Clausewitz
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Beatrice,Heuser: Clausewitz lesen! Eine Einführung, Oldenbourg Wissensch.Vlg, Oktober 2010 ISBN: 3486598430
Der amerikanische Stratege Bernard Brodie nannte Clausewitz' Vom Kriege nicht nur das größte, sondern das einzige wirklich große Buch über den Krieg. Für Engels war Clausewitz ein Stern erster Ordnung, Marx und Mao haben ihn ein Genie genannt. Trotz dieser rühmenden Worte ist die Zahl der Menschen, die sein Buch gelesen haben, sehr viel geringer als die derjenigen, die es im Munde führen. Beatrice Heuser bietet daher zum einen eine Einführung in die Lektüre des Textes, die viele seiner Widersprüche auflöst und seine Komplexizität leichter verständlich macht. Zum anderen zeigt Heuser auf, wie viel Clausewitz mit anderen Strategen seiner Zeit gemein hat und wie viele Ideen, die ihm allein zugeschrieben werden, schon älteren Ursprungs sind, jedoch auch in wieweit er einzigartig über sie alle hinausgewachsen ist. Deutlich wird außerdem, wie über fast zwei Jahrhunderte hinweg Strategen aller Herren Länder Clausewitz' Lehren ausgelegt und angewandt haben. War also wirklich Clausewitz der erste als er darauf hinwies, dass der Krieg ein Instrument der Politik sei War er wirklich der Mahdi der Masse und des Massakers, als den ihn die Kritiker des Ersten Weltkriegs ansahen, und hat er den totalen Krieg erfunden Alle diese Fragen zum großen Klassiker der Kriegskunst werden hier klar und verständlich aufgenommen und beantwortet - gewinnbringend für den Laien und für den Fachmann.
NEUBUCH! 2. Aufl. 2010. XII, 269 S. 22,5 cm 224 mm x 141 mm x 20 mm
[SW: Clausewitz, Carl von, Militärgeschichte]
Foucault, Michel: Vom Licht des Krieges zur Geburt der Geschichte. Herausgegeben von Walter Seitter. Internationaler Merve-Diskurs. 133. Berlin: Merve Verlag, 1986. ISBN: 3883960535
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Vorlesungen vom 21. u. 28.1.1976 am College de France in Paris. - Können die Begriffe, die sich von dem herleiten, was man im 18. und auch noch im 19. Jahrhundert die Kriegskunst nannte, die Begriffe, die von der "Kriegskunst", von der "Strategie", von der "Taktik" herrühren - können sie selber ein taugliches Instrumentarium für die Analyse der Machtbeziehungen bilden? Man kann sich fragen, ob die militärischen Institutionen und überhaupt die Verfahren, die eingesetzt werden, um den Krieg zu führen, ob also die militärischen Einrichtungen und die sie umgebenden Praktiken mittelbar oder unmittelbar den Kern der politischen Institutionen ausmachen. Die erste Frage, der ich in diesem Jahr nachgehen möchte, ist folgende: wie, seit wann und warum hat man angefangen wahrzunehmen oder sich vorzustellen, daß es der Krieg ist, der unterhalb und innerhalb der politischen Beziehungen funktioniert? Seit wann, auf welche Weise, aus welchem Grund hat man gedacht, daß so etwas wie ein ununterbrochener Kampf den Frieden durchzieht und daß also die zivile Ordnung im Grunde und in ihren wesentlichen Mechanismen eine Schlachtordnung ist? Wer ist auf die Idee gekommen, daß die Zivilordnung eine Schlachtordnung ist? Wer hat den Krieg im Filigran des Friedens wahrgenommen? Wer hat im Lärm und im Wirrwarr des Krieges, wer hat im Schlamm der Schlachten das Erkenntnisprinzip der Ordnung, des Staates und seiner Institutionen gesucht? Man kann die Frage auch so stellen - und so habe ich sie mir selber gestellt: wer hat die Idee gehabt, den Crundsatz von Clausewitz umzudrehen, wer hat die Idee gehabt zu sagen: es mag sein, daß der Krieg die mit anderen Mitteln geführte Politik ist -aber ist nicht die Politik selber der Krieg, der mit anderen Mitteln geführt wird? Nun, ich glaube, das Problem ist nicht so sehr: wer hat den Satz von Clausewitz umgedreht? Das Problem ist vielmehr: welches war der Crundsatz, den Clausewitz umformuliert hat, oder vielmehr: wer hat den Crundsatz formuliert, den Clausewitz umgedreht hat, als er sagte, der Krieg ist nur die anders geführte Politik? Ich glaube tatsächlich, daß der Crundsatz, daß die Politik der mit anderen Mitteln fortgesetzte Krieg ist, Clausewitz bekannt war. Und Clausewitz hat diesen diffusen und zugleich präzisen Satz, der seit dem 17., 18. Jahrhundert zirkulierte, umgedreht. Die Politik ist der mit anderen Mitteln fortgeführte Krieg. Es gibt in dieser vor Clausewitz existierenden These ein Paradox. Etwas vergröbernd kann man sagen, daß mit der Entwicklung, mit dem Anwachsen der Staaten im Mittelalter und an der Schwelle der Neuzeit die Emrichtungen und die Praktiken des Krieges eine sehr charakteristische und sichtbare Wendung genommen haben, die man so beschreiben kann: die Kriegshandlungen und -anstalten haben sich mehr und mehr in den Händen einer Zentralmacht konzentriert, so daß dann de facto und de jure nur noch die Staatsmächte Kriege anzetteln und Kriegsmittel einsetzen konnten. (S. 7/8). ISBN 3883960535 - , ISBN-13: 9783883960531
Deutsche Erstausgabe. 60 S. Originalbroschur.
