Darwin

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DARWIN, CHARLES. Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. Darmstadt. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 1992
ISBN-10: 3534013751. AutorenporträtCopyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)Darwin, Charles engl. Naturforscher *12.2.1809 Shrewsbury (Shropshire) 19.4.1882 Down bei London Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl, 1859 Charles Darwin entdeckte den biologischen Mechanismus der Artenwandlung und bewirkte mit seiner Theorie eine grundlegende Änderung des Menschenbildes. Bevor 1859 Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl erschien, hatte er sich bereits mit einem Reisetagebuch und Arbeiten über Korallenriffe, Vulkaninseln und geologische Betrachtungen in Fachkreisen einen Namen gemacht. Darwin stammte aus einer reichen Arztfamilie, die ihm ein finanziell sorgenfreies Leben als Privatgelehrter ermöglichte. Nach Versuchen in der Medizin und Theologie fand er in der Naturforschung seine Bestimmung. Das herausragende Ereignis seines Lebens war die Teilnahme an der fünf Jahre dauernden Weltumseglung mit dem Schiff "H.M.S. Beagle" (1831-36). Danach verbrachte er sein Leben in England mit dem Ordnen und Auswerten seiner naturkundlichen Beobachtungen, die er durch eigene Zuchtversuche ergänzte. Aus Darwins 1839 geschlossener Ehe mit Emma Wedgwood gingen zehn Kinder hervor. Die Stabilität seines Familienlebens und die Fürsorge seiner Frau ermöglichten es dem Naturforscher, trotz seiner schwachen Gesundheit ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen. Biografien: C. Darwin, Mein Leben, 1993; A. Desmond/ J. Morris, Darwin, 1992; J. Hemleben, Charles Darwin (rm 50137). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

617 S. 23 x 15, Sehr gut. Noch in Foile eingeschweißt., Karton.

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Willmann, Rainer: Darwin, Huxley und die Frauen, BUDRICH, 059 ISBN: 3866492324
Charles Darwin ist vielen als Begründer der Evolutionstheorie bekannt. Aus dieser Theorie leitet sich auch der "Sozialdarwinismus" ab. Ist das berechtigt Darwins Engagement für die Gleichheit der Menschen - Männer und Frauen aller Ethnien - ist wenig bekannt. Lassen Sie sich von dieser Seite des berühmten Biologen überraschen! Darwins aus der Evolutionstheorie abgeleitetes Engagement für eine Gleichberechtigung der Frau stellt eine für die Mitte des 19. Jahrhunderts nahezu revolutionäre und überaus fortschrittliche Haltung dar. Die für Charles Darwin selbstverständliche Gleichheit von Mann und Frau - als gleichwertige Menschen - illustriert Rainer Willmann in diesem spannenden Buch. Das Engagement Darwins und seiner Kollegen und Zeitgenossen Thomas Henry Huxley und Alfred Russel Wallace für eine Gleichheit in Bildung und Beruf für Frauen beeindruckt auch 200 Jahre nach Darwins Geburt. Aus dem Inhalt: Die unbekannte Frau Charles Darwin Sklaverei und die Rassenfrage Charles und Emma Darwin Sexuelle Selektion Darwins Kritikerinnen Darwins Bild von der Partnerwahl Harriet Martineau Darwin, Feministinnen und der Kampf gegen die Vivisektion Gleiche Rechte für alle Rassen des Menschen Thomas Henry Huxley Huxleys Einsatz für die Bildung der Frauen Frauen im Studium Frauen in wissenschaftlichen Gesellschaften Evolutionsmechanismen und Ethik Alfred Russel Wallace Die vielen Zugänge zur Evolution des Menschen Sozialdarwinismus Darwin - der erste Sozialdarwinist Selektionsmechanismen in menschlichen Gesellschaften in Huxleys Sicht Eugenik Rückschau

NEUBUCH! 2009. 237 S. m. Abb. 21 cm

[SW: Huxley, Thomas, Gleichberechtigung, Darwin, Charles]

