Celan

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Celan, Paul (d.i. Paul Anczel): Gedichte. Darmstadt, Moderner Buch-Club, 1966.
Guter Zustand. Buchkantenrücken minimal aufgehellt, ebenso 1 cm am Kopf. - - Paul Celan [pa?l 'tselan] (* 23. November 1920 in Czernowitz, damals Rumänien, heute Ukraine; vermutlich 20. April 1970 in Paris; eigentlich Paul Antschel, später rumänisiert Ancel, woraus das Anagramm Celan entstand) war ein deutschsprachiger Lyriker. Leben: Paul Celan wurde in Czernowitz, der Hauptstadt der Bukowina in Nordrumänien in einer deutschsprachigen jüdischen Familie geboren. Er war der einzige Sohn von Leo Antschel-Teitler (* 1890 in Schipenitz bei Czernowitz) und dessen Ehefrau Fritzi, geb. Schrager (* 1895 in Sadagora); erste Wohnung in der Wassilkogasse in Czernowitz. Celan besuchte zunächst die deutsche, dann die hebräische Grundschule, fünf Jahre das Rumänische Staatsgymnasium und bis zum Abitur am 3. Juni 1938 das Ukrainische Staatsgymnasium. Im selben Jahr begann er ein Medizinstudium in Tours, kehrte jedoch ein Jahr später nach Rumänien zurück, um dort Romanistik zu studieren. 1940 wurde die nördliche Bukowina und somit auch Celans Heimatstadt Czernowitz von der Sowjetunion besetzt. Celan konnte sein Studium zunächst fortsetzen. Als jedoch 1941 rumänische und deutsche Truppen Czernowitz besetzten, wurden die Juden in ein Ghetto gezwungen. Celans Eltern wurden 1942 deportiert. In einem Lager in Transnistrien starb sein Vater an Typhus, seine Mutter wurde erschossen. Die Deportation und der Tod seiner Eltern hinterließen tiefe Spuren in Paul Celan. Er litt für den Rest seines Lebens unter dem Gefühl, seine Eltern im Stich gelassen zu haben. In seinen Gedichten sind zahlreiche Verweise auf dieses Trauma zu finden. Von 1942 bis 1943 wurde Celan in verschiedenen rumänischen Arbeitslagern festgehalten und musste Zwangsarbeit im südmoldauischen Straßenbau leisten. Nach der Befreiung (Czernowitz wurde August 1944 von der Roten Armee eingenommen) kehrte Celan im Dezember 1944 nach Czernowitz zurück und nahm sein Studium wieder auf. 1945 übersiedelte Celan nach Bukarest, Rumänien und studierte dort weiter. Später arbeitete er dort als Übersetzer und Lektor. 1947 floh er über Ungarn nach Wien und siedelte 1948 nach Paris über. Noch im selben Jahr erschien in Wien mit Der Sand aus den Urnen sein erster Gedichtband, der zunächst keine Beachtung fand. Im Mai 1948 begegnete Celan Ingeborg Bachmann. Dass Ingeborg Bachmann und Paul Celan Ende der vierziger Jahre und Anfang der fünfziger Jahre ein Liebesverhältnis verband, das im Oktober 1957 bis Mai 1958 wieder aufgenommen wurde, wird durch Celans Tagebücher und den posthum veröffentlichten Briefwechsel zwischen Bachmann und Celan bestätigt. Das vollständig erhaltene Textcorpus der Briefe war im Deutschen Literaturarchiv (Celan) und in der Österreichischen Nationalbibliothek (Bachmann) archiviert. Der Briefwechsel erschien im August 2008 unter dem Titel Herzzeit im Suhrkamp Verlag. Paul Celans Gedicht Corona und viele weitere aus dem Gedichtband Mohn und Gedächtnis waren an Ingeborg Bachmann gerichtet. In Paris lernte Celan im November 1951 die Künstlerin Gisele Lestrange kennen, die er ein Jahr später heiratete und die zeitweise künstlerisch mit ihm zusammenarbeitete (z. B. 1965 Radierungen zum Gedichtzyklus Atemkristall). 1952 erschien bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart sein Gedichtband Mohn und Gedächtnis mit dem viel beachteten Gedicht Todesfuge, das den Mord an den europäischen Juden durch die Nationalsozialisten thematisiert. 1955 erhielt Celan die Staatsbürgerschaft der Republik Frankreich. 1955 wurde der Sohn Eric Celan (Anagramm zu "ecris!", frz. für "schreib!") geboren, nachdem Lestrange zwei Jahre zuvor ein Kind verloren hatte. Das Grab Paul Celans auf dem Friedhof Thiais bei Paris1960 verstärkten sich die schweren unbegründeten Plagiatsvorwürfe von Claire Goll, der Witwe des jüdischen Dichters Yvan Goll, dem Celan freundschaftlich verbunden gewesen war und für den er Gedichte übersetzt hatte. Diese Plagiatsanschuldigungen (auch bekannt als "Goll-Affäre") verfolgten Celan bis an sein Lebensende. Celan wurde mehrmals in psychiatrische Kliniken eingewiesen, z. B. vom 28. November 1965 bis 11. Juni 1966, weil er in einem Wahnzustand Lestrange mit einem Messer töten wollte. Im November 1967 entschieden er und seine Frau, getrennt voneinander zu wohnen. Sie blieben aber weiterhin in Verbindung. Im Oktober 1969, wenige Monate vor seinem Tod, unternahm Celan seine erste und einzige Reise nach Jerusalem. Er traf unter anderem Gershom Scholem und begegnete im Rahmen von Lesungen alten Freunden aus der Bukowina und israelischen Dichtern wie Jehuda Amichai und David Rokeah. Im Zentrum stand das Wiedersehen mit seiner aus Czernowitz stammenden Jugendfreundin Ilana Shmueli. Getragen von zahlreichen biblischen Anspielungen verbinden sich in den entstandenen Gedichten in der Tradition jüdischer Jerusalemdichtungen das Werben um Jerusalem mit dem erotischen Preisen seiner Geliebten. Zeugnisse dieser Begegnungen sind ihr Briefwechsel, die Erinnerungen Ilana Shmuelis unter dem Titel Sag, dass Jerusalem ist [3] und die Gedichte Celans, die nach seinem Tod in dem Nachlassband Zeitgehöft Aufnahme fanden. Sie gelten als Zeugnisse von "Celans schwieriger Auseinandersetzung mit seinem Judentum" . Die Umstände und das Datum von Celans Tod sind nicht geklärt. Vermutlich am 20. April 1970 suchte er den Freitod in der Seine am Pont Mirabeau. Celans Leichnam wurde am 1. Mai 1970 bei Courbevoie, zehn Kilometer flussabwärts von Paris, aus der Seine geborgen. Er wurde am 12. Mai 1970 auf dem Friedhof Thiais/Val-de-Marne beigesetzt. An diesem Tag starb Nelly Sachs, mit der er freundschaftlich verbunden war. Zu Ehren des nachdichtenden Übersetzers stiftete der Deutsche Literaturfonds 1988 den Paul-Celan-Preis für ebenfalls herausragende Übersetzerleistungen. Paul Celan erlangte durch sein Gedicht Todesfuge Weltruhm und gilt als einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts. Aus wikipedia-orgPaul_Celan

