Drachen Unserer Zeit
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Schmidt, Wolfgang; Tamm, Klaus; Wallikewitz, Erich: Chamäleons Drachen unserer Zeit, NATUR UND TIER-VERLAG, /49 ISBN: 3866591330
Chamäleons, Drachen unserer Zeit. Schon der Titel weist auf die Urümlichkeit dieser oft bizarr geformten Reptilien hin. Wer kennt sie nicht, die ungewöhnlichen Tiere mit dem ausgeprägten Farbwechselvermögen und der langen, klebrigen Zunge! Doch sind das nicht die einzigen Besonderheiten der Chamäleons. BR Gut verständlich geschrieben und eindrucksvoll bebildert, stellen die Autoren die faszinierende Welt der Chamäleons in Kapiteln wie z. B. Der Trick mit der Schleuderzunge, Farbenspiel als Sprachersatz oder Meister der Tarnung vor. BR Ihre langjährigen Erfahrungen bei der Pflege und Zucht dieser hochspezialisierten Echsen spiegeln sich auch im Terrarienteil des Buches wider. Hier werden Themen wie Ernährung, Unterbringung oder Krankheiten behandelt. Eine Besonderheit stellt auch der umfangreiche Artenteil dar, in dem über 100 Arten beschrieben werden.
NEUBUCH! Neuaufl. 2009. 160 S. m. 6 Zeichn. sowie 16 SW- u. 124 Farbfotos. 22 cm 232 mm x 177 mm x 25 mm; Terrarien-Bibliothek
[SW: Terrarientiere, Chamäleon]
Wolfgang Schmidt, Klaus Tamm, Erich Wallikewitz: Chamäleons - Drachen unserer Zeit, ISBN: 3980185311
, Ausgabe von 1989, Einband: Taschenbuch, Seiten: 112, das Buch ist in gutem Zustand. Altersgemäße kleinere Mängel sind nicht immer extra aufgeführt.
[SW: Biowissenschaften, Chamä leons - Drachen unserer Zeit, Wolfgang Schmidt, Klaus Tamm, Erich Walli]
Pirckheimer, Willibald und Lukian: LUCIANO RHETOR A WILLIBALDO PIRCKAIMERO IN LATINUM VERSUM. Hagenau, Thomas Anshelmus (Thomas Anselm), 1520.
Ob die schöne Titelbordüre von Albrecht Dürer stammt, ist mir nicht gelungen nachzuweisen. Sie erinnert stark an die bekannte Dürer-Titelbordüre für Pirckheimer, der Dürers Freund und Förderer war: Unten bekämpfen geflügelte Putten eine ohne Flügel. An den Seiten stehen reich verzierte Säulen, die auch mit Dämonen mit Brüsten geschmückt sind, die obere Bordürenleiste beherrschen zwei Satyren mitten in viel Holzschnittschmuck. - Die sehr schöne ganzseitige Holzschnitt-Druckermarke (siehe Bild) stammt wohl von Hans Baldung Grien: "Die kräftigsten Büchermarken voll klarer, schöner Linien hat uns der Straßburger Künstler Hans Baldung Grien geschenkt, sie sind für Thomas Anselm in Hagenau und Peter Schöffer den Jüngeren in Straßburg gezeichnet." (Schottenloher, Das alte Buch). Auf der Druckermarke schwenken zwei Putten ("Flügelknaben" nennt sie Schottenloher) zwei Banner, einen in Griechisch und einen in Hebräisch - Anshelm war für seine hebräische Drucke bekannt - zwischen den Knaben befindet sich Anshelms stilisiertes Monogramm "AT". Ein "Flügelknabe" findet sich auch in den zwei hübschen Initialen wieder, in denen er im floralen Schmuck einmal einen Fisch und einmal einen Drachen reitet. - Die Schrift setzt sich aus zwei Teilen zusammen: 1. "EPISTOLA NUN CLARISSIMO VIRO HIERONYMO EMSERO, BILIBALDUS PIRCKAIMERUS S. D." Dieser erste Teil beginnt als Brief an Pirckheimers Hass-Liebe-Freund Hieronymus Emser. In diesem klagt Pirckheimer u. a., dass "rechtschaffene Männer so sehr von der einzigartigen Redekunst abgewichen sind", statt von den Griechen und speziel vom "Lehrer der Rhetoren" Lukian zu lernen: "Dann weist er (der Vernünftige) auch die Kunst des Schmähens, also die Satire, dem Ursprung nach den Griechen zu." Dieser Text ist kulturgeschichtlich sehr interessant, zumal Pirckheimer hier auch "den Wittenberger Theologiedozent" erwähnt. Ein Jahr zuvor, im August 1519, wetterte der "Kontroverstheologe" Emser "wider den Stier zu Wittenberg", was Luther zu seiner "Additio zum Emserschen Steinbock" (September 1519) veranlasste. Die Emser-Luther-Polemik setzte sich fort und zeichnete sich durch ungewöhnliche Schärfe aus. Pirckheimer sympathisierte in dieser Zeit mit Luther, 1518 war Luther Gast im Pirckheimers Haus. Im Jahr der Ausgabe unserer Schrift,1520, brachte Pirckheimer unter Pseudonym die gegen Luthers Gegner Johann Eck gerichtete Satire "Eckius dedolatus" heraus. Pirckheimer wurde daraufhin vom Papst zusammen mit Luther und dessen Anhängern gebannt. 1521 wurde Pirckheimer vom Bann wieder gelöst, weil er seine Autorenschaft bestritt. - 2. Den zweiten Teil des Druckes bildet Pirckheimers Übersetzung der Rhetorikschrift von Lukian: "Lucian Rhetorum Praeceptor". Willibald Pirckheimer (1470 Eichstätt - 1530 Nünberg) war einer der bedeutendsten deutschen Hummanisten der Reformationszeit. (Neue deutsche Biographie) - Stempel auf Titel: "DUPPL BIBL GOTT VEND". Interimsumschlag etwas knittrig und mit kleinen Randläsuren. Seitenecken etwas knittrig. Einige Seitenränder wenig stockfl., Vorderdeckel u. Titel verso etwas stärker. Titel etwas angestaubt bzw. etwas fleckig, unten mit einem Papierstreifen ergänzt mit wohl minimal Bildrandverlust, dementsprechend auf Titel verso (erste Seite) die unteren Buchstabenränder der letzten Zeile mit minimalem Verlust, jedoch gut lesbar. Die Druckermarke hinten mit einem zusätzlichen Blatt hinterlegt, dieses u. die Druckermarke mit leichter Feuchtigkeitsspur, wohl vom Kleber. Die Schrift ist am Kopf etwas knapp beschnitten, jedoch ohne Textverlust. Trotz der ausführlich beschriebenen relativ kleinen Mängel macht die Schrift einen recht ordentlich Eindruck. - Seltene Postinkunabel, die noch während Pirckheimers Leben erschien.
