Das Andere Geschlecht
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Hoffmann, Katharina: Feminismus in Theorie und Aktivismus Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer, GRIN VERLAG, April 2010, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640601912
1949 veröffentlichte Simone de Beauvoir (1908-1986) Das andere Geschlecht und schrieb darin Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht und zeigte auf, wie extrem und absurd der Unterschied der Lebensbedingungen der Geschlechter ist beziehungsweise dazu gemacht wurde. 20 Jahre später scheint sich nichts geändert zu haben. Die Frauen müssen aktiv werden, die Darstellungen in Das andere Geschlecht sind noch so aktuell wie zu seiner Veröffentlichung. In diesen Jahren lernten sich Alice Schwarzer und Simone de Beauvoir kennen und sie bekamen die Gelegenheit, zusammen zu arbeiten. Schwarzer veröffentlichte ebenfalls mehrere Bücher zum selben Thema, doch eines fand besondere Aufmerksamkeit: Der kleine Unterschied und seine großen Folgen. Schwarzers Aktivismus für die Frauenbewegung hatte in Paris seinen Anfang, Simone de Beauvoir selbst zählte seit diesen Jahren als aktive Feministin. Mit Schwarzers Rückkehr nach Deutschland und durch die Adaption der größten Aktion der Frauenbewegung Frankreichs auf die Bundesrepublik, der Selbstbezichtigungsaktion, blieb sie Paris und Beauvoir dennoch verbunden. Im Kampf für die Frauenbefreiung waren Das andere Geschlecht und Beauvoirs Thesen wisssenschaftlicher Hintergrund ihrer Arbeit. Viele Jahre arbeiteten sie an verschiedenen Projekten zusammen, Schwarzer interviewte Beauvoir und Sartre mehrere Male, häufig nahm Schwarzer in ihren Schriften direkten Bezug auf Beauvoirs Thesen. Beide Frauen und ihre Arbeiten sind heute umstritten. Beauvoir wird dabei weitaus positiver beurteilt, dennoch wird zum Beispiel ihre rohe Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper kritisiert. Schwarzer, die sich weniger den Intellektuellen denn der breiten Masse zuwendete, wird selten in der Forschungsliteratur herangezogen. Ihr Medium war zwar auch das Buch, aber ihren Bekanntheitsgrad konnte sie vor allem durch medienwirksame Auftritte vergrößern. In der folgenden Arbeit möchte ich untersuchen, inwiefern Schwarzer ihren Aktivismus an Simone de Beauvoirs Thesen anlehnte, sie übernahm oder noch erweiterte. Dabei möchte ich vor allem Ansichten beider zu Erwerbstätigkeit, Abtreibung und zur Frau in der Gesellschaft im Allgemeinen gegenüber stellen. In Bezug auf Simone de Beauvoir werde ich das anhand ihres Hauptwerkes Das andere Geschlecht tun, in Bezug auf Alice Schwarzer anhand ihres bekanntesten Werkes Der kleine Unterschied und seine Folgen beziehungsweise anderer Veröffentlichungen wie Artikeln aus der Emma und ähnlichem.
NEUBUCH! 2010. 76 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 5 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V149410
Beyer, Franziska: Der Schlüssel zur Zeit - Simone de Beauvoirs "Die Mandarins von Paris" GRIN VERLAG, Oktober 2010, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640720547
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,5, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (Institut für Philosophie und Ästhetik), Veranstaltung: Seminar Das schwache, das andere, das befreite Geschlecht Existenzialismus und Emanzipation Simone de Beauvoir , Sprache: Deutsch, Abstract: Vom Juni 1940 bis August 1944 lebten die Pariser Bürger unter der Besatzung Nazi-Deutschlands. Eine lange Fastenzeit für Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und ihren Freundeskreis von Künstlern, Autoren und Kämpfern der Resistance. Die während der Gefechte erlebte Eintracht und Solidarität der Kämpfer verschiedenster politischer Auffassungen muss Sartre und Beauvoir wie ein Versprechen eines neuen (politischen) Aufbruchs erschienen sein. Doch wie viele Andere erlebten auch sie bald nach der Befreiung Paris , dass die neue Freiheit durchaus mit Widersprüchen und individuellen Zwängen durchsetzt war. Die zuvor erlebte Einigkeit schlug bereits nach wenigen Tagen um in politische Zersplitterung; und Frankreich fand sich bald in der Zwickmühle, sich im Rahmen des Wiederaufbaus einer der zwei Supermächte den kapitalistischen USA oder der kommunistischen UdSSR anzuschließen. Die Amerikanische Unterstützung mochte Frankreich näher an die Vereinigten Staaten gerückt haben, doch für viele Intellektuelle blieb die Sowjetunion Sinnbild einer wahrhaft befreiten Zukunft. Simone de Beauvoirs 1954 bei Gallimard erschienener Roman Les Mandarins (Die Mandarins von Paris) zeichnet die chaotischen Jahre direkt nach der Befreiung (1944-48) nach und wurde noch im Jahr seiner Veröffentlichung mit dem begehrten Prix Goncourt ausgezeichnet. Mit fast 800 Seiten ist Les Mandarins vielleicht der längste und komplexeste Roman von Beauvoir, die das elf Jahre nach ihrem Erstlingswerk Le invitee (Sie kam und Sie blieb)2 und fünf Jahre nach Le Deuxieme Sexe (Das Andere Geschlecht) erschienene Buch als ihren persönlichen Favoriten beschrieb. Das aktuelle Taschenbuchin deutscher Sprache erschien bei Rowohlt und ist bereits zum 37. Mal aufgelegt. Simone de Beauvoir schrieb gut vier Jahre an den Mandarins. Da die Nachkriegsjahre für sie geprägt von theoretisch-moralischen Werken waren, überrascht es nicht, in den handelnden Figuren einige Ideen aus Essays wie Pour une morale de l'ambiguite (Für eine Moral der Doppelsinnigkeit) oder dem Anderen Geschlecht anzutreffen. Nachdem Beauvoir bereits 1951 die erste Fassung abgeschlossen hatte, überarbeitete sie das Buch gemäß Sartres Korrektur und nach einigen privaten und politischen Veränderungen weitere zwei Jahre.