Erstausgabe. WG II 40. 93 Seiten. 8. Leinen.

[SW: Lyrik / Poesie, Literaturgattungen, Lyrikanthologie, Literaturrezeption, Literarischer Stil, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Deutsche Literatur der 60 er Jahre, Literaturrecherche, Literaturkanon, Lyrik / Länder, Gebiete, Völker // Bundesrepublik Deutschland, Literarische Gattungen, Literaturtheorie, Deutsche Literatur der 60-er Jahre, Germanistik, Lyriktheorie, Gedichte, Deutsche Literatur der fünfziger Jahre]

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Celan, Paul; Celan-Lestrange, RARITÄT, Gisele; Briefe, Judentum, Biographie 14422 Celan, Paul; Celan-Lestrange, 2 Bde RARITÄT, Gisele; Briefe, Judentum, GEBUNDEN: *BRIEFWECHSEL* Paul Celan - Gesele Celan-Lestrange. Mit einer Auswahl von Briefen Pauls Celans an seinen Sohn Eric. Mit Abbildungen. Aus dem Französischen von Eugen Helmle. herausgegeben und kommentiert von Bertrand Badiou in Verbindung mit Eric Celan. Anmerkungen übersetzt und für die deutsche Ausgabe eingerichtet von Barbara Wiedemann. BAND 1: Die Briefe. BAND 2: Kommentar. Suhrkamp Verlag 2001