Erste Ausgabe. Mit zwei Holzschnitt-Initialen und zwei ganzseitigen Holzschnitten (Titelbordüre, Druckermarke). 12 Blätter: 1 Bl. m. Titel, Aii, Aiii, (Aiv), B, Bii, Biii, (Biv), C, Cii, Ciii, 1 Bl. m. Druckermarke. 8°. Marmorierte Interimsumschlag der Zeit.
[SW: Willibald Pirkheimer, Thomas Anselmus, Reformation, Protestantismus, Religion, Religionsstreit, Religionsdisput, Religionspolemik, Rhetorik]
Schrader, Toralf: Riesen und Zwerge in der mittelalterlichen Literatur, GRIN VERLAG, Dezember 2008, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 364023264X
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,0, Technische Universität Dresden (Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften: Ältere deutsche Literatur), Veranstaltung: Orendel, der graue Rock, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Menschen waren und sind stets von dem fasziniert, was ihnen fremd erscheint. Dabei können die Emotionen von Abscheu bis Verlangen reichen, das wesentliche daran ist die Nicht-Alltäglichkeit einer Sache. Mit fantastischen Zügen versehene Geschichten und Erzählungen sind gerade wegen dieser Elemente interessant, die nicht im Erfahrungshorizont des Rezipienten (und oftmals auch des Autors) existieren oder nicht in die herkömmliche Definition von Realität passen. Die beinahe zeitlose Beliebtheit von Märchen oder der kommerzielle Erfolg der zeitgenössischen Fantasy-Literatur mit Harry Potter und der Tolkien-Mythologie sind dafür die nur offensichtlichstenIndizien. Anders als im Mittelalter glauben die Menschen in unserer aufgeklärten Zeit allerdings nicht mehr an die Existenz fabelhafter Wesen wie Drachen, Greife, Riesen und Zwerge, zumindest nicht öffentlich. Allerdings gibt es Ausnahmen wie bspw. die Überzeugung der Isländer, dass unter ihnen Elfen und Naturgeister unsichtbar wandeln. Im Mittelalter hingegen wurden die Wesen der Anderwelt als tatsächlich existent betrachtet. So erscheinen Fabelwesen ohne weiteres in Heldenepen und Romanen dieser Zeit, häufig als Widersacher der Protagonisten. Und bösartige wie auch gutartige Kreaturen mit unnatürlichen Erscheinungsformen und Fähigkeiten tauchen ebenfalls in Märchen auf, die sich über Jahrhunderte aus Sagen und Erzählungen herausgebildet haben und ursprünglich durchaus nicht für Kinderohren bestimmt waren . Möglicherweise ist gerade diese Unwahrscheinlichkeit und die scheinbar kindliche Naivität des Riesen- und Zwergenglaubens einer der Gründe für die schwache Auseinandersetzung mit diesem Thema in der literarischen Forschung. Exemplarisch für diese Lücke mag der erste Satz von Claude Lecouteux in seinem Aufsatz Zwerge und Verwandte stehen: Seit August Lütjens Dissertation Der Zwerg in der deutschen Heldendichtung [1911] ist das Thema Zwerg nicht eingehender behandelt worden. Ähnliches gilt für die gigantischen Widersacher der Zwerge: die Riesen. Ohne über die weiteren möglichen Ursachen für das Desinteresse an diesem Gebiet zu mutmaßen, ist es dennoch bedauerlich, dass Riesen und Zwerge der Märchenforschung überlassen werden. Und selbst die Brüder Grimm als hohe Garde der Märchensammler (und Sprachwissenschaftler) mussten den Vorwurf der Unbedeutsamkeit ihrer Forschung hinnehmen. Dabei ist dieses Thema weitläufiger, als es den Anschein hat. Die Mythologie der Giganten und Riesen ist ebenso groß wie ihre Erscheinungsformen. Sowohl die griechische als auch die altnordische Götterwelt ist auf das Engste mit ihnen verknüpft und auch der Glaube anZwerge reicht bis in die Antike.
NEUBUCH! 2008. 24 S. 210 mm 208 mm x 145 mm x 15 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V119799



