden wurde. Eco selbst gab an anderer Stelle der eigenen Erklärung widersprechend auch an, sich nicht um Fragen politischer Aktualität zu kümmern. Zahlreiche Merkmale teilt Der Name der Rose auch mit Trivialromanen. So sind die Hauptfiguren stark typisiert, es findet eine klare Trennung in gute und böse Figuren statt, zahlreiche Klischees und Stereotype werden aufgerufen. Dieses Vorgehen kann als Pastiche verstanden werden, und damit als bewusste Auseinandersetzung mit der Rolle von Trivialität in der Literatur. Dieses Stilmittel ist ebenfalls typisch für viele postmoderne Romane; Stereotype werden bewusst aufgerufen, um sie klar als Stereotype auszustellen und sie gerade dadurch zu hinterfragen. Der Roman Der Name der Rose war weltweit außergewöhnlich erfolgreich - allein bis 1989 wurden über acht Millionen Exemplare verkauft. Mit der Veröffentlichung gingen umfangreiche Marketing- und Reklameaktionen sowie eine starke mediale Aufmerksamkeit einher. Das amerikanische Magazin Newsweek zeigte Eco auf der Titelseite. Damit bediente der Roman auf der einen Seite einen Massenmarkt, auf der anderen Seite wurde er schon kurz nach seinem Erscheinen Gegenstand zahlloser literaturwissenschaftlicher Arbeiten. Auch Historiker beschäftigten sich mit dem von Eco gezeichneten Bild des Mittelalters; insgesamt rief der Roman in breiteren Kreisen ein plötzliches Interesse an der Mittelalterforschung hervor. Die ungewöhnlich starke Rezeption wurde auch selbst zum Gegenstand von Studien; so befragte das italienische Magazin Panorama 900 Probanden mit höherer Schulbildung und kam zu dem Ergebnis, dass nur 16 % der Leser des Romans zu Ecos Stammlesern gehörten, 40 % hingegen durch das Marketing und die mediale Berichterstattung aufmerksam wurden
[SW: Italienische Literatur | Roman | Süddeutsche Zeitung| Bibliothek]
Eco, Umberto: Der Name der Rose. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. Mit Übersetzung der wichtigsten lateinischen Passagen und Erklärung weniger geläufiger Worte. - (=dtv, Band 10551). München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1986 (Oktober). ISBN: 3423105518
Guter Zustand. Mit einer minimalen Stauchung am Einband. - ... Literaturgeschichtliche Einordnung und Interpretationen: Der Name der Rose gilt als einer der bekanntesten Vertreter des postmodernen Romans. Typischerweise vereinen sich dabei mehrere literarische Genres in einem Text. So weist der Roman deutliche Merkmale des Kriminalromans und des Schauerromans auf und beinhaltet klare Anspielungen auf Werke von Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle und Agatha Christie. Andererseits steht er in der Tradition des historischen Romans. Dabei neigt er dazu, Geschichte nicht nur wiederzugeben, sondern das Problem der Geschichtsschreibung selbst zu thematisieren. Exemplarisch dafür sind die Mischung historischer und fiktionaler Figuren, Ecos starke Bezugnahmen auf historische und zeitgenössische Intertexte, die teilweise direkt in den Roman eingearbeitet werden, und das Auftreten vieler Anachronismen: So beschäftigt sich Der Name der Rose vor dem mittelalterlichen Hintergrund mit politischen und semiotischen Problemen, die typisch für die wissenschaftlichen Diskurse des 20. Jahrhunderts sind. Auch die Textualität selber, die Eigenschaften von Texten sowie ihres Verfassens und ihrer Rezeption, wird durchgängig thematisiert. In der Literaturwissenschaft wurde für Romane dieser Art der Begriff historiografische Metafiktion geprägt. Eco selbst wies darauf hin, dass der Roman auch als Schlüsselroman gelesen werden kann und gab an, ihn unter dem Einfluss der Aldo-Moro-Affäre geschrieben zu