NEUBUCH! 2010. 24 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 2 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V157920
Böhlke, Effi (Hg.): Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit. Beauvoir und die Befreiung der Frauen von männlicher Herrschaft. Dietz, 2009,. ISBN: 9783320021979
Inhalt: Evelin Wittich: Ouvertüre; Yolanda Astarita Patterson: Simone de Beauvoir und die Vereinigten Staaten; Joseph Jurt: Simone de Beauvoir und die intellektuelle Generation von 1928/29;Daniele Fleury: Im Spiegel der Literaturkritik: "Sie kam und blieb", "Das Blut der anderen", "Unnütze Mäuler"; Isabelle Ernot: Simone de Beauvoir und die Geschichte der Frauen: Eine Betrachtung von "Das andere Geschlecht"; Irene Selle: Zum antibürgerlichen Ansatz von "Das andere Geschlecht" und "Memoiren einer Tochter aus gutem Hause" im Lichte der "Cahier de Jeunesse"; Ursula Konnertz: Alter und Geschlecht; Lothar Peter: "Das andere Geschlecht" und der Historische Materialismus; Josiane Pinto: Variationen über die Lage der Frauen; Effi Böhlke: Freiwillige Knechtschaft der Frauen?; Genevieve Fraisse: Die Historikerin und das Lachen;Cornelia Hildebrandt: Ehe versus Pakt; Margaret Maruani: Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Prekarität in Europa. Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bd. 59. ISBN 9783320021979 , ISBN: 3320021974
180 S., Br., verlagsfrisch.
Schönherr-Mann, Hans-Martin: Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht, DTV, November 2007 ISBN: 3423246480
Mit ihrer Kritik am traditionellen Frauenbild hat Simone de Beauvoir Denken und Leben zahlreicher Frauen verändert. Im Mittelpunkt dieser Einführung in Leben und Werk steht ihr berühmtestes Buch, "Das andere Geschlecht", über die Lage der Frauen in der westlichen Welt. Sie kam zu dem Schluss, dass die engen Grenzen des "Typisch Weiblichen" von der Gesellschaft bestimmt sind, und fasste dies in der damals sehr provokanten These zusammen, dass man nicht zur Frau geboren, sondern zur Frau gemacht wird. Sie lehnte weder die Liebe noch die Familie ab. Was sie forderte, war: Die Menschen sollten nicht alleine aufgrund ihres Geschlechts in Zwangslagen geraten, aus denen sie sich nicht mehr befreien können."Das fast 60 Jahre alte Buch der Autorin, die am 9. Jänner 100 Jahre alt geworden wäre, könnte auch immer noch die Antwort sein auf neue, traditionalistische Machwerke wie beispielsweise Das Eva-Prinzip der TV-Journalistin Eva Herman. Für den Münchner Philosophieprofessor Hans-Martin Schönherr-Mann ist es ein Phänomen, dass die fortschreitende Integration der Frau in die Männergesellschaft hoch entwickelter Länder zu derlei Anachronismen führt. In seinem Buch wirft er sogar die provokatorische Frage auf: Scheitert die Emanzipation und stellt sie in den Zusammenhang mit einer alternden Gesellschaft, einem andauerndem Geburtenrückgang und einem weltweiten terroristisch aufgeladenen Konflikt der Kulturen." dpa, 17.12.07"Nach Ansicht Schönherr-Manns ist es an der Zeit, sich auf dieses Werk de Beauvoirs zu besinnen, die keineswegs gegen Heim und Familie war, auch wenn sie sich selbst dagegen entschied. Genau um diese Entscheidungsfreiheit ging es der Feministin ..." Hanauer Anzeiger, 18.12.07"Hans-Martin Schönherr-Mann diskutiert in seinem lesenswerten Buch nicht nur die Thesen des Hauptwerkes neu, sondern stellt sie in einen geschichtlichen und philosophischen Zusammenhang, der das gesamte Spektrum von Simone de Beauvoir, die sein wollte wie keine andere, hervorhebt." Deutschlandradio, 9.1.2008"An Beauvoirs zentraler Kritik des althergebrachten Frauenbildes, der natürlichen Rolle der Frau als Mutter entwickelt der Professor für Politische Philosophie aus München eine moderne Streitschrift explizit gegen moderne Kassandras ..." Inforadio, 7.1.2008
NEUBUCH! 2007. 238 S. 21 cm 212 mm x 136 mm x 27 mm; dtv Taschenbücher Bd.24648
[SW: Beauvoir, Simone de; Biografien/Erinnerungen]



