Cramer

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Cramer, Heinz von,
Heinz von Cramer (1924-2009), Schriftsteller. E. Brief mit U. O. O., 2. April 1976. 1 S. Gr.-8°. Mit e. adr. Kuvert (Fragment). - An Heinz Birker zur Übersendung seines (hier nicht beiliegenden) Buches "Die Kunstfigur": "Da mich Ihr Brief erst auf vielen Umwegen mit sehr grosser Verspätung erreichte - nehmen Sie nun dies Buch als herzlichen Gruß und Dank für Ihr Interesse [...]". - Heinz von Cramer hatte seit 1936 Musik bei Boris Blacher studiert und war 1944 untergetaucht, um einer Einberufung in die Wehrmacht zu entgehen; nach dem Krieg war Cramer als Musik- und Theaterkritiker sowie als Hörspielregisseur tätig. "Er gilt als führender Autor von experimentellen Hörspielen, bei denen er häufig als Untermalung und Ergänzung von gesprochenen Texten Eigenkompositionen und verschiedene Geräusche eingesetzt hat" (Wikipedia, Abfrage v. 23. April 2009). Zudem schrieb Cramer Opernlibretti und Balletttexte für Boris Blacher, Hans Werner Henze und Gottfried von Einem; 1975 erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden für seine Inszenierung der "Goldberg-Variationen" von Dieter Kühn, 1985 für "Nachtschatten" von Friederike Roth. - Der Brief am losen Vorsatzblatt der "Kunstfigur".

Heinz von Cramer (1924-2009), Schriftsteller. E. Brief mit U. O. O., 2. April 1976. 1 S. Gr.-8°. Mit e. adr. Kuvert (Fragment). - An Heinz Birker zur Übersendung seines (hier nicht beiliegenden) Buches "Die Kunstfigur": "Da mich Ihr Brief erst auf vielen Umwegen mit sehr grosser Verspätung erreichte - nehmen Sie nun dies Buch als herzlichen Gruß und Dank für Ihr Interesse [...]". - Heinz von Cramer hatte seit 1936 Musik bei Boris Blacher studiert und war 1944 untergetaucht, um einer Einberufung in die Wehrmacht zu entgehen; nach dem Krieg war Cramer als Musik- und Theaterkritiker sowie als Hörspielregisseur tätig. "Er gilt als führender Autor von experimentellen Hörspielen, bei denen er häufig als Untermalung und Ergänzung von gesprochenen Texten Eigenkompositionen und verschiedene Geräusche eingesetzt hat" (Wikipedia, Abfrage v. 23. April 2009). Zudem schrieb Cramer Opernlibretti und Balletttexte für Boris Blacher, Hans Werner Henze und Gottfried von Einem; 1975 erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden für seine Inszenierung der "Goldberg-Variationen" von Dieter Kühn, 1985 für "Nachtschatten" von Friederike Roth. - Der Brief am losen Vorsatzblatt der "Kunstfigur".

[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]

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Cramer, Carl Friedrich Schütt, Rüdiger (Hg.): "Ein Mann von Feuer und Talenten". Leben und Werk von Carl Friedrich Cramer. (Grenzgänge. Studien zur skandinavisch-deutschen Literaturgeschichte 5). Göttingen: Wallstein Vlg. 2005.
Carl Friedrich Cramer (1752-1807) war ein Weltbürger. Er war ein progressiver Kosmopolit und Vorkämpfer der europäischen Idee. Als Autor und Übersetzer, Herausgeber und Redakteur hinterließ er ein ebenso vielseitiges wie vielgestaltiges Werk. Er übertrug die Schriften Rousseaus ins Deutsche, veröffentlichte eigene Reisetagebücher und gab ein modernes Musikmagazin heraus. Überregionale Anerkennung erlangte der Kieler Hochschulprofessor als Editor und Biograph Friedrich Gottlieb Klopstocks. Mit ihm verband ihn eine enge Freundschaft, belegt in einer umfangreichen Korrespondenz. Aber Cramer polarisierte sein Umfeld auch. Goethe verfaßte Spottgedichte auf ihn, und Johann Heinrich Voß diffamierte sein Werk als "Gestank" und "Unrath". Denn Cramer wirkte als ein radikaler Aufklärer, der kein Blatt vor den Mund nahm. Nach zahlreichen Aufenthalten in Paris bekannte sich Cramer zu den Idealen der Französischen Revolution - und beendete so mit einem Schlag seine akademische Karriere. Aufgrund einer königlichen Resolution wurde Cramer 1794 seines Amtes als Professor der Kieler Universität enthoben. Der zum Staatsfeind erklärte Publizist siedelte nach Paris über und berichtete von dort über die Ereignisse in der französischen Metropole. Mit Besuchern und Revolutionstouristen wie Wilhelm von Humboldt erörterte er seine Idee einer europäischen Gesamtstaatkultur und engagierte sich für den deutsch-französischen Kulturtransfer.

