Das Braune Heer

Es wurden insgesamt 27 Einträge zu 'Das Braune Heer' gefunden (Stand: 30.08.2015).

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Anacker, Heinrich: Die Fanfare. Gedichte der deutschen Erhebung, München Verlag Franz Eher Nachf. GmbH, 1933.
Vollständige Ausgabe im original Verlagseinband (rotes Ganzleinen / Leinen / GLn / OLn / Ln im Format kl.8vo 13 x 18,7 cm) mit Rücken- und dekoriertem Deckeltitel. 116 Seiten, Schrift: Fraktur. - Aus dem Inhalt: Dem Führer! - Verfolgt und verboten - Der Soldat singt - Durchhalten, zum Endkampf bereit! - Deutsche Erhebung - Blick in die Zukunft. - Mit Gedichtstiteln wie z.B: Gegen Versailles! / Frontweihnachten 1931 / Steig auf, du Jahr der deutschen Schicksalswende! / Matrosenlied / Durchhalten, zum Endkampf bereit! / Nun stoßen wir das Gold vom Thron! / SA. der Zukunft / gegen den Marxismus / Der Spruch von Beuthen / Der Horst-Wessel-Tag / Der Freiheit Morgenrot / Marsch ins Dritte Reich / Der Erntetag / Die braune Sturmflut / Ihr seid die eisernen Bataillone / Durchs Brandenburger Tor! (am 30. Januar 1933) / Zum letzten Sturm! / Generalabrechnung! / Volksgericht! / Die Würfel sind gefallen! / Auszug der Schmarotzer / Deutscher Rundfunk! / Adolf Hitler im Rundfunk / Eroberte Rathäuser / München grüßt Adolf Hitler / "Und ihr habt doch gesiegt"! / Die Blutfahne / Gedanken an der Feldherrnhalle / Jungvolk des Dritten Reiches / Die alte Garde / Das Braune Haus / Ehrenhalle der SA / Adolf Hitler als Mensch, usw., und zeittypischen Gedichtzeilen wie z.B.: "Die Fahnen sind verboten, / verboten das Kleid - / es herrschte der Haß der Roten, / es herrscht der Juden Neid" - "Das war an Horst Wessels Ehrentag, / da führten wir den ersten Schlag / der Vergeltung, die wir in heiligen Zorn / am Grabe des toten Helden geschwor'n: / vor dem Liebknechthaus am Bülowplatz, / wo zu moskowitischer Menschenhatz / Rotmord sich einst ballte in wütendem Hauf' - / da zogen die Sturmregimenter auf. / Bald ist's in Berlin und ganz Deutschland so weit, / daß k e i n e r mehr "Heil Moskau!" schreit! / Bald holen wir aus dem letzten Schlag, / zum letzten, großen Horst-Wessel-Tag!" - "Das ist die Stunde, die uns bleibt, wenn jede sich verlor: / SA marschiert zum ersten Mal durch Brandenburger Tor! / Dem ungeheuren Zug voran zieht stumm und unsichtbar / der Frontgefallnen graues Heer, Horst Wessels bleiche Schar... / Wir kennen ein Gelübde nur, und einen Willen bloß: / Dir, Adolf Hitler, folgen wir, bis Deutschland frei und groß!" - "Die Wellen, die durch den Äther gehen, / sollen zeugen von Deutschlands Auferstehen! / Kein östlich Gemauschel, kein Phrasengeleier! / Die Sendung, sie werde zur köstlichen Feier / für alle, die schaffen mit Händen und Geist. / Sie werde zur Stimme, die lichtwärts weist / Drum wollen wir kämpfen, drum wollen wir ringen, / und allen Teufeln zum Trotz erzwingen, / daß von zersetzendem Gifte frei, / daß d e u t s c h bis ins letzte der Rundfunk sei!" - "Das war der Gruß, den ihm München entbot , / die Stadt seiner einsamen-ringenden Not, / die Stadt, wo sein Werk er begonnen: / aus allen