677+614 Seiten, mit Abbildungen Gr.8° HARDCOVER Dieses Buch entstammt einer hochwertigen rund 26.000 Titel umfassenden Privatbibliothek eines Germanisten (Nichtraucherhaushalt), saubere Besitzervermerke und -stempel befinden sich auf dem unteren Schnitt, Innendeckeln bzw. dem Vorsatzblatt, ansonsten **1A-TOP ZUSTAND, FAST WIE NEU!** 2 Bände

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Kligerman, Eric: Sites of the Uncanny Paul Celan, Specularity and the Visual Arts, GRUYTER, August 2007 ISBN: 3110191350
Thisis the first book-length study that examines Celan's impact on visual culture. Exploring poetry's relation to film, painting and architecture, this study tracks the transformation of Celan in postwar German culture and shows the extent to which his poetics accompany the country's memory politics after the Holocaust. First study of the transmission of Paul Celan's lyric poetry to the visual arts Consideration of the reception of Celan through film, painting and architecture Fundamental analysis of the importance of Celan for the ways of remembrance in Germany following the Holocaust

NEUBUCH! 2007. X, 330 p. 23,5 cm 240 mm x 165 mm x 24 mm 20 Abb.; Interdisciplinary German Cultural Studies Vol.3

[SW: Holocaust (Motiv in d. bild. Kunst/Literatur),Celan, Paul]

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Sturm, Anne-Maria: Formen der Involution in Paul Celans Lyrik Untersuchungen am Gedichtband "Sprachgitter" und dem Gedicht "Entwurf einer Landschaft" GRIN VERLAG, September 2009, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 364041375X
In den 1958 bis 1961 erschienenen Bänden der Noten zur Literatur wendet Adorno Überlegungen aus der Negativen Dialektik, der Dialektik der Aufklärung und anderer seiner Werke auf Literaturphänomene der Moderne an. Zahlreiche von ihm geschätzteAutoren wie Kafka, Beckett und Thomas Mann, unterzieht er auf diese Weise einer kritischen Analyse. Ein Beitrag zu Paul Celan ist jedoch, obwohl dies denkbar wäre, nicht vorhanden. Adorno ist dabei durchaus unter die Bewunderer Celans zu rechnen: für ihn vollbrachte Celan auf dem Gebiet der Lyrik das, was Beckett auf dem Gebiet des Theaters und Romans leistete. So trug er sich lange Zeit mit Plänen zur Niederschrift eines Essays über Sprachgitter, worüber Celan, gerade vor dem Hintergrund der Goll-Affäre, äußerst erfreut war. Zu einer Umsetzung des Aufsatzprojektes kam es jedoch nicht mehr: ein Fragment in der Ästhetischen Theorie sowie einige Anstreichungen und Kommentare in Adornos Sprachgitter-Exemplar bleiben die einzigen Zeugnisse seiner Beschäftigung mit Celan.Der engere Kontakt zu dem Dichter entwickelte sich 1959 nach der Publikation von dessen viertem Gedichtband Sprachgitter - dem einzigen Gedichtband, den Celan Adorno persönlich zukommen ließ. Gleichzeitig ist es neben dem Meridian das einzige Buch Celans, das nach Adornos Tod in dessen Bibliothek zu finden war.Umgekehrt stellten für Celans Poetik die Werke Adornos neben denen Heideggers einen wichtigen Bezugspunkt dar. Zahlreiche Werke des Philosophen waren in Celans Besitz und ihre vielfachen Lektürespuren lassen auf eine intensive Auseinandersetzung schließen. Insbesondere die, im Vergleich zu den vorherigen Gedichtbänden stark veränderte Ästhetik des Sprachgitter-Bandes, ist auch als ein Resultat der Auseinandersetzung mit den TextenAdornos zu sehen. Aus diesem Grund bezeichnet es Joachim Seng nicht als Zufall [...], daß der Dichter gerade nach der Publikation des neuen Gedichtbandes Sprachgitter die Begegnung mit dem Philosophen sucht. Mit dem Begriff Involution hat Celan selbst ein entscheidendes Stichwort zum Verständnis der Lyrik des Sprachgitters aufgebracht. Inwieweit Celan diese Gedankenfigur in derfruchtbaren Auseinandersetzung mit Adornos Kafka-Aufsatz gewann und in welcher Form Adorno wiederum auf ein Verfahren der Rückbildung ins Anorganische zur Analyse von Celans Lyrik in der Ästhetischen Theorie zurückgriff, versucht diese Arbeit aufzuhellen.

NEUBUCH! 2009. 56 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 4 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V131955

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