haben. Nach dieser Lesart ließen sich verschiedene Gruppierungen des Romans mit politischen Gruppierungen im Italien der siebziger Jahre entschlüsseln. Verschiedene Kritiker identifizierten die Dolcianer mit den Roten Brigaden, die Franziskaner mit den Kommunisten und die Benediktiner mit der Democrazia Cristiana. Trotz Ecos eigenem Hinweis ist eine solche Lesart jedoch umstritten, da sie teilweise als Überinterpretation empfunden wurde. Eco selbst gab an anderer Stelle der eigenen Erklärung widersprechend auch an, sich nicht um Fragen politischer Aktualität zu kümmern. Zahlreiche Merkmale teilt Der Name der Rose auch mit Trivialromanen. So sind die Hauptfiguren stark typisiert, es findet eine klare Trennung in gute und böse Figuren statt, zahlreiche Klischees und Stereotype werden aufgerufen. Dieses Vorgehen kann als Pastiche verstanden werden, und damit als bewusste Auseinandersetzung mit der Rolle von Trivialität in der Literatur. Dieses Stilmittel ist ebenfalls typisch für viele postmoderne Romane; Stereotype werden bewusst aufgerufen, um sie klar als Stereotype auszustellen und sie gerade dadurch zu hinterfragen. ... Aus wikipedia-Der_Name_der_Rose. - - - Umberto Eco (* 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont) ist ein italienischer Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Durch seine Romane, allen voran Der Name der Rose, wurde er weltberühmt. Seit 1971 Lehrstuhlinhaber an der Universität Bologna, hat er zahlreiche Gastprofessuren in aller Welt wahrgenommen und ist mit bisher 33 Ehrendoktortiteln (u. a. in Deutschland an der Freien Universität Berlin) ausgezeichnet worden. Im Herbst 2007 hat er seine akademische Lehrtätigkeit eingestellt. ... Eco nennt Borges und Joyce als die beiden modernen Autoren, "die ich am meisten geliebt habe und von denen ich am stärksten beeinflusst worden bin".[2] Als Bürger und politischer Autor ist Eco zudem ein aktiver und vehementer Gegner von Silvio Berlusconi. In zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln hat er dessen Politik scharf kritisiert. Noch kurz vor der Wahl im April 2006, die Berlusconi dann knapp verlor, veröffentlichte Eco seine gesammelten politischen Schriften nochmals in Buchform unter dem Titel Im Krebsgang voran: Heiße Kriege und medialer Populismus (deutsch: Frühjahr 2007). Seit 1985 schreibt er regelmäßig - erst wöchentlich, ab 1998 vierzehntäglich - eine Kolumne in der Wochenzeitschrift L'Espresso unter dem Titel La Bustina di Minerva (deutsch: "Streichholzbriefe"). Er ist Mitgründer und -herausgeber der Internetzeitschrift "Il golem indispensabile".[3] 2002 gründete er zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten (darunter die Architektin Gae Aulenti und der Schriftsteller und Germanist Claudio Magris) die Gruppe Liberta e Giustizia,[3] die sich - in Anlehnung an die Widerstandsbewegung Giustizia e Liberta[4] gegen den Mussolini-Faschismus - als intellektuelle Opposition gegen die Politik von Silvio Berlusconi versteht. Umberto Eco ist seit 1962 mit Renate Ramge verheiratet, einer deutschen, in Frankfurt am Main geborenen Expertin für Museums- und Kunstdidaktik, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat. 2005 wurde Umberto Eco in dem englischen Magazin Prospect[5] nach Noam Chomsky und vor Richard Dawkins zum zweitwichtigsten Intellektuellen weltweit gewählt.[6] Im April 2010 erschien die erste Biographie (Leben und Werk) über ihn.[7] ... Aus: wikipedia.-Umberto_Eco , ISBN-13: 9783423105514
5. Auflage. 401. - 500. Tausend. 654 Seiten mit einer Karte. 19 cm. Umschlaggestaltung: Celestino Piatti. Taschenbuch. Kartoniert. Mit Lesezeichen: Dramatis Personae".
