Die Neueren Sprachen
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Schmitz, Bernhard. Encyclopädie des philologischen Studiums der neueren Sprachen. Greifswald, Koch. 1859.
- Inhalt: I.: Die Sprachwissenschaft überhaupt: Begriff und Umfang der Sprachwissenschaften mit besonderer Beziehung auf das Studium der neueren Sprachen. Die Sprache und die Sprachen. Die Schrift. Die Sprachen der Griechen, Römer, Celten, Gemanen und Romanen insbesondere. Die Litteratur. II.: Litterarische Einleitung in das Studium der neueren Sprachen: Französisch. Englisch. Französisch und Englisch. III.: Methodik des selbständigen Studiums der neueren Sprachen: Der Gegenstand des Studiums überhaupt. Die Aussprache. Die Lectüre und die Litteratur. Der mündliche und schriftliche Gebrauch der Sprachen. IV.: Methodik des Unterrichts in den neueren Sprachen: Der Lehrgegenstand überhaupt. Der Elementarunterricht. Der höhere Unterricht. V.: Nachtrag.
8°. [14 : 21,5 cm]. XVI/474 Seiten. Frakturdruck. Marmorierter Halblederband der Zeit mit Lederecken und gesprenkeltem Ganzschnitt. (Deckel und Leder berieben/beschabt. Vor-/Hintersatz leimschattig. Partiell eher leicht wasserrandig). - Ansonsten ein gut erhaltenes, sauberes Exemplar ohne Eintragungen.
[SW: 19. Jahrhundert und früher, deutsche Fachliteratur, Geschichte / History, Literatur, Literaturgeschichte, Sprache(n), Sprachwissenschaft, Unterricht]
Vietor, Wilhelm, 'Phonetische Studien - Zeitschrift für wissenschaftliche und praktische Phonetik mit besonderer Rückischt auf den Unterricht in der Aussprache' (ab Bd. 2 unter dem Untertitel '...mit besonderer Rückischt auf die phonetische Reform des Sprachunterrichts') Bde. 1-6 in 5 Bänden (1 und 2 in einem), Marburg, Elwert, 1888, 1889, 1890, 1891, 1892, 1893, ; 1. Ed.
Mit folgenden Artikeln: J.A. Lundell: Die Phoentik als Universitätsfach / Paul Passy: Kurze Darstellung des französischen Lautsystems - I. Die Sprachlaute II. das Sprachgefüge III. Proben / Max Walter: Der Anfangsunterricht im Englischen auf lautlicher Grundlage / Sylvester Primer: Charleston Provincialismus / W.R. Evans: On the Bell Vowel-System / Felix Franke/Otto Jespersen: Die Umgangsprache der Nieder-Lausitz in ihren Lauten / Joh. Storm: Romanische Quantität (Die Quantität der romanischen Vokale in ihrer geschichtlichen Entwicklung) / H. Hoffmann: Die Phonetik im ersten Sprechunterricht der Taubstummen / Aug. Western: Kurze Darstellung des norwegischen Lautsystems / Gustaf Karsten: Sprecheinheiten und deren Rolle in Lautwandel ud Lautgesetz / W. Vietor: Beiträge zur Statistik der Aussprache des Schriftdeutschen / W.S. Logeman: Darstellung des niederländischen Lautsystems / Sylvester Primer: The Huguenot Element in Charleston's Pronunciation / L. Soames: Notes on the Sounds of the Upper Engadine / Karl Feyerabend: Heinrich Barbs Transkription des Neupersischen / R. J. LLoyd: Speech Sounds: Their Nature and Causation / F. Araujo: Recherches sur la Phonetique Espagnole / Ph. Wagner: Französische Quantität (unter Vorführung des Albrechtschen Apparats) / Rudolf Lenz: Chilenische Studien / A. Rambeau: Die offiziellen Anforderungen in Bezug auf die Sprechfertigkeit der Lehrer der Neueren Sprachen und die realen Verhältnisse / Emil H. Zergiebel: Grammatik und natürliche Spracherlernung / Augustiner Ritschel: Das Prager Deutsch / Josef Balassa: Kurze Darstellung des ungarischen Lautsystems / K. Böddekker: Das gesprochene Wort und das geschriebene Wort / Wilhelm Swoboda: Die Schreibung geographischer Namen / Ders.: Der neusprachliche Unterricht in Österreich / P. Passy: Lecon d'ouverture du cours de phonetique descriptive et historique / K. Ten Bruggencate: Über den Unterricht in den modernen Sprachen in den höheren Schulen Hollands / E. Wilke: Lautliche Unterweisung im Deutschen / Wilhelm Swoboda: Zur Geschichte der Phonetik / Ph. Wagner: Über die Verwendung des Grützner-Mareyschen Apparats und des Phonographen zu phonetischen Untersuchungen / W. Stuart Macgowan: The Reading-Book as the Centre of Instruction in Teaching a Foreign Language / Kewitsch: Die Reform der höheren Schulen / Gustav Rolin: Essai de Grammaire Phonetique / Albert Harnisch: Die Verwendung der Phonetik beim Unterricht / sowie zahlreiche Miszellen, 'Sprechsaal für Phonetische Reform', Rezensionen, Erwiderungen und Notizen. Die Zeitschrift lief später unter dem Titel 'Die neueren Sprachen'.
Erstausgaben, gr.8°, 307, 358, 380, 402, 384, 364 S., Bd.1+2: Halbleinen-Einband der Zeit mit montiertem, handgeschriebenem Rückenschild, Bde. 3-6: einheitliche Halbleder-Einbände der Zeit mit handgeschriebenem Lederrückenschild, gute Schulbibliotheksexemplare, die Einbände am Rücken, an Ecken und Kanten stellenweise geringfügig beschabt, innen mit wenigen, knappen, handschriftlichen Ziffern-Vermerken (jeweils einer auf derTitels. und zwei auf der Vorsatzseite), 3 Bde. mit je einem Stempel 'Bibliothek der Realschule zu Bockenheim' auf der Titels., Titel- und Vorsatzseite stellenweise geringfügig fingerspurig, sonst gute, saubere Exemplare. (In)
[SW: Sprachunterricht ; Taubstumme taubstumm; Unterrichten Unterrichtsmethoden Didaktik , Niederlausitz Niederlausitzer Nieder-Lausitzer]
Brenner, Michael (Hg.): Jüdische Sprachen in deutscher Umwelt. Hebräisch und Jiddisch von der Aufklärung bis ins 20. Jahrhundert. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2002.
Der von Michael Brenner herausgegebene Band vermittelt einen mehrdimensionalen Eindruck von der kulturellen und sprachlichen Vielfalt der hebräischen und jiddischen Sprachlandschaft in der neueren deutsch-jüdischen Geschichte. Im Jahre 1922 notiert der jüdische Historiker Simon Dubnow: "Berlin ist der einzige Platz in der Welt, wo ich mein literarisches Schaffen in wenigen Jahren vollenden kann." So optimistisch war die Situation keineswegs immer zu beurteilen. Der von Michael Brenner herausgegebene Band vermittelt einen Eindruck von der kulturellen und sprachlichen Vielfalt der hebräischen und jiddischen Sprachlandschaft in der neueren deutsch-jüdischen Geschichte. Er trägt dazu bei, deren häufig noch immer zu eindimensionale Darstellung zu modifizieren. Inhalt Michael Brenner: Jüdische Sprachen und die neuere deutsch-jüdische Geschichte / Nils Roemer: Sprachverhältnisse und Identität der Juden in Deutschland im 18. Jahrhundert / Andrea Schatz: Vorgeschrieben und umgeschrieben: Die "neue heilige Sprache" der Maskilim / Andreas Gotzmann: Vatersprache und Mutterland: Sprache als nationaler Einheitsdiskurs im 19. Jahrhundert / Thomas Kollatz: Hebräische Zeitschriften in Deutschland (1750-1856) / Uri Kaufmann: Hebräische Begriffe in der Umgangssprache der südwestdeutschen und elsässischen Juden im 19. und 20. Jahrhundert / Henry Soussan: Wissenschaft des Judentums, in welcher Sprache? / Barbara Schaefer: Hebräisch im zionistischen Berlin / Rachel Perets: Die Vermittlung der hebräischen Sprache in Deutschland vor 1933 / Delphine Bechtel: Jiddische Literatur und Kultur in Berlin im Kaiserreich und der Weimarer Republik / Amir Eshel: Von Kafka bis Celan: Deutsch-jüdische Schriftsteller und ihr Verhältnis zum Hebräischen und Jiddischen.