Fenstern der Flaggen Zier; / in allen Straßen ein jubelnd Spalier / für die endlosen braunen Kolonnen. / Das Braune Haus und das Braune Heer / vom Scheine der Fackeln umleuchtet..." - "Vor dreizehn Jahren, in diesem Saal, / begann das große Genesen: / hier warf der Führer zum ersten Mal / wie einen zündenden Wetterstrahl / ins Volk seine ehernen Thesen. / Und als Verrat die Bewegung zerschlug, / hier wurde sie wieder geschaffen, / und begann ihren herrlichen Siegeszug, / trotz Hass und Gewalt, trotz List und Trug, / und des Feindes vergifteten Waffen..." - "Denn tief in Marmortafeln eingegraben, / leuchten die Namen brauner Sturmsoldaten, / die für das Dritte Reich ihr Blut hingaben, / todwillig krönend ihre tapfern Taten. / Entblöß' dein Haupt, du unbekannter Wanderer! / Denn heilig und geweiht sind solche Hallen; / in ihnen wirst du reiner, wirst ein Andrer / durch jene, die für Deutschlands Glück gefallen!" - "So sieht ihn die Welt: gewappnet in Erz, / und die Hand am geschliffenen Schwerte - / wir aber kennen sein gütiges Herz / unterm Mantel der stählernen Härte. / Die Kinder kündens in strahlendem Glück, / die irgendwo ihm begegnet. . ." usw. - Exemplar in guter erhaltung (leichte Gebrauchsspuren, sonst gut)

[SW: Deutsche Literaturgeschichte, völkische / deutsche Dichtung im 20. Jahrhundert, NS.-Lyrik, NS.-Schrifttum, Preisgedichte auf Adolf Hitelr, Führerhuldigung, Führerkult, nationalsozialistische Gedichte der Kampfzeit und nach der Machtergreifung, Gedichtsammlung für die Volksgemeinschaft deutscher Menschen, NS.-Dichterwort an KL-Insassen und Emigranten, NS.-Schrifttum, völkisches / nationalsozialistisches Gedankengut]

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Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung unter Mitwirkung des Oberkommandos des Heeres: Deutsche Reiterhefte. Mitteilungsblatt des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung. Vollständiger 5.Jahrgang 1940 (Hefte 1-26) Berlin, Ernst Steiniger Verlag, 1940.
Vollständige Ausgabe im Original-Format (Broschur 21 x 30 cm) mit illustriertem Einband: Vorder- und Rückseite mit ganzseitigen Abbildungen, und auch sonst mit sehr vielen eindrucksvollen reiterlichen Fotoabbildungen, Hauptschriftleiter: Alfred Wichmann. - 26 Hefte mit jeweils 16 - 24 Seiten, Schrift: Fraktur, mit vielen Abbildungen (Zeichnungen und Photos) sowie mehrseitigem Anzeigenteil. - Aus dem Inhalt: Westwall-Denksportaufgabe / Die deutsche Warmblutzucht, von Oberstleutnant z.V.Otto Witt: Brandenburg (Hauptgestüt Neustadt an der Dosse) / Futtermittel, Ergänzungs- und Ersatzfuttermittel, von Oberst Schwarz, Inspektion des Reit- und Fahrwesens im OKH / Neue Reiterlieder / Der Hengste Flucht und Wiederkehr (Landgestüt Preußisch Stargard, Gau Danzig) / Statistisches aus der deutschen Vollblutzucht: die erfolgreichsten Rennpferde / Das Pferd in der Sprache, bei Orts- und Personennamen / Deutsche Bauern auf deutschem Warmblut, von SA.