[SW: Italien, Italienische Literatur des 20. Jahrhunderts, Landeskunde, Italienische Geschichte, Italien. , Historischer Roman Historische Romane, Italienische Landschaften, Italienische Kunst, Italien / Soziale Verhältnisse, Italienische Gesellschaft, Italienerin, Krimis, Kriminalliteratur, Krimi, Kriminalität, Filmklassiker, Kriminalistik, Verbrechen, Kriminalfall, Kriminalroman Kriminalromane, Kriminalfälle, Kriminalfilme, Kriminalromane und -erzählungen, Verfilmte Literatur, Aristoteles, Kloster]
Eco, Umberto: Der Name der Rose. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. Mit Übersetzung der wichtigsten lateinischen Passagen und Erklärung weniger geläufiger Worte. Raubdruck. Impressum: C.H. Hanser Verlag, 1983. ISBN: 3423105518
Sehr guter Zustand. - ... Literaturgeschichtliche Einordnung und Interpretationen: Der Name der Rose gilt als einer der bekanntesten Vertreter des postmodernen Romans. Typischerweise vereinen sich dabei mehrere literarische Genres in einem Text. So weist der Roman deutliche Merkmale des Kriminalromans und des Schauerromans auf und beinhaltet klare Anspielungen auf Werke von Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle und Agatha Christie. Andererseits steht er in der Tradition des historischen Romans. Dabei neigt er dazu, Geschichte nicht nur wiederzugeben, sondern das Problem der Geschichtsschreibung selbst zu thematisieren. Exemplarisch dafür sind die Mischung historischer und fiktionaler Figuren, Ecos starke Bezugnahmen auf historische und zeitgenössische Intertexte, die teilweise direkt in den Roman eingearbeitet werden, und das Auftreten vieler Anachronismen: So beschäftigt sich Der Name der Rose vor dem mittelalterlichen Hintergrund mit politischen und semiotischen Problemen, die typisch für die wissenschaftlichen Diskurse des 20. Jahrhunderts sind. Auch die Textualität selber, die Eigenschaften von Texten sowie ihres Verfassens und ihrer Rezeption, wird durchgängig thematisiert. In der Literaturwissenschaft wurde für Romane dieser Art der Begriff historiografische Metafiktion geprägt. Eco selbst wies darauf hin, dass der Roman auch als Schlüsselroman gelesen werden kann und gab an, ihn unter dem Einfluss der Aldo-Moro-Affäre geschrieben zu haben. Nach dieser Lesart ließen sich verschiedene Gruppierungen des Romans mit politischen Gruppierungen im Italien der siebziger Jahre entschlüsseln. Verschiedene Kritiker identifizierten die Dolcianer mit den Roten Brigaden, die Franziskaner mit den Kommunisten und die Benediktiner mit der Democrazia Cristiana. Trotz Ecos eigenem Hinweis ist eine solche Lesart jedoch umstritten, da sie teilweise als Überinterpretation empfunden wurde. Eco selbst gab an anderer Stelle der eigenen Erklärung widersprechend auch an, sich nicht um Fragen politischer Aktualität zu kümmern. Zahlreiche Merkmale teilt Der Name der Rose auch mit Trivialromanen. So sind die Hauptfiguren stark typisiert, es findet eine klare Trennung in gute und böse Figuren statt, zahlreiche Klischees und Stereotype werden aufgerufen. Dieses Vorgehen kann als Pastiche verstanden werden, und damit als bewusste Auseinandersetzung mit der Rolle von Trivialität in der Literatur. Dieses Stilmittel ist ebenfalls typisch für viele postmoderne Romane; Stereotype werden bewusst aufgerufen, um sie klar als Stereotype auszustellen und sie gerade dadurch zu hinterfragen. ... Aus wikipedia-Der_Name_der_Rose. - - - Umberto Eco (* 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont) ist ein italienischer Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Durch seine Romane, allen voran Der Name der Rose, wurde er weltberühmt. Seit 1971 Lehrstuhlinhaber an der Universität Bologna, hat er zahlreiche Gastprofessuren in aller Welt wahrgenommen und ist mit bisher 33 Ehrendoktortiteln (u. a. in Deutschland an der Freien Universität Berlin) ausgezeichnet worden. Im Herbst 2007 hat er seine akademische Lehrtätigkeit eingestellt. ... Eco nennt Borges und Joyce als die beiden modernen Autoren, "die ich am meisten geliebt habe und von denen ich am stärksten beeinflusst worden bin".