Dominik Hans

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Dominik, Hans: Vistror. Das weiße Gold Deutschlands. Die Geschichte einer weltbewegenden Erfindung. Mit zahlreichen Abbildungen und Fotografien im Text und einer Probe der Faser in transparenter, montierter Deckeltasche, Koehler & Amelang 51.-60. Tausend 1936 Leipzig
250S. 8°

Leinen Fadengehefteter, bedruckter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt und Lesebändchen. Die Schnitte und Vorsätze stockfleckig, das Papier allg. nachgedunkelt ansonten guter Zustand. Gesetzt in Fraktur. Hans (Joachim) Dominik (* 15. November 1872 in Zwickau; 9. Dezember 1945 in Berlin) war ein deutscher Science-Fiction- und Sachbuchautor, Wissenschaftsjournalist und Ingenieur (Elektrotechnik, Maschinenbau). Hans Dominik wurde als Sohn des Journalisten und Verlegers Friedrich Wilhelm Emil Dominik und dessen Frau Hedwig, geborene Mügge, am 15. November 1872 in Zwickau (Sachsen) geboren. Er ist der Enkel von Theodor Mügge. Seine Jugendjahre wie auch den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin. Er besuchte verschiedene Gymnasien, u. a. das Gymnasium in Gotha, an dem Kurd Laßwitz, ein anderer Wegbereiter der Zukunftsliteratur in Deutschland, Unterricht in Mathematik und Physik erteilte. Diese Begegnung sollte für Dominik prägend für sein ganzes weiteres Leben werden. Kurd Laßwitz ließ zudem einen Teil seiner literarischen Werke bei Dominiks Vater publizieren. Nach abgelegtem Abitur 1893 studierte Hans Dominik an der Technischen Hochschule in Berlin Maschinenbau mit Schwerpunkt Eisenbahntechnik. 1894 erkrankte sein Vater schwer. Hans Dominik musste sein Studium unterbrechen, da durch diese Erkrankung die geschäftlichen Aktivitäten seines Vater stark zurückgingen. Er musste Geld verdienen und arbeitete als Elektriker im Rheinland, bis sich eine Fortsetzung des Studiums ergab. 1895 unternahm er eine erste Amerikareise. Bei einer weiteren Reise in die USA blieb er ein ganzes Jahr dort und verdiente sich seinen Unterhalt als Elektroingenieur. In den Vereinigten Staaten gewann er viele technische und wirtschaftliche Erkenntnisse sowie Einblicke in ein von Deutschland gänzlich verschiedenes Land. Diese Erlebnisse flossen in eine Jugendbuchserie ein, John Workman, der Zeitungsboy, die Erfolgsgeschichte eines Zeitungsjungen, der es in Amerika bis zum Millionär bringt. 1898 brach er sein Studium ab und arbeitete aufgrund verlockender Angebote aus der Industrie als Elektroingenieur. 1900 kam Dominik zu Siemens & Halske in die Abteilung für Beleuchtung und Kraft. Hier fertigte er eine gründliche Arbeit über die Elektrifizierung im Bergbau für die Pariser Weltausstellung an und übernahm anschließend für ein Jahr das Büro für Literatur von Siemens & Halske. 1905 wechselte er seine Stellung und wurde technischer Lokalreporter beim Berliner Lokal-Anzeiger. Seit 1901 arbeitete er bereits nebenher als technischer Autor und Werbetexter. Viel gelesen wurden seine kurzen Abhandlungen im Berliner Tageblatt, die Überschriften trugen wie Technische Märchen, Was sich die Oberleitung erzählt oder Memoiren einer Taschenuhr. Seine ungewöhnliche rasche Auffassungsgabe sowie die Fähigkeit einer klaren und überzeugenden Darstellung komplizierter technischer Sachverhalte sprachen sich schnell herum und brachten ihm immer neue Angebote. Dominiks erste utopische Erzählungen erschienen ab 1907 im Neuen Universum, einem Jahrbuch für die Jugend. 1910 schloss er mit Lieselotte Runge die Ehe. Aus ihr ging als einziges Kind seine Tochter Lieselotte hervor. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde er infolge eines Wirbelsäulenleidens nicht eingezogen und arbeitete erneut für die Elektrofirma Siemens & Halske, diesmal im Bereich der Telegraphie. Von ca. 1912 bis 1919 schrieb er für den Berliner C. Duncker Verlag fast jedes Jahr einen Roman. Diesen Werken war jedoch kein großer Erfolg beschieden. Sie kamen nur selten in mehr als einer Auflage heraus. Nach dem Krieg war Dominik von 1918 bis 1920 als Dramaturg für technische Kurzfilme tätig. Der erste utopische Roman Die Macht der Drei erschien 1922 als Fortsetzungsroman in der Woche und wurde im selben Jahr in Buchform herausgegeben. Der große Erfolg, der sich danach einstellte, machte Dominik in weiten Kreisen des deutschen Leserpublikums bekannt. Die Inflation zwang ihn allerdings zunächst zur Annahme einer festen Stellung. Erst ab 1924 konnte er erneut als freier Schriftsteller arbeiten. In schneller Folge erscheinen weitere Zukunftsromane. Dominik ist einer der bedeutendsten Pioniere der Zukunftsliteratur in Deutschland. Seine Science-Fiction-Erzählungen erfreuen sich seit Anfang des vorigen Jahrhunderts bis in die Gegenwart großer Beliebtheit. Sie wurden in hohen Auflagen gedruckt und werden bis heute immer wieder neu aufgelegt. Neben Science Fiction hat Dominik auch Sachbücher und Artikel mit technisch-wissenschaftlichem Inhalt geschrieben. Hans Dominiks Romane der 1920er Jahre waren vom damaligen Zeitgeist in Deutschland geprägt. Im Mittelpunkt seiner Handlungen stehen meist deutsche Ingenieure oder Wissenschaftler, die ihre Erfindungen und Entdeckungen gegen undurchsichtige Konzerne und feindliche Nationen verteidigen müssen. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg bedienten Dominiks Romane die deutschnationalen Träume vieler Leser, wobei allerdings in den Romanen Deutschland als Nation praktisch keine Rolle spielte - im Gegenteil: Ein Leitmotiv in fast allen Romanen ist eine multinationale Kooperation (zumeist bei der Forschung), in manchen Romanen wurde ein vereintes, demokratisches Europa angedeutet. Primäres Ziel der Erfindungen und Entdeckungen ist die friedliche Nutzung und teilweise eine recht deutliche Ablehnung von Krieg (in Das Erbe des Uraniden geht es z. B. um den Missbrauch von Atomenergie zu kriegerischen Zwecken und die Verbitterung des Entdeckers). In Atlantis wird trotz Warnungen der Panamakanal mit Hilfe einer Atomsprengung drastisch erweitert, so dass der Golfstrom in den Pazifik entweichen kann, was eine Eiszeit auf der Nordhalbkugel auslöst. Ein wiederkehrendes Motiv ist auch eine gewisse, speziell indische Mystik, die eigentlich im krassen Gegensatz zu den häufig nüchternen, technisch-utopischen Darstellungen steht: So werden auch die Themen "Gedankenlesen", "Wahrsagerei" und "Gedankenbeeinflussung" behandelt. In späteren Neuauflagen wurden mitunter recht drastische Änderungen vorgenommen, um die Romane zu modernisieren. So beschreibt Dominik in Wettflug der Nationen ausschließlich Propellerflugzeuge samt den damit einher gehenden Geschwindigkeiten und technischen Problemen. In den Neuauflagen wurden daraus Strahlflugzeuge mit verdoppelten Geschwindigkeiten, was den Fluss der Handlung stört. In den Romanen werden oft Anglizismen bzw. englische Redewendungen verwandt. In seinen frühen Romanen thematisiert er auch einen "Kampf der Kulturen", in dem die Europäer gemeinsam gegen andere Rassen - namentlich "die gelbe Gefahr" China, die Araber und die Schwarzafrikaner - um die dominante Stellung in der Welt streiten. In seinem Roman Die Spur des Dschingis-Khan aus den Jahren 1922/23 plädiert die Hauptperson für eine "Rückführung" schwarzer Bürger der USA auf den afrikanischen Kontinent. Eigentümlich an diesem Rassismus ist jedoch, dass dieser nicht als Thema die "Überlegenheit" der "weißen Rasse" hat, sondern es wird eine Art Verantwortung dargestellt, die die "weiße Rasse" habe, um "die Welt zu regieren, und dass in Zukunft eine andere Rasse (schwarz, gelb) käme, die die Bürde der Verantwortung von den Schultern nehmen werde". Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden seine Romane in der BRD von problematisch empfundenen Stellen bereinigt. Durch diese teilweise drastischen Überarbeitungen wurden einige Werke auf bis zu ein Sechstel des ursprünglichen Umfangs zusammengestrichen. Ungekürzte Ausgaben kamen erst in den letzten Jahren - z. B. mit der Jubiläumsedition im Heyne-Verlag - wieder heraus, wobei auch in diesen Ausgaben teilweise Passagen entfernt wurden: So wird in Der Wettflug der Nationen die Einrichtung eines Flugplatzes im brasilianischen Urwald beschrieben, der durch einen tödlichen elektrischen Zaun und Maschinenkanonen vor Indios geschützt wird. Durch diesen "Schutz" sterben diverse Indios (was bewusst in Kauf genommen wird), bis diese schließlich die Gegend verlassen. Diese Passage fehlt in manchen Ausgaben. In der SBZ wurde 1948 sein Buch Das Erbe der Uraniden (Berlin: Scherl 1943) in die Liste der auszusondernden Literatur aufgenommen,[1] in der DDR 1952 zusätzlich Der Wettflug der Nationen (v. Hase & Koehler, Leipzig 1940), Befehl aus dem Dunkel (Scherl-Verlag, Berlin 1942), König Laurins Mantel (Scherl-Verlag, Berlin 1943) sowie Die Spur des Dschingis-Khan (Selierl, Berlin 1943).[2]. Auch später gab es keine Neuauflagen von Hans Dominiks Büchern, während verhandene Bestände weiterhin in Bibliotheken zugänglich waren. Im Dritten Reich hatte es mit einem Roman Probleme gegeben: 1941 durfte Das stählerne Geheimnis nicht mehr verkauft werden. Allerdings wurde dieses Buch spätestens 1943 wieder vom Verlag beworben. Dominik stellt Frauen - wo überhaupt in den Romanen - entweder als schwach und des Schutzes bedürftig oder aber als stark, dafür aber berechnend und manipulativ dar. Dominiks Grab liegt auf dem Friedhof Zehlendorf in Berlin. In der Bogotastraße 2a (ehemals Herderstraße) wurde am 2. Juli 1999 eine Gedenktafel enthüllt; Dominik lebte hier von 1908 bis zu seinem Tod.