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MALTHUS, T(homas) R(obert), Versuch über die Bedingung und die Folgen der Volksvermehrung. Aus dem Englischen von F(ranz) H(ermann) Hegewisch. Altona, bei J. F. Hammerich, 1807.
Sehr seltene erste deutsche Ausgabe des 1798 anonym erschienenen Werkes, das zu den grossen klassischen Schriften der Sozialwissenschaften zählt. Die deutsche Ausgabe war die früheste Übersetzung des Originals überhaupt. - Charles Darwin suchte nach der treibenden Kraft hinter der Evolution. Wie kann das Prinzip der Züchtung auf Organismen in ihrem natürlichen Lebensraum angewandt werden? Er fand die Lösung 1838 während der Lektüre von Malthus' "An Essay on the Principle of Population". Zur Hand hatte Darwin die 1826 erschienene Ausgabe letzter Hand, die 6. Auflage des zuerst 1798 erschienenen Werkes. Darin liest Darwin vom "Kampf ums Dasein" ("struggle for existence") als Folge sich verknappender Nahrungsmittelvorräte. Nach Malthus' "Bevölkerungsgesetz" wächst die Bevölkerung geometrisch, während die Nahrungsproduktion im arithmetischen Verhältnis dazu langsamer wachse. Hungersnöte seien die unausweichliche Folge, falls nicht andere Ereignisse und Massnahmen das Bevölkerungswachstum reduziere (Kriege, Hungersnöte, Heiratsverbote, Bildungsoffensive). Malthus tritt in seinem "Essay" der bis dahin vorherrschenden optimistischen Ansicht entgegen (Godwin, Condorcet), eine wachsende Bevölkerung steigere die ökonomische Leistungsfähigkeit eines Landes. Das Malthussche "Bevölkerungsgesetz" bestärkte die Öffentlichkeit in einer harten Behandlung der Armen und beeinflusste die Armengesetze der "Royal Commission" weitreichend. Malthus gilt mit seinem "Essay" heute als einer der Väter der modernen Demographie. Er wurde im Jahre 1805 Inhaber des weltweit ersten Lehrstuhles für Politische Ökonomie, der am College der East India Company im englischen Haileybury eingerichtet wurde. Er wurde 1819 Mitglied der Royal Society und 1834 eines der ersten Mitglieder der Statistical Society. Darwin erkannte die natürliche Selektion als treibende Kraft des Evolutionsprozesses. Er hatte beobachtet, dass die Individuen einer Population kleine Unterschiede aufweisen (Variabilität). Eine an den Umweltbedingungen orientierte vorteilhafte Variation wird mit höheren Überlebens- und Reproduktionschancen belohnt, wodurch sich eine Population allmählich ändert. Nicht Gleichförmigkeit ist für Darwin die Regel, sondern Variabilität. Der Titel von Darwins 1859 erschienenem Hauptwerk sollte zunächst "Natural Selection" lauten. Damit wird klar, dass die Kategorie "Struggle for existence" nicht Darwin, sondern Malthus zuzurechnen ist. Nach Darwin war nicht das Überleben an sich, sondern die Zeugung möglichst vieler überlebens- und fortpflanzungsfähiger Nachkommen Grundlage biologischen Erfolges. Auch Spencer hat die Phrase vom "Kampf ums Dasein" vermieden und stattdessen vom "Survival of the fittest" gesprochen, was der Darwinschen Implikation viel näher kommt. Malthus ist mit seinem "Essay" ein unmittelbarer Vorläufer des "Sozialdarwinismus". Der Übersetzer Hegewisch (1783-1865) war ein liberaler Arzt, seit 1809 Prof. der Medizin in Kiel, der sich politisch als auch publizistisch (unter dem Pseudonym Franz Baltisch) stark engagierte. Gemeinsam mit seinem Schwager Friedrich Dahlmann, Nikolaus Falck und Carl Theodor Welcker war er an der Herausgabe der "Kieler Blätter" beteiligt. Menger 484; Kress B. 5222; Blaug 561; not in Goldsmiths' Library.

2 Bde. 8vo. XVI, 2 Bll., 368; VIII, 358 S. Neue Halblederbände.

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Sarasin, Philipp: Darwin und Foucault Genealogie und Geschichte im Zeitalter der Biologie, SUHRKAMP, 019 ISBN: 3518585223
Dieses Buch unternimmt ein Experiment: Wie im Labor werden zwei der aggressivsten "Säuren" moderner Theoriebildung in eine Schale gegossen, um dann zu beobachten, wie sich das Gemisch verhält. Charles Darwin und Michel Foucault stehen beide für ein Denken, das in radikaler Weise mit Traditionen bricht und den Unterschied zwischen Natur und Kultur ebenso in Frage stellt wie das angebliche Wesen der Dinge: Alles verflüssigt sich unter ihrem genealogischen, auf die Herkunft von älteren Formen achtenden Blick und verrät so, daß die Dinge "keine Identität" und "kein Wesen" haben bzw. daß die Vorstellung von einer stabilen Ordnung der Natur sinnlos ist. Sowohl Darwin als auch Foucault stehen damit für eine Spielart des historischen Denkens, die - so die These dieses Buches - die bequemen, stabilen Gewißheiten des Biologismus einerseits und des Kulturalismus andererseits unterminiert. Es zeigt sich, daß Darwin die Natur in paradoxer Weise als das Historische per se versteht, während Foucault wie selbstverständlich die scheinbar unüberwindliche Schranke zwischen Natur und Kultur unterläuft. Darwin baut kulturelle Mechanismen in die Selektionsprozesse der biologischen Arten ein, und Foucault hat, was kaum bekannt ist, sein antikulturalistisches Denken auf eine eingehende Darwin-Lektüre gestützt, die Philipp Sarasin hier zum ersten Mal und anhand zum Teil neuer Quellen im Detail nachzeichnet. Angezettelt wird ein spannender Dialog zwischen zwei Theoretikern, die auf ihren Gebieten von herausragendem Einfluß sind, bislang aber kaum je zusammengedacht wurden.

NEUBUCH! 2009. 455 S. 20,5 cm 205 mm x 131 mm x 33 mm

[SW: Foucault, Michel, Darwin, Charles]

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