[2] Als Bürger und politischer Autor ist Eco zudem ein aktiver und vehementer Gegner von Silvio Berlusconi. In zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln hat er dessen Politik scharf kritisiert. Noch kurz vor der Wahl im April 2006, die Berlusconi dann knapp verlor, veröffentlichte Eco seine gesammelten politischen Schriften nochmals in Buchform unter dem Titel Im Krebsgang voran: Heiße Kriege und medialer Populismus (deutsch: Frühjahr 2007). Seit 1985 schreibt er regelmäßig - erst wöchentlich, ab 1998 vierzehntäglich - eine Kolumne in der Wochenzeitschrift L'Espresso unter dem Titel La Bustina di Minerva (deutsch: "Streichholzbriefe"). Er ist Mitgründer und -herausgeber der Internetzeitschrift "Il golem indispensabile".[3] 2002 gründete er zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten (darunter die Architektin Gae Aulenti und der Schriftsteller und Germanist Claudio Magris) die Gruppe Liberta e Giustizia,[3] die sich - in Anlehnung an die Widerstandsbewegung Giustizia e Liberta[4] gegen den Mussolini-Faschismus - als intellektuelle Opposition gegen die Politik von Silvio Berlusconi versteht. Umberto Eco ist seit 1962 mit Renate Ramge verheiratet, einer deutschen, in Frankfurt am Main geborenen Expertin für Museums- und Kunstdidaktik, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat. 2005 wurde Umberto Eco in dem englischen Magazin Prospect[5] nach Noam Chomsky und vor Richard Dawkins zum zweitwichtigsten Intellektuellen weltweit gewählt.[6] Im April 2010 erschien die erste Biographie (Leben und Werk) über ihn.[7] ... Aus: wikipedia.-Umberto_Eco , ISBN-13: 9783423105514
19. Auflage. 654 (4) Seiten mit einer Karte. 20,5 x 12,5 cm. Dünndruckausgabe. Illustrierte Originalbroschur.
[SW: Italien, Italienische Literatur des 20. Jahrhunderts, Landeskunde, Italienische Geschichte, Italien. , Historischer Roman Historische Romane, Italienische Landschaften, Italienische Kunst, Italien / Soziale Verhältnisse, Italienische Gesellschaft, Italienerin, Krimis, Kriminalliteratur, Krimi, Kriminalität, Filmklassiker, Kriminalistik, Verbrechen, Kriminalfall, Kriminalroman Kriminalromane, Kriminalfälle, Kriminalfilme, Kriminalromane und -erzählungen, Aristoteles, Kloster, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Filmschauspieler, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Jean-Jacques Annaud , Illegaler Druck]
Eco, Umberto: Der Name der Rose. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. Mit Übersetzung der wichtigsten lateinischen Passagen und Erklärung weniger geläufiger Worte. Raubdruck, ohne Jahresangabe. ISBN: 3423105518
Guter Zustand. - ... Literaturgeschichtliche Einordnung und Interpretationen: Der Name der Rose gilt als einer der bekanntesten Vertreter des postmodernen Romans. Typischerweise vereinen sich dabei mehrere literarische Genres in einem Text. So weist der Roman deutliche Merkmale des Kriminalromans und des Schauerromans auf und beinhaltet klare Anspielungen auf Werke von Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle und Agatha Christie. Andererseits steht er in der Tradition des historischen Romans. Dabei neigt er dazu, Geschichte nicht nur wiederzugeben, sondern das Problem der Geschichtsschreibung selbst zu thematisieren. Exemplarisch dafür sind die Mischung historischer und fiktionaler Figuren, Ecos starke Bezugnahmen auf historische und zeitgenössische Intertexte, die teilweise direkt in den Roman eingearbeitet werden, und das Auftreten vieler Anachronismen: So beschäftigt sich Der Name der Rose vor dem mittelalterlichen Hintergrund mit politischen und semiotischen Problemen, die typisch für die wissenschaftlichen Diskurse des 20. Jahrhunderts sind. Auch die Textualität selber, die Eigenschaften von Texten sowie ihres Verfassens und ihrer Rezeption, wird durchgängig thematisiert. In der Literaturwissenschaft wurde für Romane dieser Art der Begriff historiografische Metafiktion geprägt. Eco selbst wies darauf hin, dass der Roman auch als Schlüsselroman gelesen werden kann und gab an, ihn unter dem Einfluss der Aldo-Moro-Affäre geschrieben zu haben. Nach dieser Lesart ließen sich verschiedene Gruppierungen des