-Obertruppführer Werner Thost / Reise hinter der Front, von Oberst von Haugk, Kommandeur der Wehrkreis-Reit und Fahrschule IX, Oschatz / Oberst Freiherr von Waldenfels (Nachruf mit Bild) / Blütezeiten des Offizier-Rennsport, von Rolf Roeing / Gymnastik in der Reitausbildung / Die häufigsten Fehler bei beim Zweispännigfahren vom Bock / Ganzseitiges Foto: "Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung SA.-Obergruppenführer Litzmann als Schwadronschef im Felde / Kriegsarbeitstagung beim SA.-Gruppenreiterführer in Berlin / Erfahrungen bei Truppenbesuchen und als Turnierrichter, von Oberst Berger / Fohlenaufzuchtshöfe der Haflinger oder Maultierfohlen für das Heer, von Oberstleutnant von Jena / guter Putz ist halbes Futter! / Wie stellt sich der Landser zum neuen Fahrsystem des Heeres? / Falsche Pferdeschonung / Die erfolgreichsten Amateurrennreiter 1939 (Leutnant Graf Solms, Oberleutenant S. von Mitzlaff, SS-Sturmführer A.P. Schlaefke) / General der Kavallerie Heinrich von Rosenberg, der Lehrmeister des deutschen Offizieren Sports, von Rolf Roeing / von Reitern und Pferden, Kurznachrichten der deutschen Reiterhefte / Das Turnier in Rom, Reiterkämpfe von sechs Nationen, mit ganzseitigen Foto: "Aus der Hand des Duce erhält Major Momm den goldenen Mussolini-Pokal" / Reitausbildung im Ersatzheer, von Generalmajor Freiherr von Langermann und Erlencamp / Bei unseren Truppen in Norwegen und dem Westen / Fohlenaufzucht Boschhof, von Oberst von Jena / Kavallerie-Funktrupp am Feind. Stimmungsbild aus dem Polenfeldzug / Die Warmblutzucht der Provinz Brandenburg unter Berücksichtigung der Remontezucht und des Hauptgestüt Neustadt a.d.Dosse, von Major Baldamus / Besuch von der Front in der Reichsreiterführerschule / Vormilitärische Reit-und Fahrausbildung in Berlin / Berlin empfängt seine Soldaten, Einzug der 1.Berliner Division am 18. Juli 1940 / Pferdebespanne Nachschubkolonnen / Das Braune Band von Deutschland / Das Silberne Pferd des Führers / Die wichtigsten Erkrankungen des Pferdes, von Dr G. Findeisen, Stabsveterinär / Großer Preis der Reichshauptstadt - Generalsoberst von Brauchitsch. Zum 40jährigen Militärjubiläum des Oberbefehlshabers des Heeres - Mein Freund Pferd, von Sven hedin - Unsere Pferde im Kriege gegen Polen, von SA.-Standartenführer Dr. Schulz (Gruppenreiterführer der SA-Gruppe Schlesien) - Die Danziger Reiter-SA. beim Kampf um die Befreiung Danzig - Das Stammgestüt Schwaiganger unter besonderer Berücksichtigung der Maultierzucht und -aufzucht - Wie unterstützt das Heer die deutsche Pferdezucht? - Ganzseitiges Foto "Unser Führer, Schöpfer Großdeutschland und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht" - Die Spanische Hofreitschule Wien - Vom Einsatz einer Veterinär-Kompanie - Vollblutgestüt Werne an der Lippe - Fohlenaufzuchtshof Einödhof-Steinberg, von Oberst von Jena (Abteilung Reit- und Fahrwesen im OKH) - Traberzucht und Trabrennsport in Deutschland - Die deutsche Springmannschaft beim Turnier in Rom - Besichtigung der SA.