352 S. Br. *neuwertig*

[SW: Geschichte]

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RACINE, J.B., Athalia. Ein Trauerspiel mit Chören. Nach Racine (übertragen) v. Carl Friedrich CRAMER. Kiel, bey dem Verfasser, und in Hamburg, in Commission bey Hoffmann, (1786).
Erste Ausgabe dieser Übersetzung, im Selbstverlag erschienen.- Der spätere Jakobiner Carl Friedrich Cramer (1752 - 1807) war im Göttinger "Hainbund" "einer der übermüthigsten und launigsten Jünger Klopstocks", verlor in Kiel seine Professur, weil er es wagte, sich öffentlich zu den Ideen der Französischen Revolution zu bekennen und arbeitete schließlich in Paris als Buchhändler. Seine Übersetzung von Racines letzter Tragödie, einer der "bedeutendsten und größten Schöpfungen der gesamten französischen Klassik" (KNLL) hat eine hübsche Vorgeschichte: "Se. königliche Hoheit, der Prinz Heinrich (von Preußen)... trug ... seinem Capellmeister (Johann Abraham Peter Schulz) auf, für sein Privat-Theater, das während seines Sommeraufenthalts in Reinsberg seine liebste Erholung ausmacht, die Chöre dieser Tragödie in Musik zu setzen. Schulz erfüllte diesen Befehl, und Athalia (ein Vorzug, dessen sich die glänzende Hauptstadt Frankreichs selber nicht rühmen kann) ward in Deutschland, auf dieser zwar kleinen, aber ihres Geschmacks wegen merkwürdigen Bühne, zum erstenmal vollständig ... aufgeführt". Die Darbietung fand bei allen Kennern großen Beifall, sodaß es Cramer reizte, das Stück in deutscher Sprache "auf die deutsche Bühne zu verpflanzen": Er "versuchte eine Unterlegung (der Schulz'schen Komposition) des ersten Acts, und, da sie den Beyfall des Componisten erhielt", bearbeitete Cramer das ganze Stück. "Was meine Verdeutschung betrifft; so habe ich mich bemüht, in der Unterlegung des musicalischen Theiles des Stücks die Regeln (genauestens) zu erfüllen, und .... (das) Original nicht allein zu erreichen, sondern auch, wo möglich zu übertreffen. ... Höchst unlyrische Wendungen ... waren Flecken im Originale, die abgewischt werden konnten und - mussten! Der Dialog durfte uneinförmiger, zur Natur herabgestimmter; ... die Diction leidenschaftlicher ... seyn. ... Ists mir mit meinen Bestrebungen nicht misslungen; so schreibe ich das nicht meinem Verdienste und Würdigkeit zu, sondern der Rüstung, in der ich stritt; meinem Sylbenmaasse, (Cramer verwendete den Blankvers statt des Alexandriners) und meiner (deutschen) Sprache". Auch Goethe hat sich an einer Übersetzung von Racines "Athalia" versucht und 1789 "Schulzens ... ausgezeichneten Chören ... Worte unterlegt"; seinem "Konkurrenten" Cramer wirft er in dem Zusammenhang "Unverstand" vor.- Goed. IV/1,1090,22; Fromm V,21123; Kat. Weltliteratur 211 f.; Steinbrink 1786.5.

28, 179, (1) S. Etwas späterer Hldrbd m. schlichter Rverh. (Deckel berieben, Rückenschild oberflächlich teilw. abgeplatzt, etwas fleckig).

[SW: CRAMER, C.FR.; Deutsche Literatur, 18. Jhdt (Autoren); German Literature; Literature; Theater- und Operntexte; Theatre]

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Cramer-Klett, Anna von,
Anna von Cramer-Klett (geb. Chariklia, Freifrau von Würtzburg, 1876-1952), Gattin des Industrieller Theodor Frh. von Cramer-Klett. 3 e. Bildpostkarten mit U. [Mitwitz] und Hohenaschau, 1933 bis 1939. Zusammen 3 SS. auf 3 Bll. Qu.-8°. - An [Adolf] Leichtle [in Lenzfried bei Kempten i. A.] zur Übersendung eines (hier nicht beiliegenden) Albumblatts ihres Mannes (19. Juli 1933) sowie "zu freundl. Erinnerung" (undat.) bzw. nur mit U. (4. Juni 1939). - Anna Chariklia entstammte aus oberfränkischem Uradel und ehelichte 1903 auf Schloß Mitwitz den Industriellen Theodor Frh. von Cramer-Klett; der Ehe entsprangen vier Kinder, darunter der Schriftsteller Ludwig Benedikt Frh. von Cramer-Klett (geb. 1906).

Anna von Cramer-Klett (geb. Chariklia, Freifrau von Würtzburg, 1876-1952), Gattin des Industrieller Theodor Frh. von Cramer-Klett. 3 e. Bildpostkarten mit U. [Mitwitz] und Hohenaschau, 1933 bis 1939. Zusammen 3 SS. auf 3 Bll. Qu.-8°. - An [Adolf] Leichtle [in Lenzfried bei Kempten i. A.] zur Übersendung eines (hier nicht beiliegenden) Albumblatts ihres Mannes (19. Juli 1933) sowie "zu freundl. Erinnerung" (undat.) bzw. nur mit U. (4. Juni 1939). - Anna Chariklia entstammte aus oberfränkischem Uradel und ehelichte 1903 auf Schloß Mitwitz den Industriellen Theodor Frh. von Cramer-Klett; der Ehe entsprangen vier Kinder, darunter der Schriftsteller Ludwig Benedikt Frh. von Cramer-Klett (geb. 1906).

[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]

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