Romans mit politischen Gruppierungen im Italien der siebziger Jahre entschlüsseln. Verschiedene Kritiker identifizierten die Dolcianer mit den Roten Brigaden, die Franziskaner mit den Kommunisten und die Benediktiner mit der Democrazia Cristiana. Trotz Ecos eigenem Hinweis ist eine solche Lesart jedoch umstritten, da sie teilweise als Überinterpretation empfunden wurde. Eco selbst gab an anderer Stelle der eigenen Erklärung widersprechend auch an, sich nicht um Fragen politischer Aktualität zu kümmern. Zahlreiche Merkmale teilt Der Name der Rose auch mit Trivialromanen. So sind die Hauptfiguren stark typisiert, es findet eine klare Trennung in gute und böse Figuren statt, zahlreiche Klischees und Stereotype werden aufgerufen. Dieses Vorgehen kann als Pastiche verstanden werden, und damit als bewusste Auseinandersetzung mit der Rolle von Trivialität in der Literatur. Dieses Stilmittel ist ebenfalls typisch für viele postmoderne Romane; Stereotype werden bewusst aufgerufen, um sie klar als Stereotype auszustellen und sie gerade dadurch zu hinterfragen. ... Aus wikipedia-Der_Name_der_Rose. - - - Umberto Eco (* 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont) ist ein italienischer Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Durch seine Romane, allen voran Der Name der Rose, wurde er weltberühmt. Seit 1971 Lehrstuhlinhaber an der Universität Bologna, hat er zahlreiche Gastprofessuren in aller Welt wahrgenommen und ist mit bisher 33 Ehrendoktortiteln (u. a. in Deutschland an der Freien Universität Berlin) ausgezeichnet worden. Im Herbst 2007 hat er seine akademische Lehrtätigkeit eingestellt. ... Eco nennt Borges und Joyce als die beiden modernen Autoren, "die ich am meisten geliebt habe und von denen ich am stärksten beeinflusst worden bin".[2] Als Bürger und politischer Autor ist Eco zudem ein aktiver und vehementer Gegner von Silvio Berlusconi. In zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln hat er dessen Politik scharf kritisiert. Noch kurz vor der Wahl im April 2006, die Berlusconi dann knapp verlor, veröffentlichte Eco seine gesammelten politischen Schriften nochmals in Buchform unter dem Titel Im Krebsgang voran: Heiße Kriege und medialer Populismus (deutsch: Frühjahr 2007). Seit 1985 schreibt er regelmäßig - erst wöchentlich, ab 1998 vierzehntäglich - eine Kolumne in der Wochenzeitschrift L'Espresso unter dem Titel La Bustina di Minerva (deutsch: "Streichholzbriefe"). Er ist Mitgründer und -herausgeber der Internetzeitschrift "Il golem indispensabile".[3] 2002 gründete er zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten (darunter die Architektin Gae Aulenti und der Schriftsteller und Germanist Claudio Magris) die Gruppe Liberta e Giustizia,[3] die sich - in Anlehnung an die Widerstandsbewegung Giustizia e Liberta[4] gegen den Mussolini-Faschismus - als intellektuelle Opposition gegen die Politik von Silvio Berlusconi versteht. Umberto Eco ist seit 1962 mit Renate Ramge verheiratet, einer deutschen, in Frankfurt am Main geborenen Expertin für Museums- und Kunstdidaktik, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat. 2005 wurde Umberto Eco in dem englischen Magazin Prospect[5] nach Noam Chomsky und vor Richard Dawkins zum zweitwichtigsten Intellektuellen weltweit gewählt.[6] Im April 2010 erschien die erste Biographie (Leben und Werk) über ihn.[7] ... Aus: wikipedia.-Umberto_Eco , ISBN-13: 9783423105514
654 Seiten mit einer Karte. 16,8 cm. Taschenbuch. Kartoniert.
[SW: Italien, Italienische Literatur des 20. Jahrhunderts, Landeskunde, Italienische Geschichte, Italien. , Historischer Roman Historische Romane, Italienische Landschaften, Italienische Kunst, Italien / Soziale Verhältnisse, Italienische Gesellschaft, Italienerin, Krimis, Kriminalliteratur, Krimi, Kriminalität, Filmklassiker, Kriminalistik, Verbrechen, Kriminalfall, Kriminalroman Kriminalromane, Kriminalfälle, Kriminalfilme, Kriminalromane und -erzählungen, Aristoteles, Kloster, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Filmschauspieler, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Jean-Jacques Annaud , Illegaler Druck]