[SW: Krieg, Macht, Geschichte, Foucault]
Grünberg, Jan: Strategie und Taktik nach Clausewitz und ihre Anwendung in mittelständischen Unternehmen, DIPLOMICA, Juli 2011 ISBN: 3836676486
Die Wirtschaft ist heute mehr denn je gefordert, sich in einer immer schneller werdenden Welt den neuen Bedingungen anzupassen. Die Globalisierung, die jetzt stattfindet, wird von einer Welle von Innovationen vorangetrieben. Politische Grenzen und räumliche Distanz schützen heute nicht mehr vor dem Wettbewerb. Die Unternehmen müssen sich den Herausforderungen der Globalisierung und des technologischen Fortschritts stellen, wenn sie weiterhin am Markt bestehen bleiben wollen. Hierbei erblicken verschiedenste Strategiekonzepte das Licht der Fachwelt, und stets tritt die jeweils aktuellste Fassung mit dem Anspruch auf, alle vorhergehenden Konzepte obsolet zu machen. Ganz offensichtlich sind alle betriebswirtschaftlichen Strategieschulen so sehr zeitbedingt und den Umständen der jeweils aktuellen Wirtschafts- und Wettbewerbslage ausgesetzt, dass sie nach einiger Zeit ihre Erklärungskraft einbüßen. Ganz im Gegensatz zu diesen betriebswirtschaftlichen Strategie-Konzepten gibt es historische militärische Strategiekonzepte wie zum Beispiel von Sun-Tsu, Hagakure, Musashi, Machiavelli, Seneca und Clausewitz, welche immer wieder auf betriebswirtschaftliche Fragestellungen angewendet wurden. Die strategischen Überlegungen von Clausewitz sind jedoch bis heute in den Führungsetagen der Unternehmen weitgehend unbekannt. Dabei kontrastiert die geringe Aufmerksamkeit, die Clausewitz in der Unternehmenswelt selbst zuteil wird, auf auffallende Weise mit der Wertschätzung, die seine Schriften in der Wissenschaft genießen. Gerade in jüngster Zeit haben amerikanische militärwissenschaftliche Studien immer wieder die theoretische Fruchtbarkeit von Clausewitz' Denken für eigene Untersuchungen genutzt. Die vorliegende Studie soll einen groben Überblick über die wesentlichen Merkmale der strategischen und taktischen Überlegungen der Clausewitz schen Lehre geben und einen Bezug zur heutigen Betriebswirtschaft herstellen. Weiterhin wird in einer empirischen Untersuchung die Frage geklärt, ob strategische Überlegungen von Clausewitz in den Unternehmensstrategien mittelständischer Betriebe Anwendung finden.
NEUBUCH! 2009. 84 S. 27 cm 282 mm x 196 mm x 15 mm
[SW: Strategie, Betriebswirtschaft]
Rose, Olaf/Clausewitz, Carl von: Politische und Militärische Schriften, STOCKER; ARES VERLAG, 021 ISBN: 3902475862
Eine neue Anthologie aus Schriften Carl von Clausewitz' zeigt die Gedankenschärfe und stilistische Klarheit des vieldiskutierten Militärtheoretikers, aber auch seine politische Bedeutung.Kein Militärtheoretiker hat es zu einem derartigen Ruhm und zu so großer Bedeutung gebracht wie Carl von Clausewitz. Seine Definition vom Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln - nur ein Beispiel für seine treffende Aphoristik - fehlt in keinem Zitatenbuch. Sein Werk diente (und dient) weit über Militärkreise hinaus als Grundlage - die Rezeption Clausewitz' reicht von Karl Marx, Friedrich Engels bis hin zu Che Guevara bis tief in die Linke hinein. Und auch heute noch bedienen sich Wirtschaftsmanager gerne bei ihm. Grund genug, die Schriften des bedeutenden Preußen wieder einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. (Die letzte diesbezügliche Veröffentlichung stammt noch aus der DDR und beschränkte sich ausschließlich auf die militärische Seite seines Werks.)Die aktuelle Anthologie zeigt ein wesentlich umfassenderes Bild Clausewitz' anhand der Auswahl aus seinen Schriften. Neben den wichtigsten Abschnitten seines Klassikers Vom Kriege hat Herausgeber Olaf Rose auch andere politische und militärische Schriften in seine Anthologie aufgenommen. Die ausgewählten Schriften, Briefe und Aufzeichnungen geben einen deutlichen Einblick in die Schärfe der Argumentation sowie Klarheit des Stils und zeigen Clausewitz vor allem in seinen politischen Schriften als bedeutenden Reformer, der gedanklich den Wiederaufstieg Preußens zur Großmacht mit ebnete.
NEUBUCH! 2011. 250 S. m. Abb. 23 cm 239 mm x 159 mm x 20 mm S/W-Abbildungen
[SW: Clausewitz, Carl von]