134 S. Kart. *neuwertig*
[SW: Geschichte]
Müller, Friedrich Max,
Friedrich Max Müller (1823-1900), Indologe, Sprach- und Religionswissenschaftler. E. Brief m. U., 1½ Seiten kl.-8°. Doppelblatt, o. O. [Oxford], 11. Januar 1867. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider muß ich Ihnen eine sehr kurze Antwort geben. Mein Arzt hat entschieden, daß ich meine für den 25[.] Jan. angezeigte Vorlesung an der Royal Institution nicht halten darf, und er besteht darauf daß ich so bald als möglich nach Cannes gehe. Ehe ich sicher Entschluß faße [!], werde ich erst noch einen Londoner Doktor consulti[e]ren. Ich gebe die Hoffnung einer Besserung nicht auf, und obgleich ich mir eine deutsche Vorlesung gestatte, so würde ich es doch mit Vergnügen einmal in London versuchen [...]". Müller kam nach Studienaufenthalten in Berlin und Paris 1846 nach London, wo er in Karl von Bunsen einen Freund und Förderer fand; von 1854 bis 75 lehrte er als Professor der neueren Sprachen und Literatur in Oxford, seit 1868 las er auch über vergleichende Philologie. Internationale Anerkennung erlangte Müller vor allem durch seine sprach- und religionswissenschaftlichen Arbeiten und begründete die moderne Religionswissenschaft, für die er als Herausgeber der "Sacred books of the East" (50 Bde., 1879-1910) eine bedeutende Textgrundlage schuf; auf ihn geht u. a. der Begriff des Henotheismus zurück. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf "64. High Street Oxford".
Friedrich Max Müller (1823-1900), Indologe, Sprach- und Religionswissenschaftler. E. Brief m. U., 1½ Seiten kl.-8°. Doppelblatt, o. O. [Oxford], 11. Januar 1867. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider muß ich Ihnen eine sehr kurze Antwort geben. Mein Arzt hat entschieden, daß ich meine für den 25[.] Jan. angezeigte Vorlesung an der Royal Institution nicht halten darf, und er besteht darauf daß ich so bald als möglich nach Cannes gehe. Ehe ich sicher Entschluß faße [!], werde ich erst noch einen Londoner Doktor consulti[e]ren. Ich gebe die Hoffnung einer Besserung nicht auf, und obgleich ich mir eine deutsche Vorlesung gestatte, so würde ich es doch mit Vergnügen einmal in London versuchen [...]". Müller kam nach Studienaufenthalten in Berlin und Paris 1846 nach London, wo er in Karl von Bunsen einen Freund und Förderer fand; von 1854 bis 75 lehrte er als Professor der neueren Sprachen und Literatur in Oxford, seit 1868 las er auch über vergleichende Philologie. Internationale Anerkennung erlangte Müller vor allem durch seine sprach- und religionswissenschaftlichen Arbeiten und begründete die moderne Religionswissenschaft, für die er als Herausgeber der "Sacred books of the East" (50 Bde., 1879-1910) eine bedeutende Textgrundlage schuf; auf ihn geht u. a. der Begriff des Henotheismus zurück. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf "64. High Street Oxford".
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]