-Reiterstandarte 85 - Der Pferdesport im Kriege. Rennsport geht uneingeschränkt weiter - Ein Wort an alle Pferdebesitzer - Kriegskamerad Pferd, von Generalmajor a.D. Diehle - Fohlenaufzuchthof Wiesen im Bezirk Rosenheim - ganzseitiges Foto "Aus der Hand des Duce erhält Major Mommt den Goldenen Mussolini-Pokal" - Kavallerie-Funktrupp am Feind. Stimmungsbild aus dem Polen Feldzug, von Gefreiten Jericke-Wimmer - Anleitungen für den Reitlehrer, von Oberst von Hauck (Kommandeur der Wehrkreis-Reit- und Fahrschule IX, Oschatz) - Berliner als Pferdefreunde -Mit einer Aufklärungsabteilung in Polen, von SA.-Sturmbannführer Menhorn (Führer der SA-Reiterstandarte 78, z.Z. Rittmeister) - Bei unserer Truppe im Westen - Unterricht im Fahrlehrgerät - Richtlinien für die Reit- und Fahrausbildung vor der Dienstzeit - italienische Kavallerie und Artillerie - Großer Deutschland Preis der Dreijährigen - Gedanken über Behandlung von Remonten, von Major Podhajsky (Kommandeur der Spanischen Hofreitschule Wien) - Pferde beurteilen, unsere neue Denksportaufgabe - halbseitiger Bildbericht "Rittmeister Nimack wurde vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Durch hervorragende Führung seiner Aufklärungsabteilung und rücksichtslosen persönlichen Einsatz..." - Traberblut und Landespferdezucht - Die wichtigsten Erkrankungen des Pferdes - Die SA.-Reiterei im Kriege. Ein Rückblick auf die vor militärischer Reit-und Fahrausbildung am Abschluss des 1.Kriegsjahres - Stutbuchaufnahmen im Gau Danzig-Westpreußen (doppelseitige Fotostrecke) - Fahren mit einer Hand. Zurücksetzen, Gebrauch der Peitsche, Zusammenwirken der Hilfen - Die Fortbewegung des Pferdes - Der große Preis der Reichshauptstadt unter Schirmherrschaft von Reichsmarschall Hermann Göring - Bild-Nachruf auf SA-Obersturmbannführer Hans Waldmann, Führer der Reiterstandarte 53 in Karlsruhe - Sieben Gebote zur Hufpflege, von Stabsveterinär Dr.Behrens (Heereslehrerschmiede) - Untugenden der Pferde und deren Abhilfe - Besichtigung der Reitereinheiten der SA.-Gruppe Nordmark, von SA.-Standartenführer Tödt - Der edle Araber, von Rolf Roeingh - Bildersammlung deutscher Reiterstandbilder. Ein Aufruf an unsere Leser und Freunde - Der Gewichtsausgleich im Galopprennsport - Erziehung zu denkenden Reitern -Leistungsprüfungen der Vollblutaraber - Heldengedächtnis-Jagdrennen in Karlshorst - Das Omnium in Hoppegarten - Pferdebewegen an der französischen Küste - Vormilitärische Reitausbildung, Winke für Reitlehrer - Herbstjagd eine Artillerieabteilung - Ferientage in Ostpreußen - Aus dem Leben bekannter Turnierpferde, von SA.-Truppführer W.Spies - Der große Preis von Karlshorst Turnier in Meran - Die Gestütsbrände im ehemaligen Polen (Generalgouvernement) - Rennwoche in Meran - Behelf mäßige Reitplätze im Winter-Hubertusjagd eines Artillerie-Regiments im Westen - Bildbericht von der Hengstparade im Landgestüt Pr.-Stargard - Polizeireiter in Polen (Kampf der Polizeischwadronen gegen polnische Heckenschützen, von SS-Sturmbannführer Helmut Koschorke) - Der Pferdevormusterungsoffizier und sein Arbeitsgebiet. Erfahrungen und Anregungen, von Oberst Moritz im Stabe der Wehrersatz-Inspektion Potsdam - Darmstädter Pferdetage im Kriegsjahr 1940 - Hubertusjagd der Heeres-Reit- und Fahrschule . . . (Exemplare in guter Erhaltung, Fortsetzung der Beschreibung s.Nr.17216!)