[SW: Textilgeschichte]

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Hrachowy, Frank O. Der Autor als Agentur der Moderne Hans Dominik und die Transformation populärer Literatur, MEIDENBAUER, Oktober 2010 ISBN: 3899754387
Im Fokus dieser literaturhistorischen Publikation steht die Exegese des literarischen Werks von Hans Dominik, das erstmals nicht nur fragmentarisch durch die Betrachtung seiner bekannten utopisch-technischen Romane ausgewertet werden sollte, sondern sämtliche Werke zu berücksichtigen trachtete. Weiterhin wurde Hans Dominiks umfangreicher, in der Berliner Staatsbibliothek lagernder literarischer Nachlass für diese Forschungsarbeit herangezogen. Ziel war, das Verhältnis von Hans Dominik, als einem der meistgelesenen Autoren der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, zum zeitparallel stattfindenden Wandel populärer Literatur im Allgemeinen sowie Technikliteratur im Besonderen zu untersuchen und zu beschreiben. Die Auswertung der bislang unberücksichtigten primären Quellen erlaubte dabei den Einblick in Schriftstücke und Zusammenhänge, die eine Korrektur des kanonisierten Autorenbildes und gleichermaßen eine Neubewertung des Menschen Hans Dominik notwendig machen.

NEUBUCH! 2010. 296 S. 210 mm; Akademische Verlagsgemeinschaft München Bd.327

[SW: Dominik, Hans]

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Dominik, Hans: LAND AUS FEUER UND WASSER. Leipzig, v.Hase & Koehler o.J. (um 1940) 31.-40.Tsd.
Der geniale Erfinder Professor Eggerth steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Vulkanische Kräfte sollen kontrolliert entfesselt und in den Dienst der Menschheit gestellt werden.; [Hans Dominik (* 1872 in Zwickau; + 1945 in Berlin), deutscher Science-Fiction- und Sachbuchautor, Wissenschaftsjournalist und Ingenieur (Elektrotechnik, Maschinenbau).Hans Dominik ist einer der bedeutendsten Pioniere der Zukunftsliteratur in Deutschland.Im Mittelpunkt seiner Handlungen stehen meist deutsche Ingenieure oder Wissenschaftler, die ihre Erfindungen und Entdeckungen gegen undurchsichtige Konzerne und feindliche Nationen verteidigen müssen. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg bedienten Dominiks Romane die deutschnationalen Träume vieler Leser, wobei allerdings in den Romanen Deutschland als Nation praktisch keine Rolle spielte - im Gegenteil: ein Leitmotiv in fast allen Romanen ist eine multinationale Kooperation (zumeist bei der Forschung), in manchen Romanen wurde ein vereintes, demokratisches Europa angedeutet.In der DDR waren die Werke von Hans Dominik verboten. Auch im Dritten Reich hatte es mit einem Roman Probleme gegeben: 1941 durfte "Das stählerne Geheimnis" nicht mehr verkauft werden.]; Kopfschn.etw.angestaubt, SEHR GUTER ZUSTAND

Lwd.m.Silberpräg., 8°, 336 S., M.e.Kte.

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Dominik, Hans: Klaus im Glück. Vom Hirtenjungen zum Diamantenkönig. Eine Erzählung. [Illustrationen v. Wilhelm Kelter]. Düsseldorf : Hoch-Verl., 1952.
Zustand: altersentsprechende Gebrauchsspuren, Name auf Vorsatz, etwas berieben und bestossen, sonst altersgemäß gute Erhaltung. Gleich dem amerikanischen Selfmademan gibt es auch tüchtige deutsche Jungen von einfacher Herkunft, die sich aus eigener Kraft den Weg zu hohen Lebensstellungen und Reichtum bahnten. Ein solcher Junge ist Klaus Kröning. Früh bewährt er sich als Gehilfe eines Landmessers und als Fahrer auf der Lokomotive. Später besteht Klaus in Südwest-Afrika aufregende Abenteuer, entdeckt Diamantenfelder und Erzlager. Lizenzausg. d. Hans Wolfgang Koehler Verl., Biberach/München -

8.-12. Tsd., 220 S. , 19 cm, gebundene Ausgabe, Orig. Halb-Leinen (Leinenrücken),

[SW: Hans Dominik , Klaus im Glück, Deutsch-Südwestafrika, Afrika, Kinder , Jugendbücher , Alte Jugendbücher, Hirtenjunge, Diamantenkönig]

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