[SW: Deutsches / Drittes Reich, Reiten in Deutschland im 2. Weltkrieg, Kavallerie-Zeitschrift, Militaria, Pferde-Ausbildung, berittene SA, deutsches Militär, Reitertruppe, deutsche Reitergemeinde, berittene Soldaten, Wehrmacht und Waffen-SS, Pferde- und Reitwesen im Nationalsozialismus, arabisches Vollblut, Fohlenerziehung, Pferdezucht in Polen, Nationalsozialistisches Reiterkorps, Wehrsport, Mannschaftskampf, NS.-Kampfspiele, Westfeldzug, Polen Feldzug, deutscher Volkstumskampf mit den Polen, bestialische Verbrechen von polnischen Banditen an Deutschen, NS.-Schrifttum, völkisches / nationalsozialistisches Gedankengut]

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Uniformen. Ausrüstung. Estoppey, David. L'Armee Suisse [Die Schweizerische Armee] 1894. (Titelblatt mit OBrosch.-Deckelillustration: Fähnrich, resp. Porte-Drapeau). Geneve / Genf, Ch. Eggimann [1894].
Barth 25705 (für den deutschsprachigen Titel); Lipperheide Qf 5 (für die deutschsprachige Ausgabe). - Bildlegenden in Deutsch und Französisch. - Attraktive grossformatige Uniformdarstellung mit dem seltenen Motiv eines Fähnrichs. Um 1929 gehörte das Infanteriebataillon 28 zur Division 3, Regiment 14, und wurde im Kanton Bern rekrutiert resp. ausgehoben (vgl. Lederrey, L'Armee Suisse, 1929, p. 132). In der Heereskunde von K. Egli (1912) wird der Fähnrich eines Infanterie-Bataillons als 'Adjutant-Unteroffizier' (Adj Uof) definiert (op. cit. p. 98), ebenso bei J. Burlet, 1992: "Der Fähnrich ist in der Regel ein Adjutant-Unteroffizier oder der Feldweibel. Trägt er die Fahne, gehört die rot-silberne Achselschnur für Fähnriche an die rechte Schulter. Dazu sollen braune Lederhandschuhe sowie der Helm, früher das Käppi [auch: Tschako], getragen werden." (p. 176). Weshalb der hier abgebildete Fähnrich keine solche Achselschnur, sog. Aiguillette, trägt ist einigermassen unklar, das Thema der Achselschnüre (nicht 'Schnüre' i.S.v. Fangschnüren oder aufgenähten Streifen, Borten, Borden oder gar Litzen, die in der früheren Literatur verschiedentlich auch als Schnüre bezeichnet wurden) ebenfalls wenig fassbar. Möglicherweise wurde diese spezielle Art Schnüre erst später eingeführt. Zum neuen Bekleidungsreglement vom Januar 1898 jedenfalls heisst es bei den Adjutanten: "Die Adjutanten vertauschen die umständliche und zwecklose sog. Fangschnur mit einer Achselschnur (Aiguillette), welche auf der rechten Schulter befestigt wird, über die rechte Brustseite und unter dem rechten Arm durchgeht." (Allg. schweiz. Militärzeitung, 1898, H. 5, p. 43). Aus einem funktionalen Teil wie der Fangschnur scheint offenbar in einer Übergangsphase so etwas wie ein Gradabzeichen geworden zu sein. - Die Fahne mit rot-weiss gebänderter Stange und rot-schwarzer Schleife entspricht einer Fahne für kantonale Infanteriebataillone, im vorliegenden Fall entsprechend den Kantonsfarben für Bern, Rot und Schwarz (vgl. Burlet 1992, Tafel 51, Fig. 5). -- Das Werk von Estoppey/Eggimann ist die bedeutendste Kollektion von Uniformdarstellungen der Ordonnanz 1888 (Lederrey 1929, p. 224 f.: '1872-3/1886'), hergestellt (noch) im aufwendigen und hochwertigen Druckverfahren der Farblithographie. Die bunten Uniformen von Mannschaft und Offizieren, letztmals festgelegt in der Ordonnanz von 1898, wurden durch die feldgraue Kleidung der Ordonnanzen von 1914/1915 und 1917 ersetzt. Es ist zugleich die letzte der drucktechnisch und künstlerisch anspruchsvollen, grossformatigen dokumentarischen Serien zur Schweizer Armee nach denjenigen von H. A. Eckert, E. Wolf und Ch. Perron. Estoppeys naturgetreue, technisch gekonnt in Szene gesetzten Tafeln wurden und werden in der Fachliteratur immer wieder reproduziert. Vgl. z.B. E.-M. G. Lederrey, (Hsg.), Das Schweizer Heer / L'Armee Suisse, 1929, Farbtafel p. 224 mit 12 Abbn.; Hugo Schneider, Vom Brustharnisch zum Waffenrock, 1968, bes. p. 76 u. Tfn. 52 u. 53 mit 8 Abbn. Zu den Ordonnanzen s. auch J. Burlet, Geschichte der eidgenössischen Militäruniformen, 1992. - Diese Uniformen standen für die 'neue' schweizerische Armee des Bundesstaates: "Als sich schon bei der Grenzbesetzung [anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges] im Juli 1870 unsere mangelhafte Kriegsvorbereitung zeigte, und im Februar 1871 die französische Ostarmee ['Bourbaki-Armee'] unser Land betrat, [..] da sahen die Eidgenossen ein, [..] wie nötig es sei, eine Armee zu besitzen, die durch ihre Kriegstüchtigkeit allein die Garantie bieten kann, dass kein Feind den Boden unserer Heimat betritt. So entstand die Militärorganisation [MO] von 1874. Sie brachte den Übergang zum Bundesheer." (K. Egli, Heereskunde, 1912, p. 41). Die MO 1874 ersetzte diejenige von 1850 und wurde ihrerseits überholt durch diejenige von 1907 und die Truppenordnung (TO) 1911 (s. H. Senn, Lemma Armee, in: HLS). "Erst die Bundesverfassung von 1874 übertrug dem Bund in Art. 19 die Verfügung über das Bundesheer (in Art. 58 BV von 1999 überführt), den Kantonen verblieben nur noch wenige Kompetenzen." (ibid.). -- David Estoppey (Geneve 1862-1952 ibid.), peintre, dessinateur et lithographe. Eleve de Barthelemy Menn et camarade de Ferdinand Hodler. (BLSK u. SIKART). "Estoppey hat auch lithographiert und viel gezeichnet, u. a. politische Karikaturen [..]. Daneben entstehen auch Buchumschläge und Illustrationen, besonders eine Serie von 34 Aquarellen zu L'Armee Suisse". (KLS). "Mentionnons [..] une importante serie de 34 aquarelles [..] pour l'illustration de 'L'Armee suisse' [..]". (Brun/KLS 1, 1905). -- WENN NICHT ANDERS GEWÜNSCHT, ERFOLGT DER VERSAND GEROLLT IM SPEZIALKARTON.

Farbig lithogr. Einzelblatt (41 x 29.5 cm) mit dezenten partiellen Glanzeffekten a. festem, leicht genarbtem u. getöntem Papier (chamois) : OBrosch.-Titel zur französischen Ausgabe, Sujet: Fähnrich von (Infanterie-) Bataillon 28, mit gepacktem Tornister und braunen Lederhandschuhen, Tschako (Käppi) mit weissem Pompon, schwarz-roter (Berner-) Kokarde u. mont. Nummer '28', sowie Säbel mit Stahlscheide u. (wollenem Unteroffiziers-) Schlagband, schwarz-silberne, rot passepoilierte Briden ohne Stern, die Uniform mit roten Passepoils u. rotem Stehkragen, ohne Gradabzeichen am Ärmel. Blatt im äussersten linken Rand mit schwachen Spuren der ursprünglichen Bindung (wenig störend), verso im Bundsteg Abklatsche alter Scotchtape-Streifen. Etwas Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, in der Darstellung recht gutes Exemplar.

[SW: Schweiz. Schweizer militärische Geschichte. Militär. Armee. Heer. Schweizerische Militärgeschichte. Abteilungen. Einteilung. Organisation. Heeresorganisation. Truppenorganisation. Truppen. Truppengattungen. Waffengattungen. Historische Ausrüstung. Waffen. Bewaffnung. Blankwaffen. Griffwaffen. Feuerwaffen. Handfeuerwaffen. Faustfeuerwaffen. Uniform. Uniformen. Kleidung. Bekleidung. Kostüm. Kostüme. Uniformkunde. Uniformgeschichte. Kostümgeschichte. Ancient Swiss Military History. Troops. Equipment. Bright Edged Arms. Firearms. Guns. Weapons. Swords. Historical Uniforms. Histoire militaire ancienne. Troupes. Uniforme. Uniformes anciennes. Costume ancien. Costumes anciens. Armes blanches. A feu. Suisse. Svizzera. Switzerland. Graphik. Grafik. Farbige Lithographie. Lithographien. Farblithographie. Farblithographien.]

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Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung unter Mitwirkung des Oberkommandos des Heeres: Deutsche Reiterhefte. Mitteilungsblatt des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung Heft 24 vom November 1939, 4.Jahrgang 1939, Berlin Ernst Steiniger Verlag, 1939.
Vollständige Ausgabe im Original-Format (Broschur 21 x 30 cm) mit fotoillustriertem Einband: Vorder- und Rückseite mit ganzseitigen Fotoabbildungen. Guterhaltenes Einzelheft mit 12 Seiten, sehr vielen eindrucksvollen Fotoabbildungen und folgendem Inhalt: Einbandzeichnung "Generalfeldmarschall von Mackensen zum 90.Geburtstag am 6.Dezember 1939" / Major Küster, Die Fahr-Ersatz-Schwadronen / Rolf Roeingh, Deutsche Vollblutgestüte: die Haniel'sche Zucht / 3.Westwall-Denksportaufgabe / Besuch in einem Pferdelazarett / Oberst Schwartz (Inspektion des Reit- und Fahrwesens im Oberkommando des Heeres OKH: Auf- und Abschirren der Pferde / SA-Standartenführer Sieber, Gruppenreiterführers Sachsen: Sudetenritt sächsischer SA-Reiter / Dr. Kober zum 50. Geburtstag (Flottbeck) / Front und Heimat (Blick von den Stallungen auf das Schloss vom berühmten Lipizzaner-Gestüt Piber in de Steiermark / Bergiges Gelände stellt große Anforderungen an die Pferde / Oberleutnant Sven von Mitzlaff errang wiederum das Championat der Amateurreiter / Anlässlich des 70. Jahrestages von König Viktor Emanuel fand in Rom eine große Parade statt / Soldaten helfen bei der Kartoffelernte an der Westfront, usw.) / Westfälische Hengsthauptkörung in Hamm / Alte Weisheiten (zehn Sprüche aus dem Pferdebetrieb, zB.: "Gutes Futter gute Streu, sie ersetzen Kräfte neu / "Es ist immer ehrenvoller, Letzter zu reiten als auf der Tribüne zu sitzen" usw.) - 1929 gründete ein HJ-Führer im NSDAP-Gau Nordmark (Hamburg, Schleswig-Holstein) den ersten bekannten Reitersturm, vermutlich lange der einzige im ganzen Reich. 1932 gab es bereits einige Reiterstürme, deren Zweck im Überbringen von Befehlen und in der Verwendung als Meldereiter und Ordonnanz bestand. Die Ausbildung jedes SA-Reiters sollte sich zunächst darauf beschränken, "in militärischer Haltung zu Pferde zu sitzen, und sein Pferd so zu beherrschen, dass er überall hinkommt", es sollte aber auch das Überwinden kleinerer Hindernisse im Gelände, das Wegreiten aus der Abteilung sowie das Vorbeireiten an Musikzügen, Kraftwagen und Dampfwalzen beinhalten. Der Ausbau der SA-Reiterei sollte vor allem dadurch gewährleistet werden, dass die ländlichen Reitervereine erfasst und ihren Mitgliedern der Übertritt zur SA erleichtert wurde. Dazu konnten die Vereinsführer entgegen den Gepflogenheiten schon bei ihrem Übertritt in die SA zu Trupp- oder Sturmführern ernannt werden. Die Mitglieder dieser Vereine traten im Herbst 1932 verstärkt in die SA und SS über, offenbar auf Initiative der Reitervereine hin, die der Obersten SA-Führung Pläne unterbreiteten, aus ihren 60.000 Mitgliedern eine geschlossene SA-Reiterei zu bilden.1933 wurde die "Vereinigung der ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands" in die SA eingegliedert, indem ihre Mitglieder entweder einzeln oder geschlossen als Scharen, Trupps oder Stürme in die SA und SS (10% der Mitglieder) übernommen wurden. Außerdem wurde beim Generalinspekteur die Inspektion für Reit- und Fahrwesen mit Sitz in der Berliner Kurfürstenstr.114 gebildet, sie sollte die Einheiten fachlich beraten (Reiten, Schießen, Kartenlesen, Geländereiten, Findigkeitsprüfungen, theoretische Kenntnisse über die Verwendung des Pferdes) sowie Besichtigungen durchführen. Auch in Berlin und Brandenburg entwickelte sich die SA-Reiterei erst spät: erst 1932 entstand in Dahlwitz-Hoppegarten ein Reitersturm aus Bereitern und Jockeys der Trabrennbahn in Hoppegarten, etwas später Reiterstürme bei Standarte 1 (Charlottenburg), 3 (Tempelhof, Neukölln, Treptow), 4 (Prenzlauer Berg) und12 (Pankow). - Zwecks einheitlicher Ausbildung (Reiten und Fahren) aller freiwilligen Reiterverbänden (SA, SS, Hitlerjugend, Reitervereine usw) wurde durch Führer-Erlass 1935 die Stelle eines dem SA-Stabschef unterstehenden Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung geschaffen. Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister ernannte der Stabschef daraufhin den SA-Obergruppenführer Litzmann zum Reichsinspekteur. Ihm waren durch Verfügung Adolf Hitlers ab 1936 das (in der SA-Reiterei gebildete) Nationalsozialistische Reiterkorps NSRK, die Reichs-Reiterführerschule und die Reit- und Fahrausbildung auf den Ordensburgen der NSDAP unterstellt. Dem NSRK mussten sämtliche Wehrpflichtige beitreten, die den Reiterschein erwerben wollten, sowie diejenigen gedienten Volksgenossen, die sich ihre Reitfertigkeit nach der Dienstzeit erhalten wollten. Dem NSRK oblag ferner die Reitausbildung der Reserveoffiziere, Reserveoffizieranwärter sowie der Heeres-Wehrmachtbeamten. Das OKH hatte den Reichsinspekteur ermächtigt, Erhebungen für Kavalleristen des Beurlaubtenstandes anzustellen, und die Wehrersatz-Dienststellen mußten ihm oder seinen Beauftragten erforderliche Auskünfte erteilen. Sämtliche Hitlerjungen, die für die Reit- und Fahrausbildung in Frage kamen, hatten gemäß Verfügung des Reichsjugendführers in das NSRK einzutreten, verblieben aber in ihren jeweiligen HJ-Einheiten. Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung ließ im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen des Heeres jährlich im Frühjahr im gesamten Reichsgebiet die Reiterschein-Prüfungen abnehmen. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistete bei freiwilligem Eintritt in das Heer die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil, bei der Aushebung jedoch die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer (nach "Engelbrechten, Braune Armee"). - Kriegsdruck in guter Erhaltung.

[SW: Deutsches / Drittes/ Großdeutsches Reich, Großdeutschland im 2. Weltkrieg, Kavallerie-Zeitschrift, Militaria, deutsches Militär, Reitertruppe, deutsche Reitergemeinde, berittene Soldaten, Wehrmacht und Waffen-SS, Nationalsozialismus, nationalsozialistisches Gedankengut, SA-Reiterei, SA-Reiterkorps, Pferde-Einsatz bei der Wehrmacht, Militaria, deutsches Militär, NS.-